Translate

Posts mit dem Label KI werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label KI werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Kötztinger Geschichte(n) als Interaktive Karte

  „Kötztinger Geschichte(n) – Interaktive Karte“



Ein digitales Kartenmodul des Stadtarchivs Bad Kötzting
Die interaktive Karte „Kötztinger Geschichte(n)“ ist ein dauerhaftes Arbeits- und Präsentationsinstrument des Stadtarchivs Bad Kötzting. Sie bündelt historische Häuser, Personen, Orte und Ereignisse in einer gemeinsamen Kartenansicht und macht die Inhalte des Blogs räumlich erfahrbar. Die Karte ergänzt die bestehenden Beiträge, ersetzt sie aber nicht: Jeder Marker führt zu einem eigenen Blogeintrag mit vertiefenden Informationen, Bildern und Quellen. Die Karte dient damit als Einstieg, Überblick und Navigationshilfe durch das wachsende digitale Geschichtsangebot.
Ein erster Blick auf die digitale Karte von Bad Kötzting zeigt das Grundprinzip:

Jeder farbige Marker steht für einen Themenbereich. Durch Ein- und Ausblenden einzelner Gruppen lassen sich gezielt bestimmte Aspekte der Stadtgeschichte erkunden. 


Hier nun einige Beispiele, wie sich die Darstellung der Karte nach dem Aufruf eines bestimmten "Markers" verändert.


"Kötztinger Allerlei" aufrufbar über den weißen Pfeil

Grundidee und Aufbau


Im Laufe vieler Jahre haben sich im Blog „Kötztinger Geschichte(n)“ zahlreiche Einzelbeiträge angesammelt: zur Häuserchronik, zu Personen, zu Ereignissen, zu Ortsteilen und zur näheren Umgebung. Die interaktive Karte macht diese Inhalte erstmals in einer räumlichen Gesamtschau sichtbar. Statt einer chronologischen oder alphabetischen Liste zeigt die Karte nun auch, wo Geschichte stattgefunden hat. Zusammenhänge werden dadurch oft auf einen Blick erkennbar: Nachbarschaften, Wege, Distanzen und historische Schwerpunkte. 
Jedes Haus, jede Person und jedes Ereignis wird – sofern räumlich zuordenbar – mit einem eigenen Symbol markiert. Ein Klick auf den Marker öffnet ein Fenster mit Bild und Kurzbeschreibung sowie dem direkten Link zum zugehörigen Blogbeitrag.

Hier der derzeitige online gestellte Bestand an Beiträgen für die Kötztinger Häuserchronik:



oder als anderes Beispiel, die unterschiedlichen Standorte unserer Schilderaktion:  



So wurde/wird jedes Haus, jede Person  und auch manches Ereignis (Pfingstritt, Wanderungen) Ereignis mit einem  - farblich unterschiedenen - kleinen Symbol markiert. Ein Klick darauf öffnet das passende Bild und den Blogeintrag mit Hintergrundinformationen.

 Was man entdecken kann

Die Karte vereint verschiedene Themenbereiche, die durch eigene Markersymbole erkennbar sind:

  • 🏠 Häuser und Anwesen –Historische Gebäude mit Angaben zu Besitzern, Bewohnern und Nutzung. Die Beiträge der Häuserchronik werden hier nach und nach vollständig eingepflegt.

  • 👤 Personen – Markante Kötztingerinnen und Kötztinger, deren Lebenswege eng mit bestimmten Häusern oder Orten verbunden sind.

  • 🪧 Schilderaktion Orte – Standorte der Erinnerungstafeln an besondere Gebäude, Plätze und historische Zusammenhänge.

  • 🎠 Pfingstritt – Stationen, Wegpunkte und historische Bezüge rund um den Kötztinger Pfingstritt.

  • 💙 Räuber Heigl –Orte und Schauplätze der Heigl-Überlieferung im Raum Kötzting.

  • 🚶 Wanderungen – Historische Wege, Routen und thematische Spaziergänge.

  • 🌄 Umland – Orte, Dörfer und markante Punkte außerhalb des Stadtgebiets mit direktem Bezug zur Kötztinger Geschichte.

  • 🪧 Kötztinger Allerlei wie das Wort schon sagt, alles Mögliche aus Kötztings Geschichte, so es an einen bestimmten Platz festgemacht werden kann.


Hier der Bildschirmausschnitt für die Markergruppe: Pfingstritt zur Visualisierung einiger Stationen unseres Pfingstrittes
Hier die Marker für die Schilderaktion "Personen"


 

Was die Karte derzeit bereits leisten kann: 

Funktionen der Karte

Die Anwendung erlaubt das gezielte Umschalten zwischen Themenbereichen, das Anzeigen historischer Bilder direkt am jeweiligen Standort sowie den direkten Zugriff auf die zugehörigen Blogbeiträge. Zusätzlich kann eine historische Kartenebene eingeblendet werden, die den Vergleich zwischen heutiger Topografie und früheren Zuständen ermöglicht. Auf diese Weise lassen sich Veränderungen im Stadtbild und im Umfeld anschaulich nachvollziehen. Die Karte ist sowohl für die Nutzung am PC als auch auf mobilen Geräten optimiert. Sie erkennt automatisch, ob der Aufruf am Desktop oder am Smartphone erfolgt, und lädt die jeweils passende Version. 

Nutzung unterwegs

In der mobilen Ansicht ist die Karte besonders für Spaziergänge und Rundgänge gedacht. Marker lassen sich direkt vor Ort aufrufen, so dass historische Informationen unmittelbar mit dem aktuellen Standort verknüpft werden können.


Zukunftsmusik:

Derzeit geht es um die Erweiterung dieser Karte, um auch Veranstaltungen und Vereinsfeste und sogar Chroniken und eine Stadtrallye mit einzubinden.



Hier geht’s zur Karte

🚀 Programm starten

(öffnet in einem neuen Browser-Tab)

(Die Seite erkennt automatisch, ob Sie mit PC oder Smartphone unterwegs sind, und öffnet die passende Version.)

 


© Mente Pongratz  
Stadtarchiv Bad Kötzting

Mittwoch, 12. März 2025

Podcast: Kötzting im Dreißigjährigen Krieg

 Der nächste Beitrag/Podcast,  bei dessen Erstellung eine KI zum Einsatz kam, betrifft einen für Kötzting ganz besonderen Zeitraum, nämlich die Jahre, als Kötzting im dreißigjährigen Krieg besonders zu leiden hatte, also in etwa von 1630 bis 1640.
Das "Ausgangsmaterial" für die KI war eine meiner Veröffentlichungen in den "Gelben Bänden" mit der Überschrift: "Kötzting im Dreißigjährigen Krieg". Das Ergebnis ist erneut ein beeindruckendes computergeneriertes Tondokument - ein Podcast-, als ein Frage-und Antwort Spiel zwischen zwei Personen - zu dem Thema. Der KI konnte ich in einem Probt von 500 Zeichen vorher mitteilen, wo der Schwerpunkt zu liegen habe.
Leider benötige  ich fast 250 von diesen Zeichen, um im Prompt die eigentlich im Programm vorgesehene Ausgabe in Englisch auf die Sprache Deutsch umzubiegen. Eine Option, die eigentlich überhaupt gar nicht im Programm vorgesehen ist. Mit den verbleibenden 250 Zeichen kann ich dann die weitere Richtung und manche Korrekturen vorgeben. Leider konnte ich der KI nicht beibringen, "Cham" so auszusprechen, wie wir es tun, es wird immer ein "Scham" und Kötzting wird bereits in diesem Zeitraum -1633-1640 - als Stadt bezeichnet.

Es bleibt weiter noch die Schwierigkeit der KI, bei deren intern notwendigen zusätzlichen Übersetzung, die deutschen Jahreszahlen korrekt auszusprechen. Aus 1633 wird durch ein "gewisses" Verschlucken einer Silbe dann eben 1630, was bei dem Eckdatum des 29.11.1633 natürlich schon etwas verwirrend ist. Trotzdem ist dies eine für mich sehr beeindruckende Möglichkeit Textdokumente in einer unterhaltsamen und zugleich informativen Form zu veröffentlichen.

Eine historische Ansicht des Marktes Kötzting um 1650, also nach dem Wiederaufbau nach der Zerstörung durch die schwedischen Truppen.


Hier also nun der nächste KI generierte Podcast zum Thema: Kötzting im 30jährigen Krieg..

Auch die folgende Zusammenfassung des Podcastinhalts ist KI- generiert:

Die Texte beschreiben die Zerstörung Kötztings im Dreißigjährigen Krieg, insbesondere durch einen schwedischen Überfall im November 1633. Sie analysieren verschiedene Quellen, darunter Rechnungsbücher, Gerichtsakten und Petitionen, um den Hergang des Überfalls, die Schäden und die Folgen für die Stadt zu rekonstruieren. Die Quellen belegen nicht nur die schwedische Plünderung und Brandstiftung, sondern auch darauf folgende kaiserliche Ausplünderungen und die langwierige Wiederaufbauphase. Zeitzeugenberichte liefern detaillierte Einblicke in die Ereignisse und das Leid der Bevölkerung.

Hier ist eine detaillierte Zeitleiste der Ereignisse, gefolgt von einer Liste der Charaktere mit kurzen Biographien, basierend auf den von Ihnen bereitgestellten Quellen:


Zeitleiste der Ereignisse in Kötzting (1575-1648)

  • Vor 1633:
  • Ab 1575: Die Rechnungsbücher des Rentkastenamts Straubing beginnen, detaillierte Informationen über die Ausgaben und den Zustand des Schlosses Kötzting zu liefern.
  • 1588: Reparatur eines Geschützes am Schloss.
  • 1600: Reparatur eines "Stickl" (kleineres Geschütz) am Schlossturm.
  • 1610: Herstellung von Schießscheiben für die Soldaten; Reparaturen am Pulverturm und an den Zugängen zum Schloss.
  • 1617: Reparaturen und Ausbesserungen an den Verhörstuben und am Gang zum Pulverturm.
  • 1619: Reparatur von Schlössern für die Aufbewahrung von Munition im Schloss.
  • 1621: Schäden an Zehentstadel und Wachstuben durch durchziehende Soldaten, Reparaturen werden nötig. Beschwerde des Gerichtsprokurators Wolf Hölzl über die Auswirkungen der Kriegsdurchzüge.
  • 1629: Bau einer neuen Schupfen für Verteidigungsgeräte am Schloss.
  • 1632: Befestigungsarbeiten am Schloss, einschließlich Schießscharten, eines Ausfalls durch den Graben, sowie Reparatur von Toren und Pflasterarbeiten. Reparaturen an der Wachstube.
  • 1633:
  • Vor dem 18. November: Die Rechnungsbücher des Kastenamts Kötzting werden abgeschlossen und nach Straubing gebracht.
  • Um den 18. November: Die Schweden erobern die Stadt Cham.
  • Täglich nach dem 18. November: Schwedische Truppen erscheinen täglich vor Kötzting. 200 Mann und mehr halten im Schloss und im Markt Wache.
  • 30. November (Nacht):
  • Ein schwedischer Trompeter als Parlamentär wird von "dem alten Kyrninger" (Kieninger) am Stadttor erschossen.
  • Als Reaktion darauf stürmen schwedische Reiter die Stadt, erschlagen Bürger, zünden Häuser an und vernichten sie.
  • Der Pfleger Rosenhammer flieht aus dem Schloss.
  • In den Flammen werden neben den Häusern und dem Hausrat der Bürger auch Urkunden und die Taufbücher des Pfarrhauses vernichtet.
  • Das Schloss wird zerstört und das Archiv verbrennt.
  • Nach dem 30. November:
  • Kaiserliche Truppen unter Graf Isolani ziehen kurz nach dem Schwedenüberfall durch Kötzting.
  • 1634:
  • Pfingsten: Kaiserliche Truppen plündern Kötzting. Der Wirt Sebastian Pillich wird zur Leistung von Proviant und Wagen gezwungen, erhält jedoch später eine Entschädigung.
  • 1635:
  • Schadensfeststellung am Schloss durch Hauptmann Georg Sigmundt Pellkofer.
  • Beginn der Reparaturarbeiten am Schloss, zunächst für den Gerichtsschreiber.
  • Beginn der Wiederaufbau des Rathauses
  • Ein neuer Viehhirte wird eingestellt und das Hirtenhaus wird neu aufgebaut.
  • Ein neuer Schullehrer wird eingestellt und die Orgel der Kirche wird repariert. *Ein neues Marktsiegel wird in Straubing bestellt.
  • 1636:
  • Beginn der Kötztinger Pfarrmatrikel mit einer Beschreibung des "Status animarum"
  • 1640:
  • Banerscher Einfall: Kötzting wird erneut geplündert und teilweise zerstört. Mehrere Häuser brennen.
  • 1641: *Der Pfleger Yettinger wird dafür verantwortlich gemacht, dass die Buerger ihre Wertgegenstände im Schloss einlagerten.
  • Der Pfleger von Neukirchen, Johann Wilhelm Leublfing, verliert sein Geld und Eigentum beim Banerschen Einfall in Kötzting.
  • 1646-1649:
  • Kaiserliche Einquartierungen und Belastungen der Bürger mit Kontributionen (Steuern) und Verpflegung.
  • 1648:
  • Kötzting muss Kontributionen und Naturalabgaben an die kaiserlichen Truppen leisten. Die Schuldenlast der Bürger und der Gemeinde ist enorm.
  • Das Churbaierische Hauptquartier nimmt in Cham Stellung. Kötzting ist gezwungen die Offiziere zu versorgen.
  • Antrag auf einen Steueraufschub für die Gemeinde Kötzting.
  • Nach 1651-1654:
  • Es sind noch 8 Brandstätten in Kötzting belegt.
  • Nach 1665:
  • Wolf Fischer, ein Bürger von Kötzting, petitioniert um Gladtwasser.


Cast of Characters (Hauptpersonen und deren Biographien)


  • Kieninger (auch Kyrninger genannt): Ein Bürger von Kötzting, der den schwedischen Parlamentär erschoss und damit die Zerstörung der Stadt auslöste.
  • Rosenhammer: Der Pfleger von Kötzting während des Schwedeneinfalls. Er flieht aus dem Schloss und residiert später in Grafenwiesen. Kritisiert die Bürger und deren Umgang mit den zu verbergenden Wertsachen.
  • Abt Veith Häser: Verfasste eine Schilderung der "Schreckensnacht" von Kötzting basierend auf Erzählungen und Berichten von Dritten.
  • Dr. Winfried Baumann: Historiker, der die Schilderung Häsers analysierte und kritisch würdigte.
  • Clemens Pongratz: Verfasser der Abhandlungen über Kötzting im dreißigjährigen Krieg
  • Wolf Behamb: Schmied, der Reparaturen am Schloss durchführte.
  • Pillich Sebastian der Jung: Schmied, der Reparaturen am Schloss durchführte.
  • Pfeffer Wolf: Schlosser, der Reparaturen am Schloss durchführte.
  • Zwerchmeier Achaz: Zimmermann, der Arbeiten am Schloss ausführte.
  • Andreas Peinkofer: Kötztings Zimmermann, der Reparaturarbeiten im Schloss übernahm.
  • Wolf Hölzl: Gerichtsprokurator in Kötzting, der sich über die Auswirkungen der Kriegsdurchzüge beschwerte.
  • Hähel Michael: Marktmüller, der beschädigte Bretter vom Zehentstadel lieferte.
  • Windter Adam: Zimmermeister, der Reparaturen in der Wachstube durchführte.
  • Veith Stoeckhel: Schmied, der die Wachstubentüren beschlug.
  • Hans Christan: Maurer, der Arbeiten am Schloss ausführte.
  • Thoman Sellner: Zimmermann, der am Bau einer Schupfen beim Schloss beteiligt war.
  • Wolf Fischer: Bürger von Kötzting, der als Augenzeuge und Betroffener von den Zerstörungen 1633 und 1640 berichtet. Er war ein Musketier und Corporal.
  • Thomas Rothauer: Bräuamtsverwalter und Gerichtsschreiber in Kötzting, der Wolf Fischer das Schnapsbrennen verbietet.
  • Margeretha Rossmänninn: Witwe, die sich um Fischers Anteile am Gladtwasser bewirbt.
  • Sebastian Pillich: Gastwirt in Kötzting, der vom kaiserlichen Wachtmeister zur Bereitstellung von Wagen gezwungen wird.
  • Georg Sigmundt Pellkofer: Churfürstlicher Hauptmann zu Furth, der die Schäden am Schloss begutachtete.
  • F. Georg Weimar: Pfarrer von Kötzting, der über Plünderungen in der Kirche berichtet.
  • Johann Adam Yettinger: Nachfolger Rosenhammers als Pfleger in Kötzting. Er ist umstritten, da er sich nicht um das Wohl der Buerger gekuemmert haben soll.
  • Johann Wilhelm Leublfing: Pfleger von Neukirchen, der in Kötzting sein Geld und Hab und Gut verliert.
  • General Baner: Schwedischer General, dessen Einfall 1640 zu erneuten Plünderungen in Kötzting führte.

Der Markt Kötzting im Dreißigjährigen Krieg: