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Donnerstag, 2. April 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 1-8

Ein neues Suchspiel  

Im Sommer 2019 habe ich wieder mal ein paar Bilder auf Vorrat geschossen, die sich gut für ein Suchspiel eignen würden. Nun können wir wieder mal austesten, mit welch "offenen Augen" wir alle durch Kötzting marschieren:
Dann fangen wir einfach mal mit ein paar schönen Haustüren an:
Haustüre 1
Haustüre 2
Haustüre 3
Haustüre 4

Haustüre 5

Dann  noch ein paar Kleinigkeiten am Rande:

Eine auffällige Fensterpartie....
Wo hängt diese Lampe?
Sicherlich 1000 mal daran vorbeigerannt...
Ein bekannter Buchstabe
Wo ist das Kötztinger Wappen am Hause angebracht?
Ein Säulenheiliger
Das ist nun fast ZU leicht.

Viel Spaß

Mittwoch, 1. April 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 1-7

Es geht weiter mit Bildern aus der Zeitungsredaktion der Kötztinger Umschau, welche alle über eine private Sammlung von  Frau Renate Serwuschok dem Arbeitskreis Heimatforschung übereignet wurden und nun im Stadtarchiv Kötzting verwahrt werden.


Da wir zusätzlich auch eine fast vollständige Sammlung von Zeitungsausgaben aus den Nachkriegsjahren in unserem Bestand haben, können viele der Bilder dann auch einzelnen Zeitungsartikeln zugeordnet werden.
Nachdem der Arbeitskreis Heimatforschung schon eine umfangreiche Datenbank an personenbezogenen Bildern hat wäre es für uns schön, wenn wir bei einigen der folgenden Bildern, vor allem bei den Personengruppen, Hinweise und Namenslisten erhalten könnten, die wir dann anschließend in unsere Datenbanken einpflegen könnten. Manche allerdings auch nicht und so wäre es schön, wenn wir bei dem einen oder anderen Bild auch eine Rückmeldung erhalten würden.


Wir sind im Mai des Jahres 1971 Signatur Serwuschok Umschlag 46






 


!-- SPRUNGANKER Sichtbar --> Anker

Die Hohenbogenbahn -  der Bau beginnt









Diesmal gehts zuerst wieder einmal ins Umland, nach Neukirchen beim hl. Blut, die langersehnte Liftanlage wird endlich Wirklichkeit. Artikel und Bilder sind von Frau Serwuschok:
Dies ist die Straßentrasse von der Kager zur Talstation


v.l. Oberforstmeister Saradeth, Forstmeister Vollmer, Geschäftsführer Hofmann und Oberförster Heiligtag





Hier soll die Bergstation und eine Berghaus errichtet werden












Grafenwiesen 




In vier Wochen wird Gemeinde Grafenwiesen „baden gehen“

Schwimmbadbau soll bis 10. Juni beendet sein / Projekt kostet mehr als eine halbe Million / Heiz- und Umwälzanlage

Was lange währt, wird endlich gut — so hoffen die Grafenwiesener auch von ihrem Schwimmbad.

Grafenwiesen. Wer bis vor kurzem das Gespräch auf den Schwimmbadbau in Grafenwiesen lenkte, der erntete meist ein recht vielsagendes Lächeln. „Wollt’s ihr in dem Jahrhundert noch fertig werden?“ war oft die ironische Frage, die ein derartiges Thema recht schnell beendete. Nun scheint sich in dieser Hinsicht jedoch ein Ende anzubahnen — in vier Wochen, so teilte Bürgermeister Brandl der „Kötztinger Umschau“ mit, soll das Schwimmbad eröffnet werden. Bis dahin ist allerdings noch einiges zu bewerkstelligen und der Termin kann auch nur dann eingehalten werden, wenn die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Firmen reibungslos vor sich geht.

Auch der Bürgermeister von Grafenwiesen konnte sich eines Lächelns nicht erwehren, als wir ihn zum Thema Schwimmbadbau befragten. Er erklärte, dass die Verzögerung darauf zurückzuführen sei, dass ursprünglich nur ein Freischwimmbad in der Nähe des Regens vorgesehen war. Als Liegewiese sollte eine Gemeindekiesel dienen. Damals, es war im Jahre 1968, taten sich jedoch ungeahnte Schwierigkeiten auf: Das Straßenbauamt erteilte keine Genehmigung für die Zufahrt, auch das Wasserwirtschaftsamt riet von einem Schwimmbadbau am ursprünglichen Platz ab, der teilweise im Hochwassergebiet liegt. 
Die Gemeinde sah sich deshalb gezwungen, nach einem neuen Standort Ausschau zu halten, der die Zustimmung aller Behörden finden konnte. Es ist kaum zu glauben, wie viele Ämter in derartigen Fragen mitzureden haben: Das Gesundheitsamt, Wasserwirtschafts- und Straßenbauamt, die Wetterwarte und noch einige mehr. Als die Gemeinde schließlich ein Grundstück gefunden hatte, das allen Wünschen gerecht wurde, waren die Probleme deshalb noch lange nicht beseitigt.
Die Regierung wollte plötzlich nicht mehr. Sie genehmigte nur die 110 000 DM, die das ursprüngliche Projekt kosten sollte. Weitere Finanzmittel sollten nicht mehr zur Verfügung gestellt werden, da Bürgermeister Brandl von der Regierung den Bescheid erhielt, mit dem oben genannten Betrag sei der Maßnahme Genüge getan. So führte man also noch im Jahre 1968 den ersten Bauabschnitt mit den 110 000 DM durch, und legte das Schwimmbecken an.

Auf Drängen der Gemeinde konnte man schließlich doch noch den zweiten Bauabschnitt angehen, da die Finanzierung mit 398 000 DM zugesichert wurde. Diese Maßnahme umfasst das Gebäude mit den Verkaufsräumen, der Warmhalle, den Umkleidekabinen, den sanitären Einrichtungen und dem Geräteraum. Außerdem wird mit diesem Geld auch noch das Technikgebäude für Umwälz- und Heizanlage finanziert. Das Schwimmbecken wird mit Öl beheizt. Aus diesem Grund wurde kein Sprungbecken angelegt, da die Beheizung wegen der größeren Tiefe dann zu teuer würde.
Mit der Fertigstellung des ganzen Projekts wird bis 10. Juni gerechnet. Die Platz- und Kabinengebäude müssen bis dahin verlegt werden, die sanitären Anlagen gefliest werden. Die Teerung der Fußwege steht ebenfalls noch aus. Bürgermeister Brandl hofft, dass dies der Kreisbauhof machen wird; ein entsprechender Antrag wurde bereits gestellt. Auch die gärtnerischen Anlagen konnten bislang noch nicht bepflanzt werden, drei Duschschnecken und ein Kinderplanschbecken warten ebenfalls noch auf den Einbau. Die Heizanlage ist bereits installiert, Teile der Umwälzanlage müssen noch montiert werden.
Die Parkplätze werden in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen noch nicht fertiggestellt; sie können nur provisorisch angelegt werden. Die Kosten würden sich auf 60 000 DM belaufen; aus diesem Grund will man diese Maßnahme erst in den nächsten Jahren beenden. Für die Besucher des Schwimmbads Grafenwiesen wird es somit Parkschwierigkeiten geben, da insgesamt 2000 qm Fläche zur Verfügung stehen, auf der die Autos abgestellt werden können. Bürgermeister Brandl dürfte nach der Fertigstellung in jedem Fall ein ganz großer Felsklotz von Herzen fallen, wenn er endlich mit berechtigtem Stolz sagen kann: „Wir sind mit unserem Bad nicht baden gegangen!“


noch ganz frisch und unbenutzt


 Dieser  Beitrag ist in der interaktiven Karte unter der Markergruppe Umland zu finden.      🗺️ Interaktive Karte Kötzting öffnen


Doch nun wieder nach Kötzting: Im Gymnasium wurde Theater gespielt, auch hier der Bericht von der Chefin selber, Frau Serwuschok, die sich immer sehr für kulturelle Themen interessiert und eingesetzt hatte.


 
Kötztinger Schüler vom Gymnasium, heute wohl fast im Rentenalter, beim Theaterspielen


 Im Großbereich um die Bundeswehrkaserne herrschte - vielleicht auch wegen der vielen Heimschläfer, regelmäßig Verkehrschaos: auch hier von Frau Serwuschok geschrieben


Sind sie nicht schön die Autotypen, vorne der FIAT 750 - wenn ich mich nicht irre?

Am Schluss noch etwas Kulutgeschichte: unser hl Nepomuk in der Bahnhofstraße, geschrieben von dem Redakteur pd.





 und damit wieder Schluss für heute

Dienstag, 31. März 2020

Das Stadtarchiv Bad Kötzting als Unterhaltungsbeilage 3-2 Digitalisierung


Eine Wundertüte in Zeiten des Home-office


Sicherlich erinnern sich die Älteren unter uns noch an die sogenannten Wundertüten, die es in den, damals noch sehr kleinen, Lebensmittelläden für kleines Geld zu kaufen gab.
Sie hießen Wundertüten, weil es für uns Kinder immer einem kleinen Wunder glich, was da - neben dem farbigen Puffreis - so alles an Kleinigkeiten drin war.
Ähnlich geht es mir derzeit mit einer Abgabe von Kleinbildnegativen, die nur auf dem Deckel nummeriert, ihr Geheimnis noch nicht verraten haben. Ich kenne den Photographen, Siegfried Ehemann, dem wir den ersten langen Pfingstrittfilm, Stummfilme und eine Vielzahl an Dias und Bildern verdanken.
Von Wack und Michael Traurig haben wir vor wenigen Wochen eine Schachtel mit ungefähr 50 Filmdosen erhalten und die gilt es nun zu erschließen. Da die Filme sehr lange sehr stark gerollt waren, besitzen sie eine enorme Eigenspannung und daher habe ich mir eine spezielle Apparatur gebaut.

Man benötigt ein kleines Leuchtpult - angeschlossen an den USB Port am PC

Mit Panzertape als Scharnier und mit Panzertape als Führungsschiene liegt eine
Glasplatte auf dem Leuchtpult

Testweise wurde die Brennweite des Smartphones (in dem Falle wegen der neuen und verbesserten Kamera ein Iphone XI) ermittelt und danach auf Basis dieses Wertes eine stabile, wackelfreie Konstruktion gebaut. In den Ausschnitt passt exakt die Kamera und das Loch lässt die Optik frei.


In die "Führungsschiene" aus Panzertape - gleichzeitig eine Abdeckung gegen Streulicht-
kann nun der Negativstreifen geschoben werden und das Gewicht der Glasplatte hebt die
Eigenspannung des Negativstreifens auf. Zusätzlich kann man manuel noch Druck
ausüben, um wirklich Glas und Film plan zu halten, wenn nötig.
So schaut das Negativ dann durch die Optiköffnung

Es ist möglich die Anzeige eines Smartphones gleich auf "Negativ" umzustellen, so dass
das Bild sofort auf dem Bildschirm beurteilt werden kann und dann muss nur
noch der Auslöseknopf gedrückt werden. Aufgenommen wird das Bild
allerdings als Negativ, umgeschaltet wurde nur die Anzeige.


Anschließend, nachdem die ganze Filmdose auf diese Weise digitalisiert ist, gehts mit dem Smartphone an den PC, um die ganzen Bilder - noch sind sie ja in Negativform - auf die Festplatte zu sichern.
Dann müssen aus den Negativen Positivbilder hergestellt werden und dass kann man mit dem ganzen Bilderstapel auf einmal machen.  

Nun hat man also Bilder, die nur noch gedreht und beschnitten werden müssen.
Dann kommt der schwierigere Teil:
Was ist drauf - wer ist drauf - wann ist das Bild aufgenommen worden - wo ist die Situation?
Also die sogenannten META-Daten.
Bei den Negativen (ca. 25.000 ) von Frau Serwuschok ist dies viel einfacher, weil es zu den meisten Bildern kleine Zettelchen mit dem Datum des jeweiligen Zeitungsberichtes gibt, die dann diese Fragen automatisch beantworten.
Bei einem Privat- oder Hobbyphotographen, der seine Bilder nicht beschriftet hat ist dies schwieriger zu beantworten.
Nun manches erkennt man sofort, manches kann man erfragen, weil die Situation einen Hinweis ergibt, manches kann man per Suchanfrage hier im Netz lösen und manches bleibt für immer im Dunkeln.
Hier bei dem Film Nummer 28 von Siegfried Ehemann, den ich heute aufgenommen habe, gibt es für alle vier Optionen Beispiele:

Wer; Mitglieder der Familie Gress am Wehr hinter der Hammermühle im Hintergund der Waschplatz
Hier kann ich Frau Kretschmer fragen, deren Brüder darunter sind.

hire sind wir hinter der Hammermühle

Gress Schorsch, Gress Marianne (Kretschmer) Gress Max

Und schon gehts los mit den Fragen: Wer war dieser Lehrer?

Was war das für eine Schulklasse und vieleicht kennt jemand sogar noch die Kinder?

Sollte - könnte - müsste die Rieder Linde sein, oder?

Wieder die Schulklasse

Das war wohl das Ausflugsziel, lt Richter Haymo ist das am Forsthaus Hohenbogen

Ist das überhaupt in unserer Gegend, und wenn nicht, dann war es auch nicht
die Rieder Linde, würde ich sagen.
Lt Richter Haymo im bereich Fußballplatz Thenried

die Klasse hatte wenigstens Spaß im Hochsommer

Die Bearbeitung - vom Digitalisieren bis zur Ablage dieses einen Films dauerte ungefähr 1 1/2 Stunden.
Nun müssen die Bilddateien noch in das Archivprogramm eingepflegt werden und zusätzlich kommen nun die oben angesprochenen "Metadaten" hinzu. Gibt es Erkenntnisse zu den Inhalten, wie es durch diesen Blog manchmal erreicht werden kann, so kann die Bildinformation jederzeit ergänzt werden.
Und nun kommt die nächste Wundertüte aka Filmdose dran, mal schauen was dort drinnen ist....

Tatsächlich Überraschungen, weil Bilder aus dem Dritten Reich eine große Seltenheit darstellen:

hier haben wir wohl einen Ausflug der Kötztinger HJ oder Jungschar, irgendwo am Regen. Kennt jemand diese Stelle?

Im Hintergrund würde heutzutage das Autohaus Mühlbauer stehen und links in der Ecke gerade die
Metallfabrik Aschenbrenner abgerissen. Rechts geht's zum Waldschmidthaus.
Fünf schmucke Herren mit Blumenschmuck.....Pfingsten kann es nicht sein, dazu ist die Natur noch viel zu weit zurück.
Es ist eher Februar /März
Es wäre schön, wenn wir die Namen der Männer herausbekommen können, und da gibt es im Hintergrund ein kleines Netzwerk, bei dem ich nachfragen kann. Viel wichtiger für mich ist hier der überraschende Hintergrund