Im Jahre 1956 erhielt die Stadt Kötzting eine technische Errungenschaft, die
Nun konnten die vielen Schlachttiere – Kötzting hatte damals noch mindestens sechs aktive Metzgereien mit eigenen Schlachthöfen, ganz zu schweigen von den zahlreichen Privatschlachtungen bei einigen Gastwirtschaften – auch gewogen werden. Interessant ist allerdings die Frage, wo diese Tiere gewogen werden mussten, bevor es diese öffentliche Waage gab.
Die neue Einrichtung wurde jedenfalls gut angenommen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass in späteren Jahren Frau Kolbeck (Gams) diese Waage bedient hat.
Das Gebäude - bzw. der Ort auf dem das heutige Gebäude errichtet ist und heutzutage eine Filiale des Chamer Finanzamtes - hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Hier stand einmal das Pfarrwidtum und danach einmal das Kötztinger Gefängnis. Hier saß bereits der Räuber Heigl ein und hier gelang ihm in den Anfangsjahren sogar seine berühmte Flucht. (Es ist die Geschichte mit dem vergessenen Hut.).![]() |
| Foto KU von 1956 |
| KÖZ vom August 1957 |
In einem Beitrag der Umschau aus dem Jahre 1956 wird auch die Situation in Kötzting beschrieben, wo und wie in Kötzting die Schlachttiere gewogen wurden, bevor es die Stadtwaage gegeben hat. >>>> im Rathaus(!)
Die im Haus selbst untergebrachte Viehwaage weist eine Traglast von 26 Zentnern auf. Die 1956 neu gekaufte Autowaage hat ein Tragvermögen von 20 Tonnen. Sie ist also auch für Lastwagen geeignet. Wir haben uns mit Herrn Rieger, dem seit fast zwei Jahren tätigen Wiegewart, ein wenig unterhalten und erfahren, dass er wöchentlich mindestens 40 und höchstens 80 bis 100 Wiegungen vorzunehmen hat. Für Kötzting eine sehr beachtliche Anzahl. Hochbetrieb herrscht vor allem am Schlachttag, also jeden Montag, wenn Händler und Metzger die Schlachttiere wiegen lassen. Im Wochendurchschnitt könne man mit 30 bis 40 Schweinen, fünf bis zehn Kälbern und fünf bis sieben Rindern rechnen.
Neben diesen Wiegegeschäften falle hauptsächlich noch das Wiegen von Brennmaterial, von Nutzholz, Stroh und Heu an. Im Herbst komme noch Tannenreisig hinzu. Nicht selten bringt auch die Polizei die „Kunden“. Dann müssen Lastzüge, bei denen eine Überladung vermutet wird, das Gewicht feststellen lassen. Meistens bestätige sich die Annahme der Polizei. Auf diese Weise ist die städtische Waage auch ab und zu ein ausführendes Organ der Hüter des Gesetzes, das keiner Täuschung unterliegt, sondern mit oft rücksichtsloser Genauigkeit anzeigt, wie „gewichtig“ die Schuld des ertappten Verkehrssünders ist. Wenn man die Lasten, die diese Waage im Laufe der Jahre zu tragen hat, addieren wollte und könnte, ergäbe sich bestimmt ein sehr respektables Gewicht. "
| Serwuschok516 1970-8-9-x Nr. 47 Interessant ist hier auch das längst abgerissene Rückgebäude des Hotels zur Post. Bild vom August 1970 |
| Serwuschok006 1973-10-30 Der Kötzting Waldverein trifft sich für einen Ausflug. |
| KU Juli/August 1969 Abfahrt einer Kötztinger Reisegruppe |
🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:
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Viel Freude beim Entdecken!
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