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| KU vom 11.8.1976 der "Gasthof zur Post" als das zentrale Vorhaben für die Entwicklung Kötztings zum Kneippkurort |
Das war die Überschrift der Kötztinger Umschau im August 1976. Im abschließenden Bericht wurde noch einmal der steinige Weg aufgezeigt, den Kötzting auf dem Weg zum Kneippkurort bereits gegangen war – und der Stadt noch bevorstand. Frau Renate Serwuschok, Chefredakteurin der Umschau und zugleich im Vorstand des Kötztinger Kneippvereins, versuchte dabei, den Verantwortlichen Beine zu machen:
"Kötzting (na). Drei Jahre sind vergangen, seit die Idee geboren wurde, den staatlich anerkannten Erholungsort Kötzting in seiner Bedeutung für den Tourismus aufzuwerten und die kurze Fremdenverkehrssaison spürbar zu verlängern. Stadtrat Michael Serwuschok hatte seinerzeit den Vorschlag unterbreitet und darum gebeten, alle Möglichkeiten zu prüfen mit dem Ziel, die Lücke zwischen Prien am Chiemsee und Bad Berneck im Fichtelgebirge mit dem „Kneippkurort Kötzting“ eines Tages zu schließen. Der Kneippverein wurde gegründet, Kontakt mit führenden Kneippplanern in den verschiedenen Grenzorten aufgenommen. Informationsfahrten durchgeführt. Das Stadtparlament gab grünes Licht für eine Reihe von Maßnahmen, die zur Erteilung der Auflagen notwendig sind. Mitten in diese Anstrengungen platzt nun die Meldung, dass jetzt auch Viechtach das Prädikat „Kneippkurort“ anstrebt und darum bemüht ist, in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Kneippverein alle notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.
Viele Einzelschritte, die Kötzting bereits erreicht hat listet Frau Serwuschok nun auf:
- Im „Untergrund“ des modernen Hallenbades floriert bereits eine Kneippstation.
- Die Messungen für die Klimaanalyse sind nach zwei Jahren abgeschlossen. Das Ergebnis kann jeden Tag eintreffen.
- Die erste öffentliche Wassertretstelle wurde am Dampfbach gebaut, eine zweite für den Trimm-pfad bei Gradis vorgesehen.
- Schwierigkeiten zeichnen sich aber dort ab, wo die private Hand gefordert ist. So wird zur Anerkennung der Nachweis von mindestens drei Häusern mit zusammen 100 Betten vorgeschrieben, für die eine hauseigene Kneippanlage zur Verfügung stehen muss.
Das scheint in Kötzting die Klippe, an der möglicherweise alle Hoffnungen zerschellen können.
Dann aber ging alles doch ganz schnell: Herr Kühn (kue) berichtete ganzseitig über die Kötztinger Sensation, der Schaffung eines Zweckverbandes aus dem Bezirk der Oberpfalz, dem Landkreis Cham und der Stadt Kötzting.
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| KU vom 21.10.1976 |
Und bereits Anfang November desselben Jahres machte der Bezirk Druck, um das Projekt voranzutreiben. Am Mittwoch, dem 10. November, lud die Stadt deshalb zu einer Informationsveranstaltung ins Hotel „Zur Post“ ein. Dabei ging es zum einen darum, die in Kötzting kursierenden Falschinformationen zu berichtigen, zum anderen aber auch darum, für das Projekt zu werben und private Geldgeber zum Einstieg zu bewegen. Sie sollten mit ihrem finanziellen Beitrag dabei helfen, den Anteil aufzubringen, den die Kötztinger selbst zu leisten hatten.
"Der Weg in die Öffentlichkeit
Kötzting (na). In einer öffentlichen Versammlung am heutigen Mittwoch um 20 Uhr im Hotel „Zur Post“ werden die Initiatoren des Projektes „Kurhotel“ über das Vorhaben und die finanzielle Beteiligung informieren. Den Bau und Betrieb dieses Hauses soll eine Kommanditgesellschaft (GmbH u. Co KG) tragen. Die privaten Anteilzeichner sollen bevorzugt aus dem regionalen Einzugsgebiet gewählt werden. Das Konzept ist wirtschaftlich und rechtlich mit der Regierung abgesprochen. Die Anteilzeichner werden nicht nur Teilhaber am Wirtschaftsunternehmen, ihre Rechte werden zusätzlich noch grundbuchmäßig gesichert. In der heutigen Versammlung erhalten die Interessenten auf alle Fragen erschöpfende Auskunft."
Keine 10 Tage vergingen und die Zeitung konnte berichten:















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