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Donnerstag, 22. Januar 2026

Erinnerungen an Altkötzting Nr. 65 Burschenball und Burschenabschied 1976

In der Bildersammlung des Stadtarchivs haben sich zahlreiche Momentaufnahmen erhalten, die einst ganz selbstverständlich zum Alltag gehörten: Berichte über Handel und Gewerbe, aber auch Aufnahmen von Festen, Bällen und geselligen Abenden. Besonders der Fasching hinterließ dabei seine ganz eigenen Spuren – mit Burschenbällen, Abschieden und ausgelassenen Veranstaltungen, die das gesellschaftliche Leben der Stadt prägten.
Diese Bilder öffnen einen kleinen „Blick zurück“ auf Menschen, von denen einige schon nicht mehr unter uns sind, und auf eine Zeit, in der Tanz, Musik und Geselligkeit feste Bestandteile des Jahreslaufs waren. Mit dieser Blogreihe soll diese Erinnerung lebendig gehalten werden: an ein Kötzting mit regem Vereinsleben, vollen Wirtshaussälen, Bällen und Faschingsveranstaltungen – und vor allem an die Menschen, die all das getragen und gestaltet haben. Die folgenden Aufnahmen führen zurück in ein Kötzting, wie es sich vor rund 50 Jahren im Fasching gezeigt hat.


Burschenabschied und Burschenball an einem Wochenende


Die Kötztinger Burschen ließen nicht viel Zeit vergehen, beim Einstieg in die Faschingssaison 1976. Nach der sicherlich auch anstrengenden Silvesternacht blieb den Kötztinger Burschen nur der Neujahrstag zum Regenerieren, denn bereits am Freitag den 2.1.1976 lud der scheidende Bursche Franz Mühlbauer in die Klause nach Weißenregen zum Burschenabschied.
Herr Kühn von der Kötztinger Umschau berichtete danach in einem Stück vom freitäglichen Burschenabschied und vom großen Burschenball am Samstagabend in der Jahnhalle.

" Schon am Freitag war es in den Abendstunden im Gasthaus „Zur Klause“ nahe der Wallfahrtskirche Weißenregen pfundig zugegangen. Franz Mühlbauer, in einer Woche längst „unter der Haube“ hatte zum Burschenabschied geladen. Draußen vor der Tür sang die Heerschar der Jungmänner das Lied von der „alten Burschenherrlichkeit“. Vorstand Wolfgang Ludwig überreichte als Erinnerung daran dem Scheidenden ein Bierkrügerl, dann gings hinein in die „warme“ Stube zu Brotzeit, Freibier und anderen „Stimulanzien“. Die Fröhlichkeit war kaum mehr zu übertreffen — nicht zuletzt ein Verdienst von Max Zahorik, der unterstützt von dem Baß-Tuba-blasenden Sepp Pemmerl alle Register seiner Quetsch’n zog, um zum Mitsingen und Schunkeln zu animieren. Da ließen sich auch die Urlaubsgäste mitreißen …"

Hier die Bilderstrecke von Herrn Kühn aus der Klause in Weißenregen vom2.1.1976:

Der unvergessliche Zahorik Max an der Quetschn an der Tuba Pemmerl Sepp

Im gestreiften Pullover in der Mitte der zukünftige Altbursche Franz Mühlbauer


vl. ganz prominent (natürlich wie immer) der Brandl Mane, Wilfried Oexler, Franz Mühlbauer, Wolfgang Ludwig und Hans Herbert Friedrich

Am nächsten Tag bereits lud der Burschenverein dann schon zum Burschenball, der traditionell den Kötztinger Fasching eröffnen sollte.

"Der Burschen-Wanderer-Verein eröffnete schließlich mit seinem Ball am Samstag in der Stadtschützen- und Festhalle traditionell schwungvoll. Zu den schwarz-weißen Auftakt war viel Prominenz erschienen, so Stadtpfarrer Josef  Rubenbauer,  Präses Kaplan Johannes Gschlößl, stellv. Landrat Josef Karg, die beiden Bürgermeister Karl Seidl und Klaus Heiduk sowie mehrere Vertreter des Kreistages und Stadtrates. Burschenvorstand Wolfgang Ludwig konnte außerdem seine Pfingstbraut Heidi Pongratz, das Brautpaar von 1974, Heinz Kolbeck und Eva-Maria Früchtl sowie die Ritterbraut Irmentraut Fuchsbüchler aus Furth i. Wald begrüßen.

Die Kapelle „Wack“ Traurig hat anschließend zu der von Ludwig/Pongratz und Wieser/Fuchsloher angeführten Polonaise Altbursche Haymo Richter bewährte sich einmal mehr als „Choreograph“, wies den richtigen Weg. Nachdem jeder Paar unter den Händen der anderen durchgeschlüpft war, wurde die Tanzfläche freigegeben. Wack Traurig und seine Männer schöpften in der Folgezeit bis in den frühen Morgen hinein aus ihrem reichhaltigen Repertoire.


v.l. Heidi Pongratz (verheiratete Huber) und Ludwig Wolfgang das Pfingstbrautpaar des Vorjahres, dahinter Irmengard Fuchsbüchler - Ritterin des Vorjahres aus Furth im Wald - Wieser  Heinrich 2. Vorstand des BWVs. Rechts Haymo Richter - zuständig für Polonaise.


v.l. Heidi Pongratz (verheiratete Huber) und Ludwig Wolfgang das Pfingstbrautpaar des Vorjahres, dahinter Irmengard Fuchsbüchler - Ritterin des Vorjahres aus Furth im Wald - Wieser  Heinrich 2. Vorstand des BWVs. Vordergrund Haymo Richter, rechts Herr und Frau Josef  Karg 


Im Hintergrund: Herr Heiduk und Georg Pongratz, der Vater der Pfingstbraut

Die Polonaise



Viele bekannte Gesichter auf der Tanzfläche



Die Kapelle Wack Traurig


Hans Traurig


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