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Dienstag, 1. Juli 2025

Rimbach nimmt Abschied und feiert

In der Bildersammlung des Stadtarchives befinden sich viele Beispiele von damals tagesaktuellen Veranstaltungen oder Berichten über Handel und Gewerbe, die uns einen kleinen "Blick zurück" erlauben; zurück auf Menschen, die schon lange verstorben sind oder Orte und Plätze, die es ebenfalls schon lange nicht mehr gibt. Mit dieser Reihe an Blogbeiträgen soll diese Erinnerungskultur ermöglicht werden; eine Erinnerung an ein Kötzting mit viel Handel, Handwerk, Vereinsleben und Gasthäusern, mit Jahrtagen, Bällen, und vor allem mit Menschen. 


Deutsch - amerikanische Freundschaft 

Im August 1975 wollte die Gemeinde Rimbach ein letztes Mal der langjährigen Freundschaft zwischen unserer Grenzregion und den in ihrem Ort wohnenden Angehörigen der US-Armee und der US- Luftwaffe gedenken und zusammen mit ihnen ein Fest zu feiern.
Allerdings erst im drauffolgenden Jahr - 1976 - sollte der "Rückbau" der Statiuonierungsstreitkräfte abgeschlossen sein, und damit das gewohnten Bild von GIs in den Rimbacher Straßen und Wohnungen enden. Im Jahre 1975 waren zum letzten Mal die GIs und ihre Familien in Rimbach versammelt. Gegenwart. Hier die Bilder, die sich von der Feier erhalten haben.
Mitten hinein in und durch den den laufenden Straßenverkehr marschierte der Festumzug in Rimbach zum Festzelt. Die Bilder und der Artikel über diesen großen Tag für Rimbach schrieb ein Reporter mit dem Kürzel -kmm-.






Schon Tage zuvor veröffentlichte die Kötztinger Umschau einen Bericht über den Kötztinger Steinmetzbetrieb Hofmann, in dem der Chef abgebildet ist, wie er an der Gedenkplatzte arbeitet, die bei dem Fest dann feierlich eigeweiht werden sollte.
Herr Hofmann beim Feinschliff der Steinplatte - zumindest für den Fotografen.....

Auch vom Festbetrieb haben wir eine Reihe von Bildern.

V.l. der Rimbacher Bürgermeister Bachl, Major Douma, Captain Reid 






Offensichtlich kam es auch zur Wahl einer "Festkönigin". Evi Hofner schaffte es, die anderen 18 Bewerberinnen auf die Plätze zu verweisen. 

Die Festkönigin Evi Hofner



Und dann gings an die Denkmalsenthüllung bzw. Einweihung.




Das im August 1975 errichtete Denkmal verwies bereits im im Vorjahr auf das endgültige Ende der Stationierung  im drauffolgenden Jahr. Nach 1976 wohnten nur noch wenige Techniker direkt oben auf dem Hohenbogen, wo sie neben den NATO-Türmen ihre eigenen Antennenanlage errichtet hatten. 
Dort oben hatten die 8-10 US-Amerikaner einen Bungalow mit Essküche, Billardtisch, TT-Platte, Fotostudio, HiFi-Anlage, Videokonsole (1976ff !!!) zur Verfügung und luden ein zur Party auf dem "Mount Hohenbogen", wobei sie ihre eigenen freistehenden Antennenanlagen fotografierten und auf der Einladungskarte verschickten. Zeitgleich prangte am daneben liegende Zaun der NATO-Anlage das Schild: "Fotografieren verboten - Achtung Schusswaffengebrauch - der Standortälteste".
Interessant ist auch noch in der Rückschau, dass die Gäste der Amerikaner von den regulären "UP" und "Down" Zeiten der Zufahrtsstraße zur Anlage ausgenommen waren. Kaum bei diesen angekommen, schellte jedoch oft das Telefon, weil Wachhabende der Bundeswehr wissen wollten, ob das Auto mit dem Kennzeichen "XX.XX.XXXX" wirklich zu den Amis gefahren war. 



v.l. Major Douma, Bürgermeister Bachl und Captain Reid





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