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Dienstag, 4. März 2014

Kötzting und seine Umgebung auf alten Farbaufnahmen


Eigentlich hatte ich für März einen Bericht vorbereitet, der erzählt wie vor ca. 250 Jahren die Reitensteiner und Teile der Kötztinger Bürgerschaft sich in herzlicher Abneigung gegenseitig das Leben schwer machten. So schwer, dass sich diese, nicht alle, Kötztinger Bürger nicht mehr durch Reitenstein mit ihren Fuhrwerken  zu fahren trauten.
ABER dann dachte ich  oh,oh  Wahlkampfzeiten in Kötzting, blos keine alten Geschichten zwischen den Ortsteilen aufwärmen. Dann habe ich auch noch in meinem alten Text gesehen, dass die Kötztinger, um ihre Sicherheit gewährleistet zu sehen, sogar den Einsatz von Soldaten gefordert hatten, die Reitensteiner wollten im Gegenzug ihre Kötztinger Gegner alle eingesperrt und gepfändet sehen ....auch das passt nicht zur momentanen weltpolitischen Großwetterlage ..

Also dachte ich mir, nimmst du  Landschaftsbilder, schöne ruhige und bunte  Landschaftsbilder das geht immer und die Aufruhrgeschichte zwischen Kötzting und Reitenstein - ich habe da einen schön gezeichneten und kolorierten Plan der Reitensteiner Waldsaufteilung rund um Reitenberg herum in Landshut gefunden - den machen wir halt im April.



Kötzting und seine Umgebung

Diese Bilder stammen ebenfalls aus dem Bestand, den Herr Lehrer Bock in den dreißiger Jahren angelegt hatte und stellen so ziemlich die ersten Farbaufnahmen unserer Gegend dar. Schon im vorigen Sommer bei den heißen Temperaturen habe ich ein paar Winterbilder veröffentlicht. Diesmal sind es Bilder von Kötzting als Ganzes, bei welchen man - allerdings erst auf den zweiten Blick  - sieht, wie stark sich unser Ort in den Nachkriegsjahren ausgebreitet hat. Die Bildrechte liegen auch hier beim Stadtarchiv Bad Kötzting




Kötzting mit Blick von der Weissenregener Kirche herab
 hier erkennt man sehr schnell, wie unsere Stadt das Neubaugebiet der dreißiger Jahre langsam erschlossen hat, auf der Platte selber war noch gar nichts. Im Dritten Reich gab es dann Planungen für ein Mutter und Kind Heim ungefähr an der Stelle der späteren Mädchenschule und später kam dann die Kirche und die kleinen Wohnblöcken hinzu, bis es dann mit den Einfamilienhäusern auch auf der Platte losging.

hier nun der bekannte Blick von der Platte herab Richtung Kaitersberg

 Dieses Kötztinger Postkarten Motiv sieht aus als wäre es noch gar nicht so alt, aber bei genauerem Hinsehen fehlt im Hintergrund in Richtung auf den Kaitersberg zu eine ganze Menge.
Die Zellertalsiedlung gibt es noch nicht, an deren Stelle nur einen lange Reihe von Holz und Bretterstapeln - möglicherweise wegen der Nähe zum Bahnhof Zellertal
 In der Bahnhofstraße gab es unterhalb des Postgebäudes noch die Bäckerei Irlbeck und danach folgte das Sparkassengebäude, früher die Kötztinger Holzschnitzschule. Deutlich sieht man links vom Finanzamt den Kamin vom Komunbräuhaus und rechtsaussen den von der Konservenfabrik.  Rechts im Vordergrund auf dem Gelände des jetzigen Lebensmittelmarktes und vorherigen Baywageländes befanden sichebenfalls Holzlager.



 Nun folgt eine Luftaufnahme Kötztings, ich vermute mal  vom Kreuzfelsen aus geschossen. Es gibt ja im Internet auf der Kötztinger Seite ein paar Superfotografen, vielleicht können die aus ihrem Fundus mir ein neues Gegenstück zu diesen Altaufnahmen zu kommen lassen, das könnte man ja dann hier auch noch zum Vergleich mit einbauen.


Kötzting von oben Anfang der dreißiger Jahre photographiert vom Lehrer Bock



So, nun viel Spaß beim Herumwandern in den Bilder - und wenn jemand Detailbilder hat, die das Ganze hier verdeutlichen einfach im Kommentar in FB mitschicken.











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