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Montag, 25. Oktober 2021

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Rückspiegel

     Es geht weiter mit Bildern aus der Zeitungsredaktion der Kötztinger Umschau, welche alle über eine private Sammlung von Frau Renate Serwuschok dem Arbeitskreis Heimatforschung übereignet wurden und nun im Stadtarchiv Kötzting verwahrt werden.

Da wir zusätzlich auch eine fast vollständige Sammlung von Zeitungsausgaben aus den Nachkriegsjahren in unserem Bestand haben, können viele der Bilder dann auch einzelnen Zeitungsartikeln zugeordnet werden.
Nachdem der Arbeitskreis Heimatforschung schon eine umfangreiche Datenbank an personenbezogenen Bildern hat wäre es für uns schön, wenn wir bei einigen der folgenden Bildern, vor allem bei den Personengruppen, Hinweise und Namenslisten erhalten könnten, die wir dann anschließend in unsere Datenbanken einpflegen könnten. Manche allerdings auch nicht und so wäre es schön, wenn wir bei dem einen oder anderen Bild auch eine Rückmeldung erhalten würden.

Zur Orientierung, wir befinden uns im Februar - März 1973  und hier ein paar Kleinigkeiten, die sich so im Photoarchiv gefunden haben und für die es auch die passenden Artikel gibt.

Fangen wir an mit - damals - Kötztings jüngsten Verein, dem AC
Leider sind die Bilder und der Artikel ohne Hinweis auf den Autor

Ich denke man erkennt hier viele Kötztinger, auch wenn fast 50 Jahre vergangen sind.

.


Fasching für Frauen und Mütter der Pfarrgemeinde Kötzting





Und am Ende ein Volkshochschulkurs der ganz besonderen Art: 
Hinterglasmalerei mit Augst Philipp Henneberger, da würde ich gerne heutzutage mitmachen..












Freitag, 19. März 2021

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage im Lockdown 1-53 eine fatale Industrieansiedlung

       Es geht weiter mit Bildern aus der Zeitungsredaktion der Kötztinger Umschau, welche alle über eine private Sammlung von Frau Renate Serwuschok dem Arbeitskreis Heimatforschung übereignet wurden und nun im Stadtarchiv Kötzting verwahrt werden.

Da wir zusätzlich auch eine fast vollständige Sammlung von Zeitungsausgaben aus den Nachkriegsjahren in unserem Bestand haben, können viele der Bilder dann auch einzelnen Zeitungsartikeln zugeordnet werden.
Nachdem der Arbeitskreis Heimatforschung schon eine umfangreiche Datenbank an personenbezogenen Bildern hat wäre es für uns schön, wenn wir bei einigen der folgenden Bildern, vor allem bei den Personengruppen, Hinweise und Namenslisten erhalten könnten, die wir dann anschließend in unsere Datenbanken einpflegen könnten. Manche allerdings auch nicht und so wäre es schön, wenn wir bei dem einen oder anderen Bild auch eine Rückmeldung erhalten würden.

Zur Orientierung, wir befinden uns im Zeitraum zwischen den Jahren 1971 und 1975 und auf den Auwiesen sind große Maßnahmen geplant.

Auch wenn ich damals auf der Seite der Protestierenden war, so möchte ich den damals politisch Handelnden doch zugutehalten, dass sie die damals katastrophal hohen Arbeitslosenzahlen besonders bedrückt hatte und mit einer Industrieansiedlung ein klein wenig dagegenhalten wollten.
Aber, das Ergebnis war zuerst eine große Konfrontation mit vielen Kötztinger Bürgern, der Ausrufung eines "Seidlsees" in der Auwiese und, nach dem Versprechen eines großen Sprungs, nur ein kleiner industrieller Hüpfer in Kötztings schönster Lage.
Hier nun in bunter Reihung einiges an Bilder, Darstellungen und Gegendarstellungen, Polemiken und einer ersten Kötztinger Bürgerinitiative.
Diese Vorgänge sollten sicherlich einmal im Detail aufgearbeitet werden, hier geht es mir nur darum von mehreren Seiten, um nicht einseitig darzustellen, ein paar Schlaglichter zu setzen.

Der Kötztinger Künstler August Philipp Henneberger näherte sich dem leidigen Thema einer
Industrieansiedlung im Überschwemmungsgebiet mit einem satirischen Vorschlag, wie mit
den zu erwartenden Überresten dann später umgegangen werden könne.....

Sommer 1972, Kirchweih auf dem Haidstein und ein Thema dominierte die Festversammlung dort oben auf dem Berg: der "Winterbau" in der Kötztinger Auwiese
Otto Wiener aus Lederdorn berichtete und machte die Bilder


Immer wieder beeindruckend, das Haidsteiner Kircherl an der Kirchweih

Dr. Schiel, damals wohnhaft in der Schattenau und der Naturschutzbeauftragt, stellte sich
eindeutig gegen den Stadtratsbeschluss

Vorwürfe, die der damalige Kötztinger Bürgermeister Karl Seidl nicht unbeantwortet im Raum stehen
lassen wollte.

