Das "alte Kötzting" bei der Uraufnahme bei der beginnenden Landvermessung hatte 159 Anwesen. Der Geschichte dieser Bürgerhäuser und ihrer Bewohner nachzuspüren und sie zu dokumentieren, ist das Ziel dieser Häuserchronik. Die Anfänge und die Entwicklung unserer Heimatstadt – von der Teilung der Urhöfe bis zur Ernennung Kötztings zum Landgerichtsort – lassen sich in einem einleitenden Blogbeitrag ausführlich nachlesen.
Alte Hausnummer 110 und 110 1/2
Das historische Haus mit der alten Hausnummer 110 stand in der heutigen Bahnhofstraße und zwar an der Abzweigung beim Laden der Seiderer Fannerl, wo ein kleiner Weg sich hinauf zu den Plattenäckern wegdreht.
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| Detail aus Vermessungsamt Cham: 5168-2100-LiquiP_Bad_Koetzting_1831_Beilage_M2500_1_1-01 |
Fast alle Kötztinger Häuser, die sich außerhalb der Marktbefestigung befinden, sind neueren Datums und befinden sich sprichwörtlich auf Kötztinger Neubaugebieten des 18. Jahrhunderts.
Nur dem Zufall, dass sie bereits vor 1840 errichtet wurden, haben sie es zu verdanken, dass sie eine eigenständige Hausnummer erhalten haben. Alle Neubauten nach 1840 erhielten danach Zusätze angehängt.
Das hier dokumentierte Haus wurde genau in der Zeit zwischen der Erstellung des Häuser- und Rustikalsteuerkatasters 1811, der Erstellung des Liquidationsprotokolls (=Planerstellung siehe oben) ca. 1830 und dem Grundsteuerkataster 1840 erbaut, was aber auch den "Vorteil" hat, dass wir ein genaues Datum haben, was der Haus erbaut wurde, es eben auch nicht weit zurück in der Geschichte reicht.
Also: Unser Haus mit der im Jahre 1840 erteilten Hausnummer 110 hat 1811 bei der Erstellung des H+R-Katasters noch nicht existiert.
Im Plan von 1830 ist es erst noch als ein kleines Haus eingezeichnet.
1840 lassen sich unter dieser Hausnummer aber schon zwei Häuser nachweisen, nämlich das
HsNr 110 des Joseph Harfohl und
HsNr 110 1/2 des Zimmerbarthl
Da diese Abteilung des Hauses (110 1/2) bereits an anderer Stalle dokumentiert ist, hier nur kurz die Erarbeitung des "Geburtsdatums" aus dem Grundsteuerkataster des Jahres 1840
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5039 von 1840 |
"Hausnummer 100 1/2 in Kötzting Zimmerbartl /Bartholomä Barth
Ein Haus
Gebäude
das Wohnhaus "
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5039 von 1840 |
"Von der Marktsgemeinde Kötzting den Bauplatz gegen anliegenden Bodenzins eigenthümlich abgetreten, erhalten und im Jahre 1839 neu erbaut. Laut gerichtlicher Verbriefung vom 15. September 1840."
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5045 von 1841 |
1. Bartholomä Barth, Bürger /:Hauseigenthümer:/
1. Hauptgebäude:
I 1 Wohnzimmer, 1 Kammer, 1 Küche und 1 Kellergewölbe
II 2 Wohnzimmer und 1 Küche, den Hausboden unterm Dach
Ht des Bartolomä Barth
2. Anna Schöpperl, Mädchenlehrerin /:Mieterin:/
1 Wohnzimmer
Unterschrift Anna Schöpplin
Unterschrift Stoiber Rechtspr.
II 1 Wohnzimmer
Unterschrift Grieb
Bartholomaeus Barth - genannt Zimmerbartl
Zurück zum eigentlichen Haus mit der alten Hausnummer 110 des Josef Harfohl mit dessen Auszügen aus dem Grundsteuerkataster von 1840.
Joseph Harfohl und Prandtl Theresa
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5039 von 1840 |
Ein Leerhaus
gebäude
Wohnhaus mit Stall und Stadl unter einem Dache, dann Hofraum
Wurzgarten, das Hausgartl"
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5039 von 1840 |
"Laut Brief vom 14. August 1828 hat Joseph Harfohl anbestehendes Häuschen noch als Stadl von Malthasar Mühlbauer um 255 Gulden erkauft und selben in das nebenstehende Häuschen umgewandelt
Lt Vormeldeprotokoll vom 28.Juni 1847 von den Reliketen um 800 fl übernommen
Lt Vormeldeprotokoll Nro 85 vom 1ten Febr. 1848 und Brief vom 10ten März 1848 um 2000 fl erkauft."
Josef Harfolh war also der Mann, der in der heutigen Bahnhofstraße von Balthasar Mühlbauer (Bäckerei Graßl) ein kleines Grundstück mit einem Stadel darauf erworben und diesen in ein Wohnhaus umgebaut hatte, das dann 1830 bereits im Plan auftauchte und 1840 bei der Anlage des Grundsteuerkatasters sogar eine eigenständige Hausnummer bekam.
Nur wenig ist von Josef Harfohl bekannt:
"14. Januar 1822 Harvolk Joseph hat von seinem Stiefvater Weinzierl Sebastian fahrender Straubinger Bote und Fragner in Kö das ganze Anwesen übernommen. Und hat sich verehelicht. Bürgerrecht"
Das Haus des "Straubinger Boten" war das Haus mit der alten Hausnummer 51 - früheres Textilhaus Schödlbauer - und darauf ist auch Weinzierl Sebastian zu der Zeit nachgewiesen.
Bei seinem Heiratseintrag in den Kötztinger Pfarrmatrikeln finden wir:
Harvoll Josef, Straubinger Bote und Sohn des Joseph Harvoll und der Anna, geb. Benger, heiratete am 5.1.1822 die Zettischer Bauerntochter Theresa Prandtl.
"1828 - Betr.: Joseph Harfohl Bürger v K Hausbau.
Harfohl will sein Fragner und Botenhaus verkaufen und die für 500 fl vom Bürger Riederer erkauften
V. d Gemeinde Fleischmann Martin und Ander Ring: Harfohl kann sich dort nicht ernähren, daher Ablehnung.
Auzinger: Plan führt hinters Licht Harfohl hat höchstens 4 1/2 Tagwerk. Die umliegenden Grundbesitzer werden nicht "unbeschädigt" davonkommen.
Nun will Harfohl aus seinem vom Bürger Balthasar Mühlbauer für 255 fl erkauften Stadl außerhalb des Marktes ein Wohnhaus errichten auf der Straße nach Blaibach.
Windorfer, J Degger und Ander Haas sind die Anlieger. Degger will auf sein Fahrtrecht nicht verzichten. Dieser Bau wird abschließend genehmigt."
Im Jahre 1839 steht in den Kötztinger Rechnungsbüchern eine kurze Notiz über ihn, dass er bereits im Jahre 1829 dass er "bereits im Jahre 1829 sich von hier entfernet und nebst seinen Kindern auch sein Anwesen ohne Disposition zurückgelassen" habe. Auch hätte er seine Kinder den Großeltern, Sebastian Weinzierl und Anna überstellt.
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| StA Landshut Grundsteuerkataster Nr. |
1. Hauptgebäude
I Wohnzimmer und 1 Kammer, Boden, dann Stallung
Weitere Scheune mit Dreschtenne und Futterboden
Andreas Harfohl
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Angemeldet den 28. Juni 1847
Die Joseph Harfolschen Relikten HsNr 110 zu Kötzting übergeben an ihren Miterben Ander Herschl v.d. das zum k. Landgerichte zinsbare und eigene Leerhaus .... ohne kjede Änderung um die Summe von 800 fl.
Josef Harvoll"
Johann Wilhelm und Katharina Lemberger
Andre Harvoll HsNr 110 zu Kötzting verkauft an Johann Wilhelm Maurermeister v.d. das zum k. Landgercihte gerichtsbare und eigene Leerhaus LitA u. B. per 4 Tw 81 Dez .... ohne Änderung um die Summe von 2000 fl.
Joh. Wilhelm Maurermst.
Katharina Wilhelm"
Einschub
Im Elternhaus der Ehefrau - beim Bäcker und Gastwirt Franz Lemberger - wurde im Jahre 1840 der Kötztinger Burschen- und Wandererverein gegründet, Kötztings ältester Verein, der noch heut existiert, blüht und von unserer Pfingsttradition nicht wegzudenken ist.
Einschub Ende
Bereits im Jahre 1845/46 hatte der Maurermeister JW das Kötztinger Bürgerrecht und seine persönliche Gewerbskonzession erhalten. ZU dieser Zeit war offensichtlich die Erlangung dieses rechtes nicht mehr zwingend an den Besitz eines Anwesens im Markt verbunden gewesen.
Vor dem in Kötzting wenige Jahre zuvor eingeführten Vermittlungsamt musste er sich im Jahre 1849 stellen. Im dortigen Protokoll heißt es:
"1. Februar 1849: Johann Klausner Gütler von Haus tritt gegen den Maurermeister Johann Wilhelm dahier heute klagbar auf, weil der Letztere einen mit dem Kläger abgeschlossenen Kaufvertrag für eine Kuh nicht einhalten will, und bittet den Beklagten zur Erfüllung des Kaufvertrages durch Erlage des Kaufpreises per 36 fl anzuhalten. Der Beklagte erinnert, dass er den Kauf aus dem Grunde nicht eingehe, weil die fragl. Kuh mit einem Gebrechen behaftet sein soll, dass nach dem Landesgesetzen der abgeschlossene Kaufvertrag rückgängig gemacht werden könne und verweigert aus diesem Grunde die Bezahlung des Kaufpreises. Es kam keine Einigung zustande."
10 Jahre später gings vor derselben "Behörde" erneut um eine Forderung:
"13. Dezember 1859: Anton Grassl, Bäcker, hat gegen Joh, Wilhelm Maurermeister v d wegen Forderung im Betrag von 277 fl Klage erhoben. Beklagter erkennt diese Forderung an und erklärt binnen 4 Wochen Zahlung an Grassl zu leisten. Grassl erklärt, wenn in der Frist von 4 Wochen bezahlt wird, er mit 250 Gulden zufrieden.
Ab nun wird es kompliziert, die Geschichte der einzelnen Häuser in diesem Ortsteil Kötztings nachzuvollziehen, da es dort laufend zu Teilungen und Neuanlagen kam.
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| Detail aus Vermessungsamt Cham: 5168-2100-LiquiP_Bad_Koetzting_Beilage_M2500_1_1-01 |
Gleichzeitig ist noch das dazugehörige Wiesengrundstück zu erkennen: 110(in rot) und 224 (in Schwarz).
Weiter hinaus aus dem Markt Kötzting steht das nächste Haus, das des Bartholomä Barth: 110 1/2 (in rot) und 996 1/2 (in Schwarz).
Im Hintergrund findet sich ein weiterer Neubau: 111 1/2 (in rot) und 918 1/2 (in Schwarz).
Wie sehr diese drei Anwesen miteinander verwoben sind, kann man an den linken Randvermerken im Umschreibeheft nach 1860 erkennen.
110 d Haas Anton nun Bahnhofstraße 4
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| Foto Barth Josef: links 110a Gerstl Seiderer - rechts 110d Haas Anton |
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| Foto AB Schnabel Tabak Seiderer (ehemals Gerstl) danach Vogl - Gmach - Frauenreuther Dieser ganze "Viererblock" ist auf der einen "Flurnummer" erbaut worden |
110b Vogl Michael später Vogl Max nun Bahnhofstraße 10
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| Foto Josef Bock: Maschinengeschäft Michael Vogl |
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| Foto Kretschmerarchiv KreA Nr. 439 |
110 Kuchler Franz (nun Familie Frauenreuther) nun Bahnhofstraße 16
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| Krämerarchiv: Haus Kuchler - Liebl - Frauenreuther |
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| StA Landshut Baupläne Rep 162-8 Sch. 21 Nr. 3141 von 1882 |
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| StA Landshut Rep 164-8 Nr. 3654 von 1892 |
Hier finden wir wieder die bekannte Reihenfolge, aber auch bereits das Gebäude des kgl. Forstamtes in der zweiten Reihe.
Heigl Josef und Rosa
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| Staatsarchiv Landshut Rep 166N-12 Schachtel 38 Nr. 11 von 1886 Hanr 110c Heigl Josef |
Ein Gebäude (Wohnhaus) mit Garten
Baarvermögen ist keines vorhanden,."
Nach dem Tode ihres Mannes stellte sich für die Witwe Rosa Heigl dann auch die Frage des Heimatrechtes, die von ihrer Heimatgemeinde erhoben wurde.
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| StA Kötzting 024 Familienbögen: Hier Heigl Rosa "Betreff: Vollzug des Heimatgesetzes in der Novelle v. 17.6.98 hier Heimatsrelocierung der Rosa Heigl verh. beheimatet in Hofkirchen" |
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| Die Heimatgemeinde der Frau Heigl schrieb an den Magistrat Kötzting, um ihre dort heimatberechtigte Bürgerin an die Marktgemeinde Kötzting zu übergeben. |
Stoiber Wolfgang und Anna
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| Hier wird ein Waschhaus erbaut, das dann Jahre später überbaut wird |
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| StA Landshut Rep 162-8 Sch. 24 Nr. 3462 Stoiber Wolfgang |
Im Folgeband erscheint danach seine Witwe Anna (1928), bevor dann Frau Franziska Gerstl (1952) vorgetragen ist. Nun allerdings wird das Haus als 110 c in den Dokumenten geführt.
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| Gerstl Xide - Xaver Gerstl |
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| Gerstl Xide und Hamsa Otto |
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| DIA-Repro 1292 Bahnhofstraße 6 Geschäfte Musial und Loderer (Astfalk) im Haus Gerstl |
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| DIA-Repro 1297 der ganze Häuserblock, der aus dem alten Haus Nummer 110 im Laufe der Zeit entstanden ist. |
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| DIA-Repro 1298 Gerstl Xide |
DER "Gerstl Xide" und seine Zwergpudel bildeten für mich früher eine Einheit mit dem 1. FC Kötzting und seinem Fußballplatz. Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 1930
Überhaupt Hunde und die Familie Gerstl/Seiderer
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| Foto Christa Rabl-Dachs: Martin Seiderer mit den Jack-Russel Familienmitgliedern |
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| Foto Christa Rabl-Dachs: Seiderer Fannerl |
Mich wundert, dass die Postboten überhaupt das richtige Haus bzw. den richtigen Postkasten haben finden können, da diese alte Hausnummern ja bis 1952 auch dien postalischen Anschriften gewesen sind.
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5045 |
Heinrich Oesterer und Kreszenz Assilimann
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5045 |
Im Jahre 1860 landete beim Magistrat ein Gesuch des Oesterer Heinrich von Viechtach um Verleihung einer personellen Maler- und Vergolder Konzession. Der Kötztinger Maler Anton Stoiber protestiert, weshalb das Gesuch auch zunächst abgewiesen wurde.
Oesterer legt Berufung ein, die von der Regierung ebenfalls abgelehnt wurde, weil Oesterer seine Militärzeit noch nicht beendet hatte, er müsste einen Ersatzmann bringen und da auf auf seine Kosten. Mit dem Rest seines Geldes könne man aber kein Gewerbe begründen.
Oesterer bringt seine Wohnungseinrichtung und Kleidung zur Schätzung aber es erfolgt erneut eine Abweisung.
Oesterer schreibt erneut eine Eingabe, dieses Mal durch den Advokaten Lüft v Straubing und die Regierung ihm erteilt schließlich seine Konzession.
Im Magistrat stimmen jedoch Lukas und Diermeier dagegen und beauftragen danach Dr Gareis von Deggendorf um Einspruch. Dr Gareis erwidert, dass die 2. und letzte Instanz d Regierung die Zustimmung erteilt hatte und daher es keine Chance mehr gäbe.
Der Magistrat erhebt jedoch trotzdem Einspruch was ihm eine Rüge von Seiten der Regierung einbringt.
Nun also erfolgt die Genehmigung, nicht jedoch für die geplante Hochzeit mit Ahsilimann Creszens. Oesterer muss zusätzlich dem Stoiber Maler mindestens 24 kr. besser 36 kr. wöchentlich zahlen wegen dessen Verdienstausfall, da dieser sonst der Armenpflege zum Opfer fallen würde.
Oesterer gibt 24 kr. wöchentlich und erhält danach auch die Genehmigung auch zur Heirat.
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| Staatsarchiv Landshut\Rep 166N-12 Nachlassakten\Rep 166N-12 Schachtel 37 Nr. 67 von 1894 Hanr 110b Oesterer Creszenz |
Die Verlebte war Miteigenthümerin des Anwesens HsNro 110b in Kötzting
Hinterlassene Personen:
1. Heinrich Oesterer Kunstmaler in Kötzting
Dieser eichte es dann bald (1906) an einen Alois Klingseisen weiter und mit Michael Leidl endete 1907 der Eintrag im Umschreibeheft.
Im Neuen Umschreibehft - ab 1910 - findet sich dann im Jahre 1913 der Übergang zur Familie Vogl, aus Traidersdorf kommend.
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5054 |
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| Foto Hauptlehrer Josef Bock die Teerung der Bahnhofstraße in den Dreißiger Jahren. Im Hintergrund das Haus "Maschinengeschäft v. Michl Vogl" Josef Bock wohnte übrigens im ersten Stock dieses Hauses. |
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| DIA-Repro 1301 Seit Ende der 30er Jahre bis herauf ins Jahr 1970 existierte diese Straßentankstelle in der Bahnhofstraße |
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| Foto Serwuschok 920 |
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| 1976 Totengedenken für die verstorbenen Vereinsmitglieder in der Auwiese |
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| img_7842: Vogl Max bei der Jägerausbildung |
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| img_7843: Vogl Max bei der Jägerausbildung |
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| Vogl Max bei der Pflichttrophaeenschau in der Jahnhalle |
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| Serwuschok279: Hier beim Schützenverein. |
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| Serwuschok 222 Held Bepp und Vogl Max beim Fischerfest |
Hier ein Zeitungsbericht vom März 1951:
"Schafbock wurde nach Kötzting entführt
Am Ostermontag fand in Sackenried ein Preisschießen statt, bei dem es an guten Schützen nicht fehlte. Schon glaubten die Wettzeller den Preis – einen Schafbock – mit nach Haus nehmen zu können, da bestieg der Kötztinger Vertreter Max Vogl nochmals den Stand und schoss 58 Ringe. Damit errangen die Kötztinger Vertreter den Schafbock. Die Gesichter der „Wettzeller“ sollen demnach ziemlich lang gewesen sein, da sie glaubten, dass die Ringzahl 58 nicht mehr überboten werden könnte. Wir gratulieren dem wackeren Schützen Max Vogl zu seinem Erfolg.
Es geht aber auch in die andere Richtung, Juni 1956, kurz nach dem Fang des prachtvollen Hechtes:"Nicht nur Fische beißen an!
Bad Kötzting. Beim Preisfischen in der Naab konnten die Kötztinger Petrijünger zwar keine großen Triumphe feiern und schwere Beute aus dem Wasser angeln, dafür aber einen einmaligen und unübertrefflichen Lacherfolg erzielen, dessen Wirkung nur ermessen wird, der schon einmal Gelegenheit hatte, zum Beispiel Herrn Max Vogl bei Ausübung des Angelsports zuzuschauen und Zeuge seiner Begeisterung und seiner unerschütterlichen Ruhe zu sein, wenn er die Fischlein lockt und spürt, wie sie anbeißen, wie sie ihm und seiner Angel nicht widerstehen können. Max Vogl beteiligte sich also auch am Preisfischen, warf seine Angel unermüdlich in kühne Schwünge in die Fluten und wartete auf den großen Augenblick des Anbeißens. Einmal biss es an, so plötzlich und so gewichtig, dass der Petrijünger fast sein Gleichgewicht verloren hätte. Seine Angel war viel zu leicht, diesen Brocken herauszuholen. Er rief um Unterstützung, bat um stärkere Angelgeräte, um Hilfestellung, damit ihm seine Beute nicht noch entwische. Minuten vergingen, die Spannung stieg, und nach einer knappen Stunde kam der große Augenblick: das feuchte Element gab den Fang frei. Was sich jetzt zeigte, übertraf alle Erwartungen. Es war kein Fisch, es war ein mit Wasser bis an den Rand gefüllter Marmeladeneimer. Der Sieg entschwand, das Gelächter blieb – lasst uns mitlachen!
Petri-Heil, Herr Vogl, und bald einmal einen echten Fisch vom Gewicht und der Größe des Marmeladeneimers!
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| Foto Kretschmer: v.l. Michael Herre - Marlene Vogl - Josef Steidl - Josef Niggl |
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| Foto Kretschmer: Marlene Vogl am Pfingstmontag |
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| Foto Kretschmer: das traditionelle Bild vor der Jahnhalle v.l. Michael Herre - Marlene Vogl - Josef Steidl - Josef Niggl |
Gmach Wolfgang und Anna Ausmann
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5054 |
| StA Landshut Rep 162-8 Sch. 23 Nr. 3391 Gmach Wolfgang Hanr 110a |
| StA Landshut Rep 162-8 Sch. 23 Nr. 3391 Gmach Wolfgang Hanr 110a |
| StA Landshut Rep 162-8 Sch. 23 Nr. 3391 Gmach Wolfgang Hanr 110a |
So hat sich sogar ein Bild des Wolfgang Gmach erhalten:
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| Ziemlich genau in der Mitte: Wolfgang Gmach, der Schuhmacher. |
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| DIA-Repro 1308 Wolfgang Gmach mit Familie |
| Pfingsten 1929: die Pfingtbraut Hilde Lenzsch |
| Pfingsten 1929 v.l. Michael Winter - Hilde Jenzsch - Wolfgang Gmach - Michael Gartner Wolfgang Gmach heiratete 1948 seine Pfingstbraut und beide konnten noch ihre Goldene Pfingsthochzeit feiern. |
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| KUSW051 : Gmach Julius (1904-1983) |
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| Foto Kretschmer: v.l. Franz Wanninger - Angelika Staudinger - Hans Gerhard Gmach - Josef Held |
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| Foto Kretschmer: v.l. Franz Wanninger - Angelika Staudinger - Hans Gerhard Gmach - Josef Held |
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| U111 -9 Besuch des Urenkels Waldschmidt im Waldfrieden 1977-6-30 063 |
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| Foto Josef Barth: Maria Staudinger und Karl Obermeier |
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| Foto Josef Barth: Maria Staudinger und Karl Obermeier |
Liebl Franz und Kreszenz Kuchler
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| StA Landshut Grundsteuerkataster 5054 |
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| DIA-Repro 2136 |
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