Translate

Mittwoch, 30. September 2026

Kötzting auf dem Weg zum Kneippkurort

KU vom 11.8.1976 der "Gasthof zur Post" als das zentrale Vorhaben für die Entwicklung Kötztings zum Kneippkurort
Mit diesem Foto und der Vorstellung der weiteren Planungen von Kötztinger Seite titelte die Kötztinger Umschau aber auch mit einer ganz anderen Schlagzeile und mahnte zur Eile. 




Das war die Überschrift der Kötztinger Umschau im August 1976. Im abschließenden Bericht wurde noch einmal der steinige Weg aufgezeigt, den Kötzting auf dem Weg zum Kneippkurort bereits gegangen war – und der Stadt noch bevorstand. Frau Renate Serwuschok, Chefredakteurin der Umschau und zugleich im Vorstand des Kötztinger Kneippvereins, versuchte dabei, den Verantwortlichen Beine zu machen:


"Kötzting (na). Drei Jahre sind vergangen, seit die Idee geboren wurde, den staatlich anerkannten Erholungsort Kötzting in seiner Bedeutung für den Tourismus aufzuwerten und die kurze Fremdenverkehrssaison spürbar zu verlängern. Stadtrat Michael Serwuschok hatte seinerzeit den Vorschlag unterbreitet und darum gebeten, alle Möglichkeiten zu prüfen mit dem Ziel, die Lücke zwischen Prien am Chiemsee und Bad Berneck im Fichtelgebirge mit dem „Kneippkurort Kötzting“ eines Tages zu schließen. Der Kneippverein wurde gegründet, Kontakt mit führenden Kneippplanern in den verschiedenen Grenzorten aufgenommen. Informationsfahrten durchgeführt. Das Stadtparlament gab grünes Licht für eine Reihe von Maßnahmen, die zur Erteilung der Auflagen notwendig sind. Mitten in diese Anstrengungen platzt nun die Meldung, dass jetzt auch Viechtach das Prädikat „Kneippkurort“ anstrebt und darum bemüht ist, in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Kneippverein alle notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

Viele Einzelschritte, die Kötzting bereits erreicht hat listet Frau Serwuschok nun auf:

- Im „Untergrund“ des modernen Hallenbades floriert bereits eine Kneippstation.
- Die Messungen für die Klimaanalyse sind nach zwei Jahren abgeschlossen. Das Ergebnis kann jeden Tag eintreffen.
- Die erste öffentliche Wassertretstelle wurde am Dampfbach gebaut, eine zweite für den Trimm-pfad bei Gradis vorgesehen.
- Schwierigkeiten zeichnen sich aber dort ab, wo die private Hand gefordert ist. So wird zur Anerkennung der Nachweis von mindestens drei Häusern mit zusammen 100 Betten vorgeschrieben, für die eine hauseigene Kneippanlage zur Verfügung stehen muss.
Das scheint in Kötzting die Klippe, an der möglicherweise alle Hoffnungen zerschellen können.

Dann aber ging alles doch ganz schnell: Herr Kühn (kue) berichtete ganzseitig über die Kötztinger Sensation, der Schaffung eines Zweckverbandes aus dem Bezirk der Oberpfalz, dem Landkreis Cham und der Stadt Kötzting.



 


Im Rahmen der oben angesprochenen Klimaanalyse wurde auch eine erste Karte erstellt, um die räumlichen Eckpunkte für den künftigen Kneippkurort Kötzting herauszuarbeiten.
Der heutige Großparkplatz war zu diesem Zeitpunkt – 1976 – noch lange nicht auf dem planerischen Reißbrett. Das zeigt sich schon daran, dass im Plan von 1976 die frühere Landwirtschaftsschule noch als „Kurmittelhaus“ ausgewiesen ist.

KU vom 21.10.1976

Und bereits Anfang November desselben Jahres machte der Bezirk Druck, um das Projekt voranzutreiben. Am Mittwoch, dem 10. November, lud die Stadt deshalb zu einer Informationsveranstaltung ins Hotel „Zur Post“ ein. Dabei ging es zum einen darum, die in Kötzting kursierenden Falschinformationen zu berichtigen, zum anderen aber auch darum, für das Projekt zu werben und private Geldgeber zum Einstieg zu bewegen. Sie sollten mit ihrem finanziellen Beitrag dabei helfen, den Anteil aufzubringen, den die Kötztinger selbst zu leisten hatten.


"Der Weg in die Öffentlichkeit

Kötzting (na). In einer öffentlichen Versammlung am heutigen Mittwoch um 20 Uhr im Hotel „Zur Post“ werden die Initiatoren des Projektes „Kurhotel“ über das Vorhaben und die finanzielle Beteiligung informieren. Den Bau und Betrieb dieses Hauses soll eine Kommanditgesellschaft (GmbH u. Co KG) tragen. Die privaten Anteilzeichner sollen bevorzugt aus dem regionalen Einzugsgebiet gewählt werden. Das Konzept ist wirtschaftlich und rechtlich mit der Regierung abgesprochen. Die Anteilzeichner werden nicht nur Teilhaber am Wirtschaftsunternehmen, ihre Rechte werden zusätzlich noch grundbuchmäßig gesichert. In der heutigen Versammlung erhalten die Interessenten auf alle Fragen erschöpfende Auskunft."

Keine 10 Tage vergingen und die Zeitung konnte berichten:



Kötzting (kue). „Es wird“, so Bezirksrat Gerald Berger, „es wird was. Das sind nicht mehr Sprüche.“ Bürgermeister Karl Seldl freute sich mit: „Wir sind heute ein ganzes Stück weitergekommen.“ Und Architekt Carl Schnabel verkündete: „Im nächsten Jahr wird gebaut.“ Die drei waren frohen Mutes von einer Besprechung bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg heimgekehrt. Sie hatten allen Grund dazu: Die Zweifel an dem Umbau des Hotels „Zur Post“ in ein „Kurhotel“ sind ausgeräumt, die öffentliche Hand wird mit herhalten und die medizinischen Einrichtungen finanzieren. Da diese Anlage nicht mehr Bestandteil des geplanten „Kurhotels“ ist und daher von der Gesamtbevölkerung sowohl allen Gästen beansprucht werden kann, rückt die Baumaßnahme „Kurmittelhaus“ an die zweite Stelle. Die ehemalige Landwirtschaftsschule wird erst dann für Kneippsche Zwecke hergenommen, wenn der Betrieb im ersten Projekt den Erwartungen entsprechend angelaufen ist.

Und so ging es Schritt für Schritt weiter mit Abbruch - Richtfest - Einweihung 

Bestandsplan AB Carl Schnabel 1976


Der Abriss: 
Foto Siegi Wild
Foto Siegi Wild

Foto Siegi Wild



Die ersten Neubauten mit der Richtfestfeier:


Richtfest 

Richtfest

Und am Schluss noch ein Foto des neuen Innenhofes, rechtzeitig zur 900 Jahr-Feier fertiggestellt.


Foto Siegi Wild

🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:
Viele Geschichten aus Kötzting lassen sich nicht nur lesen, sondern auch direkt im Stadtplan entdecken.
Die Interaktive Karte Kötzting führt über ihre Marker unmittelbar zu den passenden Blogbeiträgen – Geschichte zum Anklicken.

⭐ Kötztinger Allerlei  Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Kötztinger Allerlei auf dem Haus des Gastes zu finden, dem sichtbaren Zeichen des Aufbruchs.


Nicht jede Geschichte lässt sich einer festen Kategorie zuordnen. Die Markergruppe Kötztinger Allerlei versammelt besondere Fundstücke, kuriose Begebenheiten, interessante Entdeckungen und bemerkenswerte Episoden aus der Geschichte Bad Kötztings. Gerade diese Vielfalt macht oft den besonderen Reiz historischer Spurensuche aus.

Viel Freude beim Entdecken!

``` 🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen ```




Montag, 28. September 2026

Historische Einkehr - Rund herum um den Dampfbach

 

Historische Einkehr am 17. Oktober

Am 17. Oktober geht’s weiter mit unserer Historischen Einkehr.

Wir treffen uns um 17.00 Uhr vor der Kötztinger Jahnhalle zur Einstimmung und gehen anschließend gemeinsam zum „Truck Stop“. Dort erwartet uns ein gemütlicher Abend mit einem Drei-Gänge-Menü sowie vielen Bildern, Geschichten und Erinnerungen rund um unseren Dampfbach.

Unsere historische Reise beginnt bei der Hauser Mühle und führt uns bis zum Baumweiher der Kötztinger Marktmühle. Dazwischen liegen viele Geschichten, Erinnerungen und Geschichte – von den früheren Fluren und Anlagen entlang des Baches bis zu den Orten, die heute ganz anders aussehen.

Ein Abend für alle, die Kötzting ein Stück besser kennenlernen – und sich vielleicht auch an das eine oder andere selbst noch erinnern können.

Beginnend mit einer etwas „schrägen“ Überlieferung des Hauser Gemeindevorstehers Brunner Michael aus dem Jahr 1839, wie denn der Name Dampfbach entstanden sei, geht die Reise über die Hauser Mühle und verschiedene Flurnamen in diesem Bereich bis zum heutigen Dampfbachsee und zur Siedlung in der Schattenau.

DIA-Repro 0896 der "Costa-Bader" in der Schattenau


Auf der linken Seite lassen sich Kötztings Schrebergartenkolonie, Bierkeller, Sandgruben und schließlich unser Schulberg nachweisen. Rechts finden wir den früheren Rabl-Stadel – und ansonsten einfach nur eine nasse Wiese.

Das neue Kötzting ensteht

Foto Josef Bock: der Rabl-Stadel im Hintergrund


Weiter geht es zur Jahnhalle auf dem Bleichanger mit ihrer interessanten Geschichte. Doch der Bleichanger allein könnte mit seiner Geschichte schon einen ganzen Abend füllen.

 

DIA-Repro 439 Kranzlübergabe auf dem Bleichanger als ein Höhepunkt im Jahresreigen in Kötzting

"Camp" von Angehörigen der 11. PD auf dem Jahnplatz zum als Deutschland auf dem Boden lag.


Dann geht es auch schon in Richtung Jahnstraße und Ambergerinsel, verbunden mit zahlreichen Veranstaltungen und Aufmärschen.

SABOR V, der Star der Kötztinger Messe auf der Ambergerinsel Pfingsten 1962


An der früheren Mündung des Dampfbaches in den Weißen Regen befand sich der Baumweiher der Marktmühle – ein Materialreservoir und zugleich ein Abenteuerspielplatz für die Kötztinger Kinder.

 

Als der Dampfbach und der Weiße Regen eins geworden sind: Hochwasser im Jahre 1954

Den Abschluss bildet das „traurige“ Schicksal des Dampfbaches bei der Hochwasserfreilegung. Zusammen mit dem Ausbau des Schulsportplatzes wurde der Bach in eine Röhre gezwungen, sodass er seine letzten Meter heute unterirdisch fließen muss.


Serwuschok332 die letzten traurigen Reste des Dampfbaches - ein Opfer der Hochwasserfreilegung

Also, das ist die "Marschroute" für den 174. Oktober im Truck Stop, vielleicht sehen wir uns dort bei einem vergnüglichen Abend.


🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:
Viele Geschichten aus Kötzting lassen sich nicht nur lesen, sondern auch direkt im Stadtplan entdecken.
Die Interaktive Karte Kötzting führt über ihre Marker unmittelbar zu den passenden Blogbeiträgen – Geschichte zum Anklicken.

⭐ Kötztinger Allerlei  Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Kötztinger Allerlei beim "Truck Stop" zu finden.

 

Nicht jede Geschichte lässt sich einer festen Kategorie zuordnen. Die Markergruppe Kötztinger Allerlei versammelt besondere Fundstücke, kuriose Begebenheiten, interessante Entdeckungen und bemerkenswerte Episoden aus der Geschichte Bad Kötztings. Gerade diese Vielfalt macht oft den besonderen Reiz historischer Spurensuche aus.

Viel Freude beim Entdecken!

``` 🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen ```

Freitag, 25. September 2026

Der Schuldienst in Steinbühl und Grafenwiesen

Die Schule in Steinbühl

Beim Lesestammtisch im September 2026 beschäftigten wir uns mit einem Akt, der mit einem Schriftwechsel bzw. einer Petition des Steinbühler Lehrers um eine Gehaltsaufbesserung beginnt.
Zusammen mit den Schreiben aus den beiden anderen Teilen erhalten wir einen bemerkenswerten Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse eines ländlichen Lehrers im frühen und mittleren 19. Jahrhundert.   
Um seine prekäre wirtschaftliche Situation, die er in Steinbühl zu ertragen hatte,  zu verdeutlichen, führte der Steinbühler Lehrer sogar die Dienst- und Einkommensverhältnisse seines Grafenwiesener Kollegen an. Auch dieser war keineswegs auf Rosen gebettet, konnte aber immerhin auf mehrere unterschiedliche Einkommensquellen zurückgreifen – eine Möglichkeit, die dem Steinbühler Lehrer offenbar nicht in gleicher Weise offenstand.

Der im Staatsarchiv Landshut überlieferte Akt aus dem Bestand des Bezirksamtes bzw. Landkreises Kötzting (Rep. 164/8 Nr. 141) mit dem Betreff „Schulsachen“ umfasst einen bemerkenswert langen Zeitraum: Er reicht von der ersten Eingabe des Steinbühler Lehrers Alois Hofbauer aus dem Jahr 1815 bis zu detaillierten Einwohner-Namenslisten aus dem Jahr 1868. Diese Listen erfassen neben Steinbühl auch die zum Schulsprengel gehörenden Nachbargemeinden.
Ein zusätzliches Detail mach diesen Akt so besonders. Der Akt enthält einen Plan der damaligen Steinbühler Schule gegenüber der Kirche. Allein die genauere Betrachtung des Planes zeigt bereits, wie grundlegend sich die damaligen Schulverhältnisse von den heutigen unterschieden.
Der Plan stammt aus dem Jahre 1828 und gehört bereits zum zweiten teil des Aktes, weshalb hier nur auf die Grundstruktur des Planes kurz eingegangen werden soll.



Vor der Steinbühler Kirche befand sich damals noch, mitten auf dem Dorfplatz ein Backofen und gegenüber befand sich das Schulhaus.


Die innere Struktur des Schulhauses:
v.l. Brunnen - Stadel - Nebenzimmer und Stall - Hausflur - Wohnzimmer und Schulzimmer

Selbst gut 100 Jahre später war es in der Steinbühler Schule noch so richtig eng im Klassenzimmer. Wie eng es in der ersten Schule Steinbühles war, mag man sich gar nicht vorzustellen.



So sah es vermutlich in vielen "ZWERGSCHULEN" aus.
Foto Josef Bock, Steinbühler Schule 1951. Originalfoto bearbeitet.


Doch nun zunächst zur Petition des Lehrers Alois Hofbauer, mit der der nachfolgende Schriftverkehr seinen Anfang nimmt.
Alois Hofbauer wendet sich an das königliche Landgericht Kötzting und führt an, dass er bereits seit 23 Jahren diesen „Schullehrer = und Meßners=Dienst bei der Filial Steinbichl ... bedienen“ würde.
Weiter führt er aus, dass die Einkünfte aus diesem Dienstverhältnis so gering seien, dass er mit seiner Familie – er schreibt, er sei mit acht Kindern „belastet“ – selbst bei größter Einschränkung Mangel leiden müsse.
Hofbauer beruft sich dabei auf eine landesherrliche Verordnung, nach der der Lebensunterhalt eines Lehrers eigentlich ausreichend gesichert sein sollte. Darüber hinaus verweist er auf die „Gemeindeweidenschaftsgründe“: Bei deren Aufteilung müsse, so seine Argumentation, stets ein gleich großer Anteil auch der Schule zugewiesen werden.
Und dann teilt er gegen die Bauern der Gegend aus:
"Leider dass der unzeitige Eigendünkel und Eigensinn der meisten Landbewohner von der allgemeinen anerkannten Wohltat der Landeskultur keinen Antheil nimmt und absichtlich die Theilung der Gemeindeweyden unterlässt um nur auch der Schule den gebührenden Theil vorenthalten zu können.
Beweise von dieser Denkungsart geben die Dorffsgemeinden Höfing, Bonried, Kislau und die Einöde Buchberg"

Auf der Rückseite der Eingabe findet sich der Vermerk, dass für den 3. August von Seiten des Landgerichts eine Kommission zur „gütlichen Behandlung“ der Angelegenheit einberufen wurde. Gleichzeitig wird festgestellt, dass eine Einöde wie das angesprochene Buchberg keine Gemeindegüter besitze, die aufgeteilt werden könnten bzw. sollten.

Unterthänigst gehorsamster
Aloys Hofbauer Schullehrer
und Meßner in Steinbühl
Um sich ein besseres Bild von der Situation machen zu können, wurden hier zum Vergleich die Zahlen und daten der Schule in Grafenwiesen herangezogen:
Der dortige Lehrer Johann Hofbauer listet seine Einkünfte auf, die auch vom lokalen Schulinspektor, dem Kötztinger Kooperator Wolfgang Neumayr überprüft und bestätigt wurden.


Fassion
Ueber die Diensterträgniß des Johann Hofbauer Schullehrern zu Grafenwiesen im Jahre 1814/15 als

a: Ich beziehe weder von dem allgemeinen Schulfond oder aus einer königlichen Kassa eine Besoldung
b: Ich erhalte auch von keinem Lokal=Schulfonds etwas, weil keiner vorhanden ist.
c: Und auch von keiner Gemeinde oder Stiftung beziehe ich etwas
d: Ich erhalte auch von keiner Sammlung etwas, weder von Naturalien oder in Geld
e: Ich besitze auch keine Gründe welche zur Schule gehören
f: Ich erhalte von der Schulgemeinde Grafenwiesen 4 Klaffter Holz aber nicht in Natura sondern vor       die Klaffter 4 fl zusammen 16 Gulden
g: Das Schulgeld der Kinder beträgt 20 Gulden
h: Als einsweiliger Unteraufschläger beym Bräuhaus Grafenwiesen 17 Gulden
i: Und als Lotto Collecteur zu Kötzting und Grafenwiesen im Durchschnitt jährlich 50 Gulden"

Unter einem Unteraufschläger ist hier eine Art von Abgabenaufseher zu verstehen.

Was anschließend folgt ist eine interessante Aufstellung aller Bewohner der Schulkinder Grafenwiesens mit der Angabe über den "Stand" der Eltern, der Frage , ob sie das Schulgeld bezahlen können und eine kurze Bemerkung über die finanziellen Verhältnisse.
Unter Stand war hier die damalige Unterscheidung zu verstehen, ob die Eltern Grundbesitz hatten. Dann waren sie in Grafenwiesen eben sogenannte Häusler oder Söldner. War dies nicht der Fall, so wurden sie als sogenannte Inwohner aufgeführt.
Hier der Beginn der Liste, die 74 Schulkinder umfasst einschließlich der Kinder aus Fessmannsdorf und Schönbuchen.
Die wenigsten Eltern waren in der Lage, das Schulgeld aufzubringen und daher erhielt die überwiegende Anzahl der Eltern in der letzten Rubrik den Zusatz "arm"

Der Kötztinger Pfarrer Krepper fügte handschriftlich am Fuße der Auflistung hinzu:



  "Daß die Armueth reiflich erwogen worden sey, und die als arm voranstehenden Kinder wirklich arm und deren Eltern unfähig seynd das Schulgeld zu bezahlten bezeugt
das königliche Pfarramt Kötzting den 22. April 1815 Krepper Pfarrer mp
(manu propria = eigenhändig)
.

Nun macht der Akt einen Sprung ins Jahr 1828. Diesmal geht es um die Aufteilung von Gemeindegründen. Der Steinbühler Schullehrer heißt inzwischen Kopp; zugleich erfahren wir ganz beiläufig auch den Namen seines Vorgängers: Es war ein Lehrer namens Kampfl.

Zu diesem Teil des Schulaktes gehört auch der bereits oben gezeigte Bauplan. Im Zusammenhang mit dem Schriftverkehr um die Besoldung des Lehrers Kopp wird nun ersichtlich, dass die Eingabe Hofbauers offenbar Erfolg gehabt hatte. Rund um das Schulhaus und die Kirche sind auf dem Plan Grundstücksflächen grün eingezeichnet, die dem Steinbühler Lehrer bzw. der Schule zugeordnet worden waren.
Damit wird aus der mehr als ein Jahrzehnt zurückliegenden Forderung Hofbauers nach einer besseren wirtschaftlichen Ausstattung des Lehrers ein auf dem Plan konkret nachvollziehbares Ergebnis.


 

Der auf dem Plan zunächst etwas zusammenhanglos links unten eingezeichnete „Bergantheil“ gehörte zur Gemeinde Gutendorf, die zum Schulsprengel Steinbühl gehörte. Das Grundstück lag etwa eine Dreiviertelstunde von Steinbühl entfernt und war nach Einschätzung der damaligen Verwaltung „zur Kultur ungeeignet“. Über seinen Zustand erfahren wir aus dem Akt bemerkenswerte Einzelheiten. Nach den noch „vorhandenen Spuren“ war der Berganteil nur spärlich mit Birkenholz bewachsen. Dieses war „theils von seinen früheren Vorgängern abgetrieben, theils bis auf die kleinsten Stämme weggestohlen“ worden, da in der wenig bemittelten Bevölkerung dieser Gegend stets Holzmangel geherrscht habe. Inzwischen sei der Schulanteil „eine nackte Fläche, weil das häufige Behüten desselben keine Pflanze mehr empor kommen lässt.“

Lehrer Kopp hatte offenbar vorgeschlagen, diesen wenig ertragreichen und zudem weit entfernten Grundstücksanteil gegen näher bei der Schule gelegene Flächen zu tauschen. Seine entsprechende Eingabe wird im Akt allerdings nur inhaltlich wiedergegeben. Die Mitglieder der Gemeindeverwaltung Traidersdorf stimmten diesem – allerdings nicht ganz einfachen – Verfahren zu.

Der weit entfernte Berganteil durfte daraufhin abgegeben werden. Kopp erhielt dafür die Nutzung entsprechender Grundstücksflächen, die unmittelbar an die bereits von ihm bewirtschafteten Flächen angrenzten. Eigentümer dieser Grundstücke war der Bauer Freymuth, der jedoch nicht bereit war, sie zu verkaufen. Kopp erhielt deshalb lediglich das Nutzungsrecht.

Gleichzeitig erfahren wir aus dem Akt, was mit dem sogenannten Freymuthschen „Krummacker“ geschehen sollte: Entsprechend den damaligen Vorgaben sollte auch diese Fläche in einen Obstgarten umgewandelt werden.
Diese gute Lösung scheitert aber zunächst an der Nachbargemeinde. Die Traidersdorfer schrieben in ihrem Protokoll:

"Nun wollen die Gemeindeverwaltungsmitglieder der Gemeinde Niederndorf aus Privatinteresse oder anderen unbekannten Gründen und um der guten Sache noch mehr aber dem Wirken der Gemeinde Traidersdorf eigensinnig und schadenfroh, wie von jeher, Hindernisse in den Weg zu legen, ihre Einstimmung hierzu nicht geben"
Abschließend bat die Gemeinde Traidersdorf das Landgericht Kötzting, in "Bälde" dem Grundstückstausch zuzustimmen.
Die Gemeinde Niederndorf, von Seiten des Landgerichts um Aufklärung für seine Ablehnung aufgefordert, erklärt nun den Sachverhalt.

Da nur Matzelsdorf, Gutendorf und Niederndorf zum Schulsprengel Steinbühl gehörten, wurden auch die Bewohner dieser Orte zur Versammlung geladen. Dort herrschte Einigkeit darüber, dass das Grundstück wegen seiner Lage, seiner geringen Bodengüte und vor allem wegen seiner ungünstigen Entfernung von der Schule für den Lehrer wenig geeignet sei. Gegen den vorgesehenen Tausch wurden daher keine Einwendungen erhoben.

Lediglich die beiden Gutendorfer Bauern Wolfgang und Franz Graßl sprachen sich gegen den Tausch aus, da sie sich dadurch benachteiligt sahen. Der Grund dafür lag in der ursprünglichen Aufteilung dieses Gemeindegrundes: Während die übrigen Bauern jeweils einen ganzen Anteil erhalten hatten, besaßen Wolfgang und Franz Graßl jeweils nur einen halben Anteil.  
Beide wollten nun diesen "freigewordenen" Berganteil für sich erhalten und waren auch bereits, einen Aufpreis für diesen Erwerb zu bezahlen.
Nach der Unterschrift unter dieser Erklärung der Niederdorfer Versammlung wollten die Befürworter der ganzen Angelegenheit aber die Sache nicht ruhen lassen und ließen zusätzlich notieren - und bestätigten dieses danach auch mit ihrer Unterschrift:
"Daß alle übrigen Gemeindeglieder ohne Rücksicht auf die Privatvortheile der irrigen Ansichten und unstichhaltigen Einwendungen der beiden Graßl, welche nicht mehr als einen Bergantheil erhalten konnten, weil ihre beiden Güter bei der Vertheilung des Berges noch in einem vereiniget waren, dem Tausche ihre ungezwuingene EInwilligung ertheilen, bestättigen durch eigenhändige Unterschriften...."

Als nächsten Schritt lud nun das LG Kötzting die beiden Bauern Graßl im April 1829 zu sich ins Amt.
Auch wenn die beiden "Graßl" ihre Einwände beim Landgericht vortrugen, und in ihrer Sache vermutlich scheiterten, so verweigerte das LG Kötzting dennoch seine Zustimmung, weil der Abgabe einer mit 15 Tagwerk doch respektablen Fläche gegen die freiwillige Nutzungsüberlassung einer geeigneteren Fläche dennoch einen Nachteil für den Besitz der Schule darstellte, der von der Schulaufsicht so nicht genehmigt werden kann. 
Diese Entscheidung will Traidersdorf nicht hinnehmen und führt nochmal ins Feld, dass der "Bergtheil ein Oedgrund ist mit Steinen und Felsen übersäht." Sachkundige Landwirte würden ein Tagwerk höchstens auf 3 bis 4 Gulden schätzen.  Noch dazu liege dieser Grund am "Kaidersberg auf einer steilen Anhöhe", was es einem Steinbühler Lehrer - ohne Zugvieh - unmöglich mache, auch nur die "Kultur dieses Platzes zu versuchen"


Und nun kommt es erneut zu einem Sprung im Akt. Dieses Mal ins Jahr 1854 und der damalige Landrichter in Kötzting war unser bekannter Carl von Paur.
Der Schullehrer von Steinbühl heißt nun Gradl und das Thema ist erneut eine Abteilung eines Gemeidegrundes im Niederndorfer Ortsteil Matzelsdorf, hier ein Ödberg genannt.
Der früher geplante Tausch war ja nicht zustande gekommen und nun versucht sich die Schule Traidersdorf von dem - für die Schule - unnützen Grundstück zu trennen, es zu verkaufen und mit dem Erlös ein Grundstück in Steinbühl zu erwerben, das es dem jeweiligen Lehrer leichter ermöglichen würde, daraus Nutzen zu ziehen. 

Den Akt schließt dann eine umfangreiche Liste der "steuerbaren" Besitzer der Gemeinde Traidersdorf ab. Inwohner, die in der Regel eine noch größere Anzahl ausmachen,  sind in dieser Liste nicht aufgeführt.
Anders als in der obigen Grafenwiesener Liste, sind hier auch zahlreiche Ganz- und Halbbauernhöfe aufgeführt. Das Zellertal war also eine viel üppigere Bauerngegend, als das Areal rund um Grafenwiesen, mit nur Häuslern und höchstens Söldnern.


Zum Schulsprengel Steinbühl  gehörten damals: Wölkersdorf - Bärndorf - Himmelreich - Traidersdorf - Höfing - Bonried - Kieslau - Buchberg - Matzelsdorf - Gutendorf - Streit - Auhof - Wurz und Weidenhof 

Dieses Mal stimmte auch die Versammlung, zu der Gemeinde Niederndorf ins dortige Wirtshaus  geladen hatte einstimmig zu und so sollte dann dem dem Verkauf des Matzelsdorfer Waldanteils und einem anschließenden Ankauf eines Grundstücks in Steinbühl eigentlich nichts mehr im Wege stehen.
Eigentlich, denn die Widersacher des Projekts aus Traidersdorf und Niederndorf waren gar nicht zur Versammlung erschienen und hatten dann im Nachgang auch ihre Unterschrift für bzw. unter das Versammlungsprotokoll verweigert. 


Auf der linken Seite des Versammlungsprotokolls war extra Platz für die "Unterschriften der Nichtzustimmenden Gemeindeglieder" vorgesehen, aber die Gegner waren lieber zuhause geblieben, mehr noch, sie schrieben ihre abweichende Meinung in einem separaten Brief an das Landgericht und so verging wieder ein Jahr, bis endlich am 16.9.1858 der ganze Vorgang abgeschlossen werden konnte.
Der Matzelsdorfer Waldanteil der Steinbühler Schule ging um 400 fl an 4 Matzelsdorfer Bauern und die Schule konnte für um 136 Gulden das "sogenannte Meßnerackerl des Bauern Georg Maimer von Höfing, welches zunächst an der Düngerstätte und den Stadel gegen Süden am Schul- und Meßnerhause zu Steinbühl liegt und einen Flächeninhalt von 0 Tgw 34 Dez hält" erwerben. 


🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:
Viele Geschichten aus Kötzting lassen sich nicht nur lesen, sondern auch direkt im Stadtplan entdecken.
Die Interaktive Karte Kötzting führt über ihre Marker unmittelbar zu den passenden Blogbeiträgen – Geschichte zum Anklicken.

 

⭐ Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Umland und dort genau am Standort der früheren Dorfschule Steinbühls zu finden


Nicht alle Geschichten spielen innerhalb der Marktgrenzen Kötztings. Die Markergruppe Umland führt zu historischen Orten, Ereignissen und Erinnerungen aus den umliegenden Dörfern und Gemeinden des Kötztinger Landes. Oft ergeben gerade diese Beiträge spannende Verbindungen zur Geschichte der Stadt.

Viel Freude beim Entdecken!

``` 🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen ```




Mittwoch, 23. September 2026

Wo ist das - Suchbilder 2026

Wo ist das?     Die Suchbildaufgaben von 2026      


Suchbild 13

Wir sind im Februar 1927 und sehren hier eine Hilfsbrücke und daneben - im Aufbau - das Leergerüst für eine neue Brücke.


Die Frage ist: wo befindet sich diese Baustelle?

Lösung: es ist die Brückenbaustelle in Blaibach, hier der Blick von Kreuzbach hinüber nach Blaibach. Wenn man genau hinsieht, kann man sogar die Eisenbahntrasse als schmaler Strich erkennen.
Unter der neu errichteten Brücke hing übrigens auch die Wasserleitung herunter vom "Kötztinger Berg" und hinüber nach Blaibach. Als in den letzten Kriegstagen diese Brücke gesprengt werden sollte, konnte das Sprengkommando überredet/überzeugt werden, doch besser die Straßenengstelle die der Eisenbahnstrecke in Richtung Kötzting zu sprengen und so blieb Blaibachs Wasserversorgung bestehen,
(mündlicher Bericht von Herrn Hartmann)




Suchbild 12

Ein Auto in einer engen Durchfahrt – und diese Stelle lag tatsächlich auf dem Gebiet der Stadt Kötzting. Im Begegnungsverkehr dürfte diese Engstelle durchaus eine gewisse Herausforderung gewesen sein.

Heute allerdings sucht man sie vergeblich: Die Engstelle gibt es längst nicht mehr.

Aber wo war das genau?

 

August 1976: wo fährt dieser PKW?




Suchbild 11

Ein Zufallsfund führt zum nächsten Blogbeitrag – und gleichzeitig zu einem schönen Suchbild. Für mich war dieser Bilderfund sofort ein kleines Kopfkino. Vielleicht geht es manchem meiner Leser ebenso: Eine Schiffswerft mitten auf der sprichwörtlichen „Grünen Wiese“, irgendwo im Bayerischen Wald, Ende der 1970er Jahre.

Aber wo genau war das?


Wo stand diese ungewöhnliche Schiffswerft?
Wer erkennt den Ort wieder?

Die Auflösung: es stand in Thenried >>>>>>> hier der link für weitere Information





Suchbild 10


Dieses Mal suchen wir einen Ort aus dem Altlandkreis Kötzting. Mal schauen, wer diesen Ort anhand der Luftbildaufnahme erkennt.



Wo sind wir?



Suchbild 9


Ein Haus mit einer ganz tollen Fassade mittendrin in Kötzting. Dieses Haus gibt es schon lange nicht mehr aber vielleicht erinnert sich noch jemand daran:
Frage also: wo befinden wir uns bei dieser Aufnahme?


Foto Josef Bock


Lösung:

Es ist das Haus vom Hofmann Naze in der Holzapfelstraße, einem Lohnfuhrunternehmer. Heute stehen an dessen Stelle zwei Häuser.
DIA-Repro 1987 








Suchbild 8

 Heute geht es um eine Baustelle - mitten drin in Kötzting - vermutlich ist es zu einfach, aber trotzdem:
Wo ist diese Baustelle und was war da vorher?
Ich habe das Bild am oberen Rand stark beschnitten, sonst wäre es viel zu einfach gewesen



Lösung:

Ich hatte gedacht die Aufgabe wäre zu einfach.....

Es ist die Großbaustelle Penner mit dem Teilabbruch eines Nebengebäudes der Marktmühle.


Suchbild 7


🌉 Bleiben wir bei den Kötztinger Brücken:
Diese Brücke ist heute längst verschwunden – und doch dürfte sich mancher noch an dieses etwas eigenwillige Konstrukt erinnern. Der obere Teil des Fotos bleibt diesmal bewusst verborgen, denn sonst wäre die Auflösung wohl allzu schnell gefunden gewesen. 😉

Wer erkennt, wo sich diese Brücke einst befand – und warum sie später einfach nicht mehr gebraucht wurde?




Lösung:


Es war die Zufahrt zur "Ambergerinsel", also eine kleine Behelfsbrücke über den Dampfbach. Im Hintergrund der mittlerweile verschwundene Kötztinger Ortsteil: "im Anger"







Suchbild 6

Wo in Bad Kötzting  liegt diese Brücke?  Den oberen Bildrand habe ich abgeschnitten, sonst wäre die Lösung viel zu einfach gewesen.


Lösung: im entfernten oberen Teil des Bildes würde man das Restaurant "Route" erkennen. Die Brücke überquert also den Gruberbach zwischen den beiden "Kreiskehren".




Suchbild 5


Eine malerische Hütte auf einer beliebten Sonntagswanderstrecke in Kötzting mit vielen Erinnerungen.
Wo stand diese Hütte?


Die Lösung:

Natürlich auf dem Ludwigsberg - Kötztings traditionelles Sonntagsausflugsziel



Suchbild 4

Hinter dieser Suchaufgabe steckt nun tatsächlich auch für mich der Wunsch nach einer Lösung, denn ich kenne das abgebildete Haus nicht. Es stammt aus einem Artikel vom Januar 1976, als die Umschau mehrere Objekte in der Stadt abbildete, die nicht gerade "vorzeigbar" erschienen für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Im Falle des Suchbildes hieß es, dass regelmäßige Einbrüche und unrechtmäßige Übernachtungen in diesem (Neben?-) Gebäude stattgefunden hätten und die Zustände daher untragbar seien. 
Mein eigener Tip:  Das Rückgebäude vom Fischer Peteranwesen (das war wohl ein Irrtum...)
Wo war das in Kötzting?

Lösung Suchbild 4:

Es ist der ehemalige "Lembergerkeller" in der Holzapfelstraße und das rechts angeschnittene Hauseck mit der Hausnummer 13 gehört zum ehemaligen Monokel.






Suchbild 3


Wo kommt das Auto auf diesem Bild her und zu welchem Anwesen gehörte das Gebäude auf der rechten Bilderseite?


Lösung:

Diese Suchaufgabe wurde sehr schnell und von sehr vielen richtig beantwortet: es ist die Einbiegung von der Müllerstraße rechts hin zur heutigen (Fußgänger-) Oberbergerbrücke, die damals noch - wenn auch nur eingeschränkt - befahrbar war.



Suchbild 2

vermutlich zu einfach, aber vielleicht kann ich mich auch täuschen: Wo in Kötzting stand denn diese Außenterrasse?  

Btw: die Bank gibt es heute noch, allerdings nicht an dieser Stelle.

 

Lösung:
Viele haben es gleich erkannt, das ist die ehemalige Steinterrasse vor dem Gasthaus Dreger in der Marktstraße, die der großen Marktstraßensanierung in den Jahren 1983/1984 weichen musste, um die Straße fußgängerfreundlicher zu machen. Die halbhohe Stützmauer dieses Freisitzes war übrigens jahrzehntelang der "Kirtasitzplatz" eines schwerbehinderten Akkordeonspielers, der sich hier mit Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen versuchte und mich in meinen Kinder - und Jugendjahren begleitete.

Suchbild 1

Am Rand des Stadtgebiets von Bad Kötzting, fast ein wenig verborgen, liegt dieser stille, idyllische See.
Kennen Sie seinen Namen – und wissen Sie, wo er zu finden ist?


Lösung: Es ist der Steinbachsee rund herum um das Jahr 1960. Foto Kretschmer

Foto Kretschmer: aus diesem See wurde, den starken Höhenunterschied ausnutzend, eine Druckwasserleitung heruntergeführt zum heutigen Hotel Steinbachtal.



🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:

Viele Geschichten und Meldungen aus und über Kötzting lassen sich nicht nur lesen, sondern auch direkt im Stadtplan entdecken.
Die Interaktive Karte Kötzting führt über ihre Marker unmittelbar zu den passenden Blogbeiträgen – Geschichte zum Anklicken.

🔎 Wer diesen Beitrag dort wiederfinden möchte, muss ein wenig suchen:
Er verbirgt sich in der Markergruppe Suchaufgaben. 

Viel Freude beim Entdecken!

                                              🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen