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Donnerstag, 29. Januar 2026

Radfahren in Kötztings Geschichte

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Mit dem Rad unterwegs
zwischen Kötzting und dem Haidstein





 

Historische Radl-Wanderung mit Einkehr – diesmal andersherum

In diesem Frühjahr bekommt unsere beliebte „historische Wanderung mit Einkehr“ eine frische Wendung. Wir schalten einen Gang höher – und steigen aufs Rad.  Unsere Radltour führt auf einem abwechslungsreichen Rundkurs hinauf zum Haidstein, mit Blicken in Landschaft und Geschichte. Den Abschluss bildet schließlich – ganz traditionell und doch neu gedacht – die historische Einkehr in der Spielbank Bad Kötzting. Dort begeben wir uns, wie gewohnt mit Bildern, Dias und Erzählungen, gemeinsam auf eine kulturgeschichtliche Reise über die Orte der Radltour.

Gleich zu Beginn ein Hinweis:
Wer nur den Vortrag bei der Einkehr mitmachen möchte, kann dies sehr gerne machen und muss nur bei der Anmeldung diese Option wählen....... also einfach nur angeben in der Kurverwaltung ob einschließlich der Radlfahrt oder nur die Teilnahme beim "Essensvortrag" im Restaurant Edelweiß im Spielbank. Treffpunkt für die Einkehr: der Eingangsbereich der Spielbank Bad Kötzting um 17.00 Uhr.

Treffpunkt der Radlfahrer ist der Pferdestall Pongratz, gleich unterhalb des Urtlbachplatzes an der Westumgehung.
Von dort aus setzt sich der Rundkurs zunächst gemächlich in Bewegung: ein sanft ansteigender Schlenker hinauf zur Rieder Linde, bevor es in flotter Fahrt steil bergab geht – fast bis zur Ammermühle. Ab hier ist Ausdauer gefragt: Der Weg zieht nun konsequent bergauf zur Haidsteiner Hütte. Die letzten Meter werden schließlich zu Fuß zurückgelegt – mit dem gemeinsamen Aufstieg zum Haidsteiner Kircherl als stillen Höhepunkt der Strecke.

Wichtiger Hinweis zur Strecke:
Ein Großteil der Route verläuft auf geschotterten Forststraßen. Deshalb sollten nur diejenigen teilnehmen, die sich einen unebenen und stellenweise auch lockeren Untergrund zutrauen.
Eine angemessene Schutzausrüstung, insbesondere ein Fahrradhelm, gehört selbstverständlich zur Grundausstattung.  Und keine Sorge:  Ich selbst bin mit dem E-Bike unterwegs – E-Bikes sind also ausdrücklich willkommen 🚴‍♂️🙂  

Ablauf & Zeiten

Nach der Schau-ins-Land Pause am Haidstein geht´s zurück über Liebenstein und Bachmeierholz nach Bachhäuser. Dort verlassen wir den gewohnten Weg und biegen hinein in ein wunderschönes Seitental des Hauserbaches/Dampflbaches  und fahren über die Hausermühle und die Rieslhöhe zurück in den Kurpark und zur Spielbank Band Kötzting,

Die Radfahrer treffen sich um 14.30 Uhr zur Abfahrt vor dem Pongratz-Stall und werden den Zielpunkt Spielban Bad Kötzting gegen 17.00 Uhr erreichen.  

Teilnahme auch ohne Rad möglich

Da nicht jeder aus der großen Runde unserer „Stammteilnehmer“ eine rund 24 km lange Radstrecke mit vielen km an Schotter mit dem Fahrrad fahren möchte, gibt es diesmal eine zusätzliche Möglichkeit:
👉 Nach vorheriger Anmeldung können Interessierte auch direkt in die Casinolounge der Spielbank Bad Kötzting kommen und dort gemeinsam mit den Radlern das Essen sowie die historischen Bild- und Vortragsbeiträge genießen. So bleibt die Einkehr – wie immer – offen für alle, unabhängig von Kondition oder Fahrpraxis 🚗🚴‍♂️

Anmeldung:

Anmeldung wie gewohnt über die Kurverwaltung.
Bitte geben Sie dieses Mal bei der Anmeldung an, ob Sie an der Radltour teilnehmen möchten oder ausschließlich zur historischen Einkehr dazukommen.



Hier für die Teilnehmer die Kerndaten unserer Radlstrecke:







Ein Blick auf die historische Radlstrecke

Gleich zu Beginn nehmen wir uns Zeit für den Startpunkt selbst:
Es gibt kurze Einblicke in das Flurstück, an dem wir uns versammeln, in den Urtlbach, den Gehsberg, den Schinderbuckel und das geheimnisvolle „Kroith“ – ein idealer Auftakt, um Landschaft und Geschichte miteinander zu verknüpfen.  Nach einem kleinen ersten Anstieg vorbei am „Pferdestall-Misthaufen“ erreichen wir die Staatsstraße, queren sie und radeln hinüber zur Kapelle von Gehstorf, weiter zum Schmied und zum Feuerwehrhaus – alles Orte mit eigener Geschichte, die man meist achtlos passiert. 
Im Anschluss beginnt ein längerer, aber gleichmäßiger Anstieg nach Ried hinterm Haidstein. Der Weg führt vorbei am fast schon legendären Gartenfestplatz der Gehstorfer, am Trimm-Dich-Pfad – und schließlich zu unserem ersten größeren Ziel: der Rieder Linde, einem markanten Punkt mit Geschichte und Ausblick.
Der Trimm-Dich-Pfad


Danach geht es zunächst ein kleines Stück zurück – und dann kräftesparend ein schönes Stück bergab. Hier können nicht nur Beine, sondern auch die Akkus der E-Bikes wieder etwas „durchatmen“.
Gleichzeitig ist Vorsicht geboten, denn die Abfahrt ist durchaus steil. 

Foto Josef Bock: die Rieder Linde

Die Ammermühle lassen wir vorerst rechts liegen und beginnen anschließend den Aufstieg am Liebensteiner Weg. An jener Stelle, an der sich einst die Burg Liebenstein erhob, legen wir einen Halt ein – ein guter Punkt, um Geschichte und Landschaft zusammenzudenken.
Hier lohnt es sich besonders, einen Blick nach zurück zu werfen um die Kötztinger Berge zu bewundern.
Von hier an beginnt dann die Schotterstrecke, die uns Schritt für Schritt hinauf Richtung Gipfel führt.
 Der Haidsteingipfel ist ein echter „Guck-ins-Land“ – und wir hoffen natürlich auf bestes Ausflugs- und Aussichtswetter 🌄🚴‍♂️

Foto Haymo Richter - Haidsteiner Gipfel


 Nach der Gipfelbesteigung kommt der - radltechnisch - einfachere 2. Teil der Strecke.
Aber 👉 Achtung: Gleich zu Beginn ist ein Gefällestück der Forststraße zu bewältigen. Dieser Abschnitt sollte vorsichtig und kontrolliert gefahren werden. 
Anschließend führt uns die Strecke erneut durch Liebenstein – diesmal jedoch abseits der Hauptstraße.
 Wir rollen unten an Ramsried und an der Ammermühle vorbei und legen unseren nächsten Halt an der Wallfahrtskapelle von Bachmeierholz ein. 

Foto Haymo Richter: Kapelle Bachmeierholz
Von dort geht es weiter hinab nach Bachhäuser. Dort verlassen wir die Straße, biegen links ab und fahren in ein Tal hinein, das für mich zu den malerischsten Landschaftsräumen der Kötztinger Umgebung gehört. Gerade im Frühjahr verspricht dieser Abschnitt ein besonderes Erlebnis – vergleichbar mit der Wanderung ins frühlingshafte Zellertal im vergangenen Jahr: ruhig, landschaftlich eindrucksvoll und ideal, um Natur und Geschichte miteinander zu verbinden 🌿🚴‍♂️
Beim letzten Schwenk unserer Tour passieren wir die Hauser Mühle, streifen nur kurz eine Hauptstraße und biegen dann ab in Richtung Fessmannsdorf und Rieselhöhe. Auch hier werden wir noch einmal mit einer herrlichen Aussicht belohnt: der Blick öffnet sich hinunter zu Herrenweiher, Gänskragen und Hutwöhr – genau in jener Jahreszeit, in der die Bäume bereits das erste Grün zeigen, uns den freien Blick in die Landschaft aber noch nicht nehmen. Anschließend geht es bergab, vorbei an den Kötztinger Schulen, und wir können nun einem echten Radweg folgen, der uns bis zur Spielbank führt. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung: vorbei am früheren Aschenbrenner-Gelände und schließlich hinauf zurück zum Pferdestall, wo sich der Kreis unserer Tour schließt 🚴‍♂️🌿 und wir zur Historischen Einkehr einen klassischen Einkehrschwung machen.

Serwuschok Luftbilder

Auch hier noch der Hinweis auf das neue Tool der Kötztinger Geschichte(n)
Als ergänzendes Arbeits- und Orientierungsinstrument steht die Interaktive Karte Kötztings zur Verfügung. In ihr sind die Beiträge der Häuserchronik sowie zahlreiche weitere historische Themen räumlich verortet und miteinander verknüpft. Jeder Marker führt direkt zu den zugehörigen Blogbeiträgen und ermöglicht so einen schnellen Überblick über Zusammenhänge, Orte und Entwicklungen.

Die Karte ist sowohl am PC als auch auf mobilen Geräten nutzbar und kann auf Wunsch als App auf dem Smartphone gespeichert werden.

🚶 Wanderung  Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Wanderung eingeordnet. 

Zur Interaktiven Karte:   🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen


 

Donnerstag, 31. Juli 2025

50 Jahre Wiederaufbau der Haidsteiner Hütte

     In der Bildersammlung des Stadtarchives befinden sich viele Beispiele von damals tagesaktuellen Veranstaltungen oder Berichten über Handel und Gewerbe, die uns einen kleinen "Blick zurück" erlauben; zurück auf Menschen, die schon lange verstorben sind oder Orte und Plätze, die es ebenfalls schon lange nicht mehr gibt. Mit dieser Reihe an Blogbeiträgen soll diese Erinnerungskultur ermöglicht werden; eine Erinnerung an ein Kötzting mit viel Handel, Handwerk, Vereinsleben und Gasthäusern, mit Jahrtagen,  Bällen, und vor allem mit Menschen. Hier eine große Bilderserie die Wiedererrichtung der Haidsteiner Hütte nach dem Großbrand im Jahre 1973.

Wir befinden uns nun zwei Jahre später, im Juni 1975,  und die neu errichtete Haidsteiner Hütte wird beim Kirchweihfest schon mal einer ersten "Generalprobe" unterzogen.

50 Jahre Haidsteiner Hütte


Die Chefin selber - Frau Renate Serwuschok - schrieb die Erfolgsmeldung, als die neue Haidsteiner Hütte der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Serwuschok 1975-6-21 Nr. 75

Serwuschok 1975-6-21 Nr. 75



 So zeigte sich die Brandruine der Haidsteiner Hütte noch im Oktober 1973:

Serwuschok 044



Serwuschok 254

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Erst im Oktober des Folgejahres waren dann die Brandruinen beseitigt.


Im Frühjahr 1975 war dann mit dem Wiederaufbau begonnen worden, ein Vorhaben, das im Vorfeld mehrere Hürden hatte nehmen müssen und auch mehrmals bereits am Rande des Scheiterns gestanden hatte.

Serwuschok 593

Serwuschok 594



Nach der oben angesprochenen "Generalprobe" zum Kirchweihfest 1975 dauerte es aber dann noch einmal ein Jahr, bis die Haidsteiner Hütte dann auch feierlich eröffnet werden konnte.
Die Fotonegative von der "Vorführung" des Neubaues vor der politischen Prominenz und den Verantwortlichen sind leider in einem bereits sehr schlechten Zustand, was man auch den Digitalisaten anmerkt. Dies ist ein weiterer Grund für die beschleunigte Digitalisierung unserer Negativbestände, die wir derzeit durchführen.
1976 Nr 4 Haidstein Eröffnung 006 LR Girmindl und Vitus Irrgang







LR Girmindl, die Bürgermeister Herbert Treml und Vitus Irrgang






Montag, 25. April 2022

Ein Aussichtsturm auf den Haidstein

Biegt  man im Winterhalbjahr - aus der Richtung Cham kommend - auf die B85 in Richtung Chamerau ab, so kann man wegen der fehlenden Laubbedeckung schon von weitem die Haidsteiner Kapelle leuchten sehen.
In den 50er Jahren sollte dann auf dem, die Kapelle sogar noch überragenden, Gipfelfelsen eine Aussichtsplattform errichtet werden und die Pläne dazu waren bereits weit fortgeschritten.
Die Kötztinger Waldvereinssektion hatte zusammen mit dem Kötztinger Vorsitzenden des Fremdenverkehrsvereins und städtischen Angestellten ( und posthum zum Ehrenbürger ernannten) Fritz Weigl schon Pläne vorgelegt und hoffte nun auf eine Einverständniserklärung von Seiten der staatlichen Forstverwaltung.

KÖZ vom Dezember 1953


KÖZ Januar 1954


Noch im Januar 1954 wurde das Projekt vorgestellt, um dann offensichtlich sang- und klanglos in der Versenkung zu verschwinden. Im Frühjahr 1955 kam es zu einer letzten Nachfrage nach diesem Projekt und das war es dann auch schon.

KÖZ 4/1955

Das nächste, was sich vom Haidstein in der Zeitung findet, ist ein Treffen der Georgspfadfinder, die in der Scheune des Forsthauses auch übernachteten. Führend dabei die Kötztinger unter der Leitung des Ludwig Brandl, Brandl Wigg. Hier ein Link zum ersten Teil des Beitrags über die Kötztinger Pfadfinder





Samstag, 25. April 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 2-9 Fotoreportage

Der Haidstein

Eine ganz besondere Kreuzeinweihung


In den sechziger Jahren entbrannte ein heftiger Streit zwischen überregionalen Denkmalschützern und der interessierten Öffentlichkeit hier vor Ort, über die Figur des Gekreuzigten in der Haidsteiner Kirche. Nicht so sehr die Frage der Restaurierung war strittig, sondern der Wunsch der Bevölkerung, den Haidsteiner Heiland anschließend erneut in der Haidsteiner Kirche anzubringen.
Durchgesetzt haben sich in diesem Streit unsere Bayerwäldler.
Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten kam es dann zu einer weiteren Kreuzeinweihung am 1.5.1967 auf dem Felsengipfel. Von diesem Festakt haben wir eine beeindruckende Fotoreportage, Bilder, die ich hier ausnahmsweise nicht für das Internet qualitativ verkleinere, sondern in der besten Auflösung präsentieren möchte:
Die Signatur ist Illfordbüchsensammlung Nr. 26 Kreuzeinweihung Haidstein 1200 DPI
Die Bilder und der Zeitungsartikel Artikel stammen von Frau Serwuschok

Hier das alte Forsthaus und die Kapelle aus dem Ende der 30er Jahre von Josef Bock
Die heutzutage sehr kleine Lichtung war um 1830 offensichtlich sehr viel größer und damit die Kapelle und wohl früher
die Burg weithin sichtbar.
Bild von KB Krämer: diese Figur war der Stein des Anstoßes




Hier das Innere der Haidsteiner Kirche mit dem Heiland an der linken Seite.


Nun aber zur Einweihungsfeier im Jahre 1967:


Der Aufgang zum Kircherl





Der Kreuzfelsen

Hier die Ehrengäste mit Dr. Dittrich und Landrat Nemmer


Die musikalische Begleitung durch die Lamer Buam, rechts Vitus Irrgang aus Lederdorn

Eine interessante Perspektive

Hier kann man wirklich von einer Riesenmenge an Gläubigen sprechen



Pfarrer Kiermeier von Runding









Der dazugehörige Zeitungsartikel