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Donnerstag, 26. September 2019

historische Zeiten in Kötzting Teil II

Die folgenden Bilder stammen aus dem Bestand des Arbeitskreises Heimatforschung und sind entstanden im Rahmen der laufenden Digitalisierungs- und Sicherungsmaßnahmen im Stadtarchiv Bad Kötzting

Freiwillige Feuerwehr Weißenregen


Diesmal sind wir im Spätherbst 1971, die Feuerwehr Weißenregen ehrt die verstorbenen Mitglieder auf dem Friedhof.
Diese Bilder sind nicht nur ein Fenster in die Vergangenheit sondern auch ein Beispiel, wie notwendig es ist, mit der Digitalisierung und damit der Bestandsicherung zu beginnen und diese auch zeitnah fortzuführen.

man erkennt bereits, dass das Bild leichte Auflösungserscheinungen zeigt, wenn jemand die Personen, einige kennen wir natürlich, benennen möchte, sehr gerne, wir sind dankbar über jeden Hinweis

dies Bild als Beispiel, wie sehr manche Bilder bereits in Mitleidenschafft gezogen sind, vermutlich durch unzureichende Fixierung bzw. Wässerung vor 50 Jahren.

Easy Rider in Kötzting,

Die neuerbaute Straße Kötzting- Blaibach dient hier als Kulisse für zwei Kötztinger Originale der damaligen Zeit, Les Fulsome(+), der Wirt und Kawa Sepp(+), der Stammgast, als Chopperfahrer.
Les als ehemaliger GI und immernoch amerikanischer Staatsbürger fuhr seine Maschine mit US Kennzeichen und war selber dann ohne Helm unterwegs. Seine Triumph war damals ebenso legendär wie sein Lokal an der Zeltendorfer Straße.
Bild von Alois Dachs
Bild von Alois Dachs, der zweite Fahrer war Mike, ein GI Kollege von Les

Bild von Alois Dachs: Les und Mike

Bild von Alois Dachs: Les, so wie ich ihn in bester Erinnerung habe. Vor wenigen Jahren war er an Pfingsten noch einmal in Kötzting zu Besuch und ich bin froh, dass - trotz der Hektik an Pfingsten -  Zeit genug blieb sich zu treffen

Der Rote Steg

es war damals fast lebensgefährlich, diese Brücke zu benutzen, man beachte das wackelige Holzgerüst unter der Brücke, das einen Einsturz verhindern sollte.


alte Berufe bzw. Handwerk

immer wieder tauchen in den Bildersammlungen Personen auf, die ein besonderes Geschick haben, hier Alois Deml, ein Leitermacher, zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits 70 Jahre als:




 Es wird Allerheiligen und der alte Kötztinger Friedhof gibt wie immer schöne Motive her für Bildberichte über die besinnlichen Tage, Motive, die wir heute nicht mehr finden können, weil viele Grabstellen aufgelöst sind.
Hier noch einige Bilder vom Friedhof von 1971, es sind Dokumente vergangener Zeiten





































































 Von den besinnlichen nun zu einem eher fröhlich, gesellschaftlichen Thema
 Der Kötztinger Burschenverein ehrte ebenfalls seine verstorbenen und gefallenen Mitglieder in der Kirchenburg und traf sich danach beim Kollmaier zur Kneipe:

Zuerst die Totenehrung mit den damaligen Vorständen und dem Kooperator Brunner, manche der dargestellten sind leider bereits verstorben.






 Kötztings Neubaugebiet in den 70er Jahren

 der Hauser Mühlberg und der Neubau der Straße nach Haus






























Sonntag, 15. September 2019

Neuigkeiten aus dem Kötztinger Stadtarchiv

Erweiterung unseres Sammlungsbestandes an Bildern von
JOSEF BOCK



Der Kötztinger Hauptlehrer Josef Bock 1898-1963


Frau Anke Löffler, die Tochter des Kötztinger Hauptlehrers Josef Bock, übergab mir für unser Stadtarchiv einen umfangreichen Bestand an Photonegativen auf Glasplatten aus dem Jahre 1930.
Noch am selben Tag baute ich in Sinzing mein provisorisches "Digitalisierungskonstrukt" aus Graupappe und Styrodurplattenstücken wieder zusammen und konnte dann mithilfe eines kleinen Leuchtpultes und der Handykamera die Glasplatten zuerst als Negative abbilden und später dann umwandeln.

