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Montag, 4. September 2017

Die Spitalrechnungsbücher - Kötztings älteste Archivalien

Besondere Dokumente im Kötztinger Stadtarchiv

auch:
Digitalisierung als Mittel der Bestandserhaltung


Es muss passiert sein, als das Kötztinger Marktarchiv - also lange bevor Kötzting 1953 zur Stadt erhoben worden war - noch ein stiefmütterliches Dasein im Speicher und unter einer Treppe im "Alten Rathaus" fristen musste. Einige alte Stapel wurden nass und der folgende Papier und Tintenfraß zerstörte Teile wertvoller Archivalien.
Es traf leider den Bestand der Kötztinger Spitalrechnungen und von denen auch noch gerade die ältesten. Gott sei Dank sind aber noch alle überkommenen Spitalrechnungen vorhanden, denn in einem Schreiben an das Bistum Regensburg 1790 werden alle Spitalrechnungsbände aufgeführt und diese Liste deckt sich mit dem vorhandenen Bestand.
der sogenannte Schwedenstein am Ludwigsberg, der an die
Kötztinger "Schreckensnacht" erinnert
Für den Aktenbestand im Stadtarchiv Kötzting gibt es eine sprichwörtliche Stunde Null, den Angriff der "schwedischen Truppen" auf Kötzting vom 29.11.1633, der nicht nur das Leben der meisten Kötztinger Bürger kostete, sondern mit dem damaligen Rathaus auch sämtliche Kötztinger Dokumente einäscherte.
So gibt es im Archiv eben nur Dokumente, die jüngeren Datums sind. Ältere Materialien, die wir mittlerer weile ebenfalls ins digitale Stadtarchiv integriert haben, stammen ausnahmslos aus überregionalen Archiven wie den Staatsarchiven in Landshut und Amberg oder aus dem Hauptstaatsarchiv in München.
Dieser, im Moment gerade sehr intensiv aufgebaute, Bestand wird Thema eigener Beträge werden, wenn die Photoerlaubnis in Landshut voraussichtlich im Dezember auslaufen wird und dann rückblickend ein Resümee gezogen werden kann.
Es dauerte selbstverständlich einige Zeit nach der Brandkatastrophe von 1633 bis wieder die kommunalen Strukturen griffen und bis wieder der notwendige, geschäftsmäßige Schriftverkehr einsetzte.

Das Kötztinger Spital war ja erst kürzlich in aller Munde, weil die dazugehörige und ungefähr 450 Jahre alte Spitalstiftung des Marktes ( Mitte des 16. Jahrhunderts war in Kötzting das Spital gegründet worden), im Laufe der Jahrhunderte aus den unterschiedlichsten Ursachen weggeschmolzen war und der verbleibende Kapitalrest im Bahnhof der Stadt Kötzting steckte.
Wir kennen in Kötzting ja den Spitalplatz, benannt nach einem Gebäude am Rande des Platzen, in dem die Spitaler untergebracht waren. Diese Spitaler, früher Pfriemdter genannt, waren sozial bedürftige Menschen und für solche war die Spitalstiftung auch angedacht gewesen. 
Den Namen erhielt der Spitalplatz aber erst in den Jahren nach 1867, nach dem großen Marktbrand, denn vorher lag das Spital inmitten unseres Ortes.
Auszug aus der Uraufnahme von 1833: zu sehen ist das Spital, 102 ist das Schuhhaus Liebl, 124 gehörst zum Modehaus Schödlbauer, Hausname beim Drunkenpolz, 101 ist die ehemalige Metzgerei Graf, später Wolf. Interessant ist der mitten auf dem Platz gelegen Badbrunnen.
Der letzte Rest des alten Spitals ist das private Parkplatzgebäude an der Ecke Gehringstrasse/Pfeffergraben, deutlich erkennt man an der Außenwand noch ein Spitz zugebogenes Fenster. Der jetzige Spitalplatz hieß übrigens vorher einfach: "vor der Pruckhen", also vor der Brücke, die übrigens damals auch nicht Oberbergerbrücke sondern Kollmeierbrücke genannt wurde.

 Die Gründung des Kötztinger Spitalwesens:


Dieses Spital wurde wie gesagt Mitte des 16. Jahrhundert von Georg von Nussdorf zu Neuen Nussberg gegründet worden.  Es gibt zwar keine Gründungsurkunde mehr, aber bei einer Spitalrevision im Jahre 1627 (GL fasc 1818 dieses Material stammt aus dem Hauptstaatsarchiv in München) wird bereits der fehlende Fundationsbrief vermerkt aber gleichzeitig auf einen vorhandenen Kaufbrief aus dem Jahre 1555 verwiesen, in den oben angesprochener Georg von Nussdorf, Pfleger, Kastner und Vogtrichter zu Kötzting zusammen mit dem Bürgermeister und Rat ein "Behausung im Marckht zu einem Spital und Bruderhaus sambt einem halben Marktlehen von Ambrosius Carl, gewesten Castnern und damaligen Mitbürgern zu ermelten Khozting kheuflichen erkaufft" haben.
Derselbe Georg von Nussdorf vermachte dann 1566 auch noch einen Zehent als Donation für eine dauerhafte, allerdings Anfangs kleine, jährliche Einnahme.
Kötztinger Spital erhielt im Laufe der Jahrhunderte einen soliden Kapitalstock, zum ersten aus ganz bewusst eingesetzten bzw. "klug erbetenen" Erbschaften vermögender Kötztinger Bürger, dann zweitens durch die "Vermietung und Verpachtung" der ursprünglich beim Marktlehen vorhandenen Grundstücke. Drittens konnten sich die, vorher genannten, Pfiemdter regelrecht als Altenteiler ins Spital mit einem Kapitalstock einzahlen und damit lebenslang eine - allerdings sehr armselige - Herberge einnehmen. Für diese Herberge mussten sich die Spitaler aber einer sehr strengen Spitalsordnung unterwerfen, die zum Beispiel auch den sehr regelmäßigen Gottesdienstbesuch und das Gebet für die Stifter des Spitals beinhaltete. Wie oben bereits angemerkt, ist das Thema "Spital" so umfangreich, dass es eine spätere und besondere Veröffentlichung wert ist.
Das Kötztinger Spital war idR für 7 Spitaler ausgelegt und stellte eine untere Ebene der Sozialversorgung dar. In der oben angesprochenen Donation für die Spitalstiftung ist zusätzlich auch noch von einem "arm Ellent khlain Heusl vor der Pruckh darin man die gahr Arme Ellente Sunderseith und andre presthafte Persohnen underhalte" Auch für die Bewohner dieses Armenhauses müsse die Schenkung und die daraus resultierenden Einnahmen hergenommen werden.
Es gab also offensichtlich bereits ein "Vorläuferspital". In späteren Jahren ist von einem oberen Spital die Rede, dieses kann in der Straße nach Gehstorf lokalisiert werden, entweder in dem vor wenigen Jahren abgerissenen Anwesen Herrmann (meine Überlegung aufgrund der historischen Beschreibung wo das "obere" Spital zu liegen kam) von  bzw. weiter im Markt herinnen das kleine Haus stadteinwärts nach dem Wohnhaus der Firma Huber (nach Überzeugung von Herrn Ludwig Baumann).
Die Rechnungslegung für solch eine "Fromme Stiftung" lag gleichberechtigt beim Pfleger, beim Pfarrer und beim Kötztinger Kammerer. Darüber hinaus gab es noch den Posten eines oder zweier Spitalverwalter.

Doch nun zum eigentlichen Thema des Beitrages:
 
Die alten Spitalrechnungen, deren kläglicher Zustand und die gesicherten Inhalte.
Stadtarchiv Kötzting Spitalrechnung von 1638:
Spital Re(chnung)
Aller Gläubi(gen Seelen)
Bruderschaft und .......
Spitalmaister Als des .......
Hansen Raidten dann .......
Bürckhl beeder    dase(bst)
Einnemmen und Ausgebens ....
ruerth Irer Verwalttung dess
Jars an Gelt und getraidt ge....
Handlung wie volgt

Anno Domini
1638
Um es gleich vorauszusagen: der Schaden ist bereits eingetreten und mit den kontrollierten klimatischen Bedingungen im jetzigen Stadtarchiv wird der Zustand der Büchern auch nicht mehr schlechter werden, dies ist also nicht als Aufruf zu verstehen, am gegenwärtigen Zustand etwas zu ändern.Ich habe das Entgegenkommen der Medienzentrale an der Uni Regensburg genutzt und die sich bei Berührung immer weiter sich auflösenden Originalrechnungen noch einmal GANZ vorsichtig aufzublättern und mit höchster Auflösungsstufe - ohne Glasplatte - über Kopf einzuscannen. Das Ergebnis sind 1,5 GB große PDF-Dateien für die jeweils ca. 30-40 Seiten starken Rechnungsbücher. Die hier gezeigten Beispielsseiten habe ich aus "Blogspeichergründen" und Ladezeiten reduziert. Nur das erste Deckbild habe ich in der Originalauflösung belassen, damit man auch im kleinsten Detail sehen kann wie zerfressen die Bücher bereits sind. Die Originalbände sollten eigentlich nie mehr benutzt werden, sie erhalten auch einen entsprechenden Sperrvermerk in dem städtischen Repertorium.

Was steckt nur so Alles beispielsweise in den Kötztinger Spitalrechnungen?

Im Laufe der Generation erhielt das Spital Gelder aus Erbschaften, Einzahlungen der Pfriendter und aus dem Abgaben der abgaben pflichtigen Bauernhöfe. Dieser Kapitalstock wurde gegen 5% Zins an andere Bürger ausgegeben, die dafür, wie heutzutage auch bei einer Hypothek, ihre Anwesen dafür einsetzten und Bürgen stellen mussten.
Zuerst bringt die Rechnung von 1638 einmal die Liste aller ihrer Kreditnehmer:
Liste der Kreditnehmer, die noch die kreditzinsen seit 1636 schuldig geblieben waren: darunter auch "Hans Pachmayr der jünger", heutzutage Amberger Hof oder "Oswald Parella", saß auf der früheren Bäckerei Grassl in der jetzigen Metzstraße, damals Rindermarkt genannt..

Also nächstes sind die Einnahmen von diversen Bauernhöfen, ja ganzen Dörfern, aufgeführt, die dem Spital zehentpflichtig geworden waren:
erste Seite
(Einna)mb an bestendiger (Pfe)nninggilt und Stüfftleuth
Item der Hof zu Wäzlstorf zinst järlich 4 fl 40 xr 4 h
Wolf Kherscher von Wolferstorf vom gueth (da)selbst
..ür allen schuldigen Clainen diennst
Geörg Vogl zu Tennrieth
Hans Schwarz am Schafhof
Hans Müllpaur Im Kheyderspach
zweite Seite:
Hann? Jänckho Müller daselbst
Dise Underthanen sein dem S(pital)
järlichen die Stifft zekhommen und ...
pfennig zeraichen schuldig
Hernach folgende Underthan(en)
allain die Gülth und khainen Sti....
Perndorf
Trattersdorf

andere Beisliele: Grub:
Junckher Alexander Nothafftens seel. hünderlassene Erben vom Saaghof daslebsten
(vermutlich Sandhof !)

oder  Beckendorf
Michael Schiessl
Michael Seydl
Veith Schmidt
Wolf Maister vom halben Hof
Jakob Stöckher vom halben Hof
Thoman Pongraz



oder Zeltendorf:
Gabriel Wirttinger vom Hof
Andter Schmuckher
Adam Ernst vom Gütl   (der Ernsthof ist heute noch ein Begriff in Zeltendorf)
Sebastian Nürnberger von der Sölde
Wie man leicht erkennen kann, sind dies sehr wertvolle Besitzerfolgen, die für die Heimat- und Familienforschung unersetzlich sind.

Es geht aber noch weiter:
Nun folgt die Rubrik An- und Abstand:
Auch wenn in diesem, dem 1638, J
ahr keine Veränderung protokolliert wurden, so ist damit denoch klar, dass einige Bauernhöfe das Spital als regelrechten grundherren hatten, denn den An- und Abstand kann man regelrecht mit der heutigen grunderwerdsteuer gleichsetzen. Bei jedem Hofverkauf  bzw. Hofübergabe an die nächste Generation waren diese idR 5 % "Abgaben fällig.
Einnamb an Ab- und Anstand
Diß Jahr hat Ab: und Anstand ertragen:
nihil (=nichts)
es wurden eben in diesem Jahr keine Besitzveränderugnen protokolliert und damit fielen auch keine Abgaben an.


im wenig zerstörten Mittelteil kommt eine interessante Rubrik: Ausgaben auf Sold, also Lohn bzw. Bezahlung für Leistungen.
hier sind es vor Allem einmal Ausgaben für den Pfarrer, Mesner, Schullehrer für die Abhaltung und Feier verschiedener gestifteter Gottesdienst.

Am interessantesten aber ist die Abteilung über verliehene Gelder, weil dort die Kreditnehmer und deren Gewährsmänner genannt sind.



Ausgab an hingeliehe
nem Geldt
Oswald Parella Bürger alhir ist an Hauptsach selichen verlichen worden
25 fl (je nach Umrechnungsmethode sollte dies 2500 bis 3500 Euro entsprechen)
Georgen Denscherz ist auf sein bey Churfrtl hochlobl
Regierung Straubing beschechen undterthenigs Suppliciern
an dem bey Ime gelegenen 460 fl HaupotCapitall
durch Cammerer Inn: und äusseren Rathe, In anseh
ung seines großen verderbens 160 fl nachgelassen
und hernach von hochermelter regierung vdermög gdig
bevelchs ratifiziert worden, so alda in Abgang
oder ausgab gesezt ürdet id est
160 fl



Diese 160 Gulden mußte das Kötztinger Spital also auf Befehl der Regierung in Straubing als Verlust abschreiben.

Am Ende des Buches kommen dann noch die Abrechnungen der einzelnen Getreidesorten, auch dieses kann im Zusammenhang über die Jahre betrachtet einen Hinweis auf Erntemengen, Erntekatastrophen und mögliche Hungersnöte bringen.
 

Staatsarchiv Landshut Rep 164-8 Akten des Bezirksamtes bzw. Landratsamtes Kötzting Nr.1089 Ansicht des Spitals von der jetzigen Gehringstraßenseite aus. Plan von 1856, also 11 Jahre vor dem verheerenden Marktbrand. Rechts. nach einem Anbau führt dann der Pfeffergraben nach hinten weg.





der letzte Rest des "alten" Spitals in Kötzting



Sonntag, 27. August 2017

historischer Lesestoff neu eingetroffen.....

Überraschung nach dem Urlaub


Es ist zugegeben durchaus leicht motivierend, wenn man sieht, dass dieser Blog, die "Kötztinger Geschichte(n)", manchmal auch ganz konkrete, ja sogar überregionale Spuren hinterlässt.
Internet sei Dank kann ich nur sagen, denn in der vergangenen Woche brachte der Postbote die Belegexemplare zweier Buchneuerscheinungen, die auch einen Bezug zu Kötzting haben.
Für beide Autoren kam der Hinweis, dass in Kötzting Material für Ihr Forschungsvorhaben zu finden sei, von Einzelveröffentlichungen in diesem Blog. Doch nun der Reihe nach:

Schon im Dezemberbeitrag (ganz am Schluß) habe ich von neueren Erkenntnissen über das Schicksal unseres Kötztinger Mitbürgers Julius Kirschner und einer bevorstehenden Veröffentlichung berichtet, nun ist das Buch fertig und das Stadtarchiv Bad Kötzting hat ein Belegexemplar bekommen.  
ISBN 978-3-95565-222-7 von 2017
Wie ist nun die Verbindung von Kötzting in das östlich von Berlin belegen Rittergut Garzau? Die beiden Autoren, die Historikerin Erika Schwarz und ihr Mann Gerhard Schwarz, aus der Mark Brandenburg hatten bereits Bücher über ihren Heimatsort Rehfelde veröffentlicht. Im Rahmen ihrer Recherchen über die eigene Herkunftsregion traten dann geschichtliche Verbindungen zwischen Garzau und Rehfelde zutage und bei näheren Untersuchungen dieser Verbindungen, und damit automatisch auch der Geschichte des Rittergutes Garzaus, stellte sich heraus, dass Garzau auf einer Liste von 52 Orten verzeichnet war, in denen jüdische Zwangsarbeiter beschäftigt waren. Mit diesem Eintrag war das Interesse des Autorenpaares geweckt und mit einer Liste der Zwangsarbeiter in der Hand konnten sie versuchen deren Leben und Schicksal zu rekonstruieren. Was nun dieses "Arbeitslager" so besonders für das Verständnis der Unterdrückung unserer jüdischen Mitbürger macht, ist das große Glück, das einer der Inhaftierten einen regen Schriftwechsel mit seinen Angehörigen unterhalten konnte und von diesen Briefen sind nicht nur eine große Anzahl erhalten sondern in diesen schildert der Schreiber auch das Leiden der Zwangsarbeiter und die seelische und körperliche Not, die die Inhaftierten erdulden müssen. Keiner der jüdischen Zwangsarbeiter in Garzau überlebte diese grausame Zeit UND, einer der jüdischen Zwangsarbeiter in Garzau war unser jüdischer Mitbürger Julius Kirschner.

Die beiden Kötztinger jüdischen Familien, die Kirschners und die Hahns, und deren Schicksale sind es wert, einmal eine größere Abhandlung zu erarbeiten. Ich bin aber immer noch auf der Suche nach Bildern der Familie Hahn,deren Mitglieder, im Gegensatz zu der Familie Julius Kirschner, das Dritte Reich zumindest gesundheitlich gut überstanden haben. Es bleibt aber auch bei Ihnen der Eigentumsverlust und vor Allem die beschämende und beleidigende Art und Weise wie sie, als zuerst hochgeachtete und vollkommen in das öffentliche Leben in Kötzting integrierte Kötztinger Bürger, innerhalb weniger Wochen durch gereicht wurden hinab zu Untermenschen, zumindest in den Augen der immer mächtiger werdenden Partei und deren zwangsweisen Durchdringung der öffentlichen Ämter. Kein FC Kötzting wäre denkbar ohne Julius Kirschner und die Hahns waren vorbildlich bei der Feuerwehr und in den Theater und Musikgruppen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Auch wenn wir vom Stadtarchiv einige Hinweise für das Buch liefern konnten, so ist doch die Aufklärung über die persönlichen Schicksale der Kirschnerkinder ein ganz wichtiger Mosaikstein für die eigenen Nachforschungen unserer jüdischen Kötztinger.



Das zweite Buch stammt von dem Waldmünchener Heimatforscher Dr. Markus Gruber und behandelt das Kriegsende im April und Mai 1945 in unserem Grenzgebiet.

Werbeplakat der Neuerscheinung
280 eng beschriebene Seiten bieten eine unglaublich detailreiche Abhandlung darüber, was in den Tagen nach dem 20. April in der weitesten Umgebung von Waldmünchen und vor Allem auch in der Stadt Waldmünchen geschehen ist. Trotz des Zusammenbruches aller staatlichen Strukturen bereits in den letzten Kriegstagen ist es beeindruckend auf welch riesiges Datenmaterial Herr Dr. Gruber zurückgreifen konnte. Er hat rechtzeitig damit begonnen viele Zeitzeugen zu befragen - belegt aber, dass er sich durchaus der Subjektivität solcher Aussagen bewusst ist. Auch die teilweise ritterlich verklärten autobiographischen Veröffentlichungen einiger Offiziere der 11.PD rückt er in das richtige Licht, indem er auch von den vielen Todesopfern berichtet, die gerade in den allerletzten Kriegstagen sowohl Soldaten als auch die tschechische und deutsche Zivilbevölkerung betrafen. Vor Allem diese  Einzelschicksale, die gefallenen Soldaten der letzten Kriegstage, versucht er zu ermitteln und es gelingt ihm auch teilweise deren Namen und Grablegen zu ermitteln.
Auch wenn Kötzting und der Kötztinger Raum hier nur am Rande, im Zusammenhang mit der Kapitulation der 11. Panzerdivision, erwähnt wird, so ist es doch die Fülle an Quellen und Archivverweisen, die dieses Buch für uns so wertvoll macht. Es gibt vermutlich einige Ansätze -wenn man VIEL Zeit hat - um auch für den Raum Kötzting noch einiges an Details herauszuarbeiten. Dokumente zum Beispiel, die die Amerikaner über Waldmünchen und deren Volkssturmmänner angelegt hatten sollte es eigentlich ebenfalls für Kötzting geben. Viele Bilder und einiges an erläuternden Karten helfen beim Verständnis des sehr detailreichen Buches. Es ist so meine Erfahrung aus mehr als 30 Jahren Sucharbeit in fremden Archiven: eine bisher unbekannte Fundstelle für einen Nachbarort kann ein Hinweis auf wichtige, gleichgeartete, Archivalien für den eigenen Bereich sein.

Vielen Dank an beide Autoren für die Überlassung eines Exemplars für unser Stadtarchiv.

Bei der Durchsicht des Buches von Markus Gruber bin ich wieder auf ein Bild gestoßen, das sicherlich ein Jeder, der sich bisher für die Geschichte der 11.PD und Kötzting interessiert, kennen wird. Der letzte Appell Generalleutnants von Wietersheim auf der "Spitziwiese".
das bekannte Bild, hier entnommen aus dem Buch "Endkampf im Böhmerwald" von Dr. Markus Gruber
  Diese "Spitziwiese" war ja bis hinein in die Sechziger Jahre (Zuerst kam der Neubau der AOK, der die Nutzung einschränkte, Kötztings erster Minigolfplatz machte dem Schlitten- und Skihang dann den Garaus.) vor Allem der Schlittenhang der Kinder. Wie man auf der Aufnahme auch sieht ist der "Appellplatz" auch erkennbar steil. Warum also ein Appell auf einem so ungeeigneten Platz?

Durch einen Zufallsfund im letzten Jahr glaube ich den Grund zu kennen: in einem Zeitungsbeitrag über die Geschichte der AOK Kötztings wird erwähnt, dass diese ihr erstes Büro in der Nachkriegszeit in der Marktstraße 40. (Heutzutage Reisebüro Aschenbrenner zwischen Veitskirche und Amberger Hof). Nachdem Generalleutnant von Wietersheim ja auf seinen Stock angewiesen war und die Amerikaner ihm sicherlich keinen Wagen zur Verfügung gestellt hatten, kamen die Soldaten eben auf die ihrem Chef nächstgelegen Wiese zusammen, so dass von Wietersheim nur durch den Torbogen im Amberger Hof gehen musste um den Abschiedsappell durchführen zu lassen.





Donnerstag, 24. August 2017

Wegweiser durch die BLOG Einträge

Inhaltsverzeichnis:

Jahreschroniken:

1616  Archivalien zum Mitlesen

1903

 

historische Tour durch Kötzting - Taferlaktion

Ludwig Baumann:  Joseph Ludwig Graf von Armansperg, Bayerischer Superminister und griechischer Staatskanzler

Ludwig Baumann: Die Brüder Prälisauer: Mesnersöhne, Mönche, Musiker

die Marktmühle in Kötzting 

 

 

Kötztinger Häusergeschichte

ein Suchbild - eine immernoch unbekannte Ansicht/Aussicht von Kötzting von Mathias Heilmeier

Schön wärs gewesen,
ein touristisches Großprojekt in der Bahnhofstraße - ein Opfer der Inflationszeit

Vor dem Vergessen bewahren:  das "Hermannhaus" wird abgerissen

Häuserchronik:
Bäckerei Clemens Pongratz Marktstraße 28 

ein Rätsel Bau bzw. Lageplan in Kötzting, ein Suchspiel

Luftbilder aus Kötzting

das alte Kötztinger Schwimmbad ein Sommerthema zur Winterzeit

der Kötztinger Bahnhof 

 

 

 

Handwerk in Kötzting



Geschichten aus der Geschichte Kötztings:

die "letzte Hinrichtung" in Kötzting 1813 erfolgte die letzte Hinrichtung auf dem Galgenberg, heute der Ludwigsberg

Ein wirklicher Flaschengeist was es nicht Alles gibt bzw. geglaubt wird

Überraschungsfund im Bauschutt des Kötztinger Amtsgerichtsgebäudes: Verhaftungsaktion der NSDAP vom Juni 1933 hinterläßt Spuren im Gebälk.

Der Weihnachtsblog: Aquarelle und Photos von Mathias Heilmeier

Wer hat das Krankenhaus verschoben? Eine Engstelle in Kötzting um die Jahrhundertwende

Eine Schießstätte beim Lindnerbräu und die Angst der Weissenregener
Wintersport auf Kötztings Straßen 

 "Neues" Material für die Kötztinger Archive Kirchenrechnungen von 1727 aufgetaucht








Die Weihnachtsbuben von Steinbühl....Exzesse beim Christkindlschiessen


Der Große Preis von Kötzting: das Seifenkistenrennen

   Der Schi-Stra-Bus in Kötzting
         

 

 


Kötztings erste Eisdiele 


Neuigkeiten aus dem Kötztinger Stadtarchiv:

Digitalisierung der Kötztinger Lokalausgaben an der Uni Regensburg erster Teil

2. Teil Zeitungsauschnitte der ersten Lokalausgaben

Weihnachtsgeschenke
für einen Kötztinger Heimatforscher

Buchvorstellungen Neuerscheinungen   Rittergut Garzau und Kriegsende im Waldmünchner Raum

 

Pfingsten

Überraschende Funde über unseren Pfingstritt und eine alte Pfingstbraut im Gäubödenmuseum in Straubing

Farbaufnahmen vom Kinderfestzug in Kötzting von 1964

Der "wilde" Pfingstritt Unsitten und Unruhen um den Pfingstritt im 18. Jahrhundert

Schnipsel vom Pfingstritt 1946

Schnipsel vom Pfingstritt 1949 mit Volksfest

 

 

Schöne Bilder und Luftaufnahmen

Kötzting

schöne Winter- und Schneebilder von Kötzting aus den dreissiger Jahren als Sommerkontrastprogramm   2. Teil

ein Farb DIA aus den dreissiger Jahren, auf der Platte in Kötzting

Kötzting und seine Umgebung auf Luftbildaufnahmen der dreissiger Jahre

Luftaufnahmen Kötzting in den 60er Jahren  2. Teil Luftaufnahme


Aquarelle von Matthias Heilmeier von Kötzting und Umgebung

 

Umland

Wer weiß was, unbekannte Luftbildorte, ein Suchspiel 1. Teil

Suchspiel mit unbekannten SW Aufnahmen
vermutlich Lamer Bereich

Luftbildaufnahmen der Umgebung 2. Teil   

 

Umland


Gutendorf: der Sherif von Traidersdorf 2. Teil

Lamer Winkel: die Hindenburgkanzel:

Miltach: SW Aufnahmen als Suchspiel der Baustelle an der Ostmarkstraße

Reitenstein:
Streit zwischen den Häuslern von Reitenstein und einigen Kötztinger Bürgern zu Zeiten Samuel Luckners



Weissenregen: Kleinhäusler gegen Großbauer ein Streit um Wasser und Grenzsteine von 1828

Wettzell: 900 Jahre Wettzell

Wettzell: 900 Jahre Wettzell eine Grenzbeschreibung

Zeltendorf: die Rechtler von Zeltendorf Pro und Contra Waldverteilung bzw. Gemeinbesitz

 

Lizensierung BWV

Vereine und Verbände

Der Bad Kötztinger Burschen und Wandererverein eV







Die Kötztinger Pfadfinder 1. Teil 

20 Jahre Arbeitskreis Heimatforschung: ein öffentlicher Lesestammtisch zum Jubiläum

Der Kötztinger Spielmannszug 1. Teil    2. Teil

 

 

 

die beiden Weltkriege und deren Folgen


Der Beginn des ersten Weltkrieges: der Wahnsinn beginnt

die 2. US Kavallerie und Kötzting im Frühjahr 1945










Das Ende des zweiten Weltkriegs: das Ausweichlazarett in Kötzting

Das Ende des Zweiten Weltkriegs: das Gefecht bei Grub

Das Ende des zweiten Weltkriegs: die 11. Deutsche Panzerdivision Teil 1 die Kapitulation












Independence Day 1945 die amerikanische Kavallerie feiert im Landkreis Kötzting

Das Leben geht weiter: die Gemeinderatswahlen vom Januar 1946

Der Landkreis Kötzting und seine Flüchtlinge 1945/1946







Mittwoch, 23. August 2017

Historische Einkehr

Dieses mal gehen wir mal raus aus dem Markt,
"mir gengand af Grou"

Die historische Einkehr im Herbst 2017 ist dieses Mal beim "Fechter" in Grub. Wir treffen uns auch dieses mal schon um 18.00 Uhr, es war der Wunsch vieler Teilnehmer mit dem üppigen (Mehrgänge) Essen nicht zu spät anzufangen. Also Treffpunkt 18.00 Uhr beim "Gschlössl" in Grub.
Der Vorverkauf  beginnt bereits  in der Kurverwaltung Bad Kötzting.








Grub der Ort, die Hofmark Grub in Händen adeliger Familien und des Klosters Rott, das Schloss in Grub, der Strohhof,  die Gruber Mühle
Das sind nur einige Stichworte, die mir so auf die Schnelle einfallen, wenn es um Grub geht, aber natürlich geht es nicht nur um rein Gruber Belange sondern auch um die Beziehungen, auch in der Vergangenheit, die zwischen dem Markt Kötzting und dem Dorf Grub bestanden.

Der Bogen der geschichtlichen Ereignisse bezieht auch noch Kaitersbach und Kammern mit ein, der Kaminger Wirt und auch der Müller in Kaitersbach existieren - und streiten manchmal auch miteinander - schon seit über 400 Jahren.
Es existieren historische Ansichten, Pläne und Luftaufnahmen aus den 60er Jahren, ja sogar ein früher Pfingstfilm, der von 1925, zeigt einige Aufnahmen aus dem Bereich in Grub. Zu guter Letzt hat ein US Amerikanischer Schlachten- und Militärmaler einen Zusammenstoß der US Armee mit versprengten deutschen Wehrmachtssoldaten festgehalten.
 Aus all diesen Inhalten, Dokumenten und Materialien soll wieder ein buntes Gemisch an geschichtlichen Erzählungen für einen unterhaltsamen Abend sorgen, für das leibliche Wohl sorgen wieder unsere Gastgeber.





 





Montag, 24. Juli 2017

Ein kleines Sommerrätsel.....

Heute muss es wieder einmal schnell gehen, also bringe ich wieder ein paar Luftbildaufnahmen zum Miträtseln. Diesmal stammen fast Alle von der Stadt Kötzting selber

 Das erste Bild nicht zum rätseln, sondern weil´s immer schön ist auf unsere Kirchenburg zu schauen und auch um festzustellen wie viel sich seit den 60er Jahren dann doch geändert hat
 Also los gehts, Rästel 1, wo ist dieses Neubaugebiet?

 Rätsel 2: es scheint sich hier schon um einen Swimmingpool Besitzer zu handeln

 Rätsel 3: wenn man mal das entscheidende Detail entdeckt hat, ist es ganz leicht


 Rätsel 3 sollte nicht schwer sein


Rätsel 4: auch hier sollte es nicht schwer sein


 Rätsel 5 ist aus der Umgebung und


Rätsel 6 ist schon wieder einfacher, dachte ich mir, deswegen habe ich die Gleise am unteren Ende abgeschnitten, im Original war das Bild so:

mit den Doppelgleisen ist es klar: Ortseingang in Blaibach


 Die Rechte an der Luftaufnahmen liegen bei der Stadt Bad Kötzting und KÖNNTEN noch unter der Ägide des Hauptlehrers Josef Bock für die Kreisfilmbildstelle gemacht worden sein.
Viel Spaß beim Rätseln, im September gibts dann eine Übersicht über unser Stadtarchiv


Donnerstag, 29. Juni 2017

Der Burschen- und Wandererverein Kötzting e.V.

Nachdem der Bad Kötztinger Burschen und Wandererverein e.V. an den heurigen Pfingstfeiertagen die Schallmauer von 500 Mitgliedern locker übersprungen hat  UND die endgültige Wiederzulassung und Lizensierung unseres Vereins  heuer einen runden Geburtstag hat, möchte ich, solange wir noch in "Sichtweite" unseres Pfingstfestes sind, diese Wiederzulassung mit einem Beitrag würdigen.
Herzlichen Dank an Frau Kretschmer, die trotz ihrer vielen Arbeit im Nachgang nach Pfingsten und Fronleichnam mir die passenden Bilder zusammengestellt hat.

 

die endgültige Lizensierung als Verein im Jahre 1947

wie der Burschen- und Wandererverein Kötzting e.V.  in seiner eigenen Chronik und auf seiner Homepage schreibt, erhielt der Verein von der amerikanischen Militärregierung bereits kurz vor Pfingsten 1946 eine vorläufige Lizenz :
Auszug aus der Homepage der Kötztinger Burschen und Wanderervereins:

Die Wiederzulassung des Vereins

Am Freitag vor Pfingsten 1946 gab die amerikanische Militärregierung die Lizenzierung des BWV bekannt. Zitat aus der Lizenzurkunde: "Die Militärregierung wünscht, dass die Jugendverbände eine rege Tätigkeit entwickeln. Es ist Ihrerseits laufend zu berichten, welche Veranstaltungen stattgefunden haben und mit welcher Teilnehmerzahl." Zu der Wiedergründung des BWV kam es vor allem durch die Initiative des Vorstandes Michl Plötz, der Burschen Max Januel, Georg Dreger und Heinrich Wieser. Großes Verständnis und Entgegenkommen zeigte auch Gouverneur Lieutenant Mitchell, der selbst noch ein Junggeselle war.
In der Originallizensierungsurkunde, die eine zeitliche Begrenzung bis zum 30.Juni 1947 beinhaltete und hier in der beglaubigter Abschrift vom 11.11.1947 in die Genehmigungsunterlagen einfließt,  wird das Datum der Erstlizensierung mit dem 27.August 1946 angegeben. Die Vorsitzenden der Jugendorganisation waren damals Michael Plötz und Georg Dreger.
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947
Diese - ich nenn´s mal vorläufige - pauschale Lizensierung aus dem Jahre 1946, benötigte aber noch die detaillierte Ausführung, Prüfung und  Bestätigung sowohl durch die Militärregierung als auch durch das Landratsamt in Kötzting um in eine endgültige Lizenz umgewandelt zu werden. Auch heutzutage liegen zwischen Gründungsversammlung und der Bestätigung eines eingetragenen Vereins durch die einzelnen Behörden durchaus viele Monate.
In den Genehmigungsunterlagen des neu gegründeten Vereins finden sich ein paar interessante Schreiben und vor allen heutzutage nicht mehr vorstellbare Auflagen und die betreffen vor allem die Auflagen in Hinblick auf die damals anlaufenden Entnazifizierungen bzw. die Spruchkammerverfahren.
Entscheidend für die Zulassung von "deutschen geselligen Vereinen" war eine Verordnung der amerikanischen Militärregierung vom August 1946
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947 = Archiv des Landratsamtes Kötzting
entsprechend diesen Regularien durften die Vorstandmitglieder nicht nationalsozialistisch vorbelastet sein. Nur bei den normalen Mitgliedern konnte eine Ausnahme gemacht werden, wenn diese in den Spruchkammerverfahren als "Mitläufer"  - entsprechend des Gesetzes "zur Befreiung vom Nationalsozialismus und Militarismus" der Militärregierung eingestuft worden waren.
Im Januar erfolgte also die reguläre Gründungsversammlung und das Ergebnis floss in das Genehmigungsverfahren ein:
Im Dezember 1947 erhielt der BWV Kötzting vom Landkreis Kötzting - mit Schreiben auch an die Militärregierung in Kötzting - dann die endgültige Lizensierung als Verein, auf dessen Vordruck das Datum der Wiedergründung genau vermerkt ist: der 17. Januar 1947
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947
in diesem Antrag wird die Zahl der Mitglieder 1947 mit 136 angegeben und die Anzahl der "geselligen" Veranstaltungen dem Verein frei überlassen. Das war ja in dieser ereignislosen - im Hinblick auf Unterhaltungsmöglichkeiten - Zeit das wichtigste.
Nach dem Ablauf der - vorläufigen -  Lizenz im Sommer 1947, galt es den Verein auf sichere rechtliche Füße zu stellen:
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947
im November 1947 erfolgte der endgültige Antrag an das Landratsamt für ein Genehigungsverfahren
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947
Nun galt es für die Burschen die nötigen Unterlagen zusammenzutragen, wie sie für eine Lizensierung notwendig waren.
Die Erklärung des ersten Vorsitzenden und des restlichen Vorstandes
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947

Die eingereichte Satzung des BWVs von 1947 mit sehr rigiden Ausschlussmöglichkeiten bei unehrenhaftem Verhalten: Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379 von 1947




Und so sahen die persönlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen durch die Spruchkammer Kötzting für den Vorstand aus:
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379


Max Januel



















Gress Schorsch



















Dreger Schorsch
Rabl Franz




















Die Rechjte an den Bildern liegen beim Arbeitskreis Heimatforschun, wenn wir noch "Jugendbilder" der fehlenden Vorstandsmitglieder erhalten, so werde ich diese nachträglich einbauen.Wir würden uns über entsprechende "Jungmänneraufnahmen" folgender Personen freuen:
Ernst Kunstmann
Karl Imhoff
Heinrich Wieser




Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379
und nun zum Abschluss noch einmal die weiter oben bereits angeführte endgültige Lizenz für den Kötztinger Burschen und Wandererverein vom 15. Dezember 1947
Staatsarchiv Landshut Rep 164/8 Nr. 2379  die endgültige Lizenz als Verein
 Im Januar 1965 fand ich noch im Zusammenhang mit einer Mitgliederversammlung einen erneuten Versuch - warum auch immer - diese Eintragung als e.V. zu erreichen. Vermutlich sind die Originalunterlagen beim BWV verschollen gegangen und deshalb ging man von der irrigen meinung aus, kein solch "eingetragener Verein" in der Vergangenheit gewesen zu sein. Nach meinen Unterlagen war er das aber schon seit 1947.

Kötztinger Zeitung vom Januar 1965