Der Kötztinger Stadtrat besichtigte das Stammwerk, war sehr zufrieden und rechnete mit vielen Arbeitsplätzen und großen nachhaltigen Investitionen:







Die Protestwelle rollte heran, aber der Protest blieb ohne jede Wirkung, die Mehrheiten im Stadtrat standen fest.







Alois Dachs war bei den Protestierenden und schrieb den Artikel

Ein Leserbrief von Frau Schreiner, einer der
Initiatorinnen der Unterschriftensammlung

Kein Wunder, dass dieser Anblick den Künstler Henneberger zur obigen Karikatur verleitete

Dann kam der Sommer und der Bau begann:

im Vordergrund Stacheldrehltrollen - Natodraht - man rechnete wohl mit dem Schlimmsten....

die Halle in der Auwiese

Und dann kam der See, den manche Kötztinger dann den "Seidlsee" nannten.
 


Schuld hatte natürlich jetzt die Regierung bzw. das Wasserwirtschaftsamt  












Jahrzehnte später kam es dann endlich zur echten Hochwasserfreilegung. Seither sind die Auwiesen weitgehend hochwasserfrei aber die Firma Winter/Stoiber ist nun schon lange Geschichte und auch die Betonfundamente wurden keine Stellflächen für Kunstwerke einer "Kötztinger Documenta"



Donnerstag, 2. Juli 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 2-27 Bildbericht

Es geht weiter mit Bildern aus der Zeitungsredaktion der Kötztinger Umschau, welche alle über eine private Sammlung von Frau Renate Serwuschok dem Arbeitskreis Heimatforschung übereignet wurden und nun im Stadtarchiv Kötzting verwahrt werden.
Da wir zusätzlich auch eine fast vollständige Sammlung von Zeitungsausgaben aus den Nachkriegsjahren in unserem Bestand haben, können viele der Bilder dann auch einzelnen Zeitungsartikeln zugeordnet werden.
Nachdem der Arbeitskreis Heimatforschung schon eine umfangreiche Datenbank an personenbezogenen Bildern hat wäre es für uns schön, wenn wir bei einigen der folgenden Bildern, vor allem bei den Personengruppen, Hinweise und Namenslisten erhalten könnten, die wir dann anschließend in unsere Datenbanken einpflegen könnten. Manche allerdings auch nicht und so wäre es schön, wenn wir bei dem einen oder anderen Bild auch eine Rückmeldung erhalten würden.

Signatur Bilderblöcke/KU SW Negative/August Philipp Henneberger

 Unter dem Stichwort Henneberger hat Frau Serwuschok einige Negative zusammengesammelt:

Die Bilder zeigen ihn bei der Arbeit an Pfingstplakaten, zusammen mit Kindergartenkindern und einige Bilder von einer Ausstellung. Vermutlich ist es die Ausstellung, die ich vor wenigen Tagen bei einem meiner Suchblogs vorgestellt habe.






hier entstehen die neuen Pfingstplakate





Das Rathausgasserl



Hier sieht man - zumindest in Teilen, das Haus, das er in seinem Werk - das Original hängt im Kötztinger Rathaus - abgebildet hat.

Bild von Josef Barth sen.



















Hier noch einmal die Bilder der Kötztinger Hennebergerausstellung:












Im Jubiläumsjahr 1985 ehrte die Stadt auch ihren verdienten Künstlr und Mitbürger:
Hier der Artikel aus der Kötztinger Umschau anlässlich einer großen Ausstellung in Kötztings Haus des Gastes. 

Die Stadt Kötzting gedenkt ihres Ehrenbürgers August Philipp Henneberger (8. 11. 02 – 4. 3. 80) in ganz besonderer Weise: Rund drei Wochen lang werden seine Werke im Haus des Gastes zu bewundern sein. Zweck dieser Ausstellung ist es, einen repräsentativen Querschnitt aus Hennebergers Kunstschaffen zu bieten, mit dem er weit über seine Heimat hinaus zu Ansehen gelangte – und sich damit nicht zuletzt auch um Kötzting verdient gemacht hat. Die Exponate stammen zum größten Teil aus der „Galerie Bayerischer Wald“ in Zandt, aber auch die Stadt und private Leihgeber haben mit wichtigen Werken zum Gelingen der Ausstellung beigetragen, deren Leitung und Konzeption der Henneberger-Kenner Anton Zollner aus Zandt übernommen hat.

Ein begnadeter Künstler

Für sein wertvolles künstlerisches Schaffen wurde A. Ph. Henneberger schon zu Lebzeiten mit Ehrungen und Auszeichnungen bedacht. 1982, anlässlich seines 70. Geburtstages, verlieh ihm die Stadt Kötzting die Rechte eines Ehrenbürgers. Im Juni 1978 wurde ihm der Kulturpreis des Bayerischen Waldes durch Regierungspräsident Dr. Gottfried Schmid verliehen. Die Landschaftsmalerei und die hohe Porträtierkunst waren es, die den Namen des Kötztingers August Philipp Henneberger zum Begriff werden ließen. Die Menschen und die sie prägenden geistigen Kräfte, die Landschaften in ihrer Vielgestaltigkeit interessierten ihn vor allen Dingen.

