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Donnerstag, 11. Januar 2018

Der Lesestammtisch im Januar

  Unser Lesestammtisch im Januar

Mittwoch 24.01.2018

So schnell ist ein Monat vorbei und der nächste Lesestammtisch steht vor der Tür
Ansicht von Kötzting 1653,   Bilderausschnitt aus einem Gerichtsakt vom Staatsarchiv Landshut, Regierung Straubing 4227

Beginn ist wie immer um 18.30 Uhr im Kneippzimmer im Hotel zur Post

Btw: jeder fängt einmal klein an und als im Jahre 1985 das Buch zur 900 Jahrfeier Kötztings herauskam, konnte ich nicht einen einzigen Buchstaben in den im Original (und Transkription) veröffentlichten historischen Dokumenten entziffern. Warum schreib ich das...... unseren Lesestammtisch gibt es nun schon mehr als 21 Jahre UND wir sollten uns um jüngeren Nachwuchs kümmern auch um unsere Kenntnisse und unser Wissen (zumindest darüber wo man solches findet) weitergeben zu können.
Also bitte keine Scheu und keine Schwellenangst, es geht bei unserem Lesestammtisch eher lustig zu, weil wir natürlich zumeist Texte lesen, in denen es "menschelt", auch wenn es nur um den alten Friedhof geht.


Wir sind beim letzten Mal nicht mit dem vorgesehenen Text fertig geworden, daher gilt diese Einladung genauso noch wie im Dezember.......


Eines der großen Themen in Kötzting in diesem Herbst war unter anderem unser historischer, alter, Friedhof gelegen an der oberen Einfahrt in den historischen Ortskern von Kötzting. Bereits im letzten Jahr war dieser Ort der Ruhe Thema eines großen Beitrags in der Mittelbayerischen Zeitung.
In diesem Herbst dann kam der Anruf von der Süddeutschen Zeitung aus München, die gerne näheres über unseren Alten Friedhof in Erfahrung bringen wollten, weil sie bereits wussten, dass dieser ursprünglich einmal als Pestfriedhof angelegt worden war.

Detailaufnahme unseres alten  Friedhofs, Bildbenutzung mit freundlicher Genehmigung von Frau Evi Lemberger, die die Bilder für den SZ Artikel gemacht hat.

Die SZ geht sehr hartleibig mit ihren Inhalten um, hat mir auf meine
Anfrage aber zumindest folgenden link 
http://www.sueddeutsche.de/bayern/sz-serie-schauplaetze-folge-verpestet-1.3695512


mitgeteilt. Dort kann der Artikel und können die Bilder von Frau Evi Lemberger betrachtet werden
zugesandt zur andauernden Verwendung. Eine Benutzung der Seite als PDF- File wäre nur drei Jahre lang gegangen und hätte einen Betrag von mehreren Hundert Euros gekostet,
In Vorbereitung auf diesem Termin habe ich einige Dokumente aus dem Staatsarchiv Landshut hergerichtet, um dem Redakteur ein paar Originalaussagen vorzulegen, aber für eine grobe Linie des Artikels waren diese Texte unnötig und daher: werden wir sie im Lesestammtisch bearbeiten.


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Ein anderer Teilbereich des alten Friedhofs, fotografiert von Frau Evi Lemberber, bei beiden Bildern kann man die eindrucksvolle Stille dieses alten und auch genauso erhaltenswerten "Freiraums" gut erahnen.
Sta La Regierung Straubing A 4135


Akt

Magistrat des Marktes zu Kötzting
den dasigen Gerichts wegen der
Sepultur im churfürstlichen Schloß oder
Sepulturacker so anderem

des Anno
1611







Sta La Regierung Straubing A 4135

zu gesundes Luftzeiten, die Sepultur in des Freidhof oder Kirchen zuerlauben) nit anmassen, sonders allerdings des Geistlichen lassen verwalten, wie es jederzeit herkhommen, und wür nur eines Pfarrer undt kainen Pfleger, wann etwas gestorben, umb des Sepultur Ackher angesprochen, darbei es noch billich verbleiben solle, das wenn jetziger Herr Pfleger unnß nit wie oben angestanden ain Eintreag gemacht, und unß bei der uralten Sepultur Ackher und Herkhommnen hete verbleiben lassen, hete E(eur) Durchl(aucht) wür dessewegen nit behelligen dorffen. Das Pfleger sich auf das Viechtacherisch transforierten Fänndls, als hette man in dem Fr(stlichen) Schloss mit der Ristung vil zu eng referieren will, und gleichsamb den geweichten Gottesackher zur behaltnuss derselben fürgenommen. So wissen sich doch euer Fü(rsten) und D(urchlaucht) genedig und unabvöllig zu entsünnen, dass anno 1598 Ir Frstl. Durchlaucht dero Missbräuch mit der unsauberkeit von geweichten orten und Stetten durch ausgefertigt Libel mandat bei großer Straff verpotten und abgeschafft, wie fol 7 und Inj 4 Titul.....






Teil des Beschwerdeschreibens des Kötztinger Magistrats an die Regierung in Straubing über den Kötztinger Pfleger, der ihnen das Begraben im (damals) alten Friedhof rund um die Pfarrkirche herum verbieten wollte.








Seit Januar erhalten die Teilnehmer den Text des darauf folgenden Lesestammtisches überreicht, um an einem, bis dahin, unbekannten Text sich etwas einüben zu können. Gemeinsam werden wir dann das Ergebnis durchlesen.
Weiterhin gilt aber:
Man muss die alte Schrift nicht lesen können, um mitzumachen, die Texte werden vorgelesen und der Inhalt dann gemeinsam besprochen:

Auch ohne Vorbereitung erhalten alle Teilnehmer eine Kopie des Aktes und können den Text dann mitlesen. 





Dienstag, 9. Januar 2018

Historische Einkehr im März

Dieses mal gehen wir mal wieder raus aus dem Markt,

Die historische Einkehr im März 2018 ist dieses Mal im "s´Kaffee" im Zellertal. Wir treffen uns auch dieses mal schon um 18.00 Uhr, es war der Wunsch vieler Teilnehmer mit dem üppigen (Mehrgänge-) Essen nicht zu spät anzufangen. Also Treffpunkt 18.00 Uhr beim Bahnhof Kötzting, Zellertal.
Also nochmal Zellertal, nicht dass mir jemand am Kötztinger Hauptbahnhof wartet. ;-)
Es dürfte nicht viele Orte dieser/unserer Größe geben, die gleich zwei Bahnhöfe haben, also Vorsicht >>>>> Bahnhof Zellertal.



Der Vorverkauf  beginnt bereits  in der Kurverwaltung Bad Kötzting.


Ich denke ich werde neben der Geschichte des Hauses und den Schwierigkeiten des Holzhändlers Dattler zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine Gaststättenkonzession zu erhalten auch auf die nähere Umgebung eingehen.

Und da haben wir einige interessante Objekte in der näheren Umgebung: nehmen wir die Konservenfabrik, die Firma Gschaider, die in Kötzting eine Zündholzfabrik etablierte, den Dregerkeller, die Holzlagerstätte rund um den Bahnhof Zellertal, die Firma Hobrack.
Es gibt eine schöne Reihe von Luftaufnahmen von diesem ganzen Areal, also - ich sag mal - vom Kauer bis zum "Hobrack". Von der Konservenfabrik und den dortigen Abläufen existiert ebenfalls ein Film von Ehemann Siegfried.
Dann haben wir natürlich noch den Eisenbahnbau Lam - Kötzting mit all seinen Schwierigkeiten, die schließlich den Bau des Bahnhofs Zellertal erst notwendig machte.....und und und. Mal schauen, was der Abend so Alles bringen wird.



 Aus all diesen Inhalten, Dokumenten und Materialien soll wieder ein buntes Gemisch an geschichtlichen Erzählungen für einen unterhaltsamen Abend sorgen, für das leibliche Wohl sorgen wieder unsere Gastgeber.





 





Freitag, 22. Dezember 2017

Kötzting vor 110 Jahren

  die Jahreschronik von 1908

 

Kötztinger Anzeiger Titel vom 1.1.1908
(Bayerische Staatsbibliothek München, 4Eph.pol.3cel 1900 ff im folgenden KA genannt)



im Wesentlichen folge ich dem jeweiligen Jahresablauf anhand der Veröffentlichung des Kötztinger Anzeigers, der fast vollständig in der Bayerischen Staatsbibliothek in München vorhanden ist. Ergänzend hinzu kommen dann noch Archivalien aus dem Stadtarchiv, die einen besonderen Schwerpunkt im jeweiligen Jahr haben ergänzt durch manche amtliche Veröffentlichungen in den Bezirksamtsblättern. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch auf die gute und schnelle Zusammenarbeit mit dem Bilderteam unseres Arbeitskreises verweisen. Frau Kretschmer und Frau Rabl-Dachs stehen mir immer mit ihrer Bildauswahl zur Seite.
Eine zweite schriftliche Quelle ist das sogenannte Bezirksamtsblatt, eine in Jahrgängen gebundene Reihe an amtlichen Verlautbarungen, Veröffentlichungen und Ankündigungen, im Stadtarchiv durchgängig vorhanden seit 1865. 
Stadtarchiv Bad Kötzting Titelblatt des Bezirksamtsblattes, ein Pflichtbelegexemplar einer jeden Gemeinde im Bezirksamt/Landkreis Kötzting
Eine dritte Quelle, autobiographisch und daher manchmal vielleicht nur mit Vorsicht zu genießen ist eine "Sammlung von Kötztinger Klein- und Kurzgeschichten" aus der Feder von Conrad Krämer dA.  manches darin ist für die heutige Zeit vollkommen "politisch unkorrekt" manches lustig, manches skuril aber manches durchaus interessant. Wo es also paßt, werde ich kleine Passagen aus dieser ungebundenen Manuskriptsammlung miteinfügen
Deckblatt des ungebundenen Manuskripts des Ostmarkonkels

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Wegweiser durch die BLOG Einträge

Inhaltsverzeichnis:


Schilderaktion

eine historische Wanderung durch Bad Kötzting: Karte und Tabelle:



Ludwig Baumann: Joseph Ludwig Graf von Armansperg, Bayerischer Superminister und griechischer Staatskanzler
Ludwig Baumann: Die Brüder Prälisauer: Mesnersöhne, Mönche, Musiker



Die Marktmühle in Kötzting
Das Kommunebrauhaus (ab Februar)
Das "obere Bad" (ab April)
Wolfgang Samuel Luckner (ab März)
 

Jahreschroniken:

1616  Archivalien zum Mitlesen

1903




Kötztinger Häusergeschichte

ein Suchbild - eine immernoch unbekannte Ansicht/Aussicht von Kötzting von Mathias Heilmeier
Schön wärs gewesen, ein touristisches Großprojekt in der Bahnhofstraße - ein Opfer der Inflationszeit

Vor dem Vergessen bewahren:  das "Hermannhaus" wird abgerissen
Häuserchronik: Bäckerei Clemens Pongratz Marktstraße 28 

ein Rätsel Bau bzw. Lageplan in Kötzting, ein Suchspiel

Luftbilder aus Kötzting

das alte Kötztinger Schwimmbad ein Sommerthema zur Winterzeit

der Kötztinger Bahnhof 

 

 

 

Handwerk in Kötzting



Geschichten aus der Geschichte Kötztings:

die "letzte Hinrichtung" in Kötzting 1813 erfolgte die letzte Hinrichtung auf dem Galgenberg, heute der Ludwigsberg

Ein wirklicher Flaschengeist was es nicht Alles gibt bzw. geglaubt wird

Überraschungsfund im Bauschutt des Kötztinger Amtsgerichtsgebäudes: Verhaftungsaktion der NSDAP vom Juni 1933 hinterläßt Spuren im Gebälk.

Der Weihnachtsblog: Aquarelle und Photos von Mathias Heilmeier

Wer hat das Krankenhaus verschoben? Eine Engstelle in Kötzting um die Jahrhundertwende

Eine Schießstätte beim Lindnerbräu und die Angst der Weissenregener
Wintersport auf Kötztings Straßen 

 "Neues" Material für die Kötztinger Archive Kirchenrechnungen von 1727 aufgetaucht








Die Weihnachtsbuben von Steinbühl....Exzesse beim Christkindlschiessen


Der Große Preis von Kötzting: das Seifenkistenrennen

   Der Schi-Stra-Bus in Kötzting
         

 

 


Kötztings erste Eisdiele 
Kötztinger Weihnachtsbäume eine reiche Enrte
Schwerter zu Pflugscharen oder Kanonenrohre zu Glocken umgießen

 

Neuigkeiten aus dem Kötztinger Stadtarchiv:

Digitalisierung der Kötztinger Lokalausgaben an der Uni Regensburg erster Teil
2. Teil Zeitungsauschnitte der ersten Lokalausgaben
Weihnachtsgeschenke für einen Kötztinger Heimatforscher
Buchvorstellungen Neuerscheinungen   Rittergut Garzau und Kriegsende im Waldmünchner Raum
besonderer Dokumente aus dem Stadtarchiv: Spitalrechnungen ab 1638

 

Pfingsten

Überraschende Funde über unseren Pfingstritt und eine alte Pfingstbraut im Gäubödenmuseum in Straubing

Farbaufnahmen vom Kinderfestzug in Kötzting von 1964

Der "wilde" Pfingstritt Unsitten und Unruhen um den Pfingstritt im 18. Jahrhundert
Schnipsel vom Pfingstritt 1946

Schnipsel vom Pfingstritt 1949 mit Volksfest

 

 

Schöne Bilder und Luftaufnahmen

Kötzting

schöne Winter- und Schneebilder von Kötzting aus den dreissiger Jahren als Sommerkontrastprogramm   2. Teil

ein Farb DIA aus den dreissiger Jahren, auf der Platte in Kötzting

Kötzting und seine Umgebung auf Luftbildaufnahmen der dreissiger Jahre

Luftaufnahmen Kötzting in den 60er Jahren  2. Teil Luftaufnahme
Aquarelle von Matthias Heilmeier von Kötzting und Umgebung

 

Umland

Wer weiß was, unbekannte Luftbildorte, ein Suchspiel 1. Teil

Suchspiel mit unbekannten SW Aufnahmen
vermutlich Lamer Bereich

Luftbildaufnahmen der Umgebung 2. Teil   

 

Umland


Gutendorf: der Sherif von Traidersdorf 2. Teil

Lamer Winkel: die Hindenburgkanzel:

Miltach: SW Aufnahmen als Suchspiel der Baustelle an der Ostmarkstraße
Reitenstein:
Streit zwischen den Häuslern von Reitenstein und einigen Kötztinger Bürgern zu Zeiten Samuel Luckners


Weissenregen: Kleinhäusler gegen Großbauer ein Streit um Wasser und Grenzsteine von 1828

Wettzell: 900 Jahre Wettzell

Wettzell: 900 Jahre Wettzell eine Grenzbeschreibung

Zeltendorf: die Rechtler von Zeltendorf Pro und Contra Waldverteilung bzw. Gemeinbesitz

 

Lizensierung BWV

Vereine und Verbände

Der Bad Kötztinger Burschen und Wandererverein eV







Die Kötztinger Pfadfinder 1. Teil 

20 Jahre Arbeitskreis Heimatforschung: ein öffentlicher Lesestammtisch zum Jubiläum

Der Kötztinger Spielmannszug 1. Teil    2. Teil

 

 

 

die beiden Weltkriege und deren Folgen


Der Beginn des ersten Weltkrieges: der Wahnsinn beginnt

die 2. US Kavallerie und Kötzting im Frühjahr 1945










Das Ende des zweiten Weltkriegs: das Ausweichlazarett in Kötzting

Das Ende des Zweiten Weltkriegs: das Gefecht bei Grub

Das Ende des zweiten Weltkriegs: die 11. Deutsche Panzerdivision Teil 1 die Kapitulation













Independence Day 1945 die amerikanische Kavallerie feiert im Landkreis Kötzting

Das Leben geht weiter: die Gemeinderatswahlen vom Januar 1946

Der Landkreis Kötzting und seine Flüchtlinge 1945/1946







Mittwoch, 20. Dezember 2017

Schilderaktion

Historischer Wanderweg in Bad Kötzting

Menschen und Häuser - Stadt und Umland


Vermessungsamt Cham Ort_Koe_1831_K62 Uraufnahme Kötzting von 1831

alte Hausnummer        Person bzw. Anwesen

19                              Marktschreiberanwesen  ehemalige Bäckerei Pongratz
24                              Fleischbank 1. Teil und 2. Teil
35                              Amtshaus
58                              Kommunbrauhaus
63                              Marktmühle
87                              Herrensäge Lindnerbräu
91                              Gschwandhof
93                              Freiherr von Armansperg
97                              Gebrüder Prälisauer
98                              Wolfgang Samuel Luckner
100                             "oberes" Bad mit Badbrunnen
109                             Widtum und Fronfeste
119                             Wuhn
123                             Spital
129                             der große Marktbrand von 1867
140                             Stattler
158                             ein Steuertagebuch aus ganz alter Zeit

ohne Nummer             Bahnhof

Dienstag, 12. Dezember 2017

Schwerter zu Pflugscharen

oder..... Panzerkanonenrohre zu Kirchenglocken


Was haben die 11. Panzerdivision der Deutschen Wehrmacht und die vielen während des Krieges vernichteten bzw. eingeschmolzenen Kirchenglocken miteinander zu tun.

In Abwandlung des Teilzitates aus der Bibel, die die heutige Überschrift bildet, kann man einen Vorschlag des damaligen Kötztinger Pfarrers Dietl vom Mai 1945 sehen.
Und weil das ganze Bild, welches dabei entsteht, so friedlich ist, und ich die Idee einfach klasse finde, hier eben noch schnell ein nachgeschobener Weihnachtsblog.

Vorgeschichte: aufgrund der Materialknappheit des Deutschen Reiches während des Krieges wurde vor Allem der Augenmerk auf Buntmetalle gelegt und dazu gehörten auch die verschiedensten Kirchenglocken. Das Regime ließ sich auch nicht auf große Verhandlungen ein, alle Glocken musste abgenommen werden und nur in wenigen Ausnahmefällen - von kunsthistorischen bzw. von besonderem historischen Wert der Glocke - abgesehen, wurden die Glocken zu Sammelstellen verbracht, dort noch einmal photographiert und dann eben für die Zwecke der Rüstung eingeschmolzen.


Der Kötztinger Hauptlehrer Josef Bock lichtete einige der Glocken ab - der Bestand dieser Bilder ging dann in der Landkreisfilmbildstelle auf - aber das war es auch dann schon.
Kötztinger Zeitung Mai 1955





Schlußfolgerung: Bereits 9 Tage nach dem Kriegsende - die 11. PD hatte bereits kapituliert und die Panzer und Kampfwägen waren in all den Wiesen rund um Kötzting, vor allem in dem Bereich unterhalb der jetzigen REHA Kliniken verteilt und abgestellt - stellte der Kötztinger Pfarrer Dietl den Antrag aus den Geschützrohren der Panzer wiederum die entwendeten Kirchenglocken gießen zu lassen..



Bilder aus der Kötztinger Zeitung









Pfarrer Dietl, auf dem Bild schon ehemaliger Stadtpfarrer Kötzting, zusammen mit den Kötztinger Pfadfindern, die er zusammen mit Pater Augustin Böttcher nach Kräften gefördert hatte. Die Aufnahme entstand an dem Altersruhesitz Pfarrer Dietls anlässlich eines Besuches der Pfadfinder.


StaLa BZA/LRA Kötzting Rep 164-8 Nr. 1949
"Statt Krieg soll es - das Kriegsmaterial - nun den wahren dauernden Frieden von den Kirchtürmen als Glocken künden. Das ist doch eine weitsichtige Idee."

Der damalige Landrat Weiger zeichnete die Eingabe ab mit: verfrüht!  Ja, 

Es ist nicht bekannt, aber höchst unwahrscheinlich, dass die amerikanische Militärregierung dem Vorschlag gefolgt ist. Bekannt ist mir, dass das Material mithilfe von Schrotthändlern dann im Laufe mehrerer Jahre verarbeitet worden ist. Manches an Fahrzeugen, Lafetten, auch für die Jagd  umgebaute Waffen haben den Weg in die Kötztinger - und Umgebung - Zivilbevölkerung gefunden.  

Am Ende nun nur noch zwei Bilder von Glocken, die vermutlich eingeschmolzen wurden
die müsste aus Eschlkam sein

ein Prachtstück
 So, dann hoffen wir auf eine friedliche Zukunft, und im neuen Jahr geht´s wieder weiter mit dem Jahresrückblick "Kötzting vor 110 Jahren"

Sonntag, 3. Dezember 2017

Kötztinger Christbäume - ein Exportschlager

Die "Bayerische Ostmark", das Presseorgan der NSDAP für den Gau Bayreuth, zu dem auch Cham, Kötzting und Viechtach gehörten, titelte 1935 über das "Heu des Bayerwaldes". In diesem Artikel wird nur die positive Seite des Christbaumverkaufes erwähnt, als Arbeits- und Verdienstmöglichkeit für einen, ansonsten von der Wirtschaftsentwicklung, abgehängten ländlichen Raum. Bis nach Hamburg und Königsberg,  wurden die Nadelbäume waggonweise ausgeliefert.