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Montag, 23. Juni 2025

Ein verschneiter Volkswandertag

 Eigentlich - wenn ein Beitrag schon "eigentlich" beginnt - habe ich alles an Bildmaterial, das wir von/über Frau Serwuschok in unsere Sammlung aufnehmen konnten aus dem Jahre 1970 bereits gesichtet und gescannt. Die laufende Digitalisierung ist bereits im Frühjahr/Sommer des Jahres 1977 angekommen.

Und dann kommt da ein Umschlag daher, der zwar mit April/Mai 1977 beschriftet ist aber bei dem jeder Einzelbeitrag verdächtig nach einem viel früheren Datum aussieht.
Mit der Bilderfolge des Kötztinger Volkswandertags -  mit dem Ziel der Burgruine Lichtenegg - konnten die Negativstreifen dann auf den Mai 1970 vordatiert werden und was da alles drinsteckte, kommt einer kleinen Wundertüte gleich.



 Einschub: Wie sieht diese Digitalisierung im Moment denn so aus:

 Das Ausgangsmaterial sind große Briefumschläge in denen die Regensburger Zeitungsredaktion die Kötztinger Fotonegative in monatlichen Stapeln zurück nach Kötzting in die Lokalredaktion lieferte.


Solch ein Stapel sieht dann folgendermaßen aus:


In späteren Jahren - ab 1971 -  trugen die kleinen Notizzettel, an denen die Negativstreifen gepinnt sind, nicht nur die ersten paar Worte der Überschrift des Artikels für die die Fotos gedacht waren, sondern enthielten auch das Datum der Zeitungsausgabe. 1970 war dies eben -noch- nicht der Fall, weshalb es des Berichts über den Wandertag bedurfte, um den Zeitraum genauer einzugrenzen.

In dem fraglichen Umschlag - falsch beschriftet - waren nun nicht nur die Negative aus dem Mai 1970 sondern auch einige vom August 1973 und eine große Anzahl aus dem Herbat 1977.
Die letzteren machen es natürlich leicht, eine Zuordnung zu Ausgabedatum und Artikel herzustellen.

Bildmaterial: Aufmacher Fischerfest - 8.8.1977

Wichtige für unsere Sammlung ist dabei, dass von manchen Situationen/Veranstaltungen ganze Filmstreifen geschossen wurden, auch wenn dann nur ein einzelnes Bild ge/benutzt wurde.



Hier also nun die Bilderserie mit den dazugehörigen Zeitungsartikel 

Das war das Ziel am 1. Mai 1970 und, so wie es damals auch noch am 1. Mai ein traditionelles Skirennen am Arber gegeben hatte, stampften die Kötztinger Teilnehmer zu einer tief verschneiten Burgruine Lichtenegg. Alois Dachs war das damals junge Mitglied des Redaktionsteams der Kötztinger Umschau, dem wir die Bilder und die Artikel zu verdanken haben. Seine Chefin, Frau Renate Serwuschok war aktiv als Unterstützerin des Turnvereins mit am Startpunkt.

Wenige Tage vor dem Wandertag, zeigte sich die Burgruine noch ohne ein weißes Kleid.

Start- und Zielpunkt der Veranstaltung war der Innenhof des Hotels zur Post, dort war es nur ein wenig matschig.





Hier erhielt man seine Teilnehmerkarte, mitte der Vorstand des Turnvereins: Erich Betz

rechts Frau Serwuschok



Und dann gings los...... heraus aus dem Hof mit klingendem Spiel und hinauf auf die Marktstraße 

 








Und dann gings hinaus in die Natur, wo der Winter noch einmal zugeschlagen hatte:


So wünscht man sich Wanderwege.....


Wanderschuhe sehen anders aus....






Die Brotzeitstation bei der Halbzeit


Bratwürstel von der Metzgerei Haushofer und eine Halbe Bier vom Schmidtbräu

Und manchmal auch ein "Stamperl"










Und dann gings wieder zurück nach Kötzting....




Beim Rückmarsch wurde noch einmal in Ramsried Halt gemacht, wo es zur Erfrischung ein Eis von der FA. JOPA gab, das genau richtige bei dem Wetter...





Am Ende nur die dazu passenden Zeitungsartikel von der Kötztinger Umschau und der Kötztinger Zeitung.




Freitag, 20. Juni 2025

Pfingstimpressionen

 Abseits der üblichen Bilder über und von unseren Pfingsttraditionen ist es für mich immer ein Vergnügen ein paar "Nebenwege"  zu gehen und von Situationen mitzuerleben oder solche abzubilden, die eher neben den "Mainstreambildern" entstanden sind.
Hier also in munterer Folge - da gibt es eher keinen "Roten Faden" - ein paar ganz besondere Erinnerungen an die vergangenen Tage.

Nach meiner Aufnahme, die ich von Marlene Liss mit ihrer Enkelin Zora Zilk gemacht habe, erhielt ich von mehreren Seiten - es waren natürlich alles Frauen - den Hinweis auf das Kleid der Enkelin:


Foto Pongratz, Marlene Liss - aka Vogl Musch -, die Jubelbraut von 1965, mit ihrer Enkelin Zora Zilk. Rechts Oexler Wilfried, der Jubelbrautführer von 1975.
Hier der Beweis:Fotos Kretschmer
Marlene Vogl vor der Kranzlübergabe auf dem Marktplatz Pfingsten 1965


Dann gibt da noch ein paar Bilder der Pfingstbräute beim Empfang vor dem Alten Rathaus am Pfingstmontag. 

Foto Pongratz: links Heidi Huber, geb. Pongratz und rechts Marlene Liss, geb. Vogl

Foto Pongratz: Alle drei zusammen, die Pfingstbraut von 1975, Frau Heidi Huber, von 1965, Frau Marlene Liss und von 2000 Frau Dr. Martina Graßl, geborene Schloßbauer.

Bleiben wir beim Thema der "Jubelbräute"

Auch von der Pfingstbraut des Jahres 1955 haben wir ein besonderes Bild in unserer Sammlung. 
Foto Kretschmer 

Foto Kretschmer

Wenn ich den Hinter- und der Untergrund des Bildes richtig analysiere, so ist dieses Bild vor der Hauswand des Nachbaranwesens Schödlbauer entstanden (dieser Kellenwurf des Fassadenputzes ist in Kötzting einzigartig) und der Untergrund auf dem die Pfingstbraut steht ist vermutlich das Blechdach eines Anbaus.
Frau Marianne Kretschmer war - wenige Monate vor dem großen Auftritt an Pfingsten 1955 - bereits im Mittelpunkt vieler Kötztinger Veranstaltungen gestanden: sie war Kötztings Faschingsbraut - an der Seite von Haymo Richter - in der Faschingssaison 1955 gewesen und hatte damit 1955 bereits viele öffentliche Auftritte hinter sich.



Foto Kretschmer: Marianne Haushofer und Haymo Richter




Foto Kretschmer: Marianne Haushofer und Haymo Richter
.
 



Nur wenige Meter unterhalb des Alten Rathauses versammelt alljährlich Frau Marianne Graf ihre Freundinnen und bildet dabei eine "Gasse", durch die man nur sehr schwer hindurchkommt, ohne sich an den angebotenen Getränken zu laben.

Foto Pongratz: ein Glaserl geht immer ...

Foto Pongratz



Foto Pongratz: wie man sieht, waren die Damen sehr erfolgreich darin, Passanten aufzusammeln. Und hier manifestiert sich Hubrichs so oft zitierter Spruch von der “Pfingstfreud“ so richtig schön hinweg über alle Generationen.

Ein großes Lob an den heutigen Pfingstbräutigam und seine Mannschaft, welche die "Huldigung", die sonst fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Postsaal stattgefunden hat, in den Innenhof verlegte und so zu einem ganz besonderen Ereignis werden veränderte, das nicht nur die vielen Besucher im Posthof genießen konnten, sondern auch sehr viel länger und fröhlicher ablief, als es ansonsten im Saal gewesen war. Das ist mal eine spontane Änderung, die man gerne genau so übernehmen sollte. Bei schlechtem Wetter kann man ja immer noch in den Saal ausweichen.
Und so wurde dann munter eingestochen und dirigiert, es war ein Vergnügen für alle Beteiligten.

Foto Pongratz
Foto Pongratz
 


Foto Pongratz


 



Im Schaufenster des Hauses Voithenleitner fand ich später noch die folgende Pfingstdeko:

Foto Pongratz: der heutige Pfingstbräutigam als eben solcher beim Kinderfestzug 2008. Seine beiden Begleiter hatten anscheinend Probleme, die Zylinder auf dem Kopf zu behalten.

Im Zeitungsarchiv fand sich dann noch ein Artikel über den dritten Brautzug im Jahre 1975. Nicht der nach der Pfingsthochzeit zur Braut, sondern abends dann gemeinsam mit Musik ins Bierzelt.






Mittwoch, 18. Juni 2025

Die Kapuziner Mare - eine ganz besondere Kötztingerin

 Rätsel sind dazu da, um gelöst zu werden....

Im Nachgang der Veröffentlichung der Dokumentation über das Haus mit der alten Hausnummer 96 - beim Decker, nun Gartner in der Herrenstraße -, bin ich drauf aufmerksam gemacht worden, dass in dem kleinen Anbau dieses Anwesens in Richtung zum Krankenhaus - damals das St. Josephsheim - eine ganz besondere Frau gearbeitet und gelebt hatte, die 

Kapuziner-Mare.

Bild Sammlung Arbeitskreis DIA-Repro 1438 

Wie später zu sehen sein  wird, ist der linke Hauseingang - der mit den beiden hölzernen und seitlich weggeklappten Außentüren und links neben der Personengruppe - der Zugang zu ihrer Schneiderei und Wohnung.
Was diese Frau so besonders machte, war die Zusatzinformation, die sich später auch bestätigen ließ, dass die "Kapuziner-Mare" viele Kinder aufgezogen hatte. Die Rede war von 12 oder 13 Kindern im Laufe der Jahre.
Sehr schnell stellte sich  dann auch die nächste Frage: warum nannte man diese Frau  die "Kapuziner-Mare"?
Doch zunächst noch ein paar Bilder aus unserer Sammlung, die ihr Wohn- und Arbeitshaus betrafen.

DIA-Repro 2697: Hier heißt es in unserer Sammlung: 3 Pfingstreiter vor Gartner Ludwigstraße, altes Haus der Kapuziner Mare.

Auch der Abbruch des Hauses ist dokumentiert und auch dort haben wir noch den Bezug zu dieser Frau:

DIA-Repro 1370 folgendermaßen verstichwortet in unserer Bildersammlung: Herrenstraße 14 - Ecke Ludwigstraße  Teil des Hauses Gartner, Abbruch vor Neubau, da war vorher die "Kapuziner-Marie " Näherin drin. Sigmund Schacky Platz Schild.

Und dann begann die Suche nach weiteren Informationen über diese Frau, um das Rätsel vielleicht lösen zu können.
Der erste - fast korrekte - Hinweis, sie hätte "Amberger" geheißen und hätte aus Grafenwiesen abgestammt, führte zu einer Anfrage auf FB in der Grafenwiesener Gruppe, ob es vielleicht -ein- Anwesen in Grafenwiesen gäbe, das mit dem Namen "Kapuziner" in Verbindung gebracht werden könne. Binnen weniger Minuten tauchten bereits die ersten Kommentare auf mit einer Bestätigung und mit konkreten Aussagen.
Ja, es gibt in Grafenwiesen gleich zwei Häuser, deren Hausname "Kapuziner" und welcher Hausname auch auf einige der Bewohner/Besitzer übertragen worden ist.
Die dazu gehörenden Familiennamen waren Amberger und Greisinger.
Leider kam noch am selben Tag eine Korrektur des ersten Hinweises an, ihr Name war eben nicht Amberger sondern Schedlbauer gewesen und sie wäre unverheiratet verstorben. Frau Rita Adam, geborene Guggenberger, deren Mutter eines der Ziehkinder der Maria Schedlbauer gewesen war, konnte nicht nur diese Aussage bestätigen, sondern hatte auch noch Bilder von ihr in ihrer eigenen Fotosammlung.
Sammlung Adam, Frau Maria Schedlbauer, genannt "Kapuziner Mare"


Frau Adam wusste auch die Lebensdaten, weil Frau Schedlbauer später wohl Teil der Familie  Guggenberger geworden war,  sowohl in deren Wohnung im Gerstl-Haus als auch später im Haus  in der Blaibacherstraße.   
Sammlung Adam


Nachdem es in den Kötztinger Pfarrmatrikeln keinen Eintrag für eine Maria Schedlbauer gab, war die nächste - logische - Anlaufstelle das Standesamt in Grafenwiesen, deren Mitarbeiter mir zwar sofort behilflich waren, jedoch auch nicht fündig wurden.
Also dann einen Schritt zurück, und im Kötztinger Standesamt nachgefragt, welche Details im Sterbeeintrag vermerkt sind >>>>>  Frau Maria Schedlbauer wurde am 23.6.1892 in Arnschwang geboren.
Nun also die Anfrage bei den Kollegen im Rathaus von Arnschwang, die Gott sei Dank ihre Altunterlagen - noch - nicht nach Furth im Wald abgegeben hatten.
Auch hier wurde mir sehr schnell geholfen, denn im Geburtseintrag waren ihre Eltern als der Häusler Franz Schedlbauer und dessen Frau Katharina, einer geborenen Amberger angegeben. 
Leider hat das Paar nicht im Gemeindebereich Arnschwang geheiratet, so dass die Suche hier zunächst endete. 
Durch Befragung weiterer Kötztinger Bürger kamen dann noch ein paar Zusatzinformationen über weitere Ziehkinder der Frau Schedlbauer. Zwei ihrer Ziehkinder - ebenfalls mit dem Familiennamen Schedlbauer - sind bekannt. Frau Emilie Schedlbauer - später verheiratete Ebner - war für die Guggenberger-Kinder die "Tante Emili" und auch deren Bruder wurde erwähnt, mit dem Zusatz, "er wäre ein "Zauberer" in München gewesen.
In unserer - alten - Einwohnermeldekartei, die leider vor vielen, vielen Jahren von einem alten DINA Maß in das derzeit gültige DINA 5 Maß zurechtgeschnitten wurde, was zu seitlichen Verlusten geführt hatte, findet sich auch eine Karteikarte zu Frau Schedlbauer Emilie mit der Angabe ihres Wohnortes in Kötzting.

StA Kötzting, alte Einwohnermeldekartei

 Aus dieser Meldekarte kann man entnehmen, dass sie bereits im Babyalter nach Kötzting gekommen ist und auf der Rückseite der Karte ist vermerkt:
StA Kötzting, alte Einwohnermeldekartei
Wohnung: v. Schacky (-Platz) - Hausnummer 96 - bei Tante S(chedlbauer) 
Der Vater - und damit wohl der Bruder der Kapuziner Mare - war der Schneider Franz Schedlbauer aus Schermau bei Dingolfing.
Der Von-Schacky-Platz war damals der Kreuzungsbereichh der Herrenstraße vor der TCM-Klinik und die - alte- Hausnummer 96 ist heute das Anwesen Gartner; es stimmt also alles zusammen.

Sammlung Adam: Frau Maria Schedlbauer mit ihrem Ziehkind Rita Schranz, später verheiratete Guggenberger in ihrer Haustüre stehend, siehe i9m Vergleich die oberen Bilder des Anwesens.

Auch bei Rita Schranz,  - siehe obiges Bild -  heißt die Kötztinger Wohnanschrift -V- Schacky-Platz und Hausnummer 96 bei Gartner.
StA Kötzting, alte Einwohnermeldekartei


Sammlung Adam: Das "Schulmädchen Rita Schranz" erhielt eine Postkarte auf die Kötztinger Adresse 
13 a (stand für Niederbayern) Kötzting (bei Gartner)
"Dir und denen lieben Angehörigen (Tante, Großmutter u. Emilie sendet freundliche Grüße...,"



Da die Ehe der Eltern unserer Maria Schedlbauer nicht in Arnschwang zu finden war, ist unsere Suche eigentlich an dieser Stelle zu Ende.

Schaut man sich jedoch die Kötztinger Kirchenmatrikel unter dem Stichwort Schedlbauer und Amberger genauer an, so gibt es doch ein paar Hinweise, die von Arnschwang zurück  - oder grundsätzlich  -  nach  Grafenwiesen führten. Diese Familiennamen zumindest verweisen genau auf die zwei Häuser, die heute noch in Grafenwiesen mit dem Hausnamen Kapuziner belegt sind. 

Im Jahre 1917 heiratete ein Schuster Alois Schedlbauer - Sohn des Arnschwanger Häuslers Franz Schedlbauer und seiner aus Grafenwiesen stammenden Ehefrau Katharina Amberger.
Seine Frau war Anna, die Tochter das Grafenwiesener Häuslers Franz Xaver Bablick. 
Anna Bablick selber war in dem Eintrag als "Witwe Schedlbauer" vorgetragen.
Unter dem Datum des 6.7.1910 findet sich ihre erste Ehe mit einem Wolfgang Schedlbauers, ebenfalls Schuster und Sohn des obigen Arnschwanger Ehepaars.

Es hatten also nacheinander zwei Söhne des Arnschwanger Schneiders Franz Schedlbauer - und damit Brüder der Kapuziner Mare - nach Grafenwiesen geheiratet, zurück in den Geburtsort ihrer Mutter.


Es gab somit nacheinander mindestens drei Schedlbauer-Abkömmlinge aus Arnschwang:

Wolfgang Schedlbauer 00 nach Grafenwiesen
Alois Schedlbauer 00 die Witwe des Bruders
Franz Schedlbauer Schneider in Schermau bei Dingolfing

Es ist zu vermuten, dass die junge - noch ledige - Schwester Maria Schedlbauer zu den Familie ihres Bruders nach Grafenwiesen gezogen ist und später dann - ab 1920 -  in Kötzting als Schneiderin gelebt hatte. Dort hat sie wohl zunächst die Kinder ihres dritten Bruders aufgezogen und war später noch für viele weitere Kinder eine geliebte Pflegemutter.  


Einschub 

Geht man eine Generation weiter zurück, so findet sich eine weitere Verbindung von Schedlbauer, Arnschwang und Grafenwiesen, diesmal von Grafenwiesen ausgehend.

Am 7.6.1875 heiratete der Grafenwiesener Schuster und Witwer Anton Schedlbauer - Sohn des Kötztinger Schusters Joseph Schedlbauer und seiner Frau Katharina, geborene Lanzinger -  eine Arnschwanger Witwe mit Namen Katharina Heigl.   
(Josef Schödlbauer und Katharina Lanzinger, die Eltern,  sind die Vorfahren des späteren Schuhhauses Schödlbauer in Bad Kötzting) 
In seiner ersten Ehe hatte der ledige Kötztinger Anton Schedlbauer eine Greisinger Anna aus Grafenwiesen geheiratet, ebenfalls eine Witwe.

 ES sieht also so aus, als ob die Grafenwiesener Schedlbauer-Linie und die Kötztinger Schödlbauer zusammenhängen. Durch wechsel- und kreuzweise Heiratsverbindungen kam dann ein weiterer, regelmäßiger Austausch zwischen Arnschwang und Grafenwiesen zustande, bei dem auch die beiden - heutigen - "Kapuziner-Hausnamenslinien" Amberger und Greisinger vorkommen. 

Einschub Ende


 Mit dieser Recherche konnte nun nur die Verbindung der Kapuziner Mare zu ihrer Grafenwiesener Verwandtschaft hergestellt werden. Einen Hinweis auf die Herkunft ihres doch sehr speziellen Hausnamens gibt es jedoch nicht, aber das ist ja bei manch anderen Hausnamen - auch in Kötzting - auch nicht anders. 
Die Grafenwiesener Hofmarksherren - das Kloster Rott -  jedenfalls waren Benediktiner und keine Kapuziner, davon kann es nicht stammen. 
Aus Grafenweisen selber habe ich noch einen Hinweis bekommen, es könnte/sollte einmal ein Wirtshaus in Grafenwiesen mit eben diesem Namen - an der Straße Richtung Sportplatz - gegeben haben, aber "Nix g´wiß woas ma net".

Am Ende nun noch ein paar Bilder aus unserer Sammlung, die einen Bezug zur Kapuziner Mare haben.

Dia-Repro_0026  erste Reihe die zweite v. r.  Emilie Schedlbauer

Dia-Repro_0389 1920 Schedlbauer Marie ganz rechts