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Sonntag, 21. Juni 2026

Home of the Beaver

Die Urtl, Kötztings Amazonas
oder....
Es ist ein Kreuz mit den Viechern....

Detail aus Bayernatlas.de


Damm Nummer 1

Foto Pongratz: Der Urtlbach, Kötztings Amazonas, hier fehlt dann nur noch eine Anakonda oder ein paar Aras. Links oben etwas schwer zu erkennen, der große Biberdamm


Auf gerade mal geschätzten 50 laufenden Metern Bachverlauf haben wir in der Urtl 4 Biberdämme und es entwickelt sich seit 3-4 Jahren ein andauernder Wettkampf mit den Viechern: Offensichtlich lässt der Chef der Bande manchmal auch seine Kinder bzw. Lehrlinge arbeiten, die noch nicht wissen, welche Kraft der Urtlbach entwickeln kann, wenn sich im Bereich Gehstorf/Gradis ein Unwetter entlädt.
Und so kommt es dann wie es kommen muss und das Baumaterial eines kompletten Dammes rutscht ab und blockiert einen Bachdurchlauf.


Foto Pongratz: dieser Aufsteller ist zwar für einen ganz anderen Zweck geschaffen worden, passt aber jetzt ganz gut zur Situation der "Honigwiese an der Urtl"


 Damm Nummer 2


Foto Pongratz: hier der Damm des "Lehrlings" und im Hintergrund der Damm des Chefs - was weiter oben im Bachoberlauf noch kommt hab ich noch nicht erforscht, aber da sind sicherlich noch einige weitere Bauten.....



Foto Pongratz: das war der spärliche Rest des Dammes nach dem Unwetter., im Hintergrund weiter der große Damm.

Foto Pongratz: und natürlich, wenn so ein Damm bricht ist es Sonntag Nachmittag und niemand zu erreichen. Hier nicht zu erkennen, hat das "Baumaterial" des abgerutschten Biberdammes die beiden Rohre des Bachdurchlaufes verstopft - hätte es weiter geregnet, hätten wir wieder einen Feuerwehreinsatz wegen Überschwemmung gehabt.

Also rein ins Wasser und raus mit der Mikkado-Stöckchen-Sammlung:

Foto Pongratz: links und rechts des Baches liegt nun eine schöne Stöckchensammlung, damit es der Biber etwas leichter hat, Baumaterial zu sammeln für den Wiederaufbau, der natürlich schon längst begonnen hat.
Foto Pongratz: Bachdurchlauf ist wieder freei


Zwei Wochen später schauts schon wieder anders aus, hoffentlich war es nicht wieder der Lehrling....

Foto Pongratz: wie man am Abflussrohr gut erkennen kann, hat der Stau fast wieder die vorherige Höhe erreicht.

Damm Nummer 3



Nur eine kurze Strecke kann der Bach wieder frei fließen aber nur bis zur anderen Seite der Brücke, denn dort am Auslauf staut sich das Wasser erneut denn der nächste Kollege hat dort sein Kunstwerk errichtet 
Foto Pongratz: 

Foto Pongratz Damm Nro 3 

Diesen Damm habe ich durchbrochen und nach nur einer Woche ist mein Rückbau schon wieder Geschichte:

 
Foto Pongratz: der neue Damm an derselben Stelle wieder aufgebaut



Damm Nummer 4: 



Foto Pongratz: keine 10 m weiter bachabwärts, Damm Nro 4 


Die beiden letzteren Dämme habe ich mir am Wochenende vorgenommen und zumindest den letzten komplett ausgeräumt.
Foto Pongratz: Rückstau des Baches beim Kneipptretbecken in der Urtl


Foto Pongratz Samstag, den 13.6.2026, Nachmittags komplett ausgeräumt


So plättschert  die Urtl noch bachabwärts nach den Biberdämmen, die Frage ist nur wie lange noch, bis  sie auch dort anpacken ....





🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:
Viele Geschichten aus Kötzting lassen sich nicht nur lesen, sondern auch direkt im Stadtplan entdecken.
Die Interaktive Karte Kötzting führt über ihre Marker unmittelbar zu den passenden Blogbeiträgen – Geschichte zum Anklicken.

Kötztinger Allerlei  Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Kötztinger Allerlei zu finden und zwar in der Holzapfelstraße direkt vor dem Monokel-Eiskeller

 

Nicht jede Geschichte lässt sich einer festen Kategorie zuordnen. Die Markergruppe Kötztinger Allerlei versammelt besondere Fundstücke, kuriose Begebenheiten, interessante Entdeckungen und bemerkenswerte Episoden aus der Geschichte Bad Kötztings. Gerade diese Vielfalt macht oft den besonderen Reiz historischer Spurensuche aus.

Viel Freude beim Entdecken!

``` 🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen ```

 


Mittwoch, 15. April 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 4-3 Luftaufnahmen

Fa. Aschenbrenner und die Westumgehung

Wir haben im Stadtarchiv eine ganze Reihe an unglaublich guten und detailreichen Luftaufnahmen, bei denen es schade ist, sie für das Internet in der Qualität vermindern zu müssen.
Fangen wir mal mit einem ganz besonderen Bestand an:
Frau Renate Serwuschok hatte PRIVAT in die Geldtasche gegriffen und die Bild- und Verwertungsrechte an einem Paket von 147 Bildern in Großnegativen gekauft.

In den einzelnen  Bildern steckt soviel an Kötztinger Geschichte, dass ich einmal solche dargestellten Areale im Detail analysieren möchte:
Nun also die Bilder: img_3961-3963

Signatur Stadtarchiv Kötzting/Bilderblöcke/Serwuschok Luftbilder, wir sind weiterhin im Zeitraum 1957/58

Ein wunderschönes, fast symmetrisches, Bild der Vorderfront, nun bereits Geschichte, den Plan der Gartenanlage hat der Kreisbaumeister Seiler entworfen. Hermann Seiler war der Schwager von Julius Kirschner.
Hier der Plan der Gartenanlage



Das Fabrikgelände von der anderen Seite, schön zu sehen auch die großzügige Gemüsegartenanlage gegenüber der Straße

Die alte Straße der Westumgehung, der Schinderbuckel noch komplett ohne Bebauung.
Auch unser Pferdestall und der von Michl Traurig existiert noch lange nicht.




Ich habe hier einmal ein paar Landmarken zur Orientierung eingezeichnet.
Der Abzweig von der Westumgehung am oberen Bildrand führte zu den einzeln stehenden Baum und der Gebüschgruppe bis hin zur Brücke und endete danach. Anschließend kam nur noch ein schmaler Trampelpfad, der den Feldrhainen folgte, im Zickzack bis hinauf zur Wasserreserve und dem großen Kreuz.
Die Urtl floss frei von Gehstorf kommend (die rote Linie) querte die Straße und war auch im weiteren Verlauf noch nicht verrohrt, bis sie dann in Rohren unter dem Werksgebäude verschwand.
Bei der später erfolgten Werkserweiterung wurde die obere Fläche aufgefüllt und darauf sowohl ein Parkplatz als auch die große zweigeschossige Werkshalle errichtet.
Bei dieser erneuten Verrohrung wurde aber kein gerader Verlauf erreicht, sondern es gab einen Übergang von Neu auf alt, der im Falle eines Hochwassers der Urtl, und die garb es ein paar Mal in den letzten Jahrzehnten, Schwierigkeiten bereitete.
Die (Bau)Geschichte der Fa. Aschenbrenner wird sicherlich einmal ein separates Thema dieses Blogs sein, da wir von diesem Werk sehr viel Material haben, und dabei wird auch das Thema Hochwasser angesprochen werden.
 Interessant sind auch die linksseitigen felsigen Partien, die mir so noch nie aufgefallen waren.

Em Ende nun noch ein Bild der Tankstelle und der Automobilfirma Weber, noch in der allerersten Ausbauphase.

Am Ende noch ein ganz besonderes Bild, auch wenn es dem Fotografen etwas unscharf gelungen ist.
Unser Schinderbuckel, der Stadtbereich von Kötzting, aber so unbebaut, dass man sich eigentlich nur an der Weißenregener Kirche orientieren kann um zu lokalisieren, dass das tatsächlich nahe von Kötzting ist.
Fotograf war Siegfried Ehemann, Zeitpunkt die 40er Jahre, sein Standpunkt irgendwo nähe der Westsiedlung zwischen Kötzting und Gehstorf.
Film 5 Image 088


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