Leuchtpult mit den Negativen
Kinderbild aus dem Familienalbum von Frau Vogl, einer geborenen Mieleitner

Die Negative im Plattenformat von 6x9 und 9x12 cm befinden sich in einem sehr guten Erhaltungszustand und bilden das Dargestellte auch durchgehend sehr scharf ab, auch bei den Innenaufnahmen.
Vielfältig sind es Familien- und Personenaufnahmen aus dem Umfeld der Familien Bock und Mieleitner. Das binende Glied dieser beiden Familien, waren die jeweiligen Ehefrauen, die Schwestern und Töchter von Georg Hummel.



Nun einfach ein paar Beispiele -  übrigens alle aus dem Jahre 1930. Bei den Portraits ist vor allem auffallend, wie der Künstler mit der Bildschärfe gespielt hat, beide Bilder hat er mehrmals mit unterschiedlichen Blenden bzw. Belichtungsszeiten aufgenommen.











Hilde und Klara
geb. Hummel






Das sind die beiden Schwestern aus den oberen Auszug des Familienbuches Hummel ganz tollen Portraitaufnahmen mit bewußt eingesetzer Tiefenschärfe. Der oben ebenfalls genannte Bruder Schorschl, im Krieg gefallen, findet sich bei Winteraufnahmen auf Skiers am Arber und am Kaitersberg

Apropos Kaitersberg

Riedlstein von der Kötztinger Hütte aus aus dem Jahre 1930
Einige Landschaftsaufnahmen stammen auch aus der Umgebung Kötztings

Waldschlössl

Wettzell

Rossberg bei Chamerau



Chamerau selber



Hier noch ein paar Beispiele von den Meisteraufnahmen


Zigeunerball in der Jahnhall


Frau Bürgermeister Schödlbauer

vermutlich bei Wettzell
lt Beschriftung Ludwigsberg....ich selber habe aber die Hütte in anderer Erinnerung...


Ich erinnere an die tollen Farbdias vom der ehemaligen Kreisfilmbildstelle, die der Kötztinger Lehrer Josef Bock auch bereits in den 30er Jahren zusammengestellt hatte und die wir seit wenigen Monaten ebenfalls im Stadtarchiv verwahren dürfen.





Noch während der Arbeit an den Glasnegativen erhielt ich die überaschende Nachricht, dass ein Konvolut von 83(!) SW Filmen von Barth Josef sen. ans Stadtarchiv übergeben worden sind.
das sind die 83 Filmrollen, ein Teil bereits neu in Dosen verpackt, um dann später als "Archiv Josef Barth" im Stadtarchiv verwahrt zu werden.
Frau Kretschmer und Frau Rabl Dachs haben bereits eine grobe Übersicht des Inhalts erstellt und so wissen wir dass, neben ein paar wenigen Aufnahmen - in Farbe vom Pfingstritt in den dreißiger Jahren, es vor allem Bilder aus der Nachkriegszeit in Kötzting sind.

In der allerletzten Filmrolle fand sich dann für mich die Sensation: eine Serie von 6 Aufnahmen von der Wiese, auf der jetzt die REHA-Kliniken sich befinden, übersäht mit Wracks der Fahrzeuge der 11. Panzerdivision. Natürlich kannten wir bereits einzelne Bilder der Situation aber kein einziges reicht an diese Fülle heran. Diesen Bestand werde ich ein anderes mal vorstellen, wenn alle Bilder sauber digitalisiert, gesichtet und nach Möglichkeit beschrieben sind.
Hier nur als Appetizer ein Panzerbild:
Reste des Fahrzeugspark der 11. deutschen Panzerdivision zwischen Brauerei Lindner und Waldrand Ludwigsberg