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Freitag, 13. März 2026

Kötztinger Häuserchronik - alte Hausnummer 110

     Das "alte Kötzting" bei der Uraufnahme bei der beginnenden Landvermessung hatte 159 Anwesen. Der Geschichte dieser Bürgerhäuser und ihrer Bewohner nachzuspüren und sie zu dokumentieren, ist das Ziel dieser Häuserchronik. Die Anfänge und die Entwicklung unserer Heimatstadt – von der Teilung der Urhöfe bis zur Ernennung Kötztings zum Landgerichtsort – lassen sich in einem einleitenden Blogbeitrag ausführlich nachlesen.


Alte Hausnummer 110 und 110 1/2


Das historische Haus mit der alten Hausnummer 110 stand in der heutigen Bahnhofstraße und zwar an der Abzweigung beim Laden der  Seiderer Fannerl, wo ein kleiner Weg sich hinauf zu den Plattenäckern wegdreht.

Detail aus Vermessungsamt Cham: 5168-2100-LiquiP_Bad_Koetzting_1831_Beilage_M2500_1_1-01

Fast alle Kötztinger Häuser, die sich außerhalb der Marktbefestigung befinden, sind neueren Datums und befinden sich sprichwörtlich auf Kötztinger Neubaugebieten des 18. Jahrhunderts.
Nur dem Zufall, dass sie bereits vor 1840 errichtet wurden, haben sie es zu verdanken, dass sie eine eigenständige Hausnummer erhalten haben. Alle Neubauten nach 1840 erhielten danach Zusätze angehängt.
Das hier dokumentierte Haus wurde genau in der Zeit zwischen der Erstellung des Häuser- und Rustikalsteuerkatasters 1811, der Erstellung des Liquidationsprotokolls (=Planerstellung siehe oben) ca. 1830 und dem Grundsteuerkataster 1840  erbaut, was aber auch den "Vorteil" hat, dass wir ein genaues Datum haben, was der Haus erbaut wurde, es eben auch nicht weit zurück in der Geschichte reicht.

Also: Unser Haus mit der im Jahre 1840 erteilten Hausnummer 110 hat 1811 bei der Erstellung des H+R-Katasters noch nicht existiert.
Im Plan von 1830 ist es erst noch als ein kleines Haus eingezeichnet.
1840 lassen sich unter dieser Hausnummer aber schon zwei Häuser nachweisen, nämlich das
HsNr  110 des Joseph Harfohl und
HsNr  110 1/2 des Zimmerbarthl

Da diese Abteilung des Hauses (110 1/2) bereits an anderer Stalle dokumentiert ist, hier nur kurz die Erarbeitung des "Geburtsdatums" aus dem Grundsteuerkataster des Jahres 1840

StA Landshut Grundsteuerkataster 5039 von 1840

"Hausnummer 100 1/2 in Kötzting Zimmerbartl /Bartholomä Barth
Ein Haus

Gebäude
das Wohnhaus "


StA Landshut Grundsteuerkataster 5039 von 1840

"Von der Marktsgemeinde Kötzting den Bauplatz gegen anliegenden Bodenzins eigenthümlich abgetreten, erhalten und im Jahre 1839 neu erbaut. Laut gerichtlicher Verbriefung vom 15. September 1840."
 

StA Landshut Grundsteuerkataster 5045 von 1841
"Hauseigenthümer und Mietsleute:
1. Bartholomä Barth, Bürger /:Hauseigenthümer:/ 
1. Hauptgebäude: 
I 1 Wohnzimmer,  1 Kammer, 1 Küche und 1 Kellergewölbe
II 2 Wohnzimmer und 1 Küche, den Hausboden unterm Dach
Ht des Bartolomä Barth

2. Anna Schöpperl, Mädchenlehrerin /:Mieterin:/
1 Wohnzimmer 
Unterschrift Anna Schöpplin

3. Wolfgang Stoiber, Rechtspraktikant, /:Mieter:/
II 1 Wohnzimmer 
Unterschrift Stoiber Rechtspr.

Zusatz auf der nächsten Seite: Unter dem Mietertrag ist auch die Bedienung mit inbegriffen. Nach Einverständnis des Mieters und Vermieters ist für die Bedienung jährlich 8 fl 24 xr an Entschädigung bedungen, wonach 6 fl zum reinen Mietertrag verbleiben."


4. Johann Baptist Grieb Schreiber /:Mieter:/
II 1 Wohnzimmer
Unterschrift Grieb




Das Haus des "Zimmerbartl" wurde im Zusammenhang mit der Häuserchronik des "Lebzelters" bereits beschrieben und kann direkt unter dem folgenden link aufgerufen werden.

Bartholomaeus Barth - genannt Zimmerbartl

Zurück zum eigentlichen Haus mit der alten Hausnummer 110 des Josef Harfohl mit dessen Auszügen aus dem Grundsteuerkataster von 1840.

Joseph Harfohl und Prandtl Theresa


StA Landshut Grundsteuerkataster 5039 von 1840

"Hausnummer 110 in Kötzting Joseph Harfohl 
Ein Leerhaus
gebäude
Wohnhaus mit Stall und Stadl unter einem Dache, dann Hofraum
Wurzgarten, das Hausgartl
"


StA Landshut Grundsteuerkataster 5039 von 1840

"Laut Brief vom 14. August 1828 hat Joseph Harfohl anbestehendes Häuschen noch als Stadl von Malthasar Mühlbauer um 255 Gulden erkauft und selben in das nebenstehende Häuschen umgewandelt
Lt Vormeldeprotokoll vom 28.Juni 1847 von den Reliketen um 800 fl übernommen
Lt Vormeldeprotokoll Nro 85 vom 1ten Febr. 1848 und Brief vom 10ten März 1848 um 2000 fl erkauft."


Josef Harfolh war also der Mann, der in der heutigen Bahnhofstraße von Balthasar Mühlbauer (Bäckerei Graßl) ein kleines Grundstück mit einem Stadel darauf erworben und diesen in ein Wohnhaus umgebaut hatte, das dann 1830 bereits im Plan auftauchte und 1840 bei der Anlage des Grundsteuerkatasters sogar eine eigenständige Hausnummer bekam.
Nur wenig ist von Josef Harfohl bekannt:
In den Ansässigmachungsakten von 1822steht folgende Kurznotiz:
"14. Januar 1822  Harvolk Joseph hat von seinem Stiefvater Weinzierl Sebastian fahrender Straubinger Bote und Fragner in Kö das ganze Anwesen übernommen. Und hat sich verehelicht. Bürgerrecht"
Das Haus des "Straubinger Boten" war das Haus mit der alten Hausnummer 51 - früheres Textilhaus Schödlbauer - und darauf ist auch Weinzierl Sebastian zu der Zeit nachgewiesen.
Bei seinem Heiratseintrag in den Kötztinger Pfarrmatrikeln finden wir:
Harvoll Josef, Straubinger Bote und Sohn des Joseph Harvoll und der Anna, geb. Benger, heiratete am 5.1.1822 die Zettischer Bauerntochter Theresa Prandtl.
Aus dem Jahre 1828 erfahren wir dann weitere Details von und über seine Baupläne (StA Kötzting AA XI 94)
"1828 - Betr.: Joseph Harfohl Bürger v K Hausbau.
Harfohl will sein Fragner und Botenhaus verkaufen und die für 500 fl vom Bürger Riederer erkauften
6 Tagwerk Wies und Feld benützen um dort auf dem Galgenberg zu bauen. 
Gemeinde: Harfohl hat keine Profession und auch kein Vermögen auf Erbauung, daher Abweisung. Trotzdem erfolgt die Vorladung der Anlieger.  Georg Simeth: kein Einwand.
V. d Gemeinde Fleischmann Martin und Ander Ring: Harfohl kann sich dort nicht ernähren, daher Ablehnung.
Auzinger: Plan führt hinters Licht Harfohl hat höchstens 4 1/2  Tagwerk. Die umliegenden Grundbesitzer werden nicht "unbeschädigt" davonkommen.
Joh. Georg Deschermeier Metzger selbe Argumente:  Ablehnung.
Zimmermann veranschlagt 260 fl und der Maurer 327 fl .
Nun will Harfohl aus seinem vom Bürger Balthasar Mühlbauer für 255 fl erkauften Stadl außerhalb des Marktes ein Wohnhaus errichten auf der Straße nach Blaibach.
Windorfer, J Degger und Ander Haas sind die Anlieger. Degger will auf sein Fahrtrecht nicht verzichten. Dieser Bau wird abschließend genehmigt.
"

Im Jahre 1839 steht in den Kötztinger Rechnungsbüchern eine kurze Notiz über ihn, dass er bereits im Jahre 1829 dass er "bereits im Jahre 1829 sich von hier entfernet und nebst seinen Kindern auch sein Anwesen ohne Disposition zurückgelassen" habe. Auch hätte er seine Kinder den Großeltern, Sebastian Weinzierl und Anna überstellt.
Im Jahre 1841 wurde ein Mieterregister für Kötzting erstellt, die uns ein kleines Fenster in die Vergangenheit gibt, da in diesem Register die Anwesen genauer beschrieben sind: 

StA Landshut Grundsteuerkataster Nr. 

"Sebastian Weinzierl, Taglöhner (Vater des Eigenthümers Jos. Harfohl)
1. Hauptgebäude
I Wohnzimmer und 1 Kammer, Boden, dann Stallung
Weitere Scheune mit Dreschtenne und Futterboden
Unterschrift Sebastian Weinzierl"





 So kam es dann wohl zu den - bereits im Kommentar des Grundsteuerkatasters vermerkten - Verkäufen durch die "Relikten", also durch die Zurückgelassenen.

Andreas Harfohl



StA Landshut Grundsteuerkataster 5040 Umschreibeheft 

"Gerichtlich verlautbart den 28. Juni 1847
Angemeldet den 28. Juni 1847
Die Joseph Harfolschen Relikten HsNr 110 zu Kötzting übergeben an ihren Miterben Ander Herschl v.d. das zum k. Landgerichte zinsbare und eigene Leerhaus  .... ohne kjede Änderung um die Summe von 800 fl.

Laut Unterschrift: Andreas Harvoll
Josef Harvoll"

Andreas Harvoll blieb nicht lange der Besitzer, denn bereits ein halbes Jahr danach verkaufte er sein Haus und machte dabei auch noch ein gutes Geschäft.

Johann Wilhelm und Katharina Lemberger




"Angemeldet den 1. Frb. 1848

Andre Harvoll HsNr 110 zu Kötzting verkauft an Johann Wilhelm Maurermeister v.d. das zum k. Landgercihte gerichtsbare und eigene Leerhaus LitA u. B. per 4 Tw 81 Dez .... ohne Änderung um die Summe von 2000 fl.
Laut Unterschrift:
Andreas Harvoll
Joh. Wilhelm Maurermst.
Katharina Wilhelm"
Am 17.11.1845 hatte der Kötztinger Mauerer die Bäckerstochter Katharina Lemberger geheiratet.

Einschub
Im Elternhaus der Ehefrau - beim Bäcker und Gastwirt Franz Lemberger - wurde im Jahre 1840 der Kötztinger Burschen- und Wandererverein gegründet, Kötztings ältester Verein, der noch heut existiert, blüht und von unserer Pfingsttradition nicht wegzudenken ist.
Einschub Ende


Bereits im Jahre 1845/46 hatte der Maurermeister JW das Kötztinger Bürgerrecht und seine persönliche Gewerbskonzession erhalten. ZU dieser Zeit war offensichtlich die Erlangung dieses rechtes nicht mehr zwingend an den Besitz eines Anwesens im Markt verbunden gewesen.
Vor dem in Kötzting wenige Jahre zuvor eingeführten Vermittlungsamt musste er sich im Jahre 1849 stellen. Im dortigen Protokoll heißt es:
"1. Februar 1849: Johann Klausner Gütler von Haus tritt gegen den Maurermeister Johann Wilhelm dahier heute klagbar auf, weil der Letztere einen mit dem Kläger abgeschlossenen Kaufvertrag für eine Kuh nicht einhalten will, und bittet den Beklagten zur Erfüllung des Kaufvertrages durch Erlage des Kaufpreises per 36 fl anzuhalten. Der Beklagte erinnert, dass er den Kauf aus dem Grunde nicht eingehe, weil die fragl. Kuh mit einem Gebrechen behaftet sein soll, dass nach dem Landesgesetzen der  abgeschlossene Kaufvertrag rückgängig gemacht werden könne und  verweigert aus diesem Grunde die Bezahlung des Kaufpreises.  Es kam keine Einigung zustande."
10 Jahre später gings vor derselben "Behörde" erneut um eine Forderung:
"13. Dezember 1859: Anton Grassl, Bäcker, hat gegen Joh, Wilhelm Maurermeister v d wegen Forderung im Betrag von 277 fl Klage erhoben. Beklagter erkennt diese Forderung an und erklärt binnen 4 Wochen Zahlung an Grassl zu leisten. Grassl erklärt, wenn in der Frist von 4 Wochen bezahlt wird, er mit 250 Gulden zufrieden. 

Ab nun wird es kompliziert, die Geschichte der einzelnen Häuser in diesem Ortsteil Kötztings nachzuvollziehen, da es dort laufend zu Teilungen und Neuanlagen kam.


Detail aus Vermessungsamt Cham: 5168-2100-LiquiP_Bad_Koetzting_Beilage_M2500_1_1-01 

Hier unser gesuchtes Haus: Hausnummer 110(in rot)  und Plannummer 223 (in Schwarz).
Gleichzeitig ist noch das dazugehörige Wiesengrundstück zu erkennen: 110(in rot)  und 224 (in Schwarz).
Weiter hinaus aus dem Markt Kötzting steht das nächste Haus, das des Bartholomä Barth: 110 1/2 (in rot)  und 996 1/2  (in Schwarz).
Im Hintergrund findet sich ein weiterer Neubau: 111 1/2 (in rot)  und 918 1/2 (in Schwarz).
Wie sehr diese drei Anwesen miteinander verwoben sind, kann man an den linken Randvermerken im Umschreibeheft nach 1860 erkennen.


Blickt man auf das Umschreibeheft, das zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Besitzverhältnisse fortgeschrieben hat, so besteht die Straßenfront an der heutigen Bahnhofstraße im Jahre 1910
aus den folgenden - bis 1952 gültigen - Hausnummern:
110 d Haas Anton  nun Bahnhofstraße 4
Foto Barth Josef: links 110a Gerstl Seiderer - rechts 110d Haas Anton

110 a (seit 1952 Gerstl Franziska)   nun Bahnhofstraße 6
Foto AB Schnabel Tabak Seiderer (ehemals Gerstl) danach Vogl - Gmach - Frauenreuther
Dieser ganze "Viererblock" ist auf der einen "Flurnummer" erbaut worden

110b Vogl Michael später Vogl Max  nun Bahnhofstraße 10
Foto Josef Bock: Maschinengeschäft Michael Vogl 
 
110 1/2 a Gmach  nun Bahnhofstraße 12
 
Foto Kretschmerarchiv KreA Nr. 439 

110 Kuchler Franz (nun Familie Frauenreuther) nun Bahnhofstraße 16
Krämerarchiv: Haus Kuchler - Liebl - Frauenreuther

Wie aber geht es jetzt mit unserem "Basishaus" weiter, das ja die "Keimzelle" dieses Häuserblocks gewesen ist:
Johann Wilhelm erwirbt am 14. Juni 1859 zusätzlich das hangaufwärts liegende Grundstück (spätere  Hausnummer 111 1/2) von Josef Hastreiter. Dieses Haus geht später zuerst in Besitz des Arztes Dr. Weber über und wird danach Kötztings erstes "Forstamt" (Stichwort "Hubrich")

StA Landshut Baupläne Rep 162-8 Sch. 21 Nr. 3141 von 1882

Hier haben wir auf dem Lageplan des Jahres 1882 die neue Situation:
Im ersten Haus an der späteren Bahnhofstraße wohnte der Gerichtsvollzieher Heigl. Dach folgte das Wohnhaus des Malers Oesterer und - in etwas auf dem Areal des späteren Schuhhauses Gmach -  die Werkstatt und der Stadel des Malers Oesterer.

1892, Kötzting erhielt den Eisanbahnanschluss und die Distriktstraße hinunter zum Bahnhof muss neu gemacht werden, wird dazu ein Plan erstellt, der diese Situation nochmals beleuchtet:

StA Landshut Rep 164-8 Nr. 3654 von 1892


Hier finden wir wieder die bekannte Reihenfolge, aber auch bereits das Gebäude des kgl. Forstamtes in der zweiten Reihe.

 Bleiben wir also zunächst beim Haus des Gerichtsvollziehers Heigl:

Heigl Josef und Rosa


Nur aus seinem Nachlassakt aus dem Jahre 1896 erfahren wir ein paar wenige Details aus seinem Leben in Kötzting:

Staatsarchiv Landshut Rep 166N-12 Schachtel 38 Nr. 11 von 1886 Hanr 110c Heigl Josef
"Heigl Josef - 53 Jahre - Gerichtsvollzieher - verheiratet - Dienstrag den 212. Januar 1896 vormittags   4 1/2 Uhr - Kötzting HsNro 110 c"

Seine Erben waren die Ehefrau Rosa Heigl , Gerichtsvollzieherswitwe in Kötzting 
und seine Kinder:
Rosa Gamin, Bankbeamtensehefrau in Heilbronn
Anna Lenz Forstwartsgattin in Watzlsteg
Bertha Heigl 19 Jahre alt zu Hause
Elsa Heigl 10 Jahre alt Zuhause"

 

"Kaufvertrag vorhanden errichtet vom k. Notar in Neukirchen vor ca. 10-12 Jahren.
Ein Gebäude (Wohnhaus) mit Garten 
Baarvermögen ist keines vorhanden,."

Nach dem Tode ihres Mannes stellte sich für die Witwe Rosa Heigl dann auch die Frage des Heimatrechtes, die von ihrer Heimatgemeinde erhoben wurde.

StA Kötzting 024 Familienbögen: Hier Heigl Rosa
"Betreff: Vollzug des Heimatgesetzes in der Novelle v. 17.6.98 hier Heimatsrelocierung der Rosa Heigl verh. beheimatet in Hofkirchen"

Die Heimatgemeinde der Frau Heigl schrieb an den Magistrat Kötzting, um ihre dort heimatberechtigte Bürgerin an die Marktgemeinde Kötzting zu übergeben.
Der Kötztinger Bürgermeister legte diesen Antrag zur nächsten Magistratssitzung vor und anaschließend wurde Frau Rosa Heigl auf Amt gebeten, wo sie folgendes Protokoll unterschrieb,
"Die aus Vorladung erschienene Gerichtsvollzieherswitwe Frau Rosa Heigl erklärt dass sie mit dem Antrage ihrer Heimatgemeinde einverstanden sei, dass sie jedoch die Bezahlung der Heimatgebühren verweigere
am 27. Februar 1897 
Rosa Heigl
Magistrat Kötzting Drunkenpolz
"

Stoiber Wolfgang und Anna


Nach der Familie Heigl ist es der Bürger und Gastwirt Wolfgang Stoiber, der für die nächsten Umbauten am Gebäude verantwortlich zeigt und vor allem seine rückwärtigen landwirtschaftlichen Gebäude modernisiert.
Er beginnt mit einem Stadelbau:

StA Landshut Rep 162-8  Sch. 22 Nr.  3303 Stoiber Wolfgang Hanr 110 von 1908





Hier wird ein Waschhaus erbaut, das dann Jahre später überbaut wird

StA Landshut Rep 162-8  Sch. 24 Nr. 3462 Stoiber Wolfgang


Im Umschreibeheft des Grundsteuerkatasters ist zunächst die ziemlich turbulente Besitzerfolge nach dem Maurermeister Johann Wilhelm aufgeführt, die dort zunächst hier bei Wolfgang Stoiber endet.
Im Folgeband erscheint danach seine Witwe Anna (1928), bevor dann Frau Franziska Gerstl (1952) vorgetragen ist. Nun allerdings wird das Haus als 110 c in den Dokumenten geführt.

Aus der /für die Zeit der Familien Gerstl und Seiderer haben wir eine Reihe von Fotos in unserer Bildersammlung und vor allem einige sehr schöne Personenaufnahmen  von Frau Christa Rabl-Dachs

 

Gerstl Xide - Xaver Gerstl


Gerstl Xide und Hamsa Otto


DIA-Repro 1292 Bahnhofstraße 6  Geschäfte Musial und Loderer (Astfalk) im Haus Gerstl


DIA-Repro 1290 Verkäuferinnen 1935 im Textilgeschäft Gartner
von links Aschenbrenner Resi geb.1913, Eschlsaign verh. Scharnagl Ebersberg, Fanny Irlbeck (Gerstl) Marie Iglhaut (Weiß), Lina Pagany(Huber), rechts Frau Therese Gartner-Aschenbrenner
DIA-Repro 1297 der ganze Häuserblock, der aus dem alten Haus Nummer 110 im Laufe der Zeit entstanden ist.

 

DIA-Repro 1298 Gerstl Xide



DER "Gerstl Xide" und seine Zwergpudel bildeten für mich früher eine Einheit mit dem 1. FC Kötzting und seinem Fußballplatz. Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 1930 



DIA-Repro 3059 Fußalljugend  1930 Franz Englmeier I. Jugend, stehend von links Menacher Alois  mit Aktenmappe, Pleier ,?, Pleier Franz, kniend Englmeier, Plötz,
liegend von links Gerstl Xide, Gerstl  ev. Pfarrer, Josef Dullinger

Überhaupt Hunde und die Familie Gerstl/Seiderer

Foto Christa Rabl-Dachs: Martin Seiderer mit den Jack-Russel Familienmitgliedern
Foto Christa Rabl-Dachs: Martin Seiderer


Foto Christa Rabl-Dachs: Seiderer Fannerl


Foto Christa Rabl-Dachs: Seiderer Fannerl





Mich wundert, dass die Postboten überhaupt das richtige Haus bzw. den richtigen Postkasten haben finden können, da diese alte Hausnummern ja bis 1952 auch dien postalischen Anschriften gewesen sind.

StA Landshut Grundsteuerkataster 5045


Dann gehen wir zu nächsten Haus in diesem Häuserblock, heute bekannt als "beim Vogl Max"

Heinrich Oesterer und Kreszenz Assilimann


StA Landshut Grundsteuerkataster 5045

Dieses Haus erhielt nun die alte Hausnummer 110 b und es war für den Maler und Vergolder Heinrich Oesterer, der sich von Viechtach aus nach Kötzting umorientieren wollte, übnerhaupt nicht leicht, hier Fuß fassen zu können. (StA Kötzting AA X/111)
Im Jahre 1860 landete beim  Magistrat ein Gesuch des  Oesterer Heinrich von Viechtach um Verleihung einer personellen Maler- und Vergolder Konzession. Der Kötztinger Maler Anton Stoiber protestiert, weshalb das Gesuch auch zunächst abgewiesen wurde.
 Oesterer legt Berufung ein, die von der Regierung ebenfalls abgelehnt wurde, weil Oesterer seine  Militärzeit noch nicht beendet hatte, er müsste einen Ersatzmann bringen und da auf auf seine Kosten. Mit dem Rest seines Geldes könne man aber kein Gewerbe begründen.
Oesterer bringt seine Wohnungseinrichtung und Kleidung zur Schätzung aber es erfolgt erneut eine Abweisung.
Oesterer schreibt erneut eine Eingabe, dieses Mal durch den Advokaten Lüft v Straubing und die Regierung ihm erteilt schließlich seine Konzession.
Im Magistrat stimmen jedoch Lukas und Diermeier dagegen und beauftragen danach Dr Gareis von Deggendorf um Einspruch. Dr Gareis erwidert, dass  die 2. und letzte Instanz d Regierung die Zustimmung erteilt hatte und daher es keine  Chance mehr gäbe.
Der Magistrat erhebt jedoch trotzdem Einspruch was ihm eine Rüge von Seiten der Regierung einbringt.
Nun also erfolgt die Genehmigung, nicht jedoch für die geplante Hochzeit mit  Ahsilimann Creszens. Oesterer muss zusätzlich  dem Stoiber Maler mindestens 24 kr. besser 36 kr. wöchentlich zahlen wegen dessen Verdienstausfall, da dieser sonst der Armenpflege zum Opfer fallen würde.
Oesterer gibt 24 kr. wöchentlich und erhält danach auch die Genehmigung auch zur Heirat.
Seine Ehefrau Kreszenz Assiliman war die Tochter des Handelsmannes Christopg Assilimann aus Ascha und die Heirat erfolgrte am 3.9.1861.
Heinrich Oesterer wird später Magistratsrat und auch zum Distriktsrat gewählt werden und dadurch erfahren wir auch seinen Geburtsort: er war am 4.1.1834 in Germersheim in der Pfalz geboren worden.
Im Jahre 1880 brannte sein Stadel und eine Werkstatt und - da man Brandstiftung vermutete - wurden verstärkte Feuerwachen aufgestellt. (Sta 091/7)
Im Jahr drauf findet sich ein Baugesuch, zur "Wiedererbauung der abgebrannten Remise und Werkstatt"


Als im Jahre 1894 die Frau Kreszenz Oesterer verstarb, wurde ein Nachlassakt angelegt.

Staatsarchiv Landshut\Rep 166N-12 Nachlassakten\Rep 166N-12 Schachtel 37 Nr. 67 von 1894 Hanr 110b Oesterer Creszenz
"Creszenz Oesterer - 70 Jahre 8 Monate - Kunstmalersehegattin - verheiratet - 3. September 1894, vorm 8 Uhr - Kötzting HsNro 110b - ist eine Ehe- und Erbvertrag vorhanden
Die Verlebte war Miteigenthümerin des Anwesens HsNro 110b in Kötzting
Hinterlassene Personen: 
1. Heinrich Oesterer Kunstmaler in Kötzting
2. Anna Oesterer nun verehelichte Dietl Tapezierersehefrau in Furth i/W."

Im Jahre 1902 erbte Anna Dietl das Haus, verkaufte es an Karl Heizer. 
Dieser eichte es dann bald (1906) an einen Alois Klingseisen weiter und mit Michael Leidl endete 1907 der Eintrag im Umschreibeheft.
Im Neuen Umschreibehft - ab 1910 - findet sich dann im Jahre 1913 der Übergang zur Familie Vogl, aus Traidersdorf kommend.
StA Landshut Grundsteuerkataster 5054


Foto Hauptlehrer Josef Bock die Teerung der Bahnhofstraße in den Dreißiger Jahren.
Im Hintergrund das Haus "Maschinengeschäft v. Michl Vogl"
Josef Bock wohnte übrigens im ersten Stock dieses Hauses.



Foto Hauptlehrer Josef Bock die Teerung der Bahnhofstraße in den Dreißiger Jahren.
Hier der Eingang zur Werkstätte des Maschinengeschäftes.

DIA-Repro 1301 Seit Ende der 30er Jahre bis herauf ins Jahr 1970 existierte diese Straßentankstelle in der Bahnhofstraße

Der Beweis, bei der Richtfestfeier - um 1970, da ich auf der Baustelle noch als Schüler zum Ausnageln der Schaltafeln mitgearbeitet hatte - des  hässlichen  Betonbauwerks für die - später wieder abgerissene - Kreissparkasse, kann man im Hintergrund noch die Tanksäulen erkennen.

Foto Serwuschok 920

Und so wären wir beim "Vogl Max", einem Kötztinger Original, wie Richter Haymo in seiner an das Stadtarchiv abgegebenen Sammlung durchaus richtig vermerkt.

Der Jäger und der Fischer Max Vogl tauchen in vielen Berichten auf, die ich hier anhand von einigen Bildern dokumentieren möchte.
1976 Totengedenken für die verstorbenen Vereinsmitglieder in der Auwiese



img_7842: Vogl Max bei der Jägerausbildung

img_7843: Vogl Max bei der Jägerausbildung

Vogl Max bei der Pflichttrophaeenschau in der Jahnhalle

Serwuschok279: Hier beim Schützenverein.
Seine Leistungen beim Bezirksfischereiverein wurden bereits in einem eigenen Beitrag dokumentiert, hier nur einige wenige Bilder und Berichte dazu.
Serwuschok 222 Held Bepp und Vogl Max beim Fischerfest



Es gab aber auch noch ein paar eher humoristische Beiträge über Max Vogl:
Hier ein Zeitungsbericht vom März 1951:
"Schafbock wurde nach Kötzting entführt

Am Ostermontag fand in Sackenried ein Preisschießen statt, bei dem es an guten Schützen nicht fehlte. Schon glaubten die Wettzeller den Preis – einen Schafbock – mit nach Haus nehmen zu können, da bestieg der Kötztinger Vertreter Max Vogl nochmals den Stand und schoss 58 Ringe. Damit errangen die Kötztinger Vertreter den Schafbock. Die Gesichter der „Wettzeller“ sollen demnach ziemlich lang gewesen sein, da sie glaubten, dass die Ringzahl 58 nicht mehr überboten werden könnte. Wir gratulieren dem wackeren Schützen Max Vogl zu seinem Erfolg.

Es geht aber auch in die andere Richtung, Juni 1956, kurz nach dem Fang des prachtvollen Hechtes:


"Nicht nur Fische beißen an!

Bad Kötzting. Beim Preisfischen in der Naab konnten die Kötztinger Petrijünger zwar keine großen Triumphe feiern und schwere Beute aus dem Wasser angeln, dafür aber einen einmaligen und unübertrefflichen Lacherfolg erzielen, dessen Wirkung nur ermessen wird, der schon einmal Gelegenheit hatte, zum Beispiel Herrn Max Vogl bei Ausübung des Angelsports zuzuschauen und Zeuge seiner Begeisterung und seiner unerschütterlichen Ruhe zu sein, wenn er die Fischlein lockt und spürt, wie sie anbeißen, wie sie ihm und seiner Angel nicht widerstehen können. Max Vogl beteiligte sich also auch am Preisfischen, warf seine Angel unermüdlich in kühne Schwünge in die Fluten und wartete auf den großen Augenblick des Anbeißens. Einmal biss es an, so plötzlich und so gewichtig, dass der Petrijünger fast sein Gleichgewicht verloren hätte. Seine Angel war viel zu leicht, diesen Brocken herauszuholen. Er rief um Unterstützung, bat um stärkere Angelgeräte, um Hilfestellung, damit ihm seine Beute nicht noch entwische. Minuten vergingen, die Spannung stieg, und nach einer knappen Stunde kam der große Augenblick: das feuchte Element gab den Fang frei. Was sich jetzt zeigte, übertraf alle Erwartungen. Es war kein Fisch, es war ein mit Wasser bis an den Rand gefüllter Marmeladeneimer. Der Sieg entschwand, das Gelächter blieb – lasst uns mitlachen!
Petri-Heil, Herr Vogl, und bald einmal einen echten Fisch vom Gewicht und der Größe des Marmeladeneimers!

Aber nicht nur bei diesen beiden Vereinen war er aktiv, wir haben Bilder von ihm in unserer Sammlung auch als Mitglied der Kötztinger Boxerstaffel und des Kegelvereins.
DIA-Repro 1502: Boxerstaffel 1932   Abteilung des Turnvereins Kötzting,
von li. obere Reihe :Pleier H., Daschner St., Vogl R., Schödlbauer Josef, Hunger Al., Kroher Fritz, Liebl J., unbekannt, Pleier Franz.
Mittlere Reihe v.li. Liebl Alfons, Klingseisen Gustl, Bauernfeind Fr., Ziesler Fr., Trainer Hauser Alb., Herre F., Vogl Max. ,Dullinger H. und Vorstand J. Liebl.
Vordere Reihe  Wensauer Gottfried, Roßkopf S., Hofner Sepperl, Pagany Willy, Geiger Sepp, Woischnik Erwin

DIA-Repro 1589 Kegelclub 
 v.Reihe v. li. ?, Polizist Klingl, Zoll Liebl, Wittmann, Miethaner Michl,
hintere Reihe v. li. Vogl Max, Bergbauer Hans, Seiderer Martl, Schödlbauer Josef, Schullerer Heinerl, Polizist Fuchs ?,?,?.            Verein



Und natürlich wäre die Geschichte dieses Hauses nicht vollständig, ohne die Pfingstbraut "Vogl Musch", nun verheiratete Liss anzuführen.



Foto Kretschmer: v.l. Michael Herre - Marlene Vogl - Josef Steidl - Josef Niggl

Foto Kretschmer: Marlene Vogl am Pfingstmontag 

Foto Kretschmer: das traditionelle Bild vor der Jahnhalle
v.l. Michael Herre - Marlene Vogl - Josef Steidl - Josef Niggl


Foto Kretschmer: das "wäre" die Gruppe am Pfingstdienstag gewesen, aber wie man auch an den Regenschirmen außerhalbe des Schaufensters erkennen kann, regnete es zu heftig, so dass die Braut mit dem Auto abgeholt wurde.








 Gmach Wolfgang und Anna Ausmann


Noch komplizierter wird die Hausnummerierung beim nächsten Haus, bei Gmach Wolfgang.
Er erscheint im Umschreibeheft praktisch als Neuanlage mit einer regelrecht konstruierten  Hausnummer 110 1/2 a

StA Landshut Grundsteuerkataster 5054


Schon bald nach dem Kauf des Hauses/Bauplatzes reichte Wolfgang Gmach einen Bauplan ein. ZU diesem Zeitpunkt hießen seine Nachbarn noch Alois Klingseisen (später Vogl Michael) und Franz Kuchler.
StA Landshut Rep 162-8  Sch. 23 Nr. 3391 Gmach Wolfgang Hanr 110a

StA Landshut Rep 162-8  Sch. 23 Nr. 3391 Gmach Wolfgang Hanr 110a

StA Landshut Rep 162-8  Sch. 23 Nr. 3391 Gmach Wolfgang Hanr 110a




Im Speicher des Rathauses fand sich eine alte Fotografie aus dem Jahre 1912, auf der die Personen handschriftlich - nachträglich - benannt wurden.
So hat sich sogar ein Bild des Wolfgang Gmach erhalten:

Ziemlich genau in der Mitte: Wolfgang Gmach, der Schuhmacher.

DIA-Repro 1308 Wolfgang Gmach mit Familie


Wolfgang Gmach



Pfingsten im Hauses Gmach:

Pfingsten 1929: die Pfingtbraut Hilde Lenzsch

Pfingsten 1929
v.l. Michael Winter - Hilde Jenzsch - Wolfgang Gmach - Michael Gartner
Wolfgang Gmach heiratete 1948 seine Pfingstbraut und beide konnten noch ihre Goldene Pfingsthochzeit feiern.




StadtA Kötzting Treffen der Pfingstbrautpaare rechts Wolfgang und Hilde Gmach
Bild: 4764: v.l. x, Elisabeth Barth, Paula Heilingbrunner geb. Schmidt, Anni Schmidt, Lina Liebl, Franz Liebl, Gmach Wolfgang (1903-1982), Hildegard Gmach geb. Lentsch, Josef Zahorik 

Im Jahre 1933 war dann Wolfgangs Bruder Julius Teil der Kötztinger Pfingsttradition. An der Seite von Hans Winter und Lina Röhrl fungierte er zusammen mit dem Bäckerssohn Josef Graßl als Brautführer.

1933 Winter Hans und Röhrl Lina, Brautführer Graßl Josef-Gmach Julius  

Von "Gmach Juler" gibt es auch noch eine nette Aufnahme aus dem Jahre 1923, vom "Klub der ungeküssten Jünglinge"

DIA-Repro 1411 Gruppe 1923 Max Club der ungeküssten Jünglinge 1923"
von links Gmach Julius, Dattler oder Wirnshofer ? ,Kuglmeier Johann, Hösl Hans ,Winter Michl, ganz rechts Meidinger Max. Hinter den Pflanzen Zahorik Sepp. Aufnahme im Innenhof Gasthof Post.






Julius Gmachs Sohn - Hans Gerhard Gmach - setzte die Tradition in der Familie fort und nahm die Wahl als Pfingstbräutigam im Jahre 1972 an. 
Gemeinsam mit seiner Braut Pfingstbraut Angelika Staudinger besuchten sie den Jubilar. 
KUSW051 : Gmach Julius (1904-1983)


Foto Kretschmer:
v.l. Franz Wanninger - Angelika Staudinger - Hans Gerhard Gmach - Josef Held

Foto Kretschmer:
v.l. Franz Wanninger - Angelika Staudinger - Hans Gerhard Gmach - Josef Held


Teile der Familie - Wolfgang Gmach und seine Frau - zogen dann später hinunter ins Haus Waldfrieden, wo sie im Jahre 1977 auch der Urenkel Maximilian Waldschmidts begrüßen konnten.
U111 -9 Besuch des Urenkels Waldschmidt im Waldfrieden 1977-6-30 063

Im Umkehrschluss ließ sich ein anderer Bewohner des Hauses Waldfrieden im Jahre 1950 im Haus in der Bahnhofstraße abholen. Als Karl Obermeier - der Mesner-Karl - 1950 sein goldenes Pfingstjubiläum an der Seite seiner Pfingstbraut feiern konnte, bestieg er  - aus dem Hause Gmach kommend - bereits dort seine Kutsche.

Foto Josef Barth: Maria Staudinger und Karl Obermeier 

Foto Josef Barth: Maria Staudinger und Karl Obermeier




Und weiter zum nächsten - und abschließenden -  Haus in dieser Reihe:

Liebl Franz und Kreszenz Kuchler




Nur, um diese Reihe von einer fast absurd anmutenden Hausnummernvergabe zu vervollständigen, hier dann noch das Haus, das im Umschreibeheft später die "reine" Hausnummer 110 erhalten hat, obwohl dieses eben nicht das ursprüngliche Anwesen gewesen ist, aus dem die anderen abgetrennt worden sind. Wie oben bereits angeführt, wurde die Geschichte dieses Hauses bereits dokumentiert.

StA Landshut Grundsteuerkataster 5054

Hier noch einmal ein abschließender Gesamtblick hinunter auf den Häuserblock: Man beachte das "Dodermandl" oben am First und den Schirm als Werbeausleger für den Kötztinger Schirmmacher in diesem Haus.
DIA-Repro 2136 
Und noch ein Foto des Gesamtkomplexes ca. aus dem Jahre 1956: Sammlung Serwuschok Luftaufnahmen




Nach diesem sehr komplexen Zusammenhängen - bei den vorherigen Häusern rund herum um das "Greinergasserl" war es nicht weniger kompliziert - ist die Situation bei den nächsten Häusern etwas eindeutiger und einfacher.

Seit Herbst 2025 gibt es darüber hinaus eine besondere Neuerung: die Interaktive Karte Kötztings. Auf ihr sind alle bisherigen Beiträge zur Häuserchronik sowie zahlreiche weitere historische Themen direkt in einer Stadtkarte verortet. Jeder Marker führt mit einem einzigen Klick zu den passenden Blogbeiträgen – übersichtlich, schnell und jederzeit abrufbar.
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