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Donnerstag, 11. Dezember 2025

Bundeswehrstandort Kötzting

Vor ziemlich genau 60 Jahren – am 24. November 1965 – begann in Kötzting eine neue Ära.
Nach Jahren der Planung und einer enormen Großbaustelle war der erste Bauabschnitt der neuen Kaserne endlich vollendet. An diesem Tag zogen die ersten Soldaten ein – und Kötzting wurde zur Garnisonsstadt des Fernmeldesektors F.
Was uns heute, sechs Jahrzehnte später, besonders fasziniert:
Nicht nur die offiziellen Ereignisse, die Reden oder die Stolz-Momente der Einweihung – sondern die Details im Hintergrund der Fotos. Kleine Szenen am Rande, beiläufige Augenblicke, Gebäude, Fahrzeuge, Menschen – all das erzählt mindestens genauso viel über diese Zeit wie die eigentlichen Motive.

Dank der Zeitungsberichte von damals und vor allem durch das Kretschmerarchiv, das uns immer wieder mit neuen Blickwinkeln überrascht, können wir diese Tage heute noch einmal miterleben.
Die folgenden Bilder zeigen nicht nur einen historischen Meilenstein – sie öffnen ein Fenster in das Kötzting des Jahres 1965.


Die Ankunft der Bundeswehr

Kretschmerarchiv KreA Nr. 532 und 533









Im Hintergrund der "Decker" und das Haus des Allgemeinarztes Dr. Angerer mit seiner unverwüstlichen Robinie am Hauseck.




Im Hintergrund noch die Bäckerei Pongratz mit den zugemauerten Fenstern der Backstube - heute der Horsetownclub - und der Privatterrasse mit Sonnenblende. Wie man am linken Bildrand, noch vor den Soldaten erkennen kann, war der seitliche Kötztinger Marktplatz noch ein mit runden Flusskieseln gepflasterter Buckel, der im Sommer teilweise auch gras-/kleebewachsen war.

Hier kann man den Untergrund besser erkennen.







Im Hintergrund der kleine Ladenzugang des Schlossers "Irbeck Naz" darunter das Gebäude Kolbeck Wolfgang - Gams - oder "Schwarzanderl Gang", noch weiter bergab, die St. Veitsapotheke gab´s noch nicht, dort war noch das Wohngebäude Gruber und Herr Gruber war sicherlich im Erdgeschoss am Fenster - auf sein Kissen gestützt - und betrachtete das Spektakel.

Ganz links sollte Landrat Nemmer sein, in dem hellen Mantel, neben ihm Stadtamtmann Fritz Costa und rechts neben dem Offizier, in der ersten Reihe, der damalige Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Dittrich, dann Dr. Georg Karl, Jurist im Landratsamt Kötzting, später Landrat von Deggendorf

Das Gasthaus Mühlbauer "Osl" noch in ganz anderem Outfit mit dem damaligen Bürgermeister Hans Kroher am Rednerpult

Beim "Fleischmann" war noch das "Vege" Lebensmittelgeschäft und der Opel Rekord stand trotz des Parkverbotes da.









Nach der Ansprache gings - zum Warmwerden - durch die Straßen der Stadt.

 

Zuerst gings in die Bahnhofstraße und dann hinauf zum Marktplatz




Und natürlich waren die Zeitungen groß dabei:
Hier die Kötztinger Umschau




Hier der Bericht der Kötztinger Zeitung:
KÖZ vom 25.11.1965



Wie stark der Kälteeinbruch gerade an diesem Mittwoch gewesen war, kann man an den Berichten in der Kötztinger Zeitung zwei Tage später erkennen.

Kaum war die Garnison eingerichtet, suchten die Soldaten sofort den Kontakt zur Bevölkerung – und das nicht erst nach Wochen, sondern bereits am allerersten Wochenende.
Was lag näher, als diesen neuen Abschnitt der Stadtgeschichte gleich mit einem gesellschaftlichen Höhepunkt zu beginnen? Für die tanzfreudigen Kötztinger war es jedenfalls ein Glücksfall:
Ein schwungvoller Ball in der Jahnhalle, begleitet von der Kapelle Wack Traurig, lockte zahlreiche Besucher an – und das mitten in der „staaden Zeit“.
So begann die Verbindung zwischen der neuen Garnison und der Stadt nicht nur mit einem militärischen Akt, sondern mit Musik, Tanz und einem unterhaltsamen  Abend.


Und ehrlich gesagt wundert es mich überhaupt nicht, dass ich auf einem der Fotos auch gleich meine Eltern entdecke. Trotz ihres Sechs-Tage-Marathonjobs in der Bäckerei hatten sie eine eiserne Regel:
Wenn irgendwo am Wochenende Musik zum Tanz aufspielt, sind wir dabei.
Also stehen sie auf dem Bild – links neben dem Offizier – schon wieder auf der Tanzfläche, als hätten sie gerade erst Feierabend und nicht eine ganze Arbeitsschicht hinter sich. Und wie man sieht, hatten sie dabei jede Menge Spaß.

Dann gab es an demselben Wochenende auch noch einen Kameradschaftsabend in der Kaserne und die dann nahmen die "Neukötztinger" am Sonntag auch noch am Jahrtag des Kötztinger Krieger- und Soldatenvereins teil mit Kranzniederlegung und Jahrtagsfeier beim "Leboid". 

Seit Herbst 2025 gibt es darüber hinaus eine „interaktive Karte Kötztings“ Auf ihr sind alle bisherigen Beiträge zur Häuserchronik sowie zahlreiche weitere historische Themen direkt in einer Stadtkarte verortet. Jeder Marker führt mit einem einzigen Klick zu den passenden Blogbeiträgen – übersichtlich, schnell und jederzeit abrufbar.
Die Karte funktioniert auf jedem PC und auch auf Mobilgeräten. Wer möchte, kann sie sogar als kleine App auf dem Smartphone speichern und wie ein eigenes Programm starten.

Wer neugierig geworden ist, kann die Karte hier öffnen:    🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen


Sonntag, 3. Oktober 2021

Das Stadtarchiv als Unterhaltungsbeilage - 10 Jahre Fernmeldesektor F 1971

    Es geht weiter mit Bildern aus der Zeitungsredaktion der Kötztinger Umschau, welche alle über eine private Sammlung von Frau Renate Serwuschok dem Arbeitskreis Heimatforschung übereignet wurden und nun im Stadtarchiv Kötzting verwahrt werden.

Da wir zusätzlich auch eine fast vollständige Sammlung von Zeitungsausgaben aus den Nachkriegsjahren in unserem Bestand haben, können viele der Bilder dann auch einzelnen Zeitungsartikeln zugeordnet werden.
Nachdem der Arbeitskreis Heimatforschung schon eine umfangreiche Datenbank an personenbezogenen Bildern hat wäre es für uns schön, wenn wir bei einigen der folgenden Bildern, vor allem bei den Personengruppen, Hinweise und Namenslisten erhalten könnten, die wir dann anschließend in unsere Datenbanken einpflegen könnten. Manche allerdings auch nicht und so wäre es schön, wenn wir bei dem einen oder anderen Bild auch eine Rückmeldung erhalten würden.

Zur Orientierung, wir befinden uns im Sommer 1971 und Kötzting feiert seine Bundeswehrsoldaten.

Auf den Photos finden sich viele Kötztinger, die nur noch in unserer Erinnerung leben.


Der Kötztinger Marktplatz im Jahre 1971 in seiner ganzen Zweckmäßigkeit und Ausrichtung auf den Autoverkehr, die Fußgänger können sich ja dazwischen durchwurschteln.
Der Riesenkomplex Wanninger/Frey ist noch Zukunft.







Der "Bundesstefan", Dr. Stefan Dittrich MdB.








Das Zeitungsexemplar der Umschau vom September 1971 findet sich nicht in unserem Zeitungsarchiv, dafür haben wir den Bericht der Kötztinger Zeitung, genauer, hier von Dieter Reithner




Mittwoch, 22. April 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 4-4 Luftaufnahme

Diesmal ein Beispiel aus dem Krämerarchiv - einem Teil des Stadtarchivs Bad Kötzting - , eine Ansicht Kötztings über die Auwiese hinweg.



Hier das Gesamtbild - auch hier gibt es Landmarken, die eine zeitliche Einordnung ermöglichen



Im Norden Kötztings eine Riesenbaustelle, die wie eine große Wunde das Gelände durchpflügt.
Ab den Jahre 1962 wird klar, Kötzting wird ein Bundeswehrstandort und sowohl das Kasernengelände als auch Privathäuser für Soldaten werden errichtet. Im Moment der Aufnahme steht noch, deutlich sichtbar, die einsame Schindlerkapelle am Straßenrand.
Auch deutlich zu sehen, dass die "Umgehungsstraße" nur bis zur Kreuzung führt und eigentlich nur ein Feldweg ist.
Das Gebäude der AOK ist gerade am Entstehen und damit ist Kötztings Hauptskihang, die Spitziwiese, zum ersten Mal ein stückweit amputiert. Mit der weiteren Bebauung und dem späteren Minigolfplatz kam dann das Ende des Ski- und Schlittenhanges mitten im Markt.


die Landwirtschaftsschule und im Norden daran anschließend der damalige Kindergarten.

Der Burggraben war noch dicht bewaldet und die architektonische Sünde des Kindergartenneubaus, in diesen hineingequetscht, war noch nicht einmal begonnen, obwohl Stadtpfarrer Augustin bereits in Amt und Würden war.


gleich an das obige Bild anschließend, die Anstauung für die Hammermühle.

Gleich nach dem Kamplmacherhäusl gab es eine kleine Brücke über den Hammermühlkanal.
Damit dieser überhaupt sich mit Wasser füllen konnte, musste der Regenfluss leicht angestaut werden, dies geschah durch diesen befahrbaren Damm.
Dieser - befahrbare - Damm wurde durchaus auch zum Autowaschen genutzt, man war damals nicht zimperlich, was die Umwelt anging.



Der Hammermühlkanal führte gleich hinter dem "Houdaschmied" vorbei und unter dem Eisenbahndamm hindurch, direkt zur Hammermühle.
Beide "Geländemarken" fielen der Hochwasserfreilegung zum Opfer.
Die Flusslandschaft war früher ansprechender und interessanter, aber der Regen war dadurch auch viel anfälliger für Hochwasserkatastrophen.

Immer wieder schön, unser Bahnhofsareal mit Lokschuppen und Güteranlieferung

Von einer anderen Bilderserie - von Siegfried Ehemann - haben wir eine Ansicht der Konservenfabrik mit einem kompletten Güterzug vorne dran.
Bei dieser Bilderserie war es dringend notwendig, dass die Digitalisierung durchgeführt wurde, die Qualität des Trägermaterials hat bereits schwer gelitten durch die vergangenen ca. 80 Jahre.

Foto Siegfried Ehemann: auch wenn die Qualität mau ist, man kann den langen Güterzug gut erkennen, gezogen von der kleinen Dampflok: OSSER II. Im Hintergrund die Kötztinger Konservenfabrik. Im Vordergrund der schmale Feldweg vom Spitalplatz hinüber zur Pfingstreiterstraße.

Montag, 23. März 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 1-4

Es geht weiter mit Bildern aus der Zeitungsredaktion der Kötztinger Umschau, welche alle über eine private Sammlung von  Frau Renate Serwuschok dem Arbeitskreis Heimatforschung übereignet wurden und nun im Stadtarchiv Kötzting verwahrt werden.


Da wir zusätzlich auch eine fast vollständige Sammlung von Zeitungsausgaben aus den Nachkriegsjahren in unserem Bestand haben, können viele der Bilder dann auch einzelnen Zeitungsartikeln zugeordnet werden.
Nachdem der Arbeitskreis Heimatforschung schon eine umfangreiche Datenbank an personenbezogenen Bildern hat wäre es für uns schön, wenn wir bei einigen der folgenden Bildern, vor allem bei den Personengruppen, Hinweise und Namenslisten erhalten könnten, die wir dann anschließend in unsere Datenbanken einpflegen könnten.


Das Corona-Unterhaltungsprogramm: Inhaltsverzeichnis

Wir haben nun den September 1971:
Signatur Serwuschok Großumschläge Nr. 42

Da wir vom September 1971 keine Printausgabe der Umschau haben/hatten kann ich einige Bildserien mit Zeitungsberichten von der Kötztinger Zeitung begleiten.

NUn mal ein Wenig ins Umland, nach Sperlhammer
1971-9-13 Nr. 36 Sperlhammer Feuerwehr Leistungsabzeichen

So wie man in den 70ern mit Müll und lästigem Abfall umgegangen ist:

1971-9-14 Nr. 43  Autoentsorgung

ab in den Wald mit dem Müll

1971-9-17 Nr. 1 Kötzting Bahnhof mit der V60 Diesellokomotive und dem Triebwagen im Lokschuppen
moderne Zeiten
 Andere Kötztinger Vereine: der Schützenverein im neurenovierten Vereinsheim Dreger
1971-9-20 Nr. 10

Die Vereinswirtin und der Chef

Am Schießstand

die Sieger

1971-9-20 Nr. 5 Niederdorf, ein wunderschönes Bild der Kapellenrenovierung

KOZ vom September 1971

1971-9-20 Nr. 8 Kötzting Kasernensportplatz Faustballmeisterschaft

von rechts Ernst Dworschak, Udo Borkner, Helmut Guggeis, Herr Wagner, Herr Kindermann, Herr Rosenlehner,
Herr Winter