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Samstag, 9. Mai 2020

Kötztinger Häuserchronik - Hausnummer 157 - der obere Schwarzfärber

Das "alte Kötzting" bei der Uraufnahme bei der beginnenden Landvermessung hatte 159 Anwesen.
Die Geschichte dieser Bürgerhäuser und ihrer Bewohner nachzuspüren und zu dokumentieren ist das Ziel dieser Häuserchronik.
Die Anfänge und die Entwicklung unserer Heimatstadt können von der Teilung der Urhöfe bis hin zur Auswahl als Landgerichtsort in einem einleitenden Blog nachgelesen werden. 

Hausnummer 157

Vom "oberen Schwarzfärber" zum italienischen Restaurant 

Beim "Less", Kötztings erste Schülerkneipe, Ende der 60er bis Anfang der 70er Jahre.
Mit rotem Hemd Les Fulsome und rechts neben ihm KAWA Sepp, damals noch Motorradl Sepp genannt

Dies ist ein Bild aus fröhlichen Schüler und Studentenzeiten in Kötztings damals einzigen (ersten) Lokal für die Jugend. Doch zuerst ein Sprung zurück über Jahrhunderte und eine Erklärung für die Methode der Lokalisierung speziell dieses Anwesens.:
Gleich außerhalb der Marktbefestigung am oberen Tor gab es in Kötzting mindestens seit dem 16. Jahrhundert drei Anwesen nebeneinander. In den Jahrhunderten vor der Erstellung genauer Kataster und Landkarten gab es nur die Möglichkeit die Lage seines Hauses durch die/den jeweiligen Nachbarn zu beschreiben. Dies trifft hier in besonderem Maße zu, weil diese drei eben Einzeln standen.

Der erste Besitzer, den wir auf dem Anwesen sicher belegen können ist im Jahre 1638 der Färber, genauer Schwarzfärber

Fischer Hans und  Christoph


Er taucht in den Rechnungen des Spitals Kötzting mit einer Pachtzahlung für 2 Äcker auf.
Stadtarchiv Kötzting Spitalrechnung von 1638 : Christopg Vischer farber zahlt von 2 Agkhern
  Laut Wikipedia war besonders das Schwarzfärben eine besondere Kunst und die Färber waren gezünftet.
Es gab in Kötzting 2 Färber, einer war heroben außerhalb des Marktes und einer lag am Regenfluss.

Hinweis:
Es zog sich in Kötzting bis fast in die Gegenwart herein - erst durch aufwendige Drainagen durch Bau- und Straßenkörper der letzten Jahrzehnte abgewendet - ein richtiggehendes Band an  Feuchtgebieten vom oberen Torplatz außen um Kötzting herum bis in den Bereich des heutigen Rot-Kreuz-Altersheim und auf der anderen Seite die gesamte - abwärts gesehen - rechte Marktstraßenseite entlang durch sämtliche Keller hindurch. Der aktenkundig gewordene "linke Seukenbrunnen", manchmal auch Krofelderbrunnen genannt, hinter dem Gasthof Januel galt für die Obermarktler bei fehlendem Wasser aus der Leitung als zuverlässiger Wasserspender.
Manche dieser Keller waren bis zur Markstraßensanierung 1985 ff zu gewissen Jahreszeiten randvoll gefüllt mit Grundwasser. 
An Wasser für seine sollte es also dem "Färber" (umgangssprachlich sicherlich genauso Faber genannt wie heutzutage) sicher nicht gefehlt haben. In dem obigen Ausschnitt des Planes der Uraufnahme Kötztings (roter Pfeil) ist oberhalb Kötztings sogar eine "sumpfähnliche" Fläche gekennzeichnet.


Durch die sichere Lokalisierung des Färbers Christoph Fischer auf dem Haus, spricht vieles dafür, dass der nur als Färber Hans Fischer ebenfalls dort beheimatet ist und vermutlich sein Vorfahre ist.
StA  Landshut Rentkastenamt Straubing Pfleggerichtsrechnung von 1601

Eine kleine Rauferei auf der Straße:

Hans Schwarz ain lediger Müllknecht zu Wissing (=Wiesmühle) hatt mit Hansen Vischer Schwarzfärber zu Khözting, ohne erhebliche Ursachen ain Hader und Raufhandl auf der Gassen angefangen, demselben aber khein Schaden zuegefieget ihme deswegen seiner Armueth wegen Tag und Nacht mit Wasser und Prott in Fenknuss und noch darzue gestrafft  1 Schilling 18 Pfennig
Summe auf dieser Seite 4 Schilling Pfennige


Zwei Jahre zuvor wird derselbe Hans Vischer, nun ist er der "Schläger", noch als Inwohner und Färber bezeichnet. Vermutlich ist er in dem Zeitraum zwischen 1599 und 1601 dann vom Inwohner "in Miete" zum besitzenden Bürger aufgestiegen.



StA Landshut Kurbayern Hofkammer Ämterrechnungen Pfleggerichtsrechnung von 1599
Haderhandel
Hannsen Vischer Inwohner und Färber zu Khözting umb das er mit seines Nachparn Georgen Greilens Kharnmanns (?) Hauswirtin in dessen Abwesen ein widerwillen gehöbt, dieselb geschlagen, gestossen und etliche Plabe Malzaichen zuegefieget, sich selb mit der verglichen und die Obrigkeit hierüber angenommen. In Ansechung seiner  Unvermögenheit drey tag und nächt mit der Keuch, Demwegen an gelt gestrafft nihil
Drei Tage und Nächte musste Hans Fischer also im Amtshaus in der Keuche (=Gefängniszelle) verbringen, weil er die Ehefrau seines Nachbarn während dessen Abwesenheit geschlagen hatte so dass diese blutunterlaufene Flecken davon trug.

Es scheint also eine Abfolge von Hans zu Christoph Fischer gegeben zu haben.
Nach dem "Schwedeneinfall" hat der Kötztinger Pfarrer eine Seelenbeschreibung zusammengestellt, also eine Liste seiner Schäflein.
Pfarrarchiv Kötzting Matrikel Band 1 Status Animarum von 1636
Christoph Vischer Ferber   Affra ux(oris) also Ehefrau
Inf(ans): also Kinder Margaretha und Katharina
Trotz seiner exponierten Lage außerhalb der Marktbefestigung oder vielleicht sogar deswegen, weil er nicht im Inneren gefangen war, hat er mit seiner Familie den Feuersturm überlebt.



Von Christoph Fischer hat sich eine Vielzahl an Kleinigkeiten erhalten, so eine Strafe von 34 Kreuzer, weil er "vollbezecht vor Gericht kommen" - gemeinsam mit seinem "Mitmaister" Schöllinger, dem zweiten Färber in Kötzting

Dem ganzen war wohl ein heftiger Streit zwischen Fischer und Schöllinger vorausgegangen, als ersterer den zweiten betrunkenerweise einen Dieb genannt hat.
Die Straftat unter der Rubrik: Polizey=Straffen hieß: Vollzechen
Christoph Vischer und Balthasar Schellinger beede burger und färber alhir zu Közting, seint volbezöchter für Gericht khommen, derowegen sie beede zugleich gebüsst umb 1 Gundel 8 Kreuzer und 4 Pfennige, das klassische Strafmaß eines Pfunds Regensburger Pfennige. Umgerechnet sicher um die 200 Euro, ein teurer Rausch
Besonders schön finde ich hier auch die kalligrafische Darstellung einer Rechnungsbuchsseite.
In den Kirchenrechnungen finden sich für ihn und seine Frau - Affra - die Ausgabe eines Herren und Frauenstuhls. Wie man in der Wallfahrtskirche Neukirchen beim hl. Blut noch heutzutage sehen kann, konnte man sich in der Pfarrkirche seinen eigenen Platz reservieren, uU. sogar mit einem Namensschild versehen lassen.
Affra Fischer, die Färberin stirbt im Jahre 1652, er folgt ihr am 30.August 1671 nach.
Vorher jedoch erlebte er noch die Hochzeit seiner Tochter Maria mit dem Viechtacher Gerberssohn Andreas Lobendanz, der dann auch im selben Jahr den Betrieb des Schwiegervaters übernimmt.


Andreas Lobendanz


Andreas übernimmt auch die Verpflichtungen seines Schwiegervaters beim Spital Kötzting, selber aber Jahre taucht er erst 1673 in den Akten auf, als er von dem Kötztinger Bader Augustin Schlögner "in einem Greinhandel (=Wortgefecht, Streit) mit dem Degen an ainer Handt Bluetrunstig beschädigt" wurde. Beide haben sich anschließend wieder versöhnt, was aber den Täter nicht vor der Strafe schützte, er kam  - wegen Armut - für einen Tag ins Amtshaus.
Er selber war aber auch kein Kind von Traurigkeit und musste 1676 für einen Tag und 1 nacht in haft wegen: "Schmachworten und Maultaschen"§
Eine satte Strafe von 3 Gulden 25 Kreuzer und 5 Pfennigen (=3 Pfund Regensburger Pfennige) handelte sich Andreas im Jahre 1677 ein, als er erwischt wurde, dass er - ohne Erlaubnis - in der Fastenzeit Fleisch gegessen hatte. Das sind so um die 600 Euro für ein Fleischgericht.
StA Landshut Rentkastenamt Straubing Pfleggerichtsrechnung von 1677:
Andreen Lobentanz burger und Färber alda, hat in Fastenzeit, ohne ainiche Erlaubnuß, das Fleisch in die 8 tag lang geessen, und obwollen er derentwillen dem churfürstlichen Rat und Herren Renntmeister etc. in die Straff erkhennt worden, So hat mann ihme iedoch hinach in Ansechung das er ain handwerchsman mit ernstlichen verweiß per 3 Pfund punctiert,

Diese vergleichsweise, Riesenstrafe stellte also nur einen Teil seiner Strafe dar, weil solche Vergehen als "Rentmeisterisch" galten, also eine Einnahmequelle des Rentmeisters in Straubing selber war. vermutlich musste er diesem noch einmal solch eine Summe bezahlen.
1680 war es dann eine nächtliche Rauferei, die ihn - diesmal in die Kötztinger - Rechnungsbücher brachten.
1681 wird Ander Lobendanz als "des Rats" bezeichnet, ist nun also Mitglied des Marktrates, da er im selben Jahr als Rats- und Fischverordneter bezeichnet wird, der die Weiher des Marktes abfischen und neu besetzen lässt, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass er Mitglied im äußeren Rat war.
Unser Herr Andreas Lobendanz hatte offensichtlich eine etwas hitzige Natur, da er - obwohl selber
Mitglied des Rats war - "in einem Unwillen in bezechter Weis den beeden Cammerern (Innerer Rat) H: Rieder und H: Raith in die Heiser geloffen und neben anderer Ungebuehr denenselben vorgeworfen, sie bey ihrem Schwarzferberhandwerch hielten besser Handwerch als alhier."
Er war wohl mit der Amtsführung seiner beiden Ratsvorgesetzten ganz und gar nicht zufrieden.
Diese Beleidigungen waren erneut 1 Pfund Regensburger Pfennige wert, was ungefähr erneut mit 200 Euro zu Buche schlug.
Alles in ein und demselben Jahr: den Hufschmied Hans Müller, einen Nachbarn, (Siehe Kötztinger Häuserchronik  - Hausnummer 1 - die Kuglmeierschmiede) versetzte er "in einem Gereuff einen Stich in den Armb"
Es geht munter weiter mit Straftaten und gepfefferten Strafen, Beleidigungen von anderen Ehefrauen, nächtliches Eindringen in fremde Häuser inklusive Beschimpfungen der Bewohner.
Als er dann sogar den Amtskammerer Passauer beleidigte, sass er zur Buße einen Tag im Kötztinger Gefängnis.
In einem letzten Eintrag verkauft er 1693 noch ein "kurzes gewöhr" an den Markt
Am 23.4.1711 schließt der streitbare Kötztinger Färber Andreas Lobentanz für immer seine Augen, seine Frau Maria war ihm schon ein Jahr vorher vorausgegangen.


Wir sind noch im Zeitbereich VOR den überlieferten Briefprotokollen (ab 1700), daher können wir den Besitzübergang auf den Färber


Proethenthaler Hans Kaspar und Walburga

nur anhand der Bürgerrechtsaufnahme im Jahre 1696 feststellen.
Dieser Färber hat wohl ein ganz anderes Wesen, was sich an der vollkommenen Fundleere in den einschlägigen Rechnungsbüchern festmachen lässt.
Im Jahre 1702 bei einer Schuldverschreibung wird sein Anwesen beschrieben als eine "Behausung, Marktlehen und eine Färberwerchstatt vorm obern Thor und Grund und Poden gegen der Pichelmayerischen Behausung stossend." 
Briefprotokolle Kötzting P 8  Verkaufsbrief vom 4.3.1720
Wir sind im Jahre 1704 und Bayern ist besetzt von den Österreichern und stöhnt unter der Last der Abgaben im sogenannten Spanischen Erbfolgekrieg. Zum wiederholten Male werden "Portionsgelder" vom Markt verlangt, diesmal weitere 150 Gulden, die der markt Kötzting nicht mehr aufbringen kann und schickt daher den Färber Pröttentaler, der offensichtlich ein zuverlässiger Mann  ist, nach Straubing um bei der kaiserlichen(!) Regierung in Straubing um einen Nachlass zu bitten, welchen er auch erreicht. Die Summe wird halbiert, ist allerdings sofort zur Zahlung fällig. Der Markt legt diese Summe auf seine Bürger um und der Färber steht dann mit 2 Gulden 35 Kreuzer im Rechnungsbuch. Pröttenthaler wurde noch einige Male als Bote bzw. Begleiter eingesetzt.
Im Jahre 1720 ist der Besitzübergang zuerst einmal etwas mysteriös:
Am 1.Februar 1720 verstirbt der Färber Kaspar Prettenthaler und schon am  4. März verkauft die Witwe Walburga des Johann Caspar Pröthenthaler  "die Färberwerckhstatt sambt der Marktlehensgerechtigkeit, auch anzu gehörigen Grundt und Poden, sambt Kößlern, sowie dermahlen zur Werkhstatt vorhandten  und was sonst noch dabey zelassen." an den ledigen Kötztinger Bürger und Färber Mathias Puerkhställer um 715 Gulden, wobei er eine Grundschuld von 350 Gulden  (300 Gulden bei der Pfarrkirche Kötzting und 50 Gulden beim Spital) mit übernehmen muss.



Mathias Puerkställer


Mathias Bruckstaller erhält im Jahre 1720 auch gegen eine Gebühr von 10 fl.  das Kötztinger Bürgerrecht. In seinem Kaufvertrag ist vermerkt, dass er "bei seiner negsten Hirherokhunnfft" 100 Gulden der Verkäuferin zu geben habe. o
....zuversichern sondern auch er Kauffer bey seiner negsten hirherokhonnfft 100 Gulden...

Offensichtlich hatte er die Lust verloren oder aber die geforderten 100 Gulden nicht aufbringen können, jedenfalls finden wir unterm 5. November desselben Jahres einen Eintrag, dass Barbara(?), die Witwe des Färbers Johann Caspar Pröttenthaler "die Färberwerkstatt vor dem obern Tore" an den Viechtacher Marktbürgeresohn und Färber um 600 Gulden an den Viechtacher- Färber Johann Paul Mack.

Johann Paul Mack


Nachdem der erste Verkauf fehlgeschlagen war und die Witwe den Kaufpreis erheblich reduzieren musste, besteht sie aber diesmal auf eine sofortige Anzahlung von 200 Gulden. Die verbleibenden 50 Gulden (Der Rest geht für die Grundschuld von 350 Gulden drauf, die der neue Besitzer ja ebenfalls wieder übernehmen muss) darf der Käufer in den folgenden 2 Jahren abstottern. Offensichtlich ist in Laufe dieses Jahres vieles billiger geworden, denn Mack muss für sein Bürgerrecht nur 6 Gulden bezahlen oder aber der Markt Kötzting gibt einen Rabatt, damit das Anwesen endlich wieder richtig besetzt ist.
Nachdem Mack seine Grundschulden bei Pfarrkirche und Spital auf sich umschreiben hatte lassen und seine Restsumme an die Witwe Walburga (sic!) bezahlt hatte, stellt diese ihm am 19.9.1724 eine Quittung darüber aus, dass er die Kaufsumme vollständig bezahlt habe. 

Mit dem Geld hatte aber die Witwe vermutlich Verbindlichkeiten zu begleichen, denn bereits im Februar des Folgejahres - rückwirkend zum Dezember 1724 -  wird sie auf Bitten von Seiten des Gerichts und des Pfarrers als Pfründtnerin in das Spital aufgenommen. 




Spitaleinkauff per 30 Gulden

Walburga Pröttenthallerin, arme Wittib alhir, ist auf diemittiges Supplicieren cumulativ sowohl von dissorthigem churfürstlichen Pfleggerciht also H: Pfarrer und anseitten des Markts allda zur allhiesigen Spitall gegen hereinbringung 30 Gulden Einkhaufs de dato 22.Xbris 1724 auf gefallener bewilligung an und Aufgenommen worden, jedoch mit diesem Auftrag, dass sye ihrem gebett vleissig abwartten, sich mit anderen Spitall genossenen von allen Uneinigkheiten enthalten und sonsten Ihren gebührenten Gehorsamb erweisen solle.
StA Landshut Briefprotokolle Kötzting P 9 Seite 40
Die 30 Gulden für den Einkauf ins Spital waren offensichtlich alles, was ihr vom Hausverkauf persönlich noch übrig geblieben war, dort erwartete sie ein äußerst tristes Schicksal, aber sie würde zumindest nicht verhungern.Das Kötztinger Spital lag damals noch nicht auf der anderen Regenseite am heutigen Spitalplatz sonder mitten herinnen im Markt an der heutigen Kreuzung Gehringstraße und Marktstraße. 


Doch nun weiter mit Paul Mack:
12 Kinder werden er und seine Frau Anna Maria zwischen 1721 und 1740 bekommen, von denen 5 im Kindesalter Sterben. 
Während sein Vorgänger Pröttenthaler noch mit den Problemen im Spanischen Erbfolgekrieg zu kämpfen hatte, war es nun der Österreichische, der den Kötztingern das Leben schwer machte.1742 stellte die Drohung mit Brandschatzung durch Herrn von Trenck die Kötztinger vor Riesenprobleme und Paul Mack steht mit 5 Gulden in der Liste der Bürger, welche diese "Anleihe" zeichnen durften. Zu diesem Zeitpunkt ist er bereits Mitglied des äußeren Rats, weil er zusammen mit Herrn Schuder die Wege und Straßen zu visitieren hatte, eine Angelegenheit des Äußern Rats.

Johann Paul Mack  muss sich im Jahre 1762 einer Rechnungsrevision über seine Amtszeit als Aufschlagseinnehmer (=kommunale Gebühren hier die Kasse der brauenden Bürgerschaft) stellen,  was als Ergebnis eine "namhafte Rückzahlung an die Bürger erbrachte, da aber gleichzeitig an anderer Stelle er noch Gelder von einem anderen Posten aus der Rechnungslegung erhalten sollte, wird von Seiten des Pflegegerichts entschieden, dass sich die Forderungen aufheben würden.
Die damaligen "Beamten" standen mit ihrem persönlichen Vermögen für mögliche Fehlbeträge in ihrem Zuständigkeitsbereich gerade. Bestritten damit also Einnahmen und Ausgaben aus ihrer eigenen Kasse, waren zur genauesten Rechnungslegung verpflichtet, was auch einer regelmäßigen Revision unterworfen war.

Die "Cameraria et Tictoria", also die Kammerers und Färbersfrau Anna Maria Mack stirbt am 25.5.1761.  Damit steht der nächste Generationswechsel an: 

 Im Januar 1762 übergibt der Bürger, Witwer und Färber Johann Paul Mack sein Marktlehen an den Sohn und Färber Christian Mack

Christian Mack


Der Kaufpreis ist mittlerweile auf 1600 Gulden gestiegen. An Grund und Boden sind aber doch einige landwirtschaftliche Grundstücke vorhanden:
Dabei ist auch "ein Dampfbachagger bey der Schmidmarter liegent" genannt, Lagebezeichnungen, die wir heute noch kennen. Der Besitz umfasst auch Kraut- Obst- und Hopfengärtl. Ein Marktlehner hatte ja schließlich auch das uneingeschränkte Braurecht im Kommunbrauhaus. Im Vertrag sind noch seine zwei beiden noch in Kötzting lebenden Schwestern genannt, die ledige Anna Maria Machthild und die verheiratete Therese Graßmayr.
Es gibt aber noch weitere Kinder:
Joseph Mack, Verwalter der Graf Törringischen Herrschaft zu Seefeld und
Mathias Mack Hochfürstlich Freisingischer Statt und Landgerichtsschreiber, die, was sehr selten ist, einen persönlichen Brief in der märktische Briefprotokoll einfügen haben lassen.
Michael Mack Färber zu Nabburg
Katharina Wagner Färberin in Waldmünchen
Zwar verzichten einige der Kinder aber trotzdem muss der Übernehmer enorme Zahlungsverpflichtungen akzeptieren. Es sind aber auch noch normale Schulden über Schulden vorhanden von 40 Gulden für Farbmaterialien aus Regensburg bis zu 69 Gulden bei einem Kaufmann aus Nürnberg.
Der Vater will natürlich auch noch abgefunden werden und lässt dies in einem 5 Seitigen Leitbtumsbrief festhalten..


Wie oben angeführt, gibt es einen sehr persönlich gehaltenen Brief des Sohnes Joseph, der dem Übergabebrief beigefügt ist:

Es hat mir der Bruder Christian zu vernehmen gegeben, wasmassen ihme von dem Vattern kurzhin der Auftrag geschehen, daß er das Hauswesen an sich bringen sollte, widrigenfalls der Vater selbst gesinnet wäre, hierauf noch zu heiraten....
Christian fragte also seinen Bruder was er machen sollte und zu welchen Bedingungen. Joseph berechnete die Übergabebedingungen, die Verpflichtungen und die Schulden zusammen,
Er schlug weiter vor, dass der Bruder dem Vater ein Stüberl auf die Gasse heraus herrichten solle und alle für ihn notwendigen Verrichtungen sollten von den jungen Färberseheleuten garantiert werden..
Sollte der Vater sterben, sollten dann alle anderen Geschwister inkl. Christian das väterliche Restvermögen unter sich aufteilen, die beiden Brüder in Freising und Seefeld aber sollten ausgelassen werden.
Der Vater solle von dem Obst 2 Metzen Zwetschgen, 2 Metzen Birnen, 2 Metzen Äpfel (1 Metzen sind ungefähr 38 Liter) 4 Klafter gutes Brennholz.  Täglich 1 Maß Milch und ein Anbau von 1 Metz Lein.
Er hoffe, dass alles gut gehe, denn wie schön ists, wenn der Vater und der Sohn im Haus guett und einig miteinander auskommen.
Er jedenfalls habe den Bruder an seine kindliche Schuldigkeit erinnert und dieser habe ihm alles Guette versprochen.
Dann richtet er seine Worte an seinen Vater: dann der Vater ist in seinem Haus allweil anständig somit bei seinen alten Täg und ausgemergelten Gliedern, nur nicht mehr auf das Heiraten einen Gedanken  zufassen, soetwas würde nur den allerbaldigsten Tod herbeiziehen
Er spricht weiter davon: die Zeiten werden nicht mehr besser sondern vielmehr fast täglich schlechter, lasse sich der Vatter von üblgesinnten Leuthen nicht aufhezen ....... der Teufel hat nur sein Interesse hiebei und die Zeit kommt herbei zum Sterben.

Schließllich bitte noch um dies, dass die abgeleibte Muetter , die sich so vill und vill bemihet, nicht vergessen werden möchte, gleichwie ich dieselbe niemallen vergessen werde
...... Seefeld den 5.Xbris 1761





Post Scriptum
Meines allerliebsten Vaters

Wünsche auch glückseelige Weihnachtfeiern und Neues Jahr, beständig gutde Gesundtheit und langes Leben in die späthiste Jahr dess Alters

















Gethreuer und aufrichtiger Aohn bis in den Tod
Johann Joseph Magg mp (mit eigener Hand)













Der Übergebende Färber und Kammerer Paul Mack stirbt im April 1772





Mack Christian übernimmt das Anwesen unter den diktierten Bedingungen und heiratet dann am 15. Februar desselben Jahres die Kötztinger Bürgerstochter Katharina Scholl, welche bereits zwei Monate später entbindet..... es war also höchste Zeit.
Der Magistrat ist ja nicht dumm und kann rechnen und so wird Christian, obwohl bereits verheiratet zu einer saftigen Leichtfertigkeitsstrafe von  5 Gulden 45 Kreuzer und 6 Pfennigen verdonnert, locker 750-1000 Euro für den Spaß einer Nacht..
StA Landshut Briefprotokoll Kötzting P  25 von 1763
Im September 1763 schließen die beiden einen Heiratsbrief über eine Summe von 300 Gulden, welche die Braut in die Ehe mitbringt.
Der Schwiegervater Johann Scholl, Bürger und Gastgeber saß auf dem haus, das heute das Gasthaus Dreger in der Marktstraße ist.
Als "Heurathsleute" (=Trauzeugen) fungierten die beiden Väter und noch ein Nachbar, der Schreinermeister Fischer.




In den folgenden Jahren werden, wie allgemein üblich auch die Schuldsummen auf die neuen Eigentümer umgeschrieben. 

1764 taucht Christian Mack bei einem kleinen Raufereiprozess vor dem Magistrat auf, nachdem er von der bürgerlichen Schneidermeisterin Eva Hofmann angeklagt worden istm dass er sie geschlagen und an den wegen Schlagens und Haare Raufen angezeigt worden ist. 
1765 war er dann in eine größere Schlägerei verwickelt, er zusammen mit seinem Dienstknecht, gegen den Wirt von Liebenstein Michael Gress und Peter Raithmayr von Niesassen, die beiden Letzteren der Herrschaft Runding untertan.

Es kommt wie es, aufgrund der eingegangenen Zahlungsverpflichtungen, kommen musste, die Färberei ist vollkommen überschuldet, dem Vater ist die Übernahme schuldig geblieben und der Markt Kötzting, bei dem ebenfalls alle Steuern offen stehen geblieben waren, schreitet ein und es kommt zu einem Zwangsverkauf.

Das ganze nennt sich im Briefprotokoll:
Gand Kauf Brief umb ein Marktlehen und Färber Werchstatgerechtigkeits Behausung cum omnibus pertinentiis ad 1444 fl
Im März 1768 jedenfalls habe die jungen Eheleute, ihr Schulden wegen, schriftlich dem Zwangsverkauf beim Magistrat  zugestimmt, dieser wird im Markt und in Cham bekanntgegeben und der andere Kötztinger Färber, Ullrich Anton Schöllinger, bekommt in einer Art von Bieterverfahren mit 1444 Gulden den Zuschlag. Er will das Anwesen für seine Tochter Maria Anna erwerben.
Schöllinger erwirbt auch den Wurz-, Hopfen-, Baum- und Grasgarten und das Recht auf dem Dampfbach eine Walch betreiben zu dürfen.
Eine "Walch" ist ein wassergetriebenes Stampfwerk.



Ullrich Anton Schöllinger


Der Besitztitel das Färbers Schöllinger auf der oberen Färberwerkstatt währte nur knapp 2 Wochen - vom 20.6. bis zum 6.7.1768 - dann schafften es Christian Mack und seine Frau Katharina, wohl mit tatkräftiger (finanzieller) Unterstützung des Schwiegervaters Scholl, dieselbe Summe (1444 Gulden) aufzubringen und Schöllinger trat von dem Kauf zurück und Christian Mack war wieder der Färber auf der oberen Färberwerkstatt.




Christian Mack

Ullrich Anton Schöllinger wurde zwar durch diesen Schachzug gezwungen, vom Kauf zurückzutreten,, hatte sich aber bei dem Rückkauf schriftlich ausbedungen, im Falle, dass Christian Mack verkaufen wolle ein Vorkaufsrecht zu haben. Auf diese Recht verzichtete er im Jahre 1772 und Christian Mack und seine Frau Anna Katharina verkauften am 1.Februar 1772 ihr Anwesen an den früheren Marktlehner und nunmehrigen  Inwohner Johann Balthasar Kalb und dessen Frau Rosina um 988 Gulden.
In einem Zehentregister des Klosters Rott (HStA Mücnehn Landshuter Abgabe 1992) finden sich ab 1777 Christian Mack und seine Frau als Nachfolger auf dem Anwesen ihres Vaters Scholl auf dem Marktlehen in der Marktstraße (Hnr 134), welches sie dann später auch auf ihren Sohn weitergeben.



Johann Balthasar Kalb

Johann Balthasar Kalb war vorher auf dem Haus Nr. 96 (nun Kaufhaus Gartner) als Gastgeber aufgesessen und hatte dieses Anwesen 1768 um 2370 Gulden veräußert. Der junge Balthasar Kalb - sein Vater war früh verstorben und seine Mutter als Gastwirtin mit vielen Kindern, verlor wohl etwas die Kontrolle über ihre Kinder - taucht in den Büchern als echter Tunichtgut auf, einer Bauerstochter vom Lande zerbricht er das Schlüsselbein und auch nächtliche Ruhestörung ist bei ihm aktenkundig geworden. Später, als verheirateter Mann - er heiratet Rosina Moreth, die Tochter des Neukirchener Bürgermeisters - legt sich das dann und er wird Mitglied des Rats und hat als solcher auch bei einigen Verbriefungen als Zeuge mitgewirkt.
Einige ihrer Kinder bekommt das Paar noch auf ihrem alten Anwesen und die anderen dann schon auf dem Marktlehen vor dem oberen Tor bevor sie dann am 27.8.1793 das Anwesen - immer noch mit 300 Gulden an die Kötztinger Pfarrkirche und mit 50 Gulden an das Spital verschuldet, an Tochter Anna Maria weiter.
In diesem Übergabeprotokoll werden auch die anderen Kalb Kinder aufgeführt,
Anna Maria erhält den Hof
Balthasar 23 Jahre alt
Katharina 18 Jahre alt
Joseph 16 Jahre und Anna 15 Jahre alt gilt es auch zu versorgen
Die Tochter Anna Maria, die als Besitzerin eines Kötztinger Marktlehens nun eine gute Partie ist, heiratet im Oktober des Folgejahres den Halbbauerssohn Peter Raith aus Weißenregen, der 400 Gulden mit in die Ehe mitbringen soll laut Heiratsvertrag..
Die Eltern haben noch lange gelebt: Balthasar stirbt erst 1824 im, für damalige Verhältnisse, hohen Alter von 83 Jahren an Altersschwäche, seine Frau Rosina wurde nur 70 Jahre alt und starb 1808 an Entkräftung.


Raith Peter



Peter Raith und seine Frau bekommen 11 Kinder, von denen 5 noch im Kindesalter sterben, ansonsten wissen wir sehr wenig von diesem Paar. Als nach der Gemeinderform zu Beginn des 19. Jahrhunderts viel Grundstücke und Anwesen, die im Besitz des Marktes gewesen waren versteigert werden mussten, sicherte sich Peter Raith Anteile am Watzlhofholz und an der Strohhofgründen. Der Strohhof in Grub wurde später die Gruber Gärtnerei.
Als im Mai 1835 der Magistrat sich durchringt die Straßen zu reparieren und Alleebäume an diese zu pflanzen, weigert sich Raith Peter , zusammen mit 2 Mitbürgern, die Straßen auszubessern und will es auf einen gerichtlichen Zwang ankommen lassen. Vor allem die Straße zwischen Kommunbräuhaus und Bleichanger ist ruinös und muss sofort repariert werden.


Raith Joseph


1836 erwarb der Sohn Joseph das Kötztinger Bürgerrecht, welches nunmehr bereits mit 33 Gulden zu Buche schlug. Im selben Jahr bekam er das Anwesen überschrieben und heiratete er Katharina Plötz von Bärndorf. Auch eine Konzession als Bierbrauer erhielt er 1836. 1837 stellt er einen Bauantrag, um den hölzernen Stadel zu erweitern.
Bild von Schwarz, rechts der Raith Stadel, fertiggestellt ca. um 1837. Vor dem Stadel sieht man den Zustand des
Zeltendorfer Weges

Es gibt im Markt Kötzting immer wieder Beanstandungen wegen zu mageren Stieren und Ebern. In den Jahren 1842-1852 war Peter Raith für deren Haltung zuständig. Es gab dann schon Anfragen des landwirtschaftlichen Distrikts wegen der schlechten Beschaffenheit der Zuchtstiere. Das "Sprunggeld" betrug übrigens 80 Mark

Nachdem er 1858 an "Luftröhrenschwindsucht" im jungen Alter von 55 Jahren verstarb, beantragte die Witwe Katharina seine Konzession als Bierbrauer und erhielt diese 1864. Sie selber lebte noch viele Jahre und starb hochbetagt 1887 an Altersschwäche. Im Katasterband von 1860 ist sogar der Hausname "Beim Raith" vermerkt. .

Raith Johann

Im Stadtarchiv Kötzting ist vermerkt, dass der Bürger Johann Raith sich für das Bürgerrecht mit Uniform und Armatur vorstellen müsse. 
Am 18.4.1864 wird der Sohn Johann Raith durch Übernahme der neue Besitzer in der Reihe der Raith Abkömmlinge. 
1868 stellt er einen Bauantrag für eine Holzschupfe. 



Als Katharina Raith - seine Mutter - stirbt wird ein Verlassenschaftsakt angelegt, der uns ein wenig die turbulenten Besitzverhältnisse erklärt.
Zuerst einmal ist die Gastwirtswitwe im Haus mit der  Nummer 18 verstorben, das ist heutzutage die Marktstraße 30, das Haus zwischen der früheren Bäckerei Pongratz und dem Gasthaus OSl, damals eine Bäckerei, die in der 1899 der letzte Kötztinger Marktbrand ausgebrochen ist. 

In einem Begleitschreiben beschreiben die Erben die Vermögenssituation der Mutter:
Sie habe kein Vermögen hinterlassen, sie erhielt von dem neuen Besitzer ihres früheren Anwesens HsN 157 ein "Leibthum im jährlichen Anschlage von 187 Mark.
Xaver Münch aus Höchstätt habe das Anwesen im Wege der Zwangsversteigerung eerworben. 


StA Landshut Rep 166/N Schachtel 30 Nr. 11







In der Liste der Erben erkennt man, wie sich die Kinder der Erblasserin in teils in Kötzting geblieben und teils sehr weit weg gezogen waren:
Johann Raith war Bauer in Ried
Franziska Zach war eine verheiratete Flössersfrau in Kötzting
Josef Raith ein Gastwirt (wohl der spätere Pächter)
Xaver Raith ein Bräugehilfe in Berlin
Theres Jobst eine Kötztinger Bräugehilfensehefrau 
Franz Raith nun ein Spängler in Flensburg


1867 kommt es in Kötzting zur großen Brandkatastrophe, ausgehend von einem Brandherd in der Mitte der Marktstraße (heutzutage Gastwirtschaft Dreger) frisst sich das Feuer hinunter bis zur heutigen Kreuzung zur Bahnhofstraße und hinauf bis zum Anwesen Raith.

In dem großen Akt des damaligen Bezirksamtes wird die Bausubstanz nach dem Brande  genau beschrieben:
Das (Haupt)Gebäude ist in allen seinen Theilen, insbesondere auch am Mauerwerk so ausgebrannt, dass diejenigen Reste, welche nicht eingestützt sind, abgetragen werden mußten. Das durch Abbruch gewonnene Material besteht aus Ziegel und Bruchstein und zwar von einer solchen Qualität, daß die darauf erwachsenen Arbeitskosten nicht gedeckt werden können durch deren Wert. Schaden total
Das Nebengebäude: von diesem Gebäude stehen noch 4 Umfassungsmauern, welche den Stall umschließen, aus Bruchsteinen, alles Übrige ist vom feuer verzehrt. Die erwähnten Mauern haben vom Feuer so erheblich gelitten, das man sie zum Wiederaufbau nicht empfehlen kann. Schaden total.






Münch Xaver und Theres

1877 steht im Grundsteuerkataster bei der Hausnummer 157.
In den Jahren nach 1875 bis zur Jahrhundertwende wechseln bei fast allen Kötztinger Häusern die Besitzer in einer unglaublich schnellen Abfolge: Hier haben wir Münch Xaver, Münch Wolfgang, Amberger Joseph und dann

Raith Josef (Pächter)

von ihm gibt es einen Akt in den Nachlassakten. Er verstarbt als Wirtspächter auf der Hausnummer 157 am 8.Juni 1889 nachmittags um 6 Uhr im Alter von 46 Jahren. 



Ein Bericht über den Raithstadel und das Raith/Wensauer Anwesen, auch wenn der direkte Übergang von den Raiths auf
die Familie Wensauer so, wie es im Artikel steht nicht korrekt ist.
Was in dem Bericht allerdings stimmt, und belegt werden kann, ist der Wegzug von Johann Raith, weg von Kötzting und nun Bauer in Ried, wie es auch in der Liste der Erben erkennbar ist. 

Wensauer Wolfgang

ist im Katasterband von 1895 erstmals als "Hausbesitzer durch Kauf" aufgelistet und seine Abstammung ist im Artikel recht schön beschrieben. 

Wensauer Sabine

Hier die Entwicklung des Hauses im 20. Jahrhundert



1905 ist sie die neue Besitzerin durch Erbschaft































Repro 3738 Luftaufnahme aus dem Krämerarchiv


Zuerst war es das  Muschetto
dann das Lucia
später gingen wir einfach "Zum Les" mit dem "Singerl" als bedienung
danach kam das Cafe Bayerwald

Nach einem größeren Umbau, bei dem auch das gefahrenpotential der Engstelle durch eine Rücknahme der Hauswand beseitigt worden war, waren es zwei italienische Lokale.
Zuerst mit Antonio, einem Kötztinger gastronomischen Schwergewicht über zwei Jahrzehnte und nun La Calla


In einer Abspaltung mit der neuen Hausnummer "157a" heißt der neue Besitzer ab 1907 Hamsa Rudolph

Hamsa Rudolph


Hier nun in bunter Folge Bilder des Hauses bzw. der Situation am Anfang des Zeltendorfer Weges:
1974:
Straßenausbau:
Serwuschok 430

Serwuschok 431


Les Fulsome auf seiner Triumoh Chopper: Bild von Alois Dachs
Die folgenden Bilder habe ich von KAWA-Sepp erhalten




Ein einzige Aufnahme habe ich gefunden, die vom Inneren des Lokals stammt. Zeitraum Anfang der 70er Jahre.


Am Stammtisch - auch Schülerlokale hatten so etwas -  von links. Christine Pongratz (verh. Skarin), Clemens Pongratz, Marianne Hutter (verheiratete Fulsome) und deren kleine Tochter Tanja, deren 2. Geburtstag wir hier offensichtlich feiern...lang, lang ist´s her und meine Haare sind DEUTLICH weniger...
Ich erinnere mich noch gut an eine außergewöhnlich gut bestückte Musikbox, wobei da nicht ein einziger Deutscher Schlager dabei gewesen ist. Er hatte zum Beispiel eine Singleauskoppelung von "The Seeker" von den WHO, die ich selber nie hatte und nur dort hören konnte und heute noch gerne höre und spiele.



Um eine Geschichte der Anwesen in Altkötzting zu dokumentieren ist es unnötig, die Besitzverhältnisse bis in die Gegenwart herauf zu veröffentlichen. Nicht nur der Datenschutz spricht dagegen; es ist schlichtweg für die Geschichte des Hauses unerheblich welcher Name heutzutage im Grundbuch steht.
Aus dem 20. Jahrhundert ist es eher interessant mit Bildmaterial zu arbeiten, was vorher nicht möglich gewesen war.

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