Translate

Sonntag, 1. Februar 2026

Ein Jubiläum mit Hindernissen - Unfall am Höllensteinsee


Schwerer Unfall bei Reparaturarbeiten am Höllensteinsee.
 

So wie wir vor wenigen Tagen auf 100 Jahre Kraftwerkseröffnung am Höllensteinsee zurückgeblickt haben, war auch der "Runde 50er" im Januar 1976 ein Grund, an die Anfänge des Kraftwerksbaues in den Zeitungen zu erinnern. Zeitgleich waren jedoch auch umfangreiche Umrüstarbeiten vorgesehen und dabei passierte es dann, dass ein großer Autokran umstürzte und sehr mühsam wieder geborgen werden musste. Von all diesen Jubiläumsfeiern, den Arbeiten und den Rettungsmaßnahmen findet sich eine ganze Bilderserie in unserem Zeitungsarchiv.

In seinem Jubiläumsartikel von 1976 nahm Herr Kühn, Redakteur der Kötztinger Umschau, die Leser mit hinter die Kulissen des Höllenstein-Kraftwerks. Er beschrieb nicht nur die geologischen Bedingungen des Standorts, sondern auch die ausgeklügelten Vorkehrungen für Hochwasser und das Zusammenspiel mit dem inzwischen entstandenen Stauwerk des Blaibacher Sees. Diese Einblicke sind so detailliert und interessant, dass hier noch einmal kurz auf diesen Artikel zurückgekommen wird.

"Kötztinger Umschau vom 13.1.1976:
Hochrechnungen schützen Gemeinden vor Flutwellen

■ Die geologischen Verhältnisse werden im „Bayerwald“ unter anderem wie folgt geschildert: Das für die Talsperre in Frage kommende gesamte Gebiet baut sich ausschließlich auf Urgestein, und zwar hauptsächlich dem blauen Cordieritg­neis, den schwarzen Biotitgneis und den hellen, feinkörnigen Granit auf. Die Größe des Einzugsgebietes beträgt an der Sperrstelle 980 Quadratkilometer bei einer mittleren Niederschlagshöhe von 1135 mm. Es wird geschätzt, dass bei der geringen Verdunstung infolge des dichten Waldbestandes und der schnellen Wasserabführung des Schwarzen Regens (0,02 cbm/sec.) rund 55 Prozent der Niederschlagsmenge durch die Talsperre fließen. Die Stauhöhe von 12,50 Metern wurde durch den Bau einer Betonsperrmauer und das Absenken des Wasserspiegels mittels einer 750 Meter langen Unterwasserrinne erzielt. Der Stauspiegel liegt 399,10 Meter über Normalnull, die Turbinen selbst 8,70 Meter tiefer. Der Stauspiegel kann gegenüber dem Höchststand um 3,80 Meter abgesenkt werden.

■ Die Führung des Wasserhaushaltes ist auch die schwierigste Aufgabe, die die sechsköpfige Belegschaft des Höllenstein-Kraftwerkes unter der Leitung von Max Probst (er ist schon seit 25 Jahren damit beschäftigt) zu erfüllen hat. Die Wassermengen müssen hochgerechnet werden, sonst gäbe es ein Chaos. Ein Beispiel: Gerade in diesen regen- und schneereichen Tagen gibt’s mehr als genug von dem Nass. Wenn der in Pulling gestaute Blaibacher See „voll“ ist und zusätzlich noch verstärkt vom Höllenstein-See her gespeist wird (ein Druck auf den Knopf und die Schleusen des Kraftwerkes öffnen sich), der Blaibacher See würde überlaufen, die Gemeinden entlang des Regens hätten es mit einer Flutwelle zu tun.

■ Zurück zum Kraftwerk: Hinsichtlich der Stromgewinnung wird beim größtmöglichen Gefälle von 12,50 Metern und 30 cbm/sec. Wasser — mehr lässt  der Turbinenschutz nicht durch — eine Leistung von 1340 PS erzielt, die jede der Turbinen in rund 1000 Kilowatt umwandelt. So können die drei Turbinen jährlich über 13 Millionen kW produzieren.

■ 50 Jahre Höllenstein-Kraftwerk: Zum Jubiläum wird’s vorerst nichts Besonderes geben. Das soll aber laut Max Probst zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Dann sind zur Feierstunde auch die Stadträte von Straubing sowie Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder geladen. Anerkennung haben sie alle verdient.









Im Turbinenraum 


Aber nur 5 Tage später passierte ein Unglück bei Reparaturarbeiten und erneut war es Herr Kühn, der davon berichtete:

 Autokran stürzte in Höllensteinsee: 500000 Mark Schaden

Beim Einlassen einer Rechen-Reinigungsmaschine vor dem Kraftwerk Übergewicht bekommen / Schwierige Bergung

Kötzting/Höllensteinsee (kue). Beim Einlassen einer Rechen-Reinigungs-
Maschine vor dem Höllenstein-Kraftwerk sind am Donnerstag gegen 13.45 Uhr über 26
Tonnen Eisen und Stahl in den Stausee gestürzt. Der Autokran eines Straubinger Spezialunternehmens hatte aus bisher unbekannter Ursache das Übergewicht bekommen,
war von der betonierten Uferschüttung abgerutscht und hinter der Maschine her auf
den acht Meter tiefen verschlammten Grund gesunken. Die schwierigen Bergungsarbeiten,
 an denen unter anderem auch vier Taucher der Berufsfeuerwehr Regensburg beteiligt waren, konnten erst am Freitag nachmittag erfolgreich abgeschlossen werden.
Der Gesamtschaden ist freilich hoch: Nach ersten Schätzungen der Experten dürfte er
rund eine halbe Million Mark betragen.

■ Im Zuge der Rationalisierung und Automatisierung hatte das Höllenstein-Kraftwerk unlängst zwei neue Rechen-Reinigungsmaschinen installieren lassen, das sind Maschinen, die die Rechen vor dem Wassereinlauf zu den Turbinen vor dem sich ansammelnden Schmutz säubern. Die kleinere, 2,3 Tonnen schwere und fünf Meter breite Maschine funktionierte jedoch schon bald nicht mehr: Die Antriebskette war abgesprungen. So wurde das Gerät wieder herausgezogen und instand gesetzt. Als es am Donnerstag erneut eingelassen werden sollte, passierte das Unglück.

■ Bis Redaktionsschluss war nicht zu erfahren, warum der 24-Tonnen-Autokran schon bei einem Bruchteil seiner Belastbarkeit das Gleichgewicht verlor und vornüber in den See stürzte. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die ins Wasser eingelassene Rechen-Reinigungs-Maschine irgendwo verfangen hat, der Fahrer, Chef des Spezial-Unternehmens aus Straubing, kämpfte bis zur letzten Sekunde um seinen nur wenige Wochen alten, 200 000 DM teuren Autokran. Erst als er sah, dass die Gefahr nicht mehr zu halten war, sprang er ab. Ihm geschah nichts.

■ Nachdem das Höllenstein-Kraftwerk am Freitagnachmittag gänzlich abgeschaltet worden war — es produziert jeden Tag durchschnittlich für knapp 10 000 Mark Strom — konnte mit den Bergungsarbeiten begonnen werden. Vier „Froschmänner“ der Berufsfeuerwehr Regensburg orteten die Lage des auf dem Seegrund umgestürzten Autokranes, bereiteten die Experten, wie Ausleger und Reinigungsmaschine auseinandergebracht werden können und sprangen immer wieder in das eiskalte Wasser, um beim Anbringen der Stahlseile zu helfen. Zur Bergung war inzwischen ein 60-Tonnen-Autokran aufgefahren. Die Taucher mussten sich in den Pausen mit heißem Wasser übergießen lassen: Ihre synthetischen Anzüge isolierten bei der Kälte nur leidlich.

■ Nach fünf Stunden war es soweit: Die inzwischen wieder defekte Rechen-Reinigungs-Maschine, die höchstwahrscheinlich auch die größere in Mitleidenschaft gezogen hat, konnte aus verdrecktem Wasser gehievt werden. Haymo Richter sorgte im Auftrag der alarmierten FFW Kötzting dafür, dass das aus dem Kranwagen auslaufende Dieselöl in einer Sperre gebunden wurde. Dann musste einer der Taucher ein letztes Mal hinunter, um den Lasthaken am Ausleger anzubringen. Langsam konnte der Autokran aus dem Wasser an Land gezogen werden.

■ Die Höhe des Sachschadens wird auf rund 500 000 Mark geschätzt. Der totalbeschädigte Autokran kostete 200 000 Mark, die beiden Rechen-Reinigungs-Maschinen je 100 000 Mark. Dazu kommen der finanzielle Verlust infolge der vorübergehenden Kraftwerk-Stilllegung — in den nächsten Wochen wird wahrscheinlich nur die Hälfte der Leistungsfähigkeit erreicht werden — und last notgedrungen die hohen Bergungskosten.

■ Nachdem Höllag-Direktor Jahn schon am Vormittag bei den Bergungsarbeiten mitgeholfen hatte, traf am Nachmittag noch Prominenz ein: Straubings Oberbürgermeister Ludwig Scherl, sein Stellvertreter Bräuherr sowie Oberbaudir. Feichtmeyer besichtigten die Unfallstelle. Das Höllenstein-Kraftwerk ist im Besitz einer Aktiengesellschaft, die ihren Sitz in Straubing hat.

Hier nun die Fotostrecke:

An der Unfallstelle: Straubings Oberbürgermeister Scherl (Mitte), im Vordergrund sein Stellvertreter Bräuherr, dahinter Oberbaudirektor Feichtmeyer



















Um den Bericht über das Kraftwerk zu vervollständigen, hier noch einige Bilderstrecke über vorhergehende Sanierungsmaßnahmen, wie den Austausch von Turbinen im Jahre 1972 und erneute Fotos aus dem Turbinenraum von 1973.

Hier zunächst die Bilder aus dem Jahre 1973:

Auch wenn die Bilder den Hinweis auf einen Zeitungartikel vom 31.1.1973 tragen, ist doch kein solcher Artikel aufzufinden: Der Kurztext auf dem Notizzettel lautete: Neue Turbinen für das Höllensteinseekraftwerk.




Die Bilder aus dem Jahre 1972 hatten nur den Vermerk auf das Erscheinungsjahr, sind aber umso eindrucksvoller, weil sie die Arbeiten an den Turbinen im Schacht so deutlich abbilden:











Schwind 


🗺️ Ein Tipp zum Schluss:
Seit Herbst 2025 gibt es außerdem die interaktive Karte Kötztings.
Dort sind Beiträge zur Häuserchronik und viele weitere historische Themen direkt im Stadtplan verortet – jeder Marker führt per Klick zum passenden Blogbeitrag.
Die Karte funktioniert am PC ebenso wie auf dem Smartphone und kann sogar als kleine App gespeichert werden.
 ⭐ Umland  Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Umland zu finden.  

👉 Interaktive Karte Kötzting öffnen    🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen


Donnerstag, 29. Januar 2026

Radfahren in Kötztings Geschichte

Save the date() 

Mit dem Rad unterwegs
zwischen Kötzting und dem Haidstein





 

Historische Radl-Wanderung mit Einkehr – diesmal andersherum

In diesem Frühjahr bekommt unsere beliebte „historische Wanderung mit Einkehr“ eine frische Wendung. Wir schalten einen Gang höher – und steigen aufs Rad.  Unsere Radltour führt auf einem abwechslungsreichen Rundkurs hinauf zum Haidstein, mit Blicken in Landschaft und Geschichte. Den Abschluss bildet schließlich – ganz traditionell und doch neu gedacht – die historische Einkehr in der Spielbank Bad Kötzting. Dort begeben wir uns, wie gewohnt mit Bildern, Dias und Erzählungen, gemeinsam auf eine kulturgeschichtliche Reise über die Orte der Radltour.

Gleich zu Beginn ein Hinweis:
Wer nur den Vortrag bei der Einkehr mitmachen möchte, kann dies sehr gerne machen und muss nur bei der Anmeldung diese Option wählen....... also einfach nur angeben in der Kurverwaltung ob einschließlich der Radlfahrt oder nur die Teilnahme beim "Essensvortrag" im Restaurant Edelweiß im Spielbank. Treffpunkt für die Einkehr: der Eingangsbereich der Spielbank Bad Kötzting um 17.00 Uhr.

Treffpunkt der Radlfahrer ist der Pferdestall Pongratz, gleich unterhalb des Urtlbachplatzes an der Westumgehung.
Von dort aus setzt sich der Rundkurs zunächst gemächlich in Bewegung: ein sanft ansteigender Schlenker hinauf zur Rieder Linde, bevor es in flotter Fahrt steil bergab geht – fast bis zur Ammermühle. Ab hier ist Ausdauer gefragt: Der Weg zieht nun konsequent bergauf zur Haidsteiner Hütte. Die letzten Meter werden schließlich zu Fuß zurückgelegt – mit dem gemeinsamen Aufstieg zum Haidsteiner Kircherl als stillen Höhepunkt der Strecke.

Wichtiger Hinweis zur Strecke:
Ein Großteil der Route verläuft auf geschotterten Forststraßen. Deshalb sollten nur diejenigen teilnehmen, die sich einen unebenen und stellenweise auch lockeren Untergrund zutrauen.
Eine angemessene Schutzausrüstung, insbesondere ein Fahrradhelm, gehört selbstverständlich zur Grundausstattung.  Und keine Sorge:  Ich selbst bin mit dem E-Bike unterwegs – E-Bikes sind also ausdrücklich willkommen 🚴‍♂️🙂  

Ablauf & Zeiten

Nach der Schau-ins-Land Pause am Haidstein geht´s zurück über Liebenstein und Bachmeierholz nach Bachhäuser. Dort verlassen wir den gewohnten Weg und biegen hinein in ein wunderschönes Seitental des Hauserbaches/Dampflbaches  und fahren über die Hausermühle und die Rieslhöhe zurück in den Kurpark und zur Spielbank Band Kötzting,

Die Radfahrer treffen sich um 14.30 Uhr zur Abfahrt vor dem Pongratz-Stall und werden den Zielpunkt Spielban Bad Kötzting gegen 17.00 Uhr erreichen.  

Teilnahme auch ohne Rad möglich

Da nicht jeder aus der großen Runde unserer „Stammteilnehmer“ eine rund 24 km lange Radstrecke mit vielen km an Schotter mit dem Fahrrad fahren möchte, gibt es diesmal eine zusätzliche Möglichkeit:
👉 Nach vorheriger Anmeldung können Interessierte auch direkt in die Casinolounge der Spielbank Bad Kötzting kommen und dort gemeinsam mit den Radlern das Essen sowie die historischen Bild- und Vortragsbeiträge genießen. So bleibt die Einkehr – wie immer – offen für alle, unabhängig von Kondition oder Fahrpraxis 🚗🚴‍♂️

Anmeldung:

Anmeldung wie gewohnt über die Kurverwaltung.
Bitte geben Sie dieses Mal bei der Anmeldung an, ob Sie an der Radltour teilnehmen möchten oder ausschließlich zur historischen Einkehr dazukommen.



Hier für die Teilnehmer die Kerndaten unserer Radlstrecke:







Ein Blick auf die historische Radlstrecke

Gleich zu Beginn nehmen wir uns Zeit für den Startpunkt selbst:
Es gibt kurze Einblicke in das Flurstück, an dem wir uns versammeln, in den Urtlbach, den Gehsberg, den Schinderbuckel und das geheimnisvolle „Kroith“ – ein idealer Auftakt, um Landschaft und Geschichte miteinander zu verknüpfen.  Nach einem kleinen ersten Anstieg vorbei am „Pferdestall-Misthaufen“ erreichen wir die Staatsstraße, queren sie und radeln hinüber zur Kapelle von Gehstorf, weiter zum Schmied und zum Feuerwehrhaus – alles Orte mit eigener Geschichte, die man meist achtlos passiert. 
Im Anschluss beginnt ein längerer, aber gleichmäßiger Anstieg nach Ried hinterm Haidstein. Der Weg führt vorbei am fast schon legendären Gartenfestplatz der Gehstorfer, am Trimm-Dich-Pfad – und schließlich zu unserem ersten größeren Ziel: der Rieder Linde, einem markanten Punkt mit Geschichte und Ausblick.
Der Trimm-Dich-Pfad


Danach geht es zunächst ein kleines Stück zurück – und dann kräftesparend ein schönes Stück bergab. Hier können nicht nur Beine, sondern auch die Akkus der E-Bikes wieder etwas „durchatmen“.
Gleichzeitig ist Vorsicht geboten, denn die Abfahrt ist durchaus steil. 

Foto Josef Bock: die Rieder Linde

Die Ammermühle lassen wir vorerst rechts liegen und beginnen anschließend den Aufstieg am Liebensteiner Weg. An jener Stelle, an der sich einst die Burg Liebenstein erhob, legen wir einen Halt ein – ein guter Punkt, um Geschichte und Landschaft zusammenzudenken.
Hier lohnt es sich besonders, einen Blick nach zurück zu werfen um die Kötztinger Berge zu bewundern.
Von hier an beginnt dann die Schotterstrecke, die uns Schritt für Schritt hinauf Richtung Gipfel führt.
 Der Haidsteingipfel ist ein echter „Guck-ins-Land“ – und wir hoffen natürlich auf bestes Ausflugs- und Aussichtswetter 🌄🚴‍♂️

Foto Haymo Richter - Haidsteiner Gipfel


 Nach der Gipfelbesteigung kommt der - radltechnisch - einfachere 2. Teil der Strecke.
Aber 👉 Achtung: Gleich zu Beginn ist ein Gefällestück der Forststraße zu bewältigen. Dieser Abschnitt sollte vorsichtig und kontrolliert gefahren werden. 
Anschließend führt uns die Strecke erneut durch Liebenstein – diesmal jedoch abseits der Hauptstraße.
 Wir rollen unten an Ramsried und an der Ammermühle vorbei und legen unseren nächsten Halt an der Wallfahrtskapelle von Bachmeierholz ein. 

Foto Haymo Richter: Kapelle Bachmeierholz
Von dort geht es weiter hinab nach Bachhäuser. Dort verlassen wir die Straße, biegen links ab und fahren in ein Tal hinein, das für mich zu den malerischsten Landschaftsräumen der Kötztinger Umgebung gehört. Gerade im Frühjahr verspricht dieser Abschnitt ein besonderes Erlebnis – vergleichbar mit der Wanderung ins frühlingshafte Zellertal im vergangenen Jahr: ruhig, landschaftlich eindrucksvoll und ideal, um Natur und Geschichte miteinander zu verbinden 🌿🚴‍♂️
Beim letzten Schwenk unserer Tour passieren wir die Hauser Mühle, streifen nur kurz eine Hauptstraße und biegen dann ab in Richtung Fessmannsdorf und Rieselhöhe. Auch hier werden wir noch einmal mit einer herrlichen Aussicht belohnt: der Blick öffnet sich hinunter zu Herrenweiher, Gänskragen und Hutwöhr – genau in jener Jahreszeit, in der die Bäume bereits das erste Grün zeigen, uns den freien Blick in die Landschaft aber noch nicht nehmen. Anschließend geht es bergab, vorbei an den Kötztinger Schulen, und wir können nun einem echten Radweg folgen, der uns bis zur Spielbank führt. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung: vorbei am früheren Aschenbrenner-Gelände und schließlich hinauf zurück zum Pferdestall, wo sich der Kreis unserer Tour schließt 🚴‍♂️🌿 und wir zur Historischen Einkehr einen klassischen Einkehrschwung machen.

Serwuschok Luftbilder

Auch hier noch der Hinweis auf das neue Tool der Kötztinger Geschichte(n)
Als ergänzendes Arbeits- und Orientierungsinstrument steht die Interaktive Karte Kötztings zur Verfügung. In ihr sind die Beiträge der Häuserchronik sowie zahlreiche weitere historische Themen räumlich verortet und miteinander verknüpft. Jeder Marker führt direkt zu den zugehörigen Blogbeiträgen und ermöglicht so einen schnellen Überblick über Zusammenhänge, Orte und Entwicklungen.

Die Karte ist sowohl am PC als auch auf mobilen Geräten nutzbar und kann auf Wunsch als App auf dem Smartphone gespeichert werden.

🚶 Wanderung  Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Wanderung eingeordnet. 

Zur Interaktiven Karte:   🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen


 

Mittwoch, 28. Januar 2026

Kötztinger Geschichte(n) als Interaktive Karte

  „Kötztinger Geschichte(n) – Interaktive Karte“


Neu in der interaktiven Karte

Die interaktive Karte „Kötztinger Geschichte(n)“ wird laufend erweitert. Neben Häusern, Personen, Orten und Wegen sind inzwischen drei neue Module hinzugekommen, die den Blick auf Kötztings Geschichte deutlich erweitern:

🏛 Vereine & Veranstaltungen
Dieses Modul bündelt historische und aktuelle Vereine, Feste, Jubiläen und besondere Ereignisse des gemeinschaftlichen Lebens. Viele dieser Themen sind nicht an ein einzelnes Haus gebunden, prägen aber das Stadtbild und das soziale Gefüge Kötztings seit Generationen.

🎧 Podcasts
Hier finden sich Audiobeiträge zur Kötztinger Geschichte: Gespräche, Erzählungen und thematische Reihen, die Hintergründe vertiefen und historische Zusammenhänge hörbar machen. Die Karte dient dabei als räumlicher Einstieg zu den einzelnen Podcastfolgen.

Chroniken – Zeitpfeil
Mit dem neuen Zeitpfeil lassen sich Ereignisse, Entwicklungen und Einschnitte der Stadtgeschichte chronologisch nachvollziehen. Statt einzelner Punkte zeigt dieses Modul längere historische Abläufe und ordnet sie zeitlich ein – als ergänzende Perspektive zur klassischen Kartenansicht.

Die bestehenden Inhalte bleiben dabei unverändert:
Jeder Marker führt weiterhin direkt zum zugehörigen Blogbeitrag mit Bildern, Texten und Quellen. Die Karte wächst damit nicht nur in der Fläche, sondern auch in der Tiefe.

Die folgenden Abbildungen zeigen exemplarisch den aktuellen Ausbaustand der neuen Module.

Gruppe: Vereine und Veranstaltungen mit einigen bereits verlinkten Blogbeiträgen

Markergruppe Podcasts

Markergruppe Chroniken dargestellt auf einem Fluss als Zeitpfeil

Alle neuen Module enthalten bereits erste verlinkte Beiträge; der Bestand wird laufend erweitert. Ein regelmäßiger Blick auf die Karte – oder die App – lohnt sich daher.
Apropos App:

Die Karte als App nutzen

Die interaktive Karte „Kötztinger Geschichte(n)“ lässt sich nicht nur im Browser aufrufen, sondern auch wie eine App auf dem Smartphone installieren. Mit wenigen Handgriffen kann sie direkt auf dem Startbildschirm abgelegt werden und steht dann jederzeit griffbereit zur Verfügung – ganz ohne App-Store, Download oder Registrierung.

In dieser App-Ansicht eignet sich die Karte besonders für Spaziergänge, Rundgänge und Entdeckungen vor Ort: Marker lassen sich direkt am Standort öffnen, Inhalte bleiben übersichtlich, und die Karte ist jederzeit nur einen Fingertipp entfernt. So wird Stadtgeschichte unterwegs erlebbar – als persönlicher Begleiter durch Bad Kötzting.





Grundidee und Ausgangspunkt der Karte

Die interaktive Karte „Kötztinger Geschichte(n)“ ist aus dem Bedürfnis entstanden, die im Blog über viele Jahre gewachsenen Einzelbeiträge in einer gemeinsamen räumlichen Übersicht zusammenzuführen. Ausgangspunkt waren zunächst die Häuserchronik, einzelne Personenporträts sowie ortsbezogene Beiträge zu Ereignissen und Wegen.

Ein erster Blick auf die digitale Karte von Bad Kötzting macht dieses Grundprinzip sichtbar: Jeder farbige Marker steht für einen Themenbereich. Durch das Ein- und Ausblenden einzelner Gruppen lassen sich gezielt bestimmte Aspekte der Stadtgeschichte erkunden und miteinander vergleichen.
Hier nun einige Beispiele, wie sich die Darstellung der Karte nach dem Aufruf eines bestimmten "Markers" verändert.

"Kötztinger Allerlei" aufrufbar über den weißen Pfeil

Hier der derzeitige online gestellte Bestand an Beiträgen für die Kötztinger Häuserchronik:




oder als anderes Beispiel, die unterschiedlichen Standorte unserer Schilderaktion:  



So wurde und wird jedes Haus, jede Person und auch manches Ereignis (etwa Pfingstritt oder Wanderungen) mit einem farblich unterschiedlichen Symbol markiert.

 Was man entdecken kann

Die Karte vereint verschiedene Themenbereiche, die durch eigene Markersymbole erkennbar sind:

  • 🏠 Häuser und Anwesen –Historische Gebäude mit Angaben zu Besitzern, Bewohnern und Nutzung. Die Beiträge der Häuserchronik werden hier nach und nach vollständig eingepflegt.

  • 👤 Personen – Markante Kötztingerinnen und Kötztinger, deren Lebenswege eng mit bestimmten Häusern oder Orten verbunden sind.

  • 🪧 Schilderaktion Orte – Standorte der Erinnerungstafeln an besondere Gebäude, Plätze und historische Zusammenhänge.

  • 🎠 Pfingstritt – Stationen, Wegpunkte und historische Bezüge rund um den Kötztinger Pfingstritt.

  • 💙 Räuber Heigl –Orte und Schauplätze der Heigl-Überlieferung im Raum Kötzting.

  • 🚶 Wanderungen – Historische Wege, Routen und thematische Spaziergänge.

  • 🌄 Umland – Orte, Dörfer und markante Punkte außerhalb des Stadtgebiets mit direktem Bezug zur Kötztinger Geschichte.

  • 🪧 Kötztinger Allerlei wie das Wort schon sagt, alles Mögliche aus Kötztings Geschichte, so es an einen bestimmten Platz festgemacht werden kann.

  • 🏛 Vereine & Veranstaltungen – Historische und aktuelle Vereine, Feste, Jubiläen, Fahnenweihen und besondere Ereignisse des gemeinschaftlichen Lebens, die nicht an ein einzelnes Haus gebunden sind, aber das Stadtbild und die Geschichte Kötztings geprägt haben.

     🎧 Podcasts – Audiobeiträge zur Kötztinger Geschichte: Gespräche, Erzählungen und thematische Reihen, die Hintergründe vertiefen und historische Zusammenhänge hörbar machen.

  • ⏳ Chroniken – Zeitlich geordnete Ereignisse, Entwicklungen und Einschnitte der Stadtgeschichte, die entlang eines Zeitpfeils dargestellt werden und einen Überblick über längere historische Abläufe ermöglichen.


Hier der Bildschirmausschnitt für die Markergruppe: Pfingstritt zur Visualisierung einiger Stationen unseres Pfingstrittes
Hier die Marker für die Schilderaktion "Personen"

Markergruppe für die historischen Wanderungen 


Was die Karte derzeit bereits leisten kann: 

Funktionen der Karte

Die Anwendung erlaubt das gezielte Umschalten zwischen Themenbereichen, das Anzeigen historischer Bilder direkt am jeweiligen Standort sowie den direkten Zugriff auf die zugehörigen Blogbeiträge. Zusätzlich kann eine historische Kartenebene eingeblendet werden, die den Vergleich zwischen heutiger Topografie und früheren Zuständen ermöglicht. Auf diese Weise lassen sich Veränderungen im Stadtbild und im Umfeld anschaulich nachvollziehen. Die Karte ist sowohl für die Nutzung am PC als auch auf mobilen Geräten optimiert. Sie erkennt automatisch, ob der Aufruf am Desktop oder am Smartphone erfolgt, und lädt die jeweils passende Version. 

Nutzung unterwegs

In der mobilen Ansicht ist die Karte besonders für Spaziergänge und Rundgänge gedacht. Marker lassen sich direkt vor Ort aufrufen, so dass historische Informationen unmittelbar mit dem aktuellen Standort verknüpft werden können.

Zukunftsmusik:

Derzeit  arbeite ich an einer Erweiterung, um die vielen Veranstaltungen rund um unser Pfingstfest und eine Stadtrallye mit einzubinden.
Was man sich vorstellen könnte, wäre die Geschichte der einzelnen Feuerwehren oder Schützenvereine des Bad Kötztinger Stadtgebietes als eigene Markergruppe darzustellen.



Hier geht’s zur Karte

💡 Tipp: Karte als App nutzen
Sie können die interaktive Karte auch wie eine App auf Ihrem Smartphone installieren – ganz ohne App-Store.
Android: Browser-Menü → „App installieren“ oder „Zum Startbildschirm hinzufügen“
iPhone: In SafariTeilen„Zum Home-Bildschirm“
🚀 Programm starten

(öffnet in einem neuen Browser-Tab)

(Die Seite erkennt automatisch, ob Sie mit PC oder Smartphone unterwegs sind, und öffnet die passende Version.)

 © Mente Pongratz  

Stadtarchiv Bad Kötzting