Von Jugend auf ist August Philipp Henneberger dem Schönen zugetan. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Künstlerkollegen aus der Waldheimat ist er nicht der von Anfang an in seiner heimatlichen Umwelt fixierte, nur aus seiner Umgebung schöpfende Künstler. August Philipp Henneberger suchte frühzeitig den Weg aus dem Bayerischen Wald, wollte hinaus, wollte sich „draußen“ seine eigene Welt erobern. Als er heimkehrte, war er anerkannt. Doch zwischen Auszug und Heimkehr lagen harte und an Entbehrung reiche Jahre, freilich aber auch Jahre der Erfüllung.

Der gelernte Porzellanmaler aus Ostbayern ging anfangs der zwanziger Jahre nach Berlin – und wurde hier Modezeichner. 1925 bis 1927 bildete sich der kunstbesessene junge Mann an der Lovis-Korinth-Schule weiter. 1934 nahm er sein Studium an der Münchner Kunstakademie auf, seine Lehrer waren hier u. a. Hermann Gröber und Karl Caspar. Die bayerische Landeshauptstadt wurde und blieb für viele Jahre der Dreh- und Angelpunkt im Leben von August Philipp Henneberger. Hier machte er erstmals einen größeren Kreis von Kunstfreunden auf sich aufmerksam. Der junge Kötztinger, inzwischen Caspars Meisterschüler, wurde für seine Leistungen mit dem Akademiepreis ausgezeichnet. Die Stadt München würdigte dies, indem sie ihm ein Reisestipendium gewährte.

August Philipp Henneberger geht nun nach Schweden, arbeitet hier. Ein längerer Aufenthalt bei Emil Nolde – welche eine Auszeichnung – lässt ihn zu seiner ihm ureigenen, mutigen Farbsprache finden. Dann der Zweite Weltkrieg, an dessen Ende August Philipp Henneberger in München das Werk vieler Jahre und sein Atelier zerstört vorfindet. Wie viele Menschen seiner Generation steht er vor dem Nichts. Im Herzen ungebrochen sucht er den Neuanfang, Tatkraft und Selbstvertrauen zeichnen ihn auch künftig aus.

In den Nachkriegsjahren aber kommt für August Philipp Henneberger der Zeitpunkt, da er die Großstadt immer häufiger hinter sich lässt, im Nährboden der Waldheimat Wurzeln schlägt. Schließlich lässt er sich mit seiner Frau, der Augenfachärztin Dr. Charlotte Henneberger, ganz in Kötzting nieder. Landschaftsbilder von berauschender Farbkraft entstehen. August Philipp Henneberger, nun der reife Künstler, entdeckt seine Heimat neu, bildet nicht nur ab, sondern weiß in den Gesichtern der Landschaft zu lesen, das Erfahrene zu übersetzen. August Philipp Henneberger wird zum großen Künstler und Künder des Bayerischen Waldes.

Bedeutende Aufträge freilich führen ihn immer wieder nach München. Er übernimmt die künstlerische Gestaltung öffentlicher, sakraler und privater Großbauten in der Landeshauptstadt und erweist sich als Meister der verschiedensten Techniken, schafft vielbewunderte Fresken, Sgraffiti und Glasmalereien. Besondere Anerkennung erwirbt ihm die Kunst des Mosaiks.

Doch mehr als seine Landschaftsbilder, seine wunderbaren Aquarelle, verhelfen Porträts dem Kötztinger Künstler zum endgültigen Durchbruch. Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bitten August Philipp Henneberger zu sich oder kommen in sein Kötztinger Haus. Unter ihnen der seinerzeitige Oberbürgermeister der Stadt München, der unvergessene Thomas Wimmer.

Kötzting, erst Markt, dann Stadt, hat in dem heimgekehrten Sohn einen engagierten Bürger. Acht Jahre gehört er dem Marktgemeinde- bzw. dem Stadtrat an. Er gestaltet das Ehrenbuch, schafft Pfingstplakate, Prospekt-Titel, gestaltet den Park beim Finanzamt. Die Stadt würdigt August Philipp Henneberger und sein Werk zum 70. Geburtstag im November 1972 in besonderer Weise. Mit Beschluss des Stadtrates wird August Philipp Henneberger Ehrenbürger seiner Vaterstadt. Fünf Jahre später, zu seinem 75. Geburtstag, übereignet der Künstler der Stadt eine wertvolle Auswahl von Gemälden, Aquarellen, Holzschnitten, Zeichnungen, legt damit den Grundstock für eine ständige Kunstausstellung im künftigen Heimatmuseum. Er hat sich auch damit einen festen Platz in den Herzen der Kötztinger geschaffen.