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Dienstag, 5. Mai 2026

Das Pfingstfest im Jahre 1956

Vor allem zwei Besonderheiten verleihen dem Pfingstfest des Jahres 1956 – also vor nunmehr 70 Jahren – aus heutiger Sicht eine besondere historische Bedeutung. Zum einen ist es die Jubelbraut Frau Marianne Kretschmer, geborene Greß, die damals im Mittelpunkt des festlichen Geschehens stand und das Pfingstgeschehen jenes Jahres in besonderer Weise prägte. Zum anderen ergibt sich ein zusätzlicher Zugang zur Geschichte durch die Tatsache, dass ich seit gut einem Jahr das „Kretschmer-Archiv“ digitalisieren darf, welches das Kötztinger Pfingstfest jahrgangsweise dokumentiert und damit einen wertvollen Beitrag zur historischen Überlieferung dieses Brauchtums leistet.
Weil wir von Pfingstfest 1956 nun so viel an ganz besonderen Bildern haben, möchte ich dieses Jahr in mehrere Themen aufgliedern, um den vielen Bildern auch gerecht zu werden.


Foto Kretschmerarchiv: Das Pfingstbrautpaar des Jahres 1956 Marianne Greß und Barth Schorsch beim Fototermin in der Hammermühle.

     
Detail aus Kötztings Goldenem Buch 


Die "Pfingstsammlung" des Kretschmerarchivs für das Jahr 1956 beginnt am Pfingstsonntag:


Die Einweihung des ersten "Evangeliums"
Pfingstsonntag 1956

Zu diesem Thema gibt es bereits einen eigenen Blogbeitrag: "Der Kötztinger Pfingstritt: das 1. Evangelium", aber natürlich war auch Werner Kretschmer, der spätere Ehemann der heurigen Jubelbraut, vor Ort und hat die Weihefeier festgehalten.

Das von der Kötztinger Kolpingfamilie im Jahre 1956 errichtete "Erste Evangelium" auf der Anhöhe zwischen Kötzting un Grub

Der Kötztinger Stadtpfarrer Dekan Josef Dietl




Dekan HH Josef Dietl und  der Präses der Kötztinger Kolpingfamilie, Kooperator Hackl

Ich würde sagen: die beiden Reiter waren v.l. Haymo Richter und Mühlbauer Hans(John), die beiden Begleiter.

Zentral in der Mitte: der Kötztinger Bürgermeister Hans Kroher



Der Pfingstritt 1956

Die folgenden Bilder vom Pfingstritt 1956 werde ich nach und nach nummerieren. Vielleicht erkennt der eine oder die andere einige der abgebildeten Personen – ich würde mich sehr über Hinweise zu Namen und Geschichten freuen. Rückmeldungen gerne an clemens.pongratz@t-online.de. So können wir gemeinsam ein Stück Kötztinger Pfingstgeschichte mit Leben füllen.


Aufstellung zum Ausritt

Bild 1: die Rittspitze reitet von der Kirchenburg herauf zum St. Veitsplatz

Bild 2: Der Kötztinger Bürgermeister Hans Kroher

Bild 3: Der Pfingstbräutigam von 1943, Heinrich Wieser aus Riedersfurth mit der Ehrenfahne des "Groumüllners" Zitzelsberger

Bild 4: zentral in der Mitte Oexler Franz, links uU Spitzi Franz, rechts Ludwig Wolfgang sen.


Der Ausritt:

Bild 5: Der Spielmannszug  wartet auf den Startschuss

Bild 6: v.l. Mühlbauer Hans - Barth Schorsch - Haymo Richter


Bild 7: alle unbekannt: im Hintergrund das Cafe Regina. Rechts uU Kolbeck (Gams) Wolfgang

Beim ersten Evangelium:




Bild 8

Bild 9: Pfarrmessner Rudolph Graßl


Bild 10: v.l. Mühlbauer Hans - Barth Schorsch - Haymo Richter


Bild 11: der Pfingstbräutigam Georg Barth


Bild 12: und weiter geht's Richtung Hohlgasse gen Grub


Bild 13: Kooperator Hackl mit dem Pfingstkranzl vor seiner Brust

Bild 14. v.l. Hans Leitermann - Schödlbauer Hans - Wack Traurig

Bild 15: unbekannt

Bild 16: v.l. Mühlbauer Hans - Barth Schorsch - Haymo Richter

Bild 17: Kooperator Hackl und der Pfingstrittmesner Rudolph Graßl



Bild 18: unbekannt



Bild 19: Es geht hinunter nach Bärndorf

Nach der Feldmesse... der Kirchenzug zieht herab zur Pfarrkirche:





Bild 19a der Kirchenzug

Bild 19b: die Vereinsabordnungen

Bild 19c: der Stadtpfarrer mit den Stadträten


Die Aufführung der "Pfingstrittehr" zwischen Aus- und Einritt:

Bild H1 rechts Costa Fritz, der "Biedermeierpfingstbräutigam sollte Robert Voithenleitner sein

Bild H2 KInder unbekannt

Bild H3 links Lehrer Zelzer(?)

Bild H4

Bild H5

Bild H6Die Zuschauer mit Bgm Hans Kroher im Pfingstreiterrock - 

Bild H7, der Chor

Bild H8 mit dem Pfingstreiter Schwarz Sepp, der damals keinen Ritt durchziehen hat können und immer schnell von Steinbühl nach Kötzting zurückgefahren ist
Bild H9a

Bild H9: der "Schandi" sollte Hans Auzinger gewesen sein, seine Paraderolle



Bild H10

Bild H11

Bild H12



Bild H13, den Herold spielte zumeist KH Krämer

Bild H14




 

Der Einritt:

Bild 20: vermutlich die Kreuzung nach Hofern

Bild 21



Bild 22: v.l. Mühlbauer Hans - Barth Schorsch - Haymo Richter

Bild 23: 

Die "Kranzlübergabe" am Marktplatz


Bild 24: die "Reporter"

Bild 25: die Vereinsabordnungen und rechts die Mitglieder des Kötztinger Stadtrates.
v.l. Josef Dullinger, Sepp Kerscher, Josef Barth, 

Bild 26: Kooperator Hackl und HH Dekan Josef Dietl  wohl mit einem Zuckerl in der Hosentasche fürs Pferd


Bild 27: die Pfingstbraut des Vorjahres Marianne Haushofer und die neue Pfingstbraut Marianne Greß
links mit der Sonnenbrille KB Krämer, Waltraud Haushofer, und rechts Fritz Graßl.

Bild 28: Kooperator Hackl bei seiner Ansprache



Bild 29: uU Fritz Weigl?




Bild 30: die Kranzlübergabe



Bild 31

Der Abschluss des Rittes:



Bild 32: 

Bild 33: 

Bild 34:

Bild 35: 

Bild 36: 

 





Der 1. Burschen- und Brautzug






Die Bewirtung

Nach der Anstrengung des Rittes kehrt erst einmal Ruhe ein: Nahe beim Hause des Pfingstbräutigams werden die Mitglieder des Kötztinger Burschenvereins bewirtet, und auch der Gastgeber selbst darf sich inmitten seiner Ehrengäste über die besondere Atmosphäre und das gesellige Beisammensein in den eigenen vier Wänden freuen.  Die Bewirtung fand offensichtlich im "Schulgasserl" statt, dem schmalen Weg zwischen dem Pfeffergraben und dem alten Schulhaus, heute das Parkhaus.

Bild 1: Die Eltern des Pfingstbräutigams zusammen mit dem HH Dekan Josef Dietl und dem Kooperator F. Hackl in einer ganz besonders stimmungsvollen Aufnahme.


Bild 2: Ich erkenne hier Brandl Wick, Heigl Theo und Traurig Stutz

Bild 3: Im Hintergrund Haymo Richter und Barth Schorsch, vorne links Irlbeck Otto rechts Sperl Schorsch und mitte Wack Traurig und Schödlbauer Hans

Bild 4: Menacher Alois

Bild 5: Pongratz Schorsch, Winter Hans, Kirschbauer Franz(?), Neumeier(?), ganz rechts Müller Martl

Hier noch der entsprechende Eintrag in der Burschenchronik:
Auf dem kleinen Bild in der Mitte kann man sehr gut im Hintergrund das (ganz) alte Schulhaus erkennen.


Danach setzt sich der Burschenzug in Bewegung zum Elternhaus der Braut – der Hammermühle –, um sie dort abzuholen. Im Anschluss formiert sich der festliche Zug neu und führt Braut und Burschen gemeinsam durch die Stadt, begleitet von Musik, Zuschauern und der besonderen Spannung dieses traditionellen Höhepunkts.

 


Bild 6: Die Braut schmückt die Burschenfahne mit einem Blätterkranz, der danach vom Fahnenjunker um den Hals getragen wird.

Bild 7: 

Bild 8: 

Bild 9: 
Bild 10 : 


 Der 1. Burschen- und Brautzug

Im Festspiel „Pfingstrittehr“ spricht Eugen Hubrich davon, dass sich im Verlauf des Geschehens auch die „längst entschwundenen historischen Gestalten“ des Pfingstbrauchs gleichsam wieder mit dem heutigen Geschehen verweben. Dieser Gedanke bekommt eine besondere Tiefe, wenn wir heute auf folgende Bilderfolge blicken, die Menschen zeigen, die uns allen vertraut waren und die inzwischen nicht mehr unter uns sind.

So wird die folgende Bildfolge nicht nur zu einer Dokumentation vergangener Pfingstfeste, sondern auch zu einer stillen Erinnerung an jene Persönlichkeiten, die das Fest über viele Jahre geprägt haben – eingebettet in die lebendige Tradition, die von Generation zu Generation weitergetragen wird.



Bild 11 :  
Höcherl(Heijterl)  Karl und Brandl Wigg: das Warten auf die Braut:



Bild 12 :  
Das Pfingstbrautpaar von 1956 mit seinen Beleitern im Hauseingang der Hammermühle
v.l. Hans(John) Mühlbauer - Marianna Greß - Barth Schorsch - Haymo Richter



Bild 13 :  



Bild 14 :  
Menacher Aloys als Fahnenjunker

Bild 15 :  

Bild 16 :  

Bild 17 

Bild 18: Mitte Irlbeck Otto

Bild 19

Bild 20

Bild 21

Bild 22

Bild 23

Bild 24



Bild 25

Und zum Abschluss des Burschen- und Brautzuges dann noch das traditionelle Foto bei der Jahnhalle, wo am Abend dann die erste Pfingsthochzeit stattfand.

Bild 26

Bild 27



Der 2. Burschen- und Brautzug



 

 




















Die Zuschauer am "Stachuseck"


rechts Ludwig Wolfgang sen. und Rudi Osterwinter






















Und zum Abschluss noch einige Bilder vom Kinderfestzug 1956











Ein Rätsel dieser Bildersammlung bleibt jedoch:

Auf dem Farbfilm von dem all die Bilder stammen, die weiter oben ein den Beitrag über den 2. Brautzug eingearbeitet wurden, befinden sich auch zwei Fotos, die ich nicht zuordnen kann und die mir ein Rätsel aufgeben.
Offensichtlich am Kötztinger Marktplatz - nochmal der Hinweis, diese Bilder stammen aus demselben Film - versammeln sich viele Menschen, Vereinsabordnungen mit ihren Fahnen, Kötztinger Stadträte UND mittendrin und unverkennbar, der - spätere - Kötztinger Stadtpfarrer Josef Augustin.




Auch dieses Foto stammt von derselben Folmrolle, ist aber die Lösung des Rätsels.


HH Dekan Josef Dietl Kötzting verlässt Kötzting am 4. Juli  Kötzting.  Es kann auch nicht die Ankunft des neuen Stadtpfarrers Josef Augustin gewesen sein, denn dieser traf - pünktlich, wie die Kötztinger Zeitung vermerkt - aus Schwandorf  kommend um 19.30 in Kötzting ein.
Es bleibt ein Rätsel - oder aber, der Film blieb in der Kamera, ohne vollständig belichtet geworden zu sein und die verbleibenden Fotos wurden im Folgejahr geschossen.
Im Folgejahr hieß die Pfingstbraut Luitgard Hollmaier und damit wäre das Rätsel eigentlich gelöst: die beiden Pfingstbräute von 1956 und 1957 erwarten die Pfingstreiter am Markplatz und Stadtpfarrer Josef Augustin und die Markträte stehen ebenfalls bereit.







🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:

Viele Geschichten aus Kötzting lassen sich nicht nur lesen, sondern auch direkt im Stadtplan entdecken.
Die Interaktive Karte Kötzting führt über ihre Marker unmittelbar zu den passenden Blogbeiträgen – Geschichte zum Anklicken.

 ⭐ Pfingstritt Pfingstritt Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Pfingsten in Bad Kötzting. 



Viel Freude beim Entdecken!

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Freitag, 1. Mai 2026

Die Pfingstreitermesse

 Eine Anregung zur Diskussion im Jahre 1976:

Die Pfingstreitermesse einmal als Feldmesse?

Am Pfingstmontag stehen Tausende vor der Pforte der überfüllten Nikloauskirche in Steinbühl

Mit dieser Überschrift stellte Dieter Reithner mit einen umfangreichen Artikel den "Platz"  Pfingstreitermesse in Steinbühl zur Diskussion und ging dabei auch auf ein paar jener Weichenstellungen und Streitpunkte ein, die vor allem in den 1960er Jahren in Kötzting für Empörung  und Debatten gesorgt hatten.


"Eines vorweg, um Missverständnissen vor
zubeugen: Der Verfasser dieses Beitrages will keinem jener „Reformer“ das Wort reden, die in jedem Jahr etwas anderes ändern wollen, um den Pfingstritt "attraktiver zu machen.
So muss etwa auch der Vorschlag einer anonymen Reiseleiterin, die im Viechtacher Bayerwaldboten in einem Leserbrief zum Pfingstritt Stellung nahm, als wahrer Krampf bezeichnet werden: „Geschlossen und zügig an- und wieder abreiten, mit deutlicher Spitze (durch Fahne oder anderem gekennzeichnet), um die sich alles scharen kann." Soweit das wörtliche Zitat. Bei einem Gelöbnisritt dürfte das Kreuz wohl als „deutliche Spitze“ gut genug sein. Dies nur ein Beispiel dafür, wie unsinnig Verbesserungsvorschläge sein können.
Fest steht auch, dass der Kern des Pfingstfestgeschehens unangetastet bleiben muss. Zu diesem Kern zählt in jedem Fall auch der Pfingstreitergottesdienst in Steinbühl. Es sollte aber erlaubt sein, über das „Wo“ zu diskutieren. Zumal dieses „Wo“ auch von Bedeutung für das „Warum“ sein kann.
Zunächst einige Feststellungen zur Reitermesse in Steinbühl:

Die Reitermesse in Steinbühl 

Der nach der Überlieferung als Reitermesse bestehende Gottesdienst in der Filialkirche in Steinbühl ist ein Bestandteil des Pfingstrittes als Bittprozession. Die Gestaltung der Reitermesse obliegt dem Geistlichen Offiziator. Weil die Umstände beim Pfingstritt für eine hochliturgische Gottesdienstfeier keinen Raum lassen, soll die Reitermesse in einfacher und schlichter Form abgehalten werden.
(Feststellungen des Pfingstrittkomitees vom 7.6, 1968).

Aus dem Bericht des Kötztinger Magistrates an die königliche Kreisregierung Passau 1821, „Mit entblößtem Haupte bethet die andächtige Schar berittener Wallfahrer bis zur Kirche des Hl. St. Nikolaus in Steinbühel, woselbst ein des Verlöbnisses anständiger Gottesdienst abgehalten wird, von wo sonach der Rückzug auf die ähnliche Art beginnt“.

Seit 1945 war es Brauch, dass während der Reitermesse Pfingstbräutigam und Brautführer am Speisgitter der Pfingstreiterkirche laut vorbeteten. Erst mit der Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil gibt es keine bindenden Vorschriften mehr.

1968 Aufführung der „Pfarrkirchener Messe“, die jedoch von den Pfingstreitern und vom Pfingstrittkomitee im Gegensatz zum veranstaltenden Expositus Albert Melchner von Steinbühl als „Tradition- und Stilbruch“ sowie als „deplatziert" bezeichnet und unter schärfstem Protest abgelehnt wurde.
Jazzmesse in der Kötztinger Pfarrkirche mit Expositus Albert Melchner



1969 schreibt Georg Rauscher, Würzburg, auf Anregung von Karl B. Krämer eine „Pfingstreitermesse“, die von Oberlehrer Josef Ramsauer, Weißenregen, vertont worden ist. Diese Messe ist in den letzten Jahren zum festen Bestandteil der Reitermesse in Steinbühl geworden.

Drinnen oder draußen?

Die Frage, ob die Reitermesse nicht als Feldmesse gehalten werden könnte, wird seit
Jahren immer wieder angesprochen. Zu einer ernsthaften Diskusslon, in der man die Nachteile der einen oder anderen Form handelt hätte, gab es allerdings nicht. Es haben nach dem Pfingstritt von heuer Kaplan Johannes Gschlößl, dem Geistlichen Offiziator, und „Hausherr" Expositus Albert Melchner über die Möglichkelt, die Pfingstreitermesse messe als Feldmesse zu hallen, gesprochen.
Trotz aller organisatorischen Schwierigkeiten, die eine Feldmesse mit sich brächte, würden sie eine Feldmesse befürworten. Der Hauptgrund: Mehr Menschen könnten und würden in die Fürbitten und Dankgebet einstimmen. Schließlich kommen nicht alle Besucher nach Steinbühl, um nur zu schauen, nur Pferde und Reiter zu bewundern.
Eine Feldmesse (als Standort des Altars wäre der Platz unter einer der mächtigen Linden neben der Kirche denkbar) würde auch den Nur-Schaulustigen zeigen, worum es beim Pfingstritt geht und
Bekommt der Gast nur Ein- und Ausritt,  Würstlbraterei und Durstlöschen mit, so sieht er im Pfingstritt nicht viel als Volksfest oder „Folklore“. Er ist ja verschlossen vom Gebet. Zu bedenken ist, dass viele Besucher aus nah oder fern nicht um einer Schau willen kommen. Sie kommen,  um mit den Reitern den Gottesdienst zu feiern, um mit den Pfingstreitern Fürbitte und Dankgebet zum Himmel zu schicken

Und die Pfingstreiter selbst: Wer von den weit über 400 Reitern hat überhaupt Chance, nach der Ankunft und nachdem die Pferde untergebracht und versorgt sind, in das Gotteshaus zu gelangen? Die Eingänge sind verstopft, die Kirchenbänke schon kurz nach dem Einritt voll besetzt. Ein Umstand der manchem auch nur allzu leicht als Ausrede für sein Fernbleiben vom Gottesdienst dient. Würde man nicht wieder mehr Pfingstreiter vor dem Tisch des Herrn in Fürbitte und Dank antreffen, wenn dieser Tisch des Herrn leichter zugänglich wäre?

Pfingstreitermesse 1973 v.l. Wolfgang Ludwig - Hans Wolfgang Dittrich - Held Bepp

Kirche Steinbühl: Pfingstreitermesse 1973
links OL Ramsauer beim Dirigieren des Chores
erste Reihe v.l. Hans Kuglmeier - Sepp Zahorik - Schwarz Sepp - Dr. Stefan Dittrich
zweite Reihe v.l. Alexander Schubert - Barth Schorsch  - Pagany Willi - Graßl Franz
dritte Reihe ganz rechts Siegfried Mark
An der Kirchenwand v.l. Michael Hastreiter -  Otto Gerstl - Adolf Schwarz - Franz Kirschbauer
Ich bin mir sicher, dass die Kinder zwischen den Erwachsenen zu diesen gehörten und benannt werden können.


Manches Hindernis....

Selbstverständlich spricht manches gegen die Verlegung der Reitermesse aus der Kirche vor oder neben die Kirche. Da ist einmal die Frage der Platzwahl. Wie bereits wähnt, der Altar könnte auf dem erhöhten Platz neben der Kirche errichtet werden unter den schattenspendenden Linden.
Gläubigen hätten auf der großen Fläche zwischen Kirche, dem ehemaligen Gemeindehaus und dem Gasthaus Graf genügend Platz. Am Rande dieser Fläche jedoch würden sich vermutlich Andacht und Gebet in Trubel der Unterhaltung der weniger am Gottesdienst interessierten Besucher verlieren. Außerdem : Wo sollen die zuletzt eintreffenden Pfingstreiter hin, wenn der Platz bereits gefüllt ist. 
Probleme, die sich gewiss lösen lassen.
Doch das Hauptproblem:
Ist der Eingriff in das 
Brauchtum nicht zu groß, wenn man die Messe nach draußen verlegt?
Bei allen Überlegungen, zu denen Pfarramt, Pfingstrittkomitee und Stadtrat aufgerufen sind, sollte man jedoch eines nicht unberücksichtigt lassen: Pfingstritt und Reitermesse bedeuten nicht nur den Reitern Gottesdienst. Nicht alle, doch viele Besucher und Gäste wollen mitbeten, wollen mithören wollen mitfeiern.  


🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:

Viele Geschichten aus Kötzting lassen sich nicht nur lesen, sondern auch direkt im Stadtplan entdecken.
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 ⭐ Pfingstritt Pfingstritt Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Pfingsten in Bad Kötzting. 



Viel Freude beim Entdecken!

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