Das Sängerfest in Lichtenegg
Der Notzsche Chor feiert in Rimbach
Ein Beitrag zur Kötztinger Jahreschronik von 1951
Josef Barth war für uns ein ganz wertvoller Chronist, von dem wir ganze Bilderserien einzelner Veranstaltungen bekommen haben.
Im Jahre 1951 – wenige Jahre zuvor war erst der Notz’sche Bayerwald-Chor gegründet worden – lud dieser zu einem Sängertreffen auf Burg Lichtenegg ein. Gleichzeitig verband der Chor dieses Treffen mit seiner Fahnenweihe, wozu Herr Notz die Kötztinger Chefin der Schmidtbrauerei und des Hotels zur Post, Frau Kathi Schmidt, als Fahnenmutter gewinnen konnte.
In dem Vorbericht für das Sängertreffen 1951 heißt es ausdrücklich: "Vor vier Jahren eröffneten Fanfaren das erste Spiel auf der Burg, das die Burggeschichte durch sieben Jahrhunderte aufzeigte." Diese würde das Datum einer Spielstätte auf der Burgruine Lichtenegg auf das Jahr 1947 vorverlegen.
Ein vollständig erhaltener Kleinbildfilm dokumentiert die Aufstellung des Kirchenzugs und die Fahnenweihe selbst in vielen kleinen Schritten.
Auch wenn sich manche Bilder der Fotoreihe ähneln, so zeige ich hier doch den gesamten Bestand und bitte wie immer um Rückmeldungen, wenn einzelne Personen erkannt und benannt werden können.Ich denke, vor allem für die Rimbacher ist dies ein ganz besonderes Zeitdokument. Aber auch die Kötztinger waren – laut der Inschrift auf dem Taferl – stark vertreten und harren noch ihrer „Identifizierung“.
Zusätzlich haben wir aus dem "Kretschmerarchiv" eine Reihe von Aufnahmen aus dem Jahre 1960, die uns einen guten Eindruck der Burgruine Lichtenegg übermitteln
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| Kretschmerarchiv/Themenordner/Lichtenegg 1960 |
Wir blättern im Vereinsregister (Die Vorstellung des Chores in der KU im Jahre 1951)
Notz’scher Bayerwald-Chor 1947 Rimbach
(aw) Wohl selten hat sich ein Verein oder eine Vereinigung so schnell emporgearbeitet, wie in diesem Falle der Notz’sche Bayerwaldchor. 1947, also vor 4 Jahren, wurde der Chor ins Leben gerufen. Auf die Einzelheiten näher einzugehen, wäre zu langweilig; es sei nur gesagt, dass es zunächst 8 Männer und 6 Mädchen waren, die es sich nicht nehmen ließen, bei dem erblindeten Oberschulmusiklehrer Bernhard Notz Chorgesang zu pflegen. Inzwischen ist der Chor auf rund 35 Personen angestiegen.
In unermüdlicher Kleinarbeit und mit großem Fleiß konnte Bernhard Notz binnen dieser kurzen Zeitspanne einen Chor erziehen, der sich mit Stolz zu den besten des Bayerwaldes zählen kann. Das Bemerkenswerte an diesem Chor ist die Tatsache und Eigenschaft, dass er unabhängig von Noten ist, also alle Chöre auswendig singt. Neben Männer- und Frauenchören wird der gemischte Chor gepflegt. Eine Vielzahl von Vortragsstücken kann diese Gemeinschaft zu ihrem Repertoire zählen.
Das Feingefühl und die Liebe zur Musik, für die Bernhard Notz seinen Sängern stets Vorbild ist, hat sich derart auf seine Sängerschar fortgepflanzt, dass der Chor zu einem harmonischen Ganzen zusammenwuchs und für eine weite Umwelt bereits zu einem Begriff geworden ist. In vielen Konzerten, die Bernhard Notz mit seiner Gattin, Frau Elfriede Notz, und dem nach ihm benannten Chor vereinigte, reihte sich Erfolg an Erfolg! Heuer, nachdem die Lichtenegger Festspiele aus technischen Gründen ausfallen müssen, wird ein Sängerfest und das 25jährige Chormeisterjubiläum Sänger und Chöre aus ganz Niederbayern auf Burg Lichtenegg zusammenführen.
Aber nicht nur bei Konzerten hat der Chor mitgewirkt. Die Volkshochschule, kirchenmusikalische Feierstunden, wie z. B. das 50jährige Priesterjubiläum des H. H. Benefiziaten Mayer, die Primiz des H. H. Neupriesters Pielmeler, die Beerdigung des H. H. Dekan Dr. Menzinger, reihen sich an die Vielzahl von Konzerten. Daneben singt der Chor zur Hochzeit jedes einzelnen Chormitgliedes, sowie zu Geburtstagen der Mitglieder. Auch in Fürsorgeangelegenheiten ist der Chor vorbildlich; so wurde ein Fonds errichtet, der jedem Chormitglied bei der Geburt eines Kindes im Bedarfsfalle 10 DM zukommen läßt. Eine wahrhaft vorbildliche Tätigkeit.
Leider leidet der Chor durch die Abgelegenheit im Bayerischen Wald sehr. Viele Konzerte könnten dem Chor vermittelt werden, würde nicht alles an den schlechten Verkehrsverbindungen scheitern! Aber dadurch lässt sich der Chor nicht wankelmütig machen. Er strebt unentwegt seinem gesetzten Ziele zu: „Den Gesang zu pflegen und dem deutschen Volkslied zu dienen.“
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| KU im Jahre 1951 |

Kretschmerarchiv/Themenordner/Lichtenegg 1960

Sängerfest auf Burg Lichtenegg“ wird durchgeführt
(aw). Ein Jahr ist vergangen, seitdem die Fanfaren die Lichtenegger Festspiele eröffneten. Heuer, nachdem diese aus technischen Gründen ausfallen müssen, veranstaltet der Notz’sche Bayerwaldchor im Burghof der altehrwürdigen Burg Lichtenegg sein Sängerfest mit Fahnenweihe aus Anlass des 25jährigen Chormeisterjubiläums seines Dirigenten Bernhard Notz.
Ein Kleinod unseres Bayerwaldes wird Chöre des ganzen Donaugau-Sängerbezirkes in sich aufnehmen und davon künden, dass es berechtigt ist, sich als einem der schönsten Orte des Bayerischen Waldes anzusprechen. Wieviel Idealismus und fortschrittliche Willenskraft gehört dazu, Lichtenegg zu dem zu machen, was es heute ist: ein kultureller Ausgangspunkt der bayerischen Grenzmark. Und dies verdankt Lichtenegg zum Großteil dem Künstler-Ehepaar Bernhard und Elfriede Notz, die persönliche Interessen zurückstellten, um die Gemeinden Rimbach und Thenried durch die Lichtenegger Festspiele unterstützen zu können.
Zunächst reichten aber die Einkünfte aus den Spielen 1949/50 nicht aus, um die Arbeiten voll zu finanzieren. Die direkte Unterstützung wäre also erst aus den Überschüssen möglich gewesen. Die indirekte Unterstützung, an die das Ehepaar Notz immer noch glaubt, wäre allmählich durch das Verweben von Fremden und durch kulturelle Ereignisse auf der Burg erreichbar. Vor vier Jahren eröffneten Fanfaren das erste Spiel auf der Burg, das die Burggeschichte durch sieben Jahrhunderte aufzeigte. Am morgigen Sonntag eröffnen dieselben Fanfaren nun das erste Sängerfest, das je auf der Burg stattfand. Desgleichen erklang damals das Bläservorspiel zum ersten Male, das Notz durch die nachträgliche Textdichtung zur heutigen „Bayerischen Festhymne“ umgestaltet hat. Bilder der Gesang gerade einen besonderen Reiz in den Spielen, so könnte in diesem Jahr, in dem, wie gesagt, die Spiele ausfallen, in dem geheimer Wunsch Verwirklichung finden: das kommende Fest wird als reines Gesangsveranstaltung durchgeführt werden. Wie bekannt, ist mit dem Sängerfest die Fahnenweihe des Notz’schen Bayerwaldchores verbunden; es ist eine erfreuliche Tatsache, daß der MG und OV Kötzting durch die Übernahme der Patenschaft in enge Sängerkameradschaftliche Verbindung mit dem Bayerwaldchor getreten ist.
Möge das Sängerfest zu einem Bekenntnis des deutschen Liedes werden und seine befruchtende Wirkung auf die Sangesfreudigkeit unseres Gebietes nicht verfehlen! Gauchorleiter Fischer wird aus diesem Anlass u. a. ebenfalls das Wort ergreifen.
Die Festfolge: 8.30 Massenchorprobe für die beteiligten Chöre, 9.15 Aufstellung zum Festzug, 9.30 Festgottesdienst mit Fahnenweihe und Bänderverteilung, 11.15 Massenchöre der beteiligten Chöre auf dem Dorfplatz, 12.00 bis 14.00 Mittagessen, 14.45 Festveranstaltung im Burghof. Nach der Festveranstaltung im Burghof kameradschaftliches Beisammensein mit freiem Singen auf der Burgwiese, abends Tanz in Rimbach.
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| Kretschmerarchiv/Themenordner/Lichtenegg 1960 |
Das Sängerfest auf Burg Lichtenegg war ein voller Erfolg
aw. Von strahlendem Sonnenschein war dieses Fest auf der Burg begleitet, zu dem sich namhafte Chöre des ganzen Donauwaldsängerbezirkes in Rimbach eingefunden hatten.
Schon in aller Frühe waren Chor und die Blaskapelle darum bemüht, allen Chören ihren Willkommensgruß darzubringen. Nach der stattgefundenen Massenchorprobe und der Begrüßung der Fahnenmutter Frau Kathi Schmidt, Kötzting, erklangen die Fanfaren, die alle Vereine zur Aufstellung zum Festzug zusammenriefen. H. H. Neupriester K. Pielmeier hielt ein feierliches Hochamt und die Festpredigt, in welcher er die Bedeutung des Liedes treffend schilderte. Nach der Fahnenweihe durch H. H. Pielmeier, der selbst Ehrenmitglied des Chores ist, wurde die Missa brevis von B. Notz wiederaufgeführt. Besonderes Lob fand hier das humoristische Zusammenwirken aller Klangkörper, wie Solostimme (Sopransolo Frau Elfriede Notz), Chor und Orgel (Dekan J. Dietl), unter der Stabführung von Bernhard Notz. Als Erinnerung überreichte Bernhard Notz H. H. Dekan Dietl eine Ehrenurkunde des Chores und dankte ihm für sein meisterliches Orgelspiel.
Einschub
Dekan J. Dietl war der Kötztinger (spätere Stadt-) Pfarrer Josef Dietl
Einschub Ende
Nach dem gemeinsamen Mittagessen aller Vereine im Gasthaus Kollmer, wo inzwischen noch weitere Vereine eingetroffen waren, marschierte der Festzug durch die Straßen Rimbachs zur Burg, wo der offizielle Teil des Sängerfestes seinen Ablauf nahm.
Nach der Begrüßungsansprache von Bernhard Notz ergriff Landrat ORR Scholz das Wort, um die Glückwünsche des ganzen Landkreises zu übermitteln. Er bat den Chorherren, noch lange Zeit mit seinem Chor der Kultur des Grenzkreises zu dienen.
Der 2. Vorsitzende des Patenvereins MGOV Kötzting, H. Liebl, Kötzting, übermittelte die Wünsche und Grüße des Patenvereins und seines Vorstandes Dr. Dittrich, der leider verhindert war, selbst zu erscheinen. Er gab in seiner Ansprache der Freude und der Ehre Ausdruck, die dem Patenverein zuteil wurde. Anschließend ergriff Gauchormeister Flischer, Zwiesel, das Wort. „Durch die Melodie der Landschaft kam ich heute zur Melodie des Liedes“, sagte Flischer. „Es ist für mich eine besondere Ehre, an diesem Fest teilnehmen zu dürfen.“ Er übermittelte dem Chor und seinem Leiter die Grüße der Präsidenten des Bayerischen und Deutschen Sängerbundes und verlieh Bernhard Notz in Anerkennung seiner Verdienste die silberne Ehrennadel des Sängerbundes. Bürgermeister Silberbauer überreichte sodann den Ehrenbürgerbrief der Gemeinde an das Künstlerchepaar Notz, dem die Ehrung des Chores selbst folgte. Als Sprecher des Chores wurde jedem Chor, der sich am Treffen/Singen beteiligt hatte, durch den 2. Vorstand des Bayerwaldchores, Xaver Bachl, eine Urkunde überreicht und die Fahnenbänder verliehen. Der Chor ehrte auch sein Ehrenmitglied durch eine Ehrenurkunde, die H. H. K. Pielmeier von Xaver Bachl überreicht wurde. Bernhard Notz dankte allen für die Ehrungen, und mit dem gemeinsamen Abslngen des Chores „Die Himmel rühmen“ schloss der offizielle Teil im Burghof.
Nach einem geselligen Beisammensein auf der Burgwiese, mit Chören und Musikstücken verschönt, trafen sich die tanzlustigen Sangesbrüder von nah und fern im Gasthaus Kollmer wieder, um bei den flotten Weisen der Kapelle Franz Bablick noch lange Zeit das Tanzbein zu schwingen. Diese Veranstaltung zeugte davon, wie sehr Sängerkameradschaft und Sangesfreude dazu beitragen, Kultur und Gemeinschaft unter das Volk zu tragen.
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| Herr und Frau Notz mit der Fahnenmutter Frau Kathie Schmidt |
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| Ich vermute hier in der Bildmitte den Rimbacher Gemeinderat mit dem Bürgermeister In den weißen Hemden der Bayerwald-Chor |
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| Die Festjungfrauen mit den Ehrenbädnern |
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| Die ersten Gastvereine |
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| Der Kötztinger MGOV |
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| Herr Notz bei seiner Ansprache |
Unsere Leser schreiben:
„Lichtenegger Bund gegen Jägertreffen“
Bernhard Notz, Konzertsänger, schreibt uns:
In Nr. 62 dieses Blattes vom 28. Mai befindet sich unter obigem Titel ein Artikel, über dessen Inhalt man sich doch etwas erstaunt fragen muss, wer denn nun eigentlich der Streitbringer ist. Ich kann dazu im Namen des Lichtenegger Bundes e. V. offiziell erklären, dass er es gewiss nicht ist. Der Lichtenegger Bund ist einer der friedlichsten Vereine, die es gibt; denn er verfolgt rein kulturelle Zwecke und ist Träger der Natur- und Denkmalschutzidee, wie seine Statuten sowie der ihm von der Regierung verliehene Anerkennungsbescheid, in dem der „volksbildende und volkserzieherische Charakter“ ausdrücklich hervorgehoben wird, eindeutig bezeugen. „Auch ein gewisser Kreis“, wie sich der Schreiber des Artikels ausdrückt, ist es nicht; denn es handelt sich hierbei um einen ganz bestimmten Kreis von Personen, die außer dem leider verstorbenen Geistl. Rat Dr. Otto Menzinger zu den Begründern des neuen Lichtenegger Bundes gehörten und Verfasser seiner Satzungen sind, die von der Gründungsversammlung einstimmig bestätigt wurden. Gerade dieser Kreis ist es, der durch beträchtliche Opfer an Geld, Zeit und Kraft bewiesen hat, dass es ihm mit der Verwirklichung der Lichtenegger Ideen durchaus ernst ist, und der sich jederzeit für ihre Reinerhaltung einsetzen wird. Der Bund, resp. der „Kreis“, will also nicht streiten, sondern nur das verteidigen, was er mit vieler Mühe aufgebaut hat, und wovon der Zustand der Burg ein beredtes Zeugnis ablegt.
Jetzt werden vielleicht die Jäger wieder über mich herfallen, wenn ich sage, dass sie sogar selber die „Streiter“ sind; nicht etwa, weil sie Gewehre haben, sondern weil sie sich untereinander noch nicht ganz einig zu sein scheinen. „Was?“, werden sie sagen. Aber einen Moment bitte, meine Herren! Vergleichen Sie doch mal die Nachricht auf Seite 4 aus Nr. 3 der Kötztinger Zeitung vom 21. 4., die dort unter dem gleichen Titel, also „Jägertreffen auf Lichtenegg“, veröffentlicht worden ist.
Da steht wörtlich:
„Lichtenegg. Wie wir von unserem MdB Volkholz erfahren, beabsichtigt er, im Juni ein großes Jägertreffen auf der Burgruine zu veranstalten, zu dem alle Jäger der Umgebung eingeladen sind. Sogar aus anderen Teilen Deutschlands erwartet man Besucher. In erster Linie soll dieses Fest zu einem schönen Tage für die gesamte Rimbacher Bevölkerung werden, an dem ein Festessen im Burghof der Ruine steigen soll. Neben dem nicht wegzudenkenden Bier will Volkholz auch zwei Rehböcke zur Verfügung stellen.“
Die darauf im gleichen Blatt erschienene ablehnende Nachricht entsprach wohl einer Äußerung, geschah jedoch nicht in meinem Auftrag. Hier muss ich aber fragen: Was ist nun wirklich geplant, ein Volksfest oder ein Jägertreffen? MdB Volkholz, der, ich darf wohl sagen, der Jäger aller Jäger des Landkreises ist, spricht von einer Art Volksfest, Herr Oexler, von dem offenbar der letzte Artikel ist, von einem „Harmlosen Jägertreffen“. Für die Auffassung des Lichtenegger Bundes ist diese Unterscheidung jedoch von größter Wichtigkeit. Volksfeste in Ehren! Aber nicht im Burghof, sondern da, wo sie nicht im Widerspruch zu Natur- und Denkmalschutzideen stehen. Wäre der Bund mit einem Volksfest im Burghof einverstanden, dann hätte er seinen inneren Sinn und damit seine Daseinsberechtigung verloren, abgesehen davon, dass es dann jedem beliebigen Verein aus Gründen der Billigkeit nicht versagt werden könnte, ebenfalls da droben Feste abzuhalten.
Ich bin mit Herrn Oexler vollkommen einer Meinung, wenn er schreibt, dass es doch besser wäre, sich gegenseitiges Verständnis entgegenzubringen, statt einen Streit vom Zaun zu brechen. Er möge es mir nicht verübeln, wenn ich dazu sage, dass die Schuld nicht bei uns liegt, und nicht nur aus dem oben ausgeführten Grunde.
Der Lichtenegger Bund e. V. ist Pächter des Burggeländes einschließlich des Wallgrabens. Er hat daher Pflichten und Rechte. Es ist doch überall so, dass man Verträge respektiert und den Besitzer oder Pächter angeht, wenn man etwas auf seinem Grund möchte. Warum setzt man sich mit der Bundesleitung nicht erst ins Benehmen, um die Möglichkeiten zu prüfen, statt den viel unbequemeren und unsicheren Weg über die Presse und Öffentlichkeit zu wählen, wo Meinungsverschiedenheiten unnötig viel Staub machen, bis man sich dann vielleicht auf vielen Umwegen endlich wieder zusammengerauft hat. Wahre Demokratie kann nur in gegenseitiger Achtung und in der Respektierung der Verträge gedeihen.
Zu einer Polemik besteht also nicht die geringste Ursache. Ich hoffe im Gegenteil, mit meiner Erklärung die Luft bereinigt und die Möglichkeit zu einer friedlichen Lösung gegeben zu haben.
Bernhard Notz, 2. Vorsitzender,
Rimbach, Post: Grafenwiesen.
🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:
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⭐ Dieser Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Umland und dort genau an der Stelle der Burgruine Lichtenegg.
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