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Freitag, 31. Januar 2020

Geschichte(n) - Wandern - Speisen

Die Historische Einkehr - eine Gemeinschaftsaktion vom Stadtarchiv Bad Kötzting und Stadtmarketing Kötzting e.V. geht nun ins 8. Jahr. Höchste Zeit also - trotz der bisher immer ausverkauften Veranstaltungen -  sich Gedanken zu machen, ob das Konzept denn noch trägt oder ob es nötig ist, ein paar Stellschrauben nachzujustieren. Und so haben wir es uns vorgestellt:




Im kommenden Frühjahr wird die Historische Einkehr zum ersten Mal den Bereich der Stadt Bad Kötzting (aber nur ganz knapp) verlassen und beim "Fischer Naz" in Pulling gastieren.
Unabhängig davon, trage ich mich schon seit langer Zeit mit der Idee, eine Art von kulturgeschichtlicher Wanderung, die ich vor vielen Jahren bei Karl Perfler in Südtirol genießen durfte, auf Kötztinger Verhältnisse und eben auf unsere kulinarischen und kulturellen Bedingungen anzubieten.
Kennzeichnend für Perflers Wanderungen war es - ohne dafür viele Höhenmeter überwinden zu müssen  - auf den Walwegen Südtirols zu wandern, während er, ähnlich, wie ich es bei der Historischen Einkehr zwischen den einzelnen Gänge mache, uns Teilnehmern die Geschichte der Gegend, der Häuser, der Mühlen u.s.w. erzählte. Nun ist natürlich Karl Perfler eigentlich so etwas wie ein Philosoph und ein Energiebündel sondergleichen, es ist also eigentlich schon etwas vermessen seine Idee auf den Bayerwald zu übertragen ABER, wie schon Monaco Franze gesagt hat: "Ein Bisserl was geht immer....."
Nun also ganz konkret, was soll, was kann werden:

Zur Vorbereitung auf die Einkehr in Pulling habe ich bei meiner Stoffsammlung bemerkt, dass, ähnlich wie letztes Frühjahr in Liebenstein beim Wirts Sepp, der "Rote Faden" meiner Vorträge auf den "Dörfern" eigentlich eine Wanderroute darstellt, die in diesem Falle in Kötzting beginnt und in Pulling endet. Damit ist nun ist die Wanderroute ganz von selbst:


Wir treffen uns am "Roten Steg"     (hier geschah 1699 ein blutiger Mordfall)

Roter Steg und Fußballstadion
 wechseln hinüber auf den Spatiliweg 
Der Spatiliweg (Photo Serwuschok Großumschlagsammlung)
 hören von der Entstehung der Magdalenenkapelle 
Magdalenenkapelle und Grotte Aufnahme von Mathias Heilmeier um 1900

die Magdalenenkapelle und die Kötztinger Naturfreunde, nun "Freunde der Natur" bei der Restaurierung
(Photo Serwuschok Großumschlagsammlung)



weiter gehts dann zum Waldschmidthaus,
dessen Entstehung mit der Hoffnung auf einen Eisenbahnanschluss fest verbunden ist.
REPRO Arbeitskreis Heimatforschung


dann sind wir schon in seiner Firma in Regenstein - nun in Besitz der Familie Wanninger

Steinbach


 Wir blicken auf hinüber auf die andere Seite des Weißen Regens:
dort war einmal ein RAD Lager für Mädchen
RAD-Lager am Gehsberg Photo Josef Bock

gleich daneben im Steinbachtal geht die Kötztinger Industriegeschichte weiter
Holzschleifanlage im Steinbachtal Photo Josef Bock


und dann taucht auch schon Harras auf,
in den Anfängen ein Eisenwerk des beginnenden 19. Jahrhunderts, später spezialisiert auf Pappen und Holz
Photo von Alexandra Hartinger Frühjahr 2019

Gleich hinter Harras liegt eine malerische Flußlandschaft mit meandierenden Flußarmen , Brücken und Wöhrden, eine Landschaft, die ihr Gepräge durch die Lärnbechermühle erhalten hat.
Bild von Josef Barth sen.
 Der Besitzer der Lärnbechermühle hat sich einen langen und intensiven Rechtsstreit mit Windorfer Xaver von Harras über die Brückenbenutzung geliefert.


 Dann natürlich der  Blaibacher See, dessen Entstehung,mit  Namensstreit und der Umweltproblematik, ausgehend von der Papierfabrik in Teisnach

(Photo Serwuschok Großumschlagsammlung)

Am anderen Ufer erkennt man die Pullinger Mühle




und am Ende dann die Familie Höcherl und deren Fischrechte auf dem Regen

Pulling

 Und dann ist auch noch der Eisenbahnbau Cham- Kötzting
Aquarell von Mathias Heilmeier entstanden um 1900


 Beim "Fischer Naz" werden wir uns dann mit einem Drei-Gänge-Menue verwöhnen lassen. Zwischen den einzelnen Gängen kann ich dann meinen Geschichten während der Wanderung die dazugehörigen Bildern nachliefern.
Wie man sieht, steckt in den Häusern auf dem Weg nach Pulling eine Menge an geschichte und Geschichten und was man sich erwandert, kann man sich auch besser merken.




Die Rückfahrt könnte/würde dann mit den Fahrern ermöglicht, die vorher ihre Fahrzeuge nach Pulling umgesetzt haben. Dies ist ohne Probleme angesichts der Teilnehmerzahl dann vor Ort lösbar.

Dies wäre also dann ein Einstieg in eine "Historische Wanderung", die dann immer im Frühjahr - wegen der längeren Nachmittags- und Abendstunden - in dieser Form stattfinden kann/soll.


Wie könnte dies dann noch ausgebaut werden? 

  1.  mit anderen Wanderstrecken


geschichtliche Wanderung Zellertal :  über Ludwigsberg - Galgenberg - Dachsenbühl - Weißenholz - Stockmühle - Kaitersbacher Mühle - Leckern (Töpferei Zaborsky)
optional Picknick beim Reimwirt
Grub - Gruber Mühle - Strohhof - Schlossbereich - letztes Gefecht der US-Armee -
Menue z.B. beim Fechter : mit Bildmaterial zwischen den einzelnen Gängen des Menues

geschichtliche Wanderung Regental: wir fahren mit der Bahn bis nach Watzlsteg  am Bahnhof Watzlsteg (egal ob mit der Bahn von Kötzting oder Lam) dann Watzlhof (früher in Besitz des Marktes Kötzting)  - Engelmühle - Zittenhof - Fessmannsdorf - Sperlhammer
optional Picknick im Gut Sperlhammer
weiter gehts zur Wiesmühle - Sagmühle - Hammermühle
Menue z.B. im Spielekasino mit Bildmaterial zwischen den einzelnen Gängen des Menues

geschichtliche Wanderung Haidstein: Treffpunkt Urtlbachplatz (historisch Kroith) - Gehstorf - Gasdorf - Ried - Haidstein -
Menue z.B. im Hotel Bayerwald in Liebenstein mit Bildmaterial zwischen den einzelnen Gängen des Menues
- Bachmeierholz - Zeltendorf -

       2. Zusatzmodule



Musikanten erwarten uns an besonderen Orten.
Picknick mit ausgesuchten lokalen Lebensmitteln: Bier - Käse - Gselchtes - Gemüse aus lokaler Erzeugung und an Orten, zu denen man normalerweise keinen einfachen Zutritt hat..

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