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Freitag, 1. Mai 2026

Kötztinger Häuserchronik - alte Hausnummer 112

Das "alte Kötzting" bei der Uraufnahme bei der beginnenden Landvermessung hatte 159 Anwesen. Der Geschichte dieser Bürgerhäuser und ihrer Bewohner nachzuspüren und sie zu dokumentieren, ist das Ziel dieser Häuserchronik. Die Anfänge und die Entwicklung unserer Heimatstadt – von der Teilung der Urhöfe bis zur Ernennung Kötztings zum Landgerichtsort – lassen sich in einem einleitenden Blogbeitrag ausführlich nachlesen.

 

Alte Hausnummer 112

beim Schrank oder einfach: der Schmidtbräugarten


AKH Luftaufnahme002



Detail aus Vermessungsamt Cham: 5168-2100-LiquiP_Bad_Koetzting_1831_Beilage_M2500_1_1-01

Bei diesem Anwesen haben wir - anders als bei den sonstigen Kötztinger Häusern dieser Häuserchronik - kein Wohnhaus vor uns, sondern ein reines Wirtschaftgebäude, das aber bei der Vergabe der Hausnummern eine eigene solche bekommen hat und daher immer in den Katasternbänden als eigenständiges Objekt behandelt wurde. Dieser - heute Schmidtbräukeller genannte - Gebäudekomplex gehörte über Jahrhunderte den Familien, die im heutigen Hotel zur Post eine Privatbrauerei betrieben und diese Gebäude und Keller für ihre Lager benutzten. Bereits zwei Blogbeiträge sind in diesem Zusammenhang bereits veröffentlicht:

Wolfgang Samuel Luckner und
Kötztinger Häuserchronik - alte Hausnummer 98 

Im Jahre 1736 hatte Wolfgang Samuel Luckner das Gesamtanwesen um/für 9000 Gulden von seinen Geschwister ablösen müssen, die, um ihre finanziellen Interessen wahren zu können, sogar eigene Rechtsvertreter zu den  Nachlassverhandlungen geschickt hatten.  Luckner selber listet Jahrzehnte später - im Rahmen eines Gerichtsprozesses gegen seinen Schwiegersohn - seine vielen Renovierungsbemühungen an den Häusern und seine Zukäufe auf, darunter war unter anderem auch das hier bearbeitete Haus und das das nahe daneben stehende kleine Nebengebäude, welches er zuerst beschrieb:
Er schrieb eigenhändig: „In dem Häusl negst dem Stadl und Kellern am Pfeffergraben genannt, allda selbst sind zur ohnentpörlichen Notturft unter dem hochen liegenten Tach 2 Krankenstibl mit Rohrböden erbauet worden, nur als Krankenstibl, weillen in einem offenen Würtshause Kranke aufzubehalten gar unfieglich ist". In diesem - von seinem Brauanwesen in Kötzting am weitesten entfernten  - Haus, ließ er also für alle seine öffentlichen Anwesen eine Art Krankenisolierstation bauen. [1] Dieses kleine Haus ging später im Komplex der Eisenhandlung Haas auf.



Die Brauerei, die er von seinen Geschwistern übernommen hatte, befand sich nach seinen Worten, in einem "elendigisten" Zustand. "Also zwar, dass an der Behausung eine einzige guette Mauer und zwar die auf die Gassen, so noch stehet, sich befunden". Dies bedeutet, dass die, jetzt sichtbare Strassenfront zur Herrenstrasse, den ältesten Teil des Anwesens „Zur Post“ darstellt. "Das Preyhaus auf gleiche Weise elendiglich, alle redo (=mit Verlaub) von verfaultem Holze, und was noch aus allem das Schlimmste, kein einziger guetter Sommer oder Merzen Bierkeller verhanden gewesen". Als ersten baute der deshalb um 2500 Gulden - dem Preis eines mittleren Anwesens in Kötzting zu dieser Zeit - einen Merzenkeller, und zwar mit dem Eingang durch den Traidtstadl, in den Berg hinein, dies ist der heutzutage Schmidtbräukeller genannte Keller [2]. Die Bauzeit dauerte 9 Monate, mitsamt all den Grabearbeiten, dem Brechen der Steine und den oberirdischen Bauten. Diesen Keller erweiterte er systematisch um zwei weitere, tiefer liegende Abteilungen. Aus dem alten, unbrauchbaren Sommerkeller - im Bereich des Brauereianwesens -  baute er sein neues Gärlager und ließ neue Durchgänge zwischen den verschiedensten Kellern minieren. In den folgenden Jahren investierte er weitere 2800 Gulden in die verschiedensten Keller.

Epitaph des Wolfgang Samuel Luckner heutzutage im Nebenraum der St. Anna Kapelle in der Kirchenburg

Wappen WS Luckners


Wir haben hier also eine grobe Entstehungszeit von 1740 in der die ersten der jetzt noch vorhandenen Strukturen entstanden sind. Mehr erfahren wir nicht über das Schicksal des Ensembles, da diese zunächst einmal reine Wirtschaftsgebäude der Privatbrauerei Luckner gewesen waren.

 

WS Luckners Siegelabdruck


Nach Luckner folgte sein Schwiegersohn Poschinger Johann Michael, der Luckners Tochter Maria Franziska geheiratet hatte.
Deren Tochter Maria Theresia vermählte sich 1792 mit Georg Schrank. 11 Kinder bekam das Paar und der älteste Sohn, Ignatz Schrank - übernahm dann ab 1828 den Gesamtbetrieb.

Georg Schrank


Im Häuser- und Rustikalsteuerkataster des Jahres 1811 taucht dieses kleine Häuschen nur ganz am Ende der umfangreichen Auflistung aller Besitztümer des Georg Schrank auf.

StA Landshut Rentamt Kötzting B 27 
"Markt Kötzting - Georg Schrank - Nro CVI das gemauerte Häusel.

Ignatz Schrank



Es folgt das Grundsteuerkataster des Jahres 1840 und der neue Besitzer heißt: Ignatz Schrank

StA Landshut Grundsteuerkataster 5039

"Hausnummer 112 in Kötzting Ignatz Schrank, Gastgeber
Kellergebäude: 
226
(= Plannummer und deshalb auch der Beleg, dass der obige Eintrag im H+R-Steuerkataster auch der richtige war, trotz der differierenden Hausnummer)

Wohnhaus am Keller, Heustadl und Getreidestadl, Kegelstatt mit Salett, Hofraum und Wurzgartl."

Hier haben wir also bereits die Kegelbahn, die später dann auch literarisch gewürdigt werden wird.
Im Jahre 1841 wurde ein Mieterkataster erstellt, ds uns einen Einblick in die inneren Strukturen der Gebäude gibt.

StA Landshut Grundsteuerkataster  5045


1. Ignatz Schrank, Bierbrauer und Realitätenbesitzer /:Hauseigenthümer:/
1. Hauptgebäude:
Unter der Erde 1 Keller
Erdgeschoss:  1 Wohnzimmer
1. Stock          1 Wohnzimmer 
Unterschrift Schrank

2.  Michael Graf Rentbote /:Mieter:/

Erdgeschoss  1 Wohnzimmer, 1 Küche, 1 Gewölbe
1. Stock: 2 Wohnzimmer, dann der Hausboden unterm, Dach
Unterschrift Michael Graf

2. Nebengebäude:

Erdgeschoss /Gartenhaus:/ offener Raum
1. Stock  unheizbares Zimmer

3. Nebengebäude:

Sechs Bierkeller
Erdgeschoss: Eine Scheune mit Dreschtenne und drey Getreideböden unterm Dach."

Von Ignatz Schrank haben wir eine eigenhändige Unterschrift, die er unter sein Testament gesetzt hat:

StA Landshut Rep 166N-12 Schachtel 14 Nr. 80 Schrank Ignaz

Michael und Georg Schrank


Wenige Jahre später erreicht - ab dem Jahre 1842 heißt der Nachfolger Michael Schrank - der "Handelsmann und Bürgermeister" Michael Schrank, dass er das vom Lebzelterhaus erworbene "Brau-und Tavernrecht" auf seine Kellerlokalitäten transferieren darf und nun beginnt auch in Kötzting die Zeit, an die sich das "königlich bayr. Amtsgericht" in der Fernsehserie so stark anlehnt. (AA X-105 und AA XII 38) und im Jahre 1848 stellt Michael Schrank den Antrag, ein 2. Stockwerk auf sein Haus und seine Kegelstätte mit Ziegeln abdecken zu dürfen. Nun ist seine damalige Kellerwirtschaft mit Kegelbahn am Ortsrand des Marktes eingerichtet und aus der Feder des damaligen Amtsphysikus Dr. Müller - genannt Saumüller wegen seiner manchmal deftigen Ausdrücke - erfahren wir ein paar Details über das Kötztinger der damaligen Zeit und über das Brüderpaar Michael und Georg Schrank:

Dr. Müller, genannt Saumüller


Micherl und Girgerl
oder das Brüderpaar.

Es muß auf der Welt kei zwei Brüder mehr gebn
Die wie die zwei Schrank so verschieden im Leben;
Der Girgerl, der Micherl, des is erst a Paar,
Daß kaum vor der Sündfluth auf Erdn eins war.

Betracht nur die Bürscherl vom Kopf bis zum Fuß,
I weiß, daß a Jeder schon z’erst lacha muß,
Der Girgerl a Kerl, wie no mal a Bär,
Der Micherl a zaumdürer Häring so sperr.

Der Micherl 3 Halbe mehr trinkt enk der nie,
Der Girgerl, der hat den sein schon in der Früh
Und er lebt schön Maßi, bis spät in die Nacht
So hat ern schon oft net zur Hausthür nei bracht.

Der Micherl is höfli, is fein und galant,
N’ Girgerl sei Grobheit is jedem bekannt;
Der Micherl lebt lieber in Eintracht mit Alln,
Der Girgerl, der macht oan glei aus zum Zerfall.

Der Micherl, der knaust und knikt wie bekannt,
Wie manchmal a Jud, es is wahrhaft a Schand,
Der Girgl verliert’s Geld mit lustigem Sinn,
Und denkt sich: „Das Geld ist, wenn ich nimma bin.“

Der Micherl, der legt grad koan Spott auf’n Fraß,
Der Girgerl, der halt sich weit lieber ans Faß,
Der Micherl, doch fleißi ans heimgehn a denkt,
Der Girgerl bleibt sitzen, so lang ma einschenkt.

Doch dürfts just net moan, meine Leut, wennts mi liabts,
Daß grad alles Schlechte auf’n Girgerl naus schiebts
Der Girgerl hat a seine guatö Seitn.
Was wahr is, dös kann mir koa Mensch anstreitn.

Denn wenn a schlechta Menschertl zum Thor geht herein,
Is gwiß a mei Micherl hinter ihr drein,
Da leckt er und schnuffelt und streicht erst drau rum,
Der Girgerl bekümmert sich wenig darum.

Der Girgerl hat wahrli a mitleidigs Herz,
Geg’n Elend u. Jammer, geg’n Noth u. geg’n Schmerz.
Der Micherl, der hilft oft mit koan Kreuzer aus
Und warf dich der Schirmknecht mit Weib und Kind naus,

Drum b’haubt i allamal ganz sicherlich,
A jeder Mensch hat stets 2 Seiten für sich,
Die ein is a gute, die andere schlecht,
Und grad so muß sei halt und grad so is recht.

Drum dürfts erst 2 Brüderl die Händ einander gebn.
Und sollts recht verträgli u. friedferti lebn,
Es denkt sich nur Jedes, so wie sichs gebührt:

„Ich darf net viel sagen, i bin selber nit werth.“


Ein anderes Gedicht handelt dann tatsächlich eine Episode aus dem Schrankenkeller ab:

Die Schinkenpartie
im Schrankenkeller
den 10. Juli 1838.

Ungefähr vor 14 Tag,
Sitz ma am Nachmittag,
Im Schrankenkeller,
Gar nur fideler!
Thun a weng Kegelscheibn
Bloß um d’ Zeit vertreibn.
Nur grad in d’ Pfenning,
Net weg’n G’winn.
Sitzt ganz am Tischeck drunt
Unser Bruder Rentbeamt
Treibt’s ganz schreckli bunt. (d. B. Wittwer.)
Als wie von Gott verdammt,
Den hungerts tüchti stark,
Geht ihm durch Bein und Mark,
Er möcht an Radi
Brüderl, der blaht di,
Mir is um’n Radi net,
Wie wir so deliberien,
Was wohl schnabilirn,
Kommt die Frau Schrankin
Mit a Verwandtin,
Die servirt Brod und Bier
Setzt ihnen Schinken für
Wie’s denn gebräuchli
Bei so an B’such;
Sie essn weng davon,
Gehn glei wieder fort
Schaug’n die Gebäud’ an,
Und den klein Garten dort,
Laßn das Trinken
Nebst ihrem Schinken
Bis komma wieder z’rück
Stehn auf gut Treu und Glück
Denken von solche Leut
Voll Art und Höflichkeit (?!)
Räumt man net auf
Dös wär net Raison.
Kaum sind sie von da Stell,
Net daß i zwölfi zähl,
Greift er ins Teller
Unser Fideller,
Frißt in Herrn Jesu Nam
Den ganzen Schinken z’samm.
Eh ma sich um hat g’schaut,
Hat ern scho g’habt.
I gib’n a Stoß a paar;
„Brüderl bist trunken!?
Oder bist gar a Narr.
Frißt jetzt den Schinken!
Das wird im Ort bekannt,
Und is kei kleine Schand,
Wenns wieder kämma.
Wie mußt di schäma!!
„Brüderl, daß sag ich Dir,
I laß dös net auf mir
Bin net so g’lüfti,
Brüderl wie du.
Jetzt endli kommens zruck
Thun wohl vom Bier an Schluck.
Aber vom Schinken
Laßt sich nix blincken.
D’ Schrankin hat mi ang’schaut.
Hätt’s glei gar mir zutraut,
I aber hab ihr
’s Räthsel glei g’löst.
Und itz sagts selber,
Is ma net recht verleg’n
Wenn ma so glüfti is
Daß ma koan Fleisch kann seg’n
Und das beweist doch g’wiß
Daß kei Fleisch sicher is,
Frisch oder g’salzen
G’selcht oder g’schmalzen.
Kriegts er net bald a Weib
Is Kind im Mutterleib
Vor ihm net sicher
Dös sag erst i. —


Wer mehr über Dr. Carl Müller - Saumüller - erfahren will, kann dies bei der Häuserchronik unter der alten Hausnummer 2 - beim Hofmann, später Bäckerei Liebl - nachlesen.
Hier der >>>>>>>>> link zum Dr. Müller  <<<<<<<<<<<<



Diese gutbürgerliche Zeit in Kötzting kam im Nachgang des 1. Vatikanischen Konzils zu einem abrupten Ende, da Kötzting sehr schnell in zwei sich streitende Parteien gespalten war, in die der  Anhänger der sich daraufhin gegründeten Altkatholiken und die "Neukatholiken" genannte heutige katholische Kirche. Dieser Riss durch die Gesellschaft, der auch den Pfingstritt und die katholische Kirche zu trennen drohte, wurde erst um die Jahrhundertwende langsam wieder gekittet.
Da die Schrankbrüder ohne Nachkommen geblieben waren, veräußerten die Erben die Gebäude und so  endete eine jahrhundertelange ununterbrochene Besitzerfolge innerhalb ein und derselben Familie. Auch wenn aufgrund vieler Übergaben an weibliche Familienangehörige der Name der Besitzerfamilien öfter wechselte, so kann das Anwesen als Familienbesitz mindestens seit den 1820er Jahren belegt werden. Nun aber kam es zunächst im schnellen Wechsel zu mehreren Besitzübergaben:

Neumeier Joseph                            15.10.1864
Rösch Wolfgang                             25.04.1865
Schmidt Joseph und Anna             13.07.1869
Schmidt Anna                               13.08.1883
Schmidt Karl und Katharina         18.12.1899
Schmidt Katharina - Frau Post      ab 1912
Schmidt Anni

 Mit dem Jahre 1869 und der Familie Schmidt am Ruder trat dann endlich wieder Ruhe ein. 

Bierfilzl der Brauerei Schmidt

Im Jahre 1899 errichtete Anna Schmidt noch ein kleines Kellerbauwerk, das der Sohn - Karl Schmidt - dann drei Jahre später zu einem sehr markanten Gebäudekomplex erweiterte.

Hier zunächst der Vorläuferbau:


Rep 162-8  Sch. 22 Nr.  3309 Anna Schmidt Kellerbau 1899

Dann folgte 1902 der Erweiterungsbau durch Karl Schmidt:

Der Posthalter Karl Schmidt gestorben am Pfingstmontag 1912


Rep 162-8  Sch. 23 Nr. 3358 Schmidt Karl Eiskeller 1902

Rep 162-8  Sch. 23 Nr. 3358 Schmidt Karl Eiskeller 1902

Rep 162-8  Sch. 23 Nr. 3358 Schmidt Karl Eiskeller 1902

Rep 162-8  Sch. 23 Nr. 3358 Schmidt Karl Eiskeller 1902 der im Lageplan eigenzeichnete Nachbar mit dem Namen Heigl ist das heutige Tabakgeschäft Seiderer in der Bahnhofstraße
 
Serwuschok Luftaufnahmen


Nach dem frühen und so überraschenden Tod ihres Mannes lag nun die ganze Last der Familie (3 kleine Mädchen waren vorhanden) und des Riesengeschäftsbetriebes auf den Schultern von Katharina Schmidt, die später DIE Frau Post wurde.

Gemälde von August Philipp Henneberger

Wenige Jahre später, als der Nachbar - Anton Haas - ebenfalls wieder einen Umbau errichtete, erfahren wir durch den Lageplan sogar die genaue Lage der Kegelbahn im Schmidtbräugarten:  


 
In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wurden nacheinander die Nebengebäude am Plattengelände und das Haupthaus erneuert.

Foto Ehemann: Schmidtbräukeller

StA Landshut Rep 164/8 Bauplan von 1929


DIA-Repro 2126


Als Katharina Schmidt das Anwesen und die Geschäfte an ihre Tochter Anna übergeben hatte, war diese selber ja schon 50 Jahre alt gewesen und hatte anschließend viele Jahrzehnte das komplexe Familienunternehmen alleine durch zunehmend unsicherere Zeiten manövrieren müssen. Ihre Mutter war natürlich trotzdem immer präsent und so finden sich zumeist auch die Töchter der Frau Post mit auf den Bildern, wenn diese zum Geburtstag lud.
Katharine Schmidt mit Anna Schmidt, Katharina Bierling und Paula Heilingbrunner

Katharinafeier mit Dr. Stefan Dittrich, Frau Katharina Schmidt, Frau Katharina Bierling und Anna Schmidt
DIA-Repro 3351 Anni Schmidt und Michl Traurig


Im Jahre 1987 verstarb Anni Schmidt, Brauerei- und Hotelbesitzerin,in ihrem Haus am Plattenweg das am oberen Ende des Schmidtbräugartens errichtet worden war. 
Foto Rabl-Dachs


Foto Rabl-Dachs: Der Leichenzug im Plattenweg 

Während das Brauereigelände nach ihrem Tod in den Besitz des Bezirks der Oberpfalz überging und dieser daraus in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Kötzting das moderne Zentrum rund herum um das Haus des Gastes und das Hotel zur Post errichtete, verblieb der große Gebäudekomplex des Schmidtbräugartens bis heute in Familienbesitz, auch wenn das Ensemble in Teilen sichtbar dem Verfall preisgegeben ist.

.
StadtA Kötzting 


StadtA Kötzting 

Foto Pongratz



Zum Abschluss dieser Dokumentation noch einmal ein Blick auf die Arbeitsstätte und das Steinelager des Kötztinger Bildhauers Eberhard Schaefer im Schmidtbräugarten:

Serwuschok Luftbilder


Serwuschok Luftbilder 

🗺️ Kleines Suchspiel zum Schluss:

Viele Geschichten aus Kötzting lassen sich nicht nur lesen, sondern auch direkt im Stadtplan entdecken.
Die Interaktive Karte Kötzting führt über ihre Marker unmittelbar zu den passenden Blogbeiträgen – Geschichte zum Anklicken. Wer es noch nicht weiß, um was es sich bei diesem Programm handelt, kann sich gut im folgenden Blogbeitrag informieren: Die interaktive Karte und ihre Möglichkeiten :

🔎 Wer diesen Beitrag dort wiederfinden möchte, muss ein wenig suchen:
Er verbirgt sich in der Markergruppe Kötztinger Häuserchronik 

Viel Freude beim Entdecken!

                                              🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen



Freitag, 24. April 2026

Das Pfingstskranzl - ein Aufsatz vom KB Krämer


BEITRÄGE ZUR VOLKSKUNDE

Ein Kränzlein

dem ehr- und tugendsamen Jüngling …

Aufzeichnungen zum Kötztinger Pfingstkränzlein

Von Kreisheimatpfleger Karl B. Krämer, Kötzting

Den Höhepunkt und Abschluss des Kötztinger Pfingstrittes (1) bildet die Überreichung des Kränzleins an den Pfingstbräutigam (2). Das Kränzlein ist eine mit der Tradition des Kötztinger Pfingstfestes verbundene öffentliche Auszeichnung der Stadt Bad Kötzting, die jährlich am Pfingstmontag nach der Rückkehr der Reiterprozession dem „auserwählten“ Bürgersohn durch den Geistlichen Offiziator von Pferd zu Pferd überreicht wird, damit das Bindeglied zwischen dem religiösen Teil des Pfingstfestes mit dem herkömmlichen Pfingstritt und dem weltlichen Teil der Kötztinger Pfingstfestfeierlichkeiten mit der zweitägigen Pfingsthochzeit (3). Seit alters her wird das Kränzlein vom Geistlichen Offiziator bei der Reiterprozession mitgeführt (siehe 5). Ursprünglich am Allerheiligsten befestigt, seit 1869 an dem, an dessen Stelle getretenen Feldkreuz vor der Brust des Geistlichen hängend. 

Einschub:
Seit dem Jahr 2004 ist das Pfingstkranzl wieder am Allerheiligsten befestigt. Dies geschah durch ein  Dekret des damaligen Regensburger Bischofs

 Gerhard Ludwig Müller zur Wiedereinführung des Pfingstrittes als Eucharistische Prozession.
Einschub Ende 

Dem Aufruf des Pfingstbräutigams und der Überreichung des Kränzleins geht eine Ansprache des Geistlichen Offiziators voraus. Es ist üblich, dass sich unmittelbar nach dem Festakt der Pfingstbräutigam und die beiden Brautführer festlich umkleiden und mit bebänderten Degen ausgestattet werden. Beim Rückritt in den Pfarrhof wird das Kränzchen zunächst an der Degenspitze, dann bei den Burschen- und Brautzügen am linken Oberarm getragen.

Einschub
Dieses "Umkleiden" ist gleichzeitig auch ein als sichtbares Zeichen des Übergangs vom kirchlichen zum weltlichen Brauchtum.
Einschub Ende

Aus Brigitte Ertls Buch "Kötztings Bürgerstolz"

Ursprünglich aus Silber-, wurde das Kränzlein später aus Golddraht gefertigt, eine zierliche Filigranarbeit, mit bunten Steinen durchmengt. Riederer gibt als Fertiger den Kötztinger Goldschmied Heinrich Leßzkeur und die Blumenmacherin Anna Lommer aus Regen an. Letztere betont in ihrer Zuschrift an den Magistrat Kötzting 1875, dass es nun zum 50. Male sei, dass sie das Kränzlein für den Pfingstbräutigam mache. Die jährlichen Angebotsschreiben der Lommer, die später nach Regensburg übersiedelte, sind in den Akten des Kötztinger Stadtarchivs bis zum Jahre 1882 zu verfolgen. Bis zur Errichtung der St. Josefspflege in Kötzting wurden Kränzchen und Bräutigamsstrauß (4) von den Armen Schulschwestern in München hergestellt, seit 1895 von den Mallersdorfer Schwestern ,im 1894 gegründeten St. Josefsheim in Kötzting. Unter den Fertigern des Kränzchens im St. Josefsheim ist an dieser Stelle die Ehrwürdige Schwester Blasiana zu nennen. Nach einem Bericht in der „Kötztinger Zeitung“ hat sie im Jahre 1953 zum 30. Male das Kränzchen und den Bräutigamsstrauß angefertigt.

Einschub bzw. Ergänzung
Von 2007-2024 wurde das Kranzl im Kloster Seligenthal in Landshut angefertigt, seit dem Jahr 2025 von der Klosterarbeiten-Expertin Renate Müller aus Reisbach.
 Einschub Ende

Erste Erwähnung der Vergabe

Von der Überreichung eines Kränzleins ist erstmals in einem Bericht des Kötztinger Pfarrers P. Innocenz Mayr vom 6. 4. 1754 (5) die Rede. Zwar liegen aus dem 17. Jahrhundert Eintragungen in den Marktkammerrechnungen des Marktes Kötzting (6) vor, die eine Existenz der Reiterprozession (7) bestätigen, der weltliche Teil des Pfingstfestes findet jedoch vorerst keine Erwähnung. Pfarrer Mayr weiß nicht zu ergründen, warum beim Rückreiten einer der Bürgersöhne mit einem Kränzlein ausgezeichnet werde, das zuvor an dem hochheiligsten Gute gehangen. Pfarrer Mayr gibt lediglich an: wohl deshalb, damit die Bürgersöhne desto lieber das Allerheiligste begleiten. Diese ungenügende Erklärung ist zu verstehen, wenn man bedenkt, dass man sich zu dieser Zeit mit den eigentlichen Grundlagen dieses Volksrittes nicht befasst hat (Hubrich). Der vergleichenden Volkskunde gibt jedoch der weitere Hinweis Pfarrers Mayr: der mit dem Kränzchen ausgezeichnete Jüngling gehe samt seinesgleichen mit dem Kränzlein prangend im Markte herum, sammle Geld und tue sich im Wirtshaus mit Trinken und Tanzen bis in die späte Nacht wohlauf machen, einen wertvollen Aufschluss, der im Folgenden noch heranzuziehen ist. 1754 bis 1756 war die Vergabe eines Kränzleins durch das Bischöfliche Ordinariat untersagt. 1757 ist sie auf Grund eines Antrages der Kötztinger Bürgersöhne, unterstützt durch Kammereirat und Pfarrer, wieder gestattet worden.
Aus den Vorgängen von 1757 ist erstmals zu erfahren, dass die Überreichung des Kränzleins nach einer Ansprache des Pfarrers erfolgt. Ferner ist auch die Rede von der Erwählung einer Braut zum Tanze. Aus diesen Angaben wird einwandfrei klar, dass sich schon seit unvordenklichen Zeiten dem kirchlichen Teil — der Reiterprozession — ein weltlicher Teil, die „Pfingsthochzeit“, angeschlossen hat, zwischen denen das Bischöfliche Ordinariat, dem Zeitgeist der Reinigung des religiösen Lebens folgend, zunächst eine Grenze dadurch zieht, dass es zwar die Vergabe des Kränzleins wieder gestattet (1757), jedoch die Wahl einer Braut und das nächtliche, zur „Sündt“ anreizende oder gegen „gute Polizei“ laufende Tanzen untersagt.
1869 schließlich vertritt das Bischöfliche Ordinariat die Auffassung, dass die Überreichung des Kränzleins durch die Geistlichen, der das Allerheiligste trage, überhaupt zu unterbleiben habe. Diese Auffassung setzt sich jedoch nicht durch; es bleibt vielmehr bei der bisherigen Übung, dass das Kränzlein dem auserwählten Bürgerssohn durch den Geistlichen überreicht wird. Das Mitführen des Allerheiligsten ist jedoch nicht mehr gestattet.

Das Pfingstkranzl von 1884 von Franz Decker



Einschub
Seit 2004 ist unser Pfingstritt wieder eine Eucharistische Prozession, das Allerheiligste wird wieder mitgeführt.
Einschub Ende

Das Pfingstkränzlein, der alte Maien


Sieht man von der, von Mehler geschilderten Pfingstrittlegende (8) ab und sucht man eine Antwort auf die Frage der Herkunft, des Ursprungs der Auszeichnung eines auserwählten Burschen als „Pfingstbräutigam“ bei der verschiedenen Volkskunde, so eröffnet dies nähere Aufschlüsse. Ohne Zweifel verbirgt sich hinter dem Pfingstbräutigam der alte „Pfingstl“ (9), hinter der Pfingsthochzeit das alte Frühjahrsfest, das Mailehen, bei dem der Maigraf die Maibraut zum Tanze zusprochen bekam. Es sei an dieser Stelle Dr. Oskar Ritter von Zaborsky-Wahlstetten (1956) zitiert:

„Wann sich der altdeutsche Frühlingsbrauch des Maigrafen und der „Maibraut“, des „Maikönigs“ und der „Maikönigin“ als Pfingsthochzeit dem Ritt angegliedert hat, lässt sich nicht einmal mehr mutmaßen. Dass auch dieses Brauchtum bis in die vorchristliche Zeit zurückreicht, beweist der can. 38 der Synode von Worcester im Jahre 1240, in dem es heißt: „Das Volk dürfe nicht an den Feiern des Königs und der Königin festhalten“. Der von alters her in grünes Laub und dergleichen gekleidete und mitunter als Maigraf oder „Maiherr“ bezeichnete Pfingstbräutigam, mit einem grünen Kranze geschmückt und von Begleitern umgeben, …
In Bayern (1860) ist nachzulesen: „Anstatt des Pfingstl reitet vorne der Träger eines großen Kruzifixes und statt des bekränzten grünen Maien trägt in der Mitte des Zuges der Geistliche die Monstranz mit einem Kranz von Flitterblumen und Silberdraht.
Dr. Georg Schierghofer bezeichnet in seiner volkskundlichen Betrachtung „Pfingstritt“ (Sonderbeilage der Kötztinger Umschau 1930) die Überreichung des Kränzleins als Schmuckkult. (Kulturschmuck), den Maien oder das Tugendkränzlein des Pfingstls, eine der wichtigsten Grundformen, die im Kötztinger Pfingstritt mit dem Umritt (Reiterprozession) und dem Kultspiel (Pfingsthochzeit) zusammenfließen. Demnach bildet das Kränzlein, der Maien, als Segenszeichen der einstigen Pfingst- und Maygrafen, sogar eine Hauptrolle:
Es versinnbildlicht nun das Gute und Edle im Menschenleben, während es einstens das Symbol des ersehnten, geliebten Herrn Frühlings war, der den Jüngling mit der Jungfrau Erde vermählte, um den Menschen Segen und Fruchtbarkeit zu spenden …“
Wir haben also, wenn man sich dies und andere Argumente zu eigen machen will, mit der Kranzleinberückung einen vorchristlichen Schmuckkult vor uns, in der Pfingsthochzeit ein Kultspiel, Vorgänge, die nun bei der Betrachtung des Berichtes von Pfarrer Mayr 1754 und aus den Vorgängen von 1757 mit einem Male recht deutlich werden, obgleich sie an diesen Stellen weiter kaum angesprochen sind.

Pfingstkranzl von Theo Heigl


Von der Erinnerungsgabe zum Sittenpreis

Ohne Zweifel aber hat man es beim Kötztinger Pfingstkränzlein auch mit einer Erinnerungsgabe zu tun. Das Kötztinger Pfingstrittlegende berichtet, dass "zu Anfang des 15. Jahrhunderts, 1412", Kötztinger Burschen den Pfarrherrn auf einem Versehgang nach Steinbühl das schützende Geleit gegeben hätten: „Wir dürfen annehmen, dass der Pfarrherr beim ‚gelobten‘ Danksagungsgang das Allerheiligste in feierlicher Weise mittrug, weshalb dann fromme Männer der Pfarrei sich in großer Zahl an dem Zuge beteiligten. Das Kränzlein aber, welches wie heute noch am Fronleichnamsfest, sich um den Behälter der Hostie schlang, mag wohl der Priester nach erfolgter Rückkehr dem bravesten Burschen zum Andenken gegeben haben. …
Immerhin geht den Kötztinger Pfingstfestakten aus dem Jahre 1782 hervor, dass die sogenannte Kränzleinausteilung durch einen Priester „nach einer kurzen auf Tugend und Guten Lebens Wandel abzielenden Anrede“ einem ledigen Burschen, „der sich am löblichsten aufgeführt“ zukomme, „zu unvergesslichen Angedenken des ehemals dem Seelsorger geleisteten Beistands und hierwegen erhaltener Belohnung …"
In Anlehnung an Mehler stellt Hubrich in seinem Freilichtspiel zum Kötztinger Pfingstritt „Pfingstritt“ uraufgeführt 1949, den Ursprung des Kränzleins als Dank- und Erinnerungsgabe dar, die der Geistliche dem tapferen der Kötztinger Jüngmänner, die einen Überfall beim nächtlichen Versehgang mit Erfolg abwehren, überreicht. Dass in diesem Freilichtspiel der „ausgezeichnete Bursch“, zugleich der „Pfingstl“ ist, erscheint nicht von ungefähr, im wesentlichen gilt das Kränzlein jedoch bereits im 19. Jahrhundert als ein Sittenpreis, mit dem seit unvordenklichen Zeiten ein Bürgerssohn bedacht werde, der sich während des ganzen Jahres am ehrbarsten und löblichsten aufgeführt habe (1757). Zugleich ist auch davon die Rede, dass das Kränzlein „zu vergelt und ferneren Auferbauung“ einem Bürgerssohn verehrt werde (Vergleiche 5).
Gleichzeitig wird auf den Brauch hingewiesen, dass der ausgezeichnete Bürgersohn mit seinem Kränzlein im Markt umherging, Geld sammelte und sich später im Wirtshaus mit Trinken und Tanzen bis tief in die Nacht hinein wohlauf machte.
Damit tritt neben den religiösen Sinn der Auszeichnung ein deutlich weltlicher Charakter. In späteren Zeiten, im Bürgersohn-Gedanken des 19. Jahrhunderts, gewann dieser weltliche Charakter noch an Gewicht, während der ursprüngliche Erinnerungs- und Segensgedanke in den Hintergrund trat.

Aus Brigitte Ertls Buch "Kötztings Bürgerstolz" : Pfingstkranzlausstellung



Bezeichnungen

Das Kränzlein wird im Volksmund allgemein als „Kranzl“ bezeichnet. Es erscheinen jedoch noch mehrere Bezeichnungen: „Tugendkränzlein“, „Tugendkranz“, „Pfingstkränzlein“, „Ehrenkränzlein“ und anderes mehr.

1754: Cränzlein
1757: Ehren-Cranzl
1820: Kränzlein, „an den würdigsten der Jünglinge“ – Erteilung eines Kranzes an den sittlichsten Jüngling – Kränzlein; „Schönstes Beispiel der Tugend“;
1900: Mehler S. 11: „goldenen Kranz der Tugend, auf dass der damit Bezeichnete auch ferner als guter Diener, eifriger Christ und treuer Diener des Vaterlandes seine Pflicht erfülle …“
1903: Sittenpreis
1912: Über den Sinn des Kränzchens: Geistlicher Offiziator Kooperator Schmidt, bei der Festansprache zum 500. Pfingstritt: „Pfingstreiter! Ihr sehet unter euch heute Reiter, welche ein goldenes Kränzlein tragen, jugendliche; diese erhielten es erst in jüngster Zeit, aber auch ältere, die in Ehren ergraut. Für alle ist es ein Ehrenkränzchen für eine in Unbescholtenheit verbrachte Jugendzeit. Das war die Auffassung unserer Väter. Eine Jugend, die unentweiht, ist würdig mit einem goldenen Kränzchen vor aller Welt geehrt zu werden. Das ist auch unsere Auffassung. Ehre und Lob verdient eine Jugend, die in sittlicher Reinheit verbracht wird. Auch heuer soll wieder ein Jüngling mit diesem Ehrenkränzchen geschmückt werden ...“
1917: „Pfingstkränzchen als Ehrenkranz für dreijährigen Kampf um deutsche Farbe und Sitte und deutschen Glauben…“ KÖA 2. 6. 1917
1930: „Pfingstkränzchen“ (KÖZ 11. 6. 1930)
1940: Filigrankränzchen (KÖZ)
1943: Pfingstkränzchen (KÖZ 12./13. 6. 43)
1953: 1953: Geistlicher Offiziator Wagner bei der Festansprache an den Pfingstbräutigam: „Und so muss es euch allen und denen, die mit euch verbunden sind, eine Ehre sein, wenn am heutigen Pfingstmontag nach altem Pfingstbrauch einer aus eurer Mitte besonders geehrt und ausgezeichnet wird: Das Ehrenkränzlein, das er nun hinnehmen darf, soll euch Wahrzeichen sein, stets aufrecht zu wandeln wie die Väter … Für die Auszeichnung mit dem Tugendkränzlein wurde im Jahre 1953 ausersehen der Bürgers- und Landwirtsohn Otto Gerstl.“
1968: Geistlicher Offiziator, Kaplan Martin; Festansprache: „Zur Erinnerung an 1412 wird auch heuer wieder ein jünger Mann aus Eurer Mitte mit dem Ehrenkränzchen ausgezeichnet. Dieses Kränzchen sei für ihn und die gesamte Stadt eine Anerkennung aber auch eine echte Verpflichtung zu Heimattreue und Gläubigkeit. Zum 556. Ritt fordere ich den Herbert Amberger, Sohn des Marktmüller Karl Amberger auf, das Pfingstkränzlein zu empfangen. Er reite vor“.