Translate

Sonntag, 5. April 2020

Geschichte(n) - Wandern - Online

Jetzt versuchen wir es einfach mal....


Es war anders geplant...... dumm gelaufen.....aber wie sagte Tom Petty so schön in einem seiner Songs:

"I Won´t back down"

also sinngemäß

"koan Metta z´ruck von zwengs dera bledn Corona" 

Der/die/das Virus kann mich/uns mal und daher nun mein Vorschlag:

Wir bzw. ihr wandert mit dem Finger auf der Landkarte oder nur in Gedanken mit mir und ich begleite euch online mit den Bildern und Geschichten, die ich eigentlich für eine echte Wanderung und einen daran anschließenden DIA-Vortrag zusammengestellt hatte.

Und wenn Alles wieder vorbei ist, wandert ihr die Strecke richtig ab, erinnert euch an meinen Vortrag und kehrt beim Fischer Naz ein, dann hat Jeder etwas davon.

 Dann nennen wir das Ganze halt eine:




Während der Vorbereitung auf die, eigentlich geplante, "Einkehr" in Pulling habe ich bei meiner Stoffsammlung bemerkt, dass, ähnlich wie letztes Frühjahr in Liebenstein beim Wirts Sepp, der "Rote Faden" meiner Vorträge auf den "Dörfern" fast so etwas wie eine Wanderroute darstellt, die in diesem Falle in Kötzting beginnt und in Pulling endet.

Und nun gehts eben virtuell los mit einem, ursprünglich geplanten, Treffpunkt beim Stadion des FC Kötzting, genauer gesagt am Roten Steg.

Wir treffen uns also virtuell am "Roten Steg"  und dann gehts los....  
(hier geschah übrigens 1699 ein blutiger Mordfall, vermutlich stammt von daher auch der Name)
DAbei geht es auch um die Anfangsgeschichte des FC-Stadions


Roter Steg und Fußballstadion
 wechseln hinüber auf den Spatiliweg,
auch bei diesem gibt es eine nette Anekdote über die Namensentstehung

Der Spatiliweg (Photo Serwuschok Großumschlagsammlung)
 hören von der Entstehung der Magdalenenkapelle 
Magdalenenkapelle und Grotte Aufnahme von Mathias Heilmeier um 1900

die Magdalenenkapelle und die Kötztinger Naturfreunde, nun "Freunde der Natur" bei der Restaurierung
(Photo Serwuschok Großumschlagsammlung)



weiter gehts dann zum Waldschmidthaus,
dessen Entstehung mit der Hoffnung auf einen Eisenbahnanschluss fest verbunden ist.
REPRO Arbeitskreis Heimatforschung


dann sind wir schon in seiner Firma in Regenstein - nun in Besitz der Familie Wanninger

Steinbach


 Wir blicken auf hinüber auf die andere Seite des Weißen Regens:
dort war einmal ein RAD Lager für Mädchen und Frauen.
RAD-Lager am Gehsberg Photo Josef Bock

gleich daneben im Steinbachtal geht die Kötztinger Industriegeschichte weiter
Holzschleifanlage im Steinbachtal Photo Josef Bock


und dann taucht auch schon Harras auf,
in den Anfängen ein Eisenwerk des beginnenden 19. Jahrhunderts, später spezialisiert auf Pappen und Holz
Photo von Alexandra Hartinger Frühjahr 2019

Gleich hinter Harras liegt eine malerische Flußlandschaft mit meandierenden Flußarmen , Brücken und Wöhrden, eine Landschaft, die ihr Gepräge durch die Lärnbechermühle erhalten hat.
Bild von Josef Barth sen.
 Der Besitzer der Lärnbechermühle hat sich einen langen und intensiven Rechtsstreit mit Windorfer Xaver von Harras über die Brückenbenutzung geliefert.


 Dann natürlich der  Blaibacher See, dessen Entstehung,mit  Namensstreit und der Umweltproblematik, ausgehend von der Papierfabrik in Teisnach

(Photo Serwuschok Großumschlagsammlung)

Am anderen Ufer erkennt man die Pullinger Mühle




und am Ende dann die Familie Höcherl und deren Fischrechte auf dem Regen

Pulling

 Und dann ist auch noch der Eisenbahnbau Cham- Kötzting
Aquarell von Mathias Heilmeier entstanden um 1900


Geplant war, dass wir beim “Fischer Naz" uns dann mit einem Drei-Gänge-Menü verwöhnen hätte lassen. Zwischen den einzelnen Gängen hätte ich dann zu meinen Geschichten während der Wanderung die dazugehörigen Bildern nachliefern können.
Wie man in dieser Kurzfassung sieht, steckt in den Häusern auf dem Weg nach Pulling eine Menge an Geschichte und Geschichten und was man sich erwandert, kann man sich auch besser merken.

In einer Kombination möchte ich nun diese Historische Wanderung online präsentieren und dazu möchte ich möglichen Teilnehmern das "Equipment" und die Einstellungen vorstellen, damit wir gemeinsam uns auf die Reise machen können.

Also: ich habe ein DIA-Schau vorbereitet, die Bilder, Dokumente und Baupläne beinhaltet, die ich in digitaler Form auf meinem PC habe.

So, wie könnten wir nun weiterkommen:

Technische Voraussetzung:

Am einfachsten wäre eine "Watchparty" auf FB, aber das funktioniert hier nicht, denn ich brauche eine Kommunikationsmöglichkeit, bei der ich meine Bilder zeigen kann UND gleichzeitig auch den Vortrag halten kann.
Bei unseren privaten Versuchen, vereinsintern und innerhalb meiner Familie und Freundeskreisen, hat sich aus vielen Softwaremöglichkeiten die kostenlose und freie Software Jitsii-Meet am besten bewährt UND diese scheint keine der bekannten Datenkraken zu sein, die man sonst bei diesem Metier vermuten würde und sich einhandelt. Allerdings haben wir noch nie mehr als 4 Teilnehmer zusammengeschaltet.


Dieses Programm kann sowohl auf einem Smartphone oder Tablett als App geladen werden (ganz schnell und einfach zu bedienen) oder sogar, noch einfacher, einfach in ihrem Browser (am besten ist hier der Browser Chrome von Google) ohne irgendeine Programminstallierung.
Ich habe schon mal einen Konferenzraum eingerichtet: "Fischernaz"
Das ganze klingt zuerst einmal kompliziert, funktionert aber ganz intuitiv. Im Übrigen ist das Programm lt. Google sogar mit der Deutschen Datengrundschutzverordnung kompatibel.


Beim ersten Mal wirds sicherlich etwas kompliziert, weil ich nicht weiß, wie groß und schnell und damit ausreichend mein Internetzugang in Sinzing ist - spätabends sicherlich weniger gut als nachmittags.
Das bedeutet, es wäre nicht schlecht, mit einer kleinen Anzahl an Teilnehmern mal einen Probelauf vorzunehmen. Ich denke eine Teilnehmerzahl von ungefähr 8 Personen sollte für den Anfang genügen.

Wie gehts nun also weiter Schritt für Schritt:

 1. Ich gebe dieses Angebot auf den einschlägigen FB Seiten bekannt zusammen mit der Aufforderung mir per PN (oder meiner Emailaddresse im Impressum) den Wunsch einer Teilnahme an der Videoschaltung mitzuteilen inkl. möglichen Kontaktdaten - am besten eine Smartphonenummer- .

2. Ich melde mich dann bei diesen Interessenten - sollten es zu viele auf einmal melde ich mich auch, verschiebe die Teilnahme dann aber auf einen zweiten Termin - und spiele mit diesen kurz die technischen Einrichtungen durch. Wenn dann tatsächlich, man weiß ja nie - Interessenten sich melden, werde ich zu festgesetzten Zeiten einfach meine Kamera laufen lassen, um diesen Personen die Möglichkeit zu geben sich einfach mal testweise auf unsere Konferenz: "Fischernaz" draufzuschalten.

3. Es kommt der vereinbarte Termin und wir wandern digital gemeinsam vom Roten Steg bis nach Pulling, ohne dass wir einen komplizierten Rücktransport mit einem Bus durchziehen müssen.

4. Was wir bei unseren - privaten - Versuchen festgestellt haben ist, dass es ab einer gewissen Teilnehmerzahl wichtig ist, das MIkro bei den teilnehmern eher abzuschalten, da ja Alles an Alle übertragen wird und es daher zu einem Babylonischen Stimmengewirr kommen kann. Wenn jemand eine Zwischenfrage hat, die dann auch Alle hören können, dann sollte er dafür sein Mikro einschalten und anschließend wieder aus.

5. Und am Wichtigsten: ich kann nicht versprechen, dass dies sofort - oder überhaupt - funktioniert. ABER, wer es nicht ausprobiert, kann es auch nicht in Erfahrung bringen und wenn etwas am Anfang nicht gleich klappt, vielleicht kann man es beim zweiten Mal besser machen.

Weitere Möglichkeiten:

Ich arbeite an einer größeren Zusammenstellung über den Räuber Heigl - um mal Fiktion, Romanausschmückungen und Fakten auseinanderzuhalten und den geschichtlichen Hintergrund seiner Zeit und seiner Umstände zu erläutern. Dafür habe ich einiges an neuen, bisher nicht gesichteten, Archivalien durchsuchen können. Den DIA-Vortrag über das Braurecht in Kötzting im allgemeinen und über 400 Jahre Braurecht auf dem Hotel zur Post im speziellen habe ich noch nicht gelöscht und kann ich online ebenfalls halten..
Den Vortrag über Liebenstein, den Ludwigsberg, die Ziegelhütte und das Industriedreieck Zellertal habe ich in meinen Unterlagen auch noch finden können.


Zukunftsmusik:

 Ich lass die Vorschläge für die analoge Welt hier mal noch stehen, damit man sich auch auf erweiterungen freuen kann.

Wie könnte dies dann noch ausgebaut werden? 

  1.  mit anderen Wanderstrecken


geschichtliche Wanderung Zellertal :  über Ludwigsberg - Galgenberg - Dachsenbühl - Weißenholz - Stockmühle - Kaitersbacher Mühle - Leckern (Töpferei Zaborsky)
optional Picknick beim Reimwirt
Grub - Gruber Mühle - Strohhof - Schlossbereich - letztes Gefecht der US-Armee -
Menue z.B. beim Fechter : mit Bildmaterial zwischen den einzelnen Gängen des Menues

geschichtliche Wanderung Regental: wir fahren mit der Bahn bis nach Watzlsteg  am Bahnhof Watzlsteg (egal ob mit der Bahn von Kötzting oder Lam) dann Watzlhof (früher in Besitz des Marktes Kötzting)  - Engelmühle - Zittenhof - Fessmannsdorf - Sperlhammer
optional Picknick im Gut Sperlhammer
weiter gehts zur Wiesmühle - Sagmühle - Hammermühle
Menue z.B. im Spielekasino mit Bildmaterial zwischen den einzelnen Gängen des Menues

geschichtliche Wanderung Haidstein: Treffpunkt Urtlbachplatz (historisch Kroith) - Gehstorf - Gasdorf - Ried - Haidstein -
Menue z.B. im Hotel Bayerwald in Liebenstein mit Bildmaterial zwischen den einzelnen Gängen des Menues
- Bachmeierholz - Zeltendorf -

 2. Zusatzmodule



Musikanten erwarten uns an besonderen Orten.
Picknick mit ausgesuchten lokalen Lebensmitteln: Bier - Käse - Gselchtes - Gemüse aus lokaler Erzeugung und an Orten, zu denen man normalerweise keinen einfachen Zutritt hat..

Kommentare:

  1. Super Aktion, auch die weiteren Wander-Ideen. Hut ab vor so viel Engagement und Arbeit. Wäre erfreulich, wenn die Früchte der Arbeit vielleicht eines tages auch als Buch herauskommen würden.

    AntwortenLöschen
  2. Einige der vergangenen Vorträge (z.B. Liebenstein und Zellertal)sind als Blog erschienen und die zukünftigen werde ich sicherlich ebenfalls online im blog veröffentlichen.

    AntwortenLöschen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.