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Mittwoch, 24. Juni 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 2-24 Bildberichte

Es geht weiter mit Bildern aus der Zeitungsredaktion der Kötztinger Umschau, welche alle über eine private Sammlung von Frau Renate Serwuschok dem Arbeitskreis Heimatforschung übereignet wurden und nun im Stadtarchiv Kötzting verwahrt werden.
Da wir zusätzlich auch eine fast vollständige Sammlung von Zeitungsausgaben aus den Nachkriegsjahren in unserem Bestand haben, können viele der Bilder dann auch einzelnen Zeitungsartikeln zugeordnet werden.
Nachdem der Arbeitskreis Heimatforschung schon eine umfangreiche Datenbank an personenbezogenen Bildern hat wäre es für uns schön, wenn wir bei einigen der folgenden Bildern, vor allem bei den Personengruppen, Hinweise und Namenslisten erhalten könnten, die wir dann anschließend in unsere Datenbanken einpflegen könnten. Manche allerdings auch nicht und so wäre es schön, wenn wir bei dem einen oder anderen Bild auch eine Rückmeldung erhalten würden.

Signatur Bilderblöcke/KU SW Negative/Jungfeuerwehr
Signatur Bilderblöcke/KU SW Negative/Fronleichnam
Signatur Bilderblöcke/KU SW Negative/Tauberer


Heute sind es drei Bilderblöcke, die von Frau Serwuschok thematisch sortiert wurden und nicht groß genug sind für einen eigenen Blogbeitrag.

Kötztings Jungfeuerwehr:
links Grassl Franz


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Weber Luck von der Brandstraße bei der Knotenkunde

links Sperl Poidl



Fronleichnamszug 1973

letztmalig mit einem Umgang zur Hammermühle










Reisetaubenvereinigung  kurz: die Tauberer

meine ganze Kindheit begleiteten mich die Kötztinger "Tauberer", da mein Vater einerseits in der Vorstandschaft war und andererseits bei uns die Vögel "eingesetzt" - also beringt und in Körbe verpackt - wurden.
Viele Urkunden, Bilder, Pokale, Ringe und Medaillen waren in unserer Wohnung präsent. Nach der kollektiven Eichung der Uhren beim Kollmaier und dem Einsetzen der Tauben, der Abholung der Transportkörbe durch eine Spedition, der kurzen Radiomeldung am Sonntag morgen mit Angabe der Uhrzeit der "Auflassung" der Viecher, hieß des dann den ganzen Sonntagnachmittag im Taubenschlag zu warten und hoffen, dass der Vogel, wenn er dann endlich angekommen war, nicht zu lange auf dem Nachbarhausdach sich von der langen Reise ausschnaufte.
Es ging um den Ring, den die taube am Fußgelenk trug, den der Besitzer haben wollte, dem Vogel abnahm, diesen in eine Metallkapsel steckte, das Ganze dann in die Taubereruhr (ein hässlicher würfelförmiger Kasten), eine Umdrehung mit einem Schraubenschlüssel und die Uhr drückte einen Ankunftsstempel auf einen Papierstreifen, der bewies, wann die Taube in ihrem Taubenschlag angekommen war.
Jeder Taubenschlag der Reisetaubenvereinigung war auf den Meter genau eingemessen und so konnte die Reisegeschwindigkeit der Taube ermittelt und so dann  auch der jeweilige Sieger auf Orts, Kreis und Verbandsebene ermittelt werden.
Das Einsetzen kostete eine Gebühr.
Mit den Bildern von diesem Einsetzten bei uns im Hof habe ich auch ein der wenigen Ansichten unseres baufälligen Hinterhofs erhalten, den meine Mutter immer als "Berliner Hinterhof" bezeichnete.
Hier die Rückansicht der Marktstraße 30




Die Teilnehmer brachten ihre "Renntiere" in kleinen Transportkäfigen. Wagerer Franz (denke ich) sitzt in der Mitte an der kleinen fußbetriebenen Beringungsmaschine. Besitzer mit den Nummern der Taube werden in ein Protokoll eingetragen und dann kommt der Vogel in den großen, flachen Transportkäfig, der eine Normgröße hatte. (ein Exemplar habe ich noch bei uns auf dem Speicher). Diese Käfige wurden von SpezialLKWs angeholt und konnten alle auf einen Schlag geöffnet werden. Und dann hieß es für die Tauben "ab nach Hause